f(1) = 2
Gesamtinhalt der Rechtecke: 1,3984375
Definition des bestimmten Integrals
Es sein nun f eine beliebige Funktion, die in einem Intervall [a; b]
definiert ist und in jedem
abgeschlossenem Teilintervall von [a; b] einen kleinsten und einen größten
Funktionswert hat.
Das geschlossene Intervall [a; b] wird zerlegt in 2^n gleich lange
Teilintervalle.
Länge des Teilintervalls = Δx = (b - a) / 2^n
in jedem Teilintervall größter Funktionswert = Mi
in jedem Teilintervall kleinster Funktionswert = mi
(Ist f eine konstante Funktion, so ist stets mi = Mi.)
Sn =
2^n
Σ Mi * Δx
i=1
sn =
2^n
Σ mi * Δx
i=1
mi * Δx = Flächeninhalt des größten Rechtecks innerhalb
der Fläche im Intervall [xi-1; xi]
Mi * Δx = Flächeninhalt des kleinsten Rechtecks außerhalb
der Fläche im Intervall [xi-1; xi]
Es sei m der kleinste und M der größte Funktionswert von f in [a; b].
m(b - a) ≤ sn ≤ Sn ≤ M(b - a)
(sn) ist nach oben beschränkt
(Sn) ist nach unten beschränkt
21.11.2009
Seite 235
es existieren
lim sn
n→∞
und
lim Sn
n→∞
Definition bestimmtes Integral
Es sei f eine im Intervall [a; b] definierte Funktion, die in jedem
abgeschlossenen Teilintervall von [a; b]
einen kleinsten und einen größten Funktionswert hat. Haben die Folgen (sn) und
(Sn) einen gemeinsamen Grenzwert,
so heißt dieser gemeinsame Grenzwert das bestimmte Integral der Funktion f im
Intervall [a; b].
lim sn
n→∞
=
lim Sn
n→∞
Das bestimmte Integral einer Funktion f im Intervall [a; b], ist also eine
reelle Zahl und zwar der
gemeinsame Grenzwert der Folgen (sn) und (Sn).
Man bezeichnet das bestimmte Integral von f in [a; b] durch:
b
∫ f(x) dx
a
Lies: "Integral f von x-d-x von a bis b.
Das von Leibnitz eingeführte Zeichen "∫" ist ein stilisiertes "S" und soll an
die Summenbildung erinnern.
Beispiel 1)
bestimmtes Integral für die Funktion f(x)= x im Intervall [0; b]
Die Funktion f ist stetig und monoton und hat daher in jedem abgeschlossenen
Intervall einen kleinsten und einen
größten Funktionswert.
1. Zerlegen des Intervalls
[0; b] in 2^n gleich lange Teilintervalle
Δx = b / 2^n
2^n = k
Δx = b / k
2. Bilden der Summen sn und Sn
[xi-1; xi]
i = 1,2,..., k
Summe sn
mi = f(xi-1) = xi-1 = (i - 1) * Δx = (i - 1) * b/k
sn =
2^n
Σ mi * Δx
i=1
sn =
k
Σ mi * Δx
i=1
sn =
k
Σ (i - 1) * b/k
* b/k
i=1
sn =
k
Σ (i - 1) * b²/k²
i=1
Da alle Summanden von sn den Faktor b²/k² enthalten gilt
k
sn = b²/k² * Σ
(i - 1).
i=1
k
Σ (i - 1)
= ((k - 1) * k) / 2
i=1
Beispiel:
5
Σ (i - 1)
= 0 + 1 + 2 + 3 + 4 = 10 = ((k - 1) * k) / 2 = ((5 - 1) * 5) / 2
i=1
sn = b²/k² * ((k - 1) * k) / 2
sn = b²/k * (k - 1) / 2
sn = b²/2 - b²/2k
sn = b²/2 * (1 - 1/k)
2^n = k
sn = b²/2 * (1 - 1/2^n)
Summe Sn
Mi = f(xi) = xi = i * Δx = i * b/k
Sn =
2^n
Σ Mi * Δx
i=1
Sn =
k
Σ Mi * Δx
i=1
Sn =
k
Σ i * b/k
* b/k
i=1
Sn =
k
Σ i * b²/k²
i=1
Da alle Summanden von Sn den Faktor b²/k² enthalten gilt
k
Sn = b²/k² * Σ
i.
i=1
k
Σ i = (k * (k + 1))
/ 2
i=1
Beispiel:
5
Σ i = 1 + 2 + 3 + 4 + 5
= 15 = (k * (k + 1)) / 2 =
(5 * (5 + 1)) / 2
i=1
Sn = b²/k² * (k * (k + 1))
/ 2
Sn = b²/k * (k + 1)
/ 2
Sn = b²/2 + b²/2k
Sn = b²/2 * (1 + 1/k)
2^n = k
Sn = b²/2 * (1 + 1/2^n)
3. Berechnen des Grenzwertes der Folgen (sn) und (Sn)
sn = b²/2 * (1 - 1/2^n)
lim (1 - 1/2^n) = 1
n→∞
lim sn = b²/2
n→∞
Sn = b²/2 * (1 + 1/2^n)
lim (1 + 1/2^n) = 1
n→∞
lim Sn = b²/2
n→∞
b
∫ f(x) dx = b²/2
0
2) Gegeben sei die Funktion f(x) = x.
a) Skizzieren Sie die Punktmenge unter dem Graph der Funktion im Intervall [0;
5]!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser Punktmenge mit Hilfe der Inhaltsformel
für Dreiecke!
A = (ab)/2
A = 25/2
c) Vergleichen Sie ihr Ergebnis mit dem Resultat des Beispiels 1!
b
∫ f(x) dx = b²/2 = 25/2
0
Definition
Es sei f eine im Intervall [a; b] definierte Funktion, die in jedem
abgeschlossenen Teilintervall von [a; b] einen
kleinsten und einen größten Funktionswert hat. Ferner gelte f(x) ≥ 0 für alle x
∈ [a; b].
Unter dem Flächeninhalt der Punktmenge, die von dem Graph von f, der x-Achse und
den Parallelen zur y-Achse
durch a und b begrenzt wird, versteht man das bestimmte Integral
b
∫ f(x) dx.
a
Aufgaben:
1) Berechnen Sie die im Beispiel 1 angegebenen Summen sn und Sn für n = 0, 1, 2,
3 und 4 falls b = 4 ist!
sn = b²/2 * (1 - 1/2^n)
n = 0
sn = 8 * 0 = 0
n = 1
sn = 8 * 0,5 = 4
n = 2
sn = 8 * 0,75 = 6
n = 3
sn = 8 * 0,875 = 7
n = 4
sn = 8 * 0,9375 = 7,5
Sn = b²/2 * (1 + 1/2^n)
n = 0
Sn = 8 * 2 = 16
n = 1
Sn = 8 * 1,5 = 12
n = 2
Sn = 8 * 1,25 = 10
n = 3
Sn = 8 * 1,125 = 9
n = 4
Sn = 8 * 1,0625 = 8,5
2) Gegeben sei die Funktion f(x) = x.
a) Skizzieren Sie die Punktmenge, die durch den Graph von f, die x-Achse und die
Geraden x = 2 und x = 7 begrenzt wird!
27.11.2009
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser Punktmenge unter Verwendung Ihnen
bereits bekannter Inhaltsformeln!
A1= 2 * 5
A1 = 10
A2 = (5 * 5) / 2
A2 = 12,5
A = 22,5
c) Wie kann man den Flächeninhalt dieser Punktmenge unter Verwendung des
Ergebnisses des Beispiels 1 erhalten?
b
∫ f(x) dx = b²/2 = 25/2
0
7
∫ f(x) dx = 7²/2 = 49/2 = 24,5
0
2
∫ f(x) dx = 4/2 = 2
0
24,5 - 2 = 22,5
3a) Zeichnen Sie den Graph der Funktion f(x) = (1/4)x² - 5 im Intervall [0; 4]!
x 0
1 2
3 4
f(x) -5 -4,75 -4
-2,75 -1
b) Berechnen Sie sn und Sn für n = 0, 1 und 2!
in jedem Teilintervall größter Funktionswert = Mi
in jedem Teilintervall kleinster Funktionswert = mi
(Ist f eine konstante Funktion, so ist stets mi = Mi.)
2^n Teilintervalle
Sn =
2^n
Σ Mi * Δx
i=1
n = 0
Sn = -1 * 4 = -4
n = 1
Sn = -8 - 2 = -10
n = 2
Sn = -4,75 - 4 - 2,75 - 1 = -12,5
Sn wird mit zunehmendem n immer kleiner.
sn =
2^n
Σ mi * Δx
i=1
n = 0
sn = -20
n = 1
sn = -10 - 8 = -18
n = 2
sn = -5 - 4,75 - 4 - 2,75 = -16,5
sn wird mit zunehmendem n immer größer
c) Zeichnen Sie für die unter b) vorgenommenen Zerlegungen des Intervalls [0; 4]
die entsprechenden Rechtecke.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Inhalten der Rechtecke und den Zahlen
sn und Sn?
sn = gesamter Flächeninhalt der größten Rechtecke innerhalb der Fläche
Sn = gesamter Flächeninhalt der kleinsten Rechtecke außerhalb der Fläche
Existenz des bestimmten Integrals
3) Berechnen Sie
lim k/2n
n→∞
lim k/2n = 0
n→∞
4) Geben Sie drei rationale und drei irrationale Zahlen an, und markieren Sie
diese auf der Zahlengeraden!
rational: 2, 3, 4
irrational: √2, √3,
√5
Gegeben sei die Funktion f mit f(x) =
1, wenn x rational
2, wenn x irrational.
Diese Funktion ist nicht stetig und auch nicht monoton.
Sie hat aber in jedem abgeschlossenen Teilintervall einen kleinsten und einen
größten Funktionswert.
[a; b] in 2^n Teilintervalle
Δx = (b - a) / 2^n
In jedem der 2^n Teilintervalle liegt wenigstens eine rationale und eine
irrationale Zahl.
kleinster Funktionswert mi = 1
größter Funktionswert Mi = 2
sn =
2^n
Σ mi * Δx =
i=1
2^n
Σ Δx =
i=1
2^n * (b - a) / 2^n = b - a
Sn =
2^n
Σ Mi * Δx =
i=1
2^n
Σ 2 * Δx =
i=1
2 * 2^n * (b - a) / 2^n = 2(b - a)
Die Folgen (sn) und (Sn) sind konstant.
lim sn = b - a
n→∞
lim Sn = 2(b - a)
n→∞
Ergebnis: Wegen
lim sn
n→∞
≠
lim Sn
n→∞
existiert das bestimmte Integral der Funktion f im Intervall [a; b] nicht.
Sowohl die Monotonie als auch die Stetigkeit sind hinreichend (ausreichend),
aber nicht
notwendig für die Existenz des bestimmten Integrals.
Satz 1
Wenn f eine im Intervall [a; b] monotone Funktion ist, so existiert
b
∫ f(x) dx.
a
Satz 2
Wenn f eine im Intervall [a; b] stetige Funktion ist, so existiert
b
∫ f(x) dx.
a
Beweis Satz 1
Es sei f eine im Intervall [a; b] monotone wachsende Funktion.
2^n gleich lange Teilintervalle
Δx = (b - a) / 2^n
i-te Teilintervall [xi-1; xi]
i = 1,2, ...,2^n
f wächst monoton deshalb:
kleinster Funktionswert im i-ten Intervall mi = f(xi-1)
größter Funktionswert im i-ten Intervall Mi = f(xi)
sn =
2^n
Σ mi * Δx
i=1
sn =
2^n
Σ f(xi-1) * Δx
i=1
Sn =
2^n
Σ Mi * Δx
i=1
2^n
Σ f(xi) * Δx
i=1
lim sn
n→∞
= oder ≠
lim Sn
n→∞
lim sn
n→∞
=
lim Sn
n→∞
ist gewiss erfüllt wenn (Sn - sn) eine Nullfolge ist.
Sn - sn = Δx[f(x2^n) - f(x0)]
x2^n = b
x0 = a
Δx = (b - a) / 2^n
Sn - sn = (b - a) / 2^n * [f(b) - f(a)]
für (b - a) * [f(b) - f(a)] wird k gesetzt
Seite 240
Die Folge (k / 2^n) ist eine Nullfolge. Also gilt
lim sn
n→∞
=
lim Sn.
n→∞
5) Berechnen Sie
k
Σ 1!
i=1
k
Σ 1 = k
i=1
Beispiel 3)
Zu berechnen ist der Flächeninhalt der Punktmenge Q, die vom Graph der Funktion
f(x) = x² + 1, der x-Achse, der y-Achse und
der Geraden x = 1 begrenzt wird.
Lösung:
f(x) = x² + 1 ist im Intervall [0; 1] monoton
es existiert danach das bestimmte Integral
1
∫ x² + 1 dx
0
=
lim sn
n→∞
=
lim Sn.
n→∞
Seite 241
24.12.2009
Dieser gemeinsame Grenzwert ist der Flächeninhalt A der Punktmenge Q.
Es reicht also die Ermittlung des Grenzwerts der Folge (Sn).
Sn = 1/2^n *
2^n
Σ [(i/2^n)² + 1]
i=1
Beispiel
4 Rechtecke:
Intervalle (x-Werte):
Intervalle (x-Werte): [0; 0,25], [0,25; 0,5], [0,5; 0,75], [0,75; 1]
f(0,25) = 1,0625
f(0,5) = 1,25
f(0,75) = 1,5625
f(1) = 2
Gesamtinhalt der Rechtecke: (1,0625 + 1,25 + 1,5625 + 2) / 4 =
1,46875
4 Rechtecke, n = 2
Sn = 1/4 *
4
Σ [(i/4)² + 1] =
1,46875
i=1
Sn = 1/2^n *
2^n
Σ [(i/2^n)² + 1]
i=1
für 2^n = k
Sn = 1/k *
k
Σ [(i/k)² + 1]
i=1
Sn = 1/k * [
k
Σ i²/k²
i=1
+
k
Σ 1 ]
i=1
laut Aufgabe 5)
k
Σ 1 = k
i=1
Sn = 1/k * [
k
Σ (i²/k²) + k]
i=1
Sn = 1/k *
k
Σ (i²/k²) + 1
i=1
Sn = 1/k³ *
k
Σ i² + 1
i=1
Summenformel für
k
Σ i²
i=1
k
Σ i² = [k(k + 1)(2k + 1)] / 6
i=1
Sn = 1/k³ * [(k(k + 1)(2k + 1)) / 6] + 1
Sn = 1/k³ * [(2k³ + 3k² + k) / 6] + 1
lim Sn = ((2 + 3/k + 1/k²) / 6) + 1
n→∞
lim Sn = (2/6) + 1
n→∞
lim Sn = 8/6 = 4/3
n→∞
A =
1
∫ (x² + 1) dx = 4/3
0
Aufgaben:
1) Begründen Sie, dass folgende Integrale existieren!
3
∫ 1/x dx
2
Die Funktion f(x) = 1/x ist im geschlossenen Intervall [2; 3] stetig und
monoton. Entsprechend Satz 1
und Satz 2 existiert das
bestimmte Integral.
π/3
∫ sin x dx
π/6
Die Funktion f(x) = sin x ist im geschlossenen Intervall [π/6; π/3] stetig und
monoton. Entsprechend Satz 1
und Satz 2 existiert das
bestimmte Integral.
2) Gegeben sei die Funktion f mit
f(x) = 0,5x + 1, wenn -1 ≤ x ≤ 2
= x + 1, wenn 2 < x ≤ 4.
a) Skizzieren Sie den Graph dieser Funktion!
b) Begründen Sie, dass
4
∫ f(x) dx existiert!
-1
Die Funktion f wächst im geschlossenen Intervall [-1; 4] monoton. Entsprechend Satz 1 existiert das
bestimmte Integral.
3) Gegeben sei die Funktion f(x) = 2x + 1.
a) Skizzieren Sie die Punktmenge Q, die durch den Graph von f, die x-Achse und
die Geraden x = 1 und x = 4 begrenzt wird!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt von Q unter Verwendung Ihnen bereits
bekannter Inhaltsformeln!
Ages = A1 + A2
A1 = 3 * 3 = 9
A2 = (3 * 6) / 2 = 9
Ages = 18
c) Berechnen Sie den Flächeninhalt von Q mit Hilfe der Integralrechnung!
Sn = gesamter Flächeninhalt der kleinsten Rechtecke außerhalb der Fläche
n = 0 (1 Teilintervall)
S0 = 27
n = 1 (2 Teilintervalle)
S1 = 9 + 13,5 = 22,5
Sn =
2^n
Σ [(3 + i6/2^n) * 3/2^n]
i=1
2^n
Σ 3 = 3k
i=1
für 2^n = k
k
Σ i = k(k + 1) / 2
i=1
2^n
Σ i6/2^n = 6k(k + 1) / 2k = (6k² + 6k) / 2k =
3k + 3
i=1
3k * 3/k = 9
(3k + 3) * 3/k = 9 + 9/k
für k = 2^n
lim Sn = 9 + 9 + 9/k
n→∞
lim Sn = 9 + 9 + 9/2^n
n→∞
lim Sn = 18
n→∞
einfacher über Stammfunktion
f(x) = 2x + 1
[1; 4]
F(x) = x² + x
F(4) = 20
F(1) = 2
F(4) - F(1) = 18
30.12.2009
Erweiterung des Integralbegriffs, Additivität
[a; b] a und b sind Integrationsgrenzen
a = untere Integrationsgrenze
b= obere Integrationsgrenze
Definition:
b
∫ f(x) dx = -
a
a
∫ f(x) dx
b
a
∫ f(x) dx = -
a
a
∫ f(x) dx
a
Definition:
a
∫ f(x) dx = 0
a
Auftrag 6)
Berechnen Sie den Flächeninhalt der im Bild D 21 blau gerasterten Punktmenge!
A1 = 6 * 5 = 30
A2 = (2 * 4) / 2 = 4
A3 = (2 * 2) / 2 = 2
Ages = 36
mittels Integralrechnung:
7
∫ 0,5x + 3,5 dx = 24
3
+
9
∫ -x + 14 dx = 12
7
Seite 243
31.12.2009
Additivität des bestimmten Integrals
Satz
Existiert das bestimmte Integral einer Funktion f in einem Intervall [a; b] und
ist c eine beliebige
Zahl aus [a; b], so ist
b
∫ f(x)dx =
a
c
∫ f(x)dx +
a
b
∫ f(x)dx.
c
Aufgaben
Ermitteln Sie folgende Zahlen!
1a)
0
∫ x dx = 0
0
b)
π
∫ x^5 dx = 0
π
2a)
5
∫ sin x dx = 0
5
b)
-2
∫ (x² + x + 1) dx = 0
-2
3a)
b
∫ x dx = b²/2
0
b)
0
∫ x dx = -b²/2
b
4a)
b
∫ z dz = b²/2
0
b)
0
∫ t dt = -b²/2
b
5)
4
∫ (x³ + x) dx +
1
7
∫ (x³ + x) dx +
4
1
∫ (x³ + x) dx = 0
7
f(x) = x³ + x
Stammfunktion
F(x) = (x^4) / 4 + x² / 2
F4 = 72
F1 = 0,25 + 0,5 = 0,75
Fges1 = F4 - F1 = 71,25
F7 = 624,75
Fges2 = F7 - F4
Fges2 = 624,75 - 72 = 552,75
Fges3 = F1 - F7
Fges3 = 0,75 - 624,75
Fges3 = -624
Fges = Fges1 + Fges2 + Fges3 = 71,25 + 552,75 - 624 = 0
6)
0,3
∫ (x² + 1) dx +
0
1
∫ (x² + 1) dx = 4/3
0,3
f(x) = x² + 1
Stammfunktion
F(x) = x³ / 3 + x
F0,3 = 3,009
F1 = 4/3
Fges = F0,3 + F1 - F0,3 = F1 = 4/3
02.01.2010
Hauptsatz der Differential und Integralrechnung
Das bestimmte Integral als Funktion der oberen Integrationsgrenze
Auftrag 7)
Berechnen Sie den Differenzenquotienten der Funktion f(x) = 2x² an einer
beliebigen Stelle x0,
und ermitteln Sie den Grenzwert des Differenzenquotienten für h→0.
1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:
D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert
D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h
h ≠ 0
D(h) = (2(x0 + h)² - 2x0²) / h
D(h) = (2x0² + 4x0h + 2h² - 2x0²) / h
D(h) = (4xoh + 2h²) / h
2. Umformen des Differenzenquotienten:
h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.
D(h) = h * (4x0 + 2h) / h
D(h) = 4x0 + 2h
3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0
lim D(h) =
h→0
lim (4x0 + 2h) = (4x0 + 0)
h→0
lim D(h) = 4x0
h→0
Die Funktion f(x) = 2x² ist an jeder Stelle x0 differenzierbar.
Es ist f ' (x0) = 4x0.
Auftrag 8)
Begründen Sie: Die Funktion F(x) = 2,5x² + √x
ist eine Stammfunktion von
f(x) = 5x + 1/2√x!
laut Definition des Begriffs Stammfunktion:
f und F sind in einem Intervall I definiert
F ' (x) = f(x) für jedes x ∈ I
Die Berechnung des bestimmten Integrals durch Rückgang auf die Folgen (sn) und
(Sn) ist
selbst bei einfachen Funktionen sehr aufwendig.
b
∫ x dx = b²/2
0
0
∫ x dx = 0
0
1
∫ x dx = 0,5
0
7
∫ x dx = 49/2
0
10
∫ x dx = 50
0
0,5
∫ x dx = 0,125
0
√2
∫ x dx = 1
0
10000
∫ x dx = 50000000 = 5 * 10^7
0
π
∫ x dx = π²/2
0
Seite 246
03.01.2010
b
∫ x dx = b²/2
0
Die Menge der geordneten Paare [b, b²/2] ist die Funktion Φ.
b
Φ(b) = ∫ x dx = b²/2
0
Φ ist also eine Funktion, deren Argument die obere Integrationsgrenze eines
bestimmten Integrals ist.
x
Φ(x) = ∫ t dt = x²/2
0
Φ ' (x) = x
Satz
Wenn f eine im Intervall [a; b] stetige Funktion ist, so ist die Funktion Φ mit
x
Φ(x) = ∫ f(t) dt eine Stammfunktion von f in [a; b].
a
Beweis:
Es sei f eine beliebige im Intervall [a; b] stetige Funktion, Φ die Funktion
x
Φ(x) = ∫ f(t) dt.
a
1. Differenzenquotienten der Funktion Φ bilden
x
Φ(x) = ∫ f(t) dt
a
x+h
Φ(x+h) = ∫ f(t) dt
a
D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h
h ≠ 0
D(h) = (Φ(x+h) -
Φ(x)) / h
h muss so gewählt werden, das x + h im Intervall [a; b] liegt.
Additivität des bestimmten
Integrals
x
∫ f(t) dt +
a
x+h
∫ f(t) dt =
x
x+h
∫ f(t) dt
a
hieraus folgt:
x+h
∫ f(t) dt -
a
x
∫ f(t) dt =
a
x+h
∫ f(t) dt
x
(Φ(x+h) -
Φ(x)) / h =
x+h
∫ f(t) dt * 1/h
x
16.01.2010
2. Umformen des Differenzenquotienten
h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.
h > 0
[x; x + h]
Die Stellen x1 und x2 haben folgende Bedeutung:
f(x1) ist der jeweils kleinste Funktionswert von f im Intervall [x; x + h]
f(x2) ist der jeweils größte Funktionswert von f im Intervall [x; x + h]
h ist die Differenz zwischen x und x + h.
f(x1) * h ≤
x+h
∫ f(t) dt ≤
x
f(x2) * h
nochmals f(t) und nicht f(x)
Es kommt auf die Wahl der Integrationsvariablen nicht an.
Natürlich kann man als Integrationsvariablen nicht eine der Integrationsgrenzen
wählen.
Begründung: Integrationsgrenze fest und nicht variabel.
f(x1) ≤
x+h
∫ f(t) dt * 1/h ≤
x
f(x2)
lim f(x1) ≤
h→0
x+h
lim ∫ f(t) dt * 1/h ≤
h→0 x
lim f(x2)
h→0
3. Berechnung des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0
lim f(x1) = f(x)
h→0
lim f(x2) = f(x)
h→0
lim (Φ(x+h) - Φ(x)) / h = f(x)
h→0
Beweis beendet
Durch diesen Beweis ist auch gesichert:
Jede in [a; b] stetige Funktion hat dort eine Stammfunktion.
unbestimmtes Integral
Die Menge aller Stammfunktionen von f im Intervall I wird als das unbestimmte
Integral bezeichnet.
∫ f(x) dx
Beispiel:
f(x) = x² - 1
∫ f(x² - 1) dx = x³/3 - x + c
c ∈ R
Hauptsatz der
Differential- und Integralrechnung
Berechnung bestimmter Integrale
Wie erhält man die Zahl
b
∫ f(x) dx mit Hilfe von F?
a
x
∫ f(t) dt ist ebenfalls Stammfunktion von f in [a; b]
a
b
∫ f(x) dx = Φ(b)
a
x
∫ f(t) dt = Φ(x)
a
Φ(b) = F(b) + c
Φ(x) = F(x) + c
a
∫ f(t) dt = Φ(a) = 0
a
Φ(a) = F(a) + c
c = - F(a)
Φ(b) = F(b) + c
Φ(b) = F(b) - F(a)
b
∫ f(x) dx = F(b) - F(a)
a
Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung
Ist f eine im Intervall [a; b] stetige Funktion und F irgendeine Stammfunktion
von f, so ist
b
∫ f(x) dx = F(b) - F(a).
a
Für die Differenz F(b) - F(a) schreibt man auch
b
[F(x)]a.
9) Geben Sie für die folgenden Funktionen jeweils eine Stammfunktion an!
a) f(x) = 1/x²
(u / v)' = (u'v - uv') / v²
F(x) = -1/x
b) f(x) = √x
F(x) = 2/3 * √x³
c) f(x) = 1/√x
F(x) = 2√x
Seite 250
28.01.2010
Beispiel 5)
Das bestimmte Integral
1
∫ (x² + 1) dx ist zu berechnen.
0
f(x) = x² + 1
F(x) = x³/3 + x
F(1) - F(0) =
4/3 - 0 = 4/3
Beispiel 6)
Das bestimmte Integral
3
∫ 1/x² dx ist zu berechnen.
1
f(x) = 1/x²
F(x) = -1/x
F(3) - F(1) =
-1/3 - (-1) = 2/3
Beispiel 7)
Das bestimmte Integral
3
∫ (x³ - 2x² + 0,4x + 1/3) dx ist zu berechnen.
-1
f(x) = x³ - 2x² + 0,4x + 1/3
F(x) = (1/4)x^4 - (2/3)x³ + (1/5)x² + (1/3)x
F(3) - F(-1) =
101/20 - 47/60 = 64/15
Beispiel 8)
Das bestimmte Integral
9
∫ √x dx ist zu berechnen.
1
f(x) = √x
F(x) = (2/3) * √x³
F(9) - F(1) =
18 - 2/3 = 52/3
Regeln
b
∫ f(x) + g(x) dx
a
=
b
∫ f(x) dx
a
+
b
∫ g(x) dx
a
b
∫ k * f(x) dx
a
=
b
k * ∫ k * f(x) dx
a
Aus den Regeln für das Aufsuchen von Stammfunktionen
a) Ist F eine Stammfunktion von f und G eine Stammfunktion von g, so ist F + G
eine Stammfunktion von f + g.
b) Ist F eine Stammfunktion von f und c eine beliebige reelle Zahl, so ist c * F
eine Stammfunktion von c * f.
30.01.2010
Beispiel 9)
4
∫ (5x + 1/√x) dx
2
f(x) = 5x
F(x) = 2,5x²
F(4) - F(2) =
40 - 10 = 30
g(x) = 1/√x
G(x) = 2√x
G(4) - G(2) =
4 - 2√2
4
∫ (5x + 1/√x) dx = 34 - 2√2
2
Durch den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung werden die von völlig
unterschiedlichen
Problemstellungen her entwickelten Theorien (Differentialrechnung,
Integralrechnung) zusammengeführt.
Diesen Zusammenhang erstmalig erkannt und angewendet haben Leibnitz (1646 -
1716) und Newton (1643 - 1727).
Aufgaben
Berechnen Sie folgende Integrale!
1)
3
∫ x dx = 4,5
0
3
∫ x dx = 0
3
1
∫ 2 dx = 4
-1
-1
∫ (-3) dx = 1,5
-0,5
1
∫ (-1/3)t dt =
-1
1
(-1/3) * ∫ t dt =
-1
(-1/3) * 0 = 0
2)
4
∫ x dx = 7,5
1
4
∫ 2x dx = 15
1
0,5
∫(-3) dx = -3
-0,5
1
∫ 2x dx = -15
4
0,5
∫ (1/5)s ds = -1/5
-1,5
2
∫ ab² db = (7/3)a
1
3)
7
∫ (-x²/5 - x) dx = -234/5
1
4
∫ 1/x² dx = 3/4
1
3
∫ 4/r^4 dr =
1
3
4 * ∫ r^-4 dr =
1
f(r) = r^-4
F(r) = (r^-3) / -3
F(r) = -1/3r^3
F(3) = -1/81
F(1) = -1/3
F(3) - F(1) = 26/81 * 4 = 104/81
4
∫ (x² + x + 1) dx = 100/3
0
1
∫ (1/x² + 1/x³) dx = -7/8
2
4)
0
∫ (3x² + x - 1) dx = 4
-2
-2
∫ x^-3 dx =
-3
-2
∫ 1/x³ dx = -5/72
-3
-1
∫ 3t^-5 dt = -45/64
-2
0
∫ (x³ + x² + x + 1) dx = 7/12
-1
-1
∫ (4/x³ - 3/x^4) dx = -19/8
-2
5)
7
∫ √x dx
2
f(x) = √x
f(x) = x^1/2
F(x) = 2/3 * x^3/2
F(7) = 14√7 / 3
F(2) = 4√2 / 3
F(7) - F(2) = 10,46
5
∫ p^-0,5 dp
1
f(p) = 1/√p
F(p) = 2√p
F(5) = 2√5
F(2) = 2
F(5) - F(2) = 2,47
4
∫ 5x^0,25 dx
1
f(x) = 5x^0,25
F(x) = 4x^5/4
F(4) - F(1) =
22,627417 - 4 = 18,627417
3
∫ (x + x^1/3) dx = 3,855
2
1
∫ (2 + √4x) dx = 3,33333
0
f(x) = 2
F(x) = 2x
F(1) - F(0) = 2
f(x) = √4x
f(x) = 2√x
F(x) = 2 * 2/3 * x^1,5
F(x) = 4/3 * √x³
F(1) - F(0) = 4/3
6)
8
∫ x^1/3 dx
1
f(x) = x^1/3
F(x) = 3/4 * x^4/3
F(8) - F(1) = 12 - 0,75 = 11,25
4
∫ q^-1/3 dq
1
f(q) = q^-1/3
F(q) = 3/2 * q^2/3
F(4) - F(1) = 2,2797
4
∫ 5/x^1/4 dx
1
4
∫ 5x^-1/4 dx
1
f(x) = 5x^-1/4
F(x) = 20/3x^3/4
F(4) - F(1) = 12,1895
2
∫ (1 - 1/x^1/3) dx = 0,1189
1
2
∫ (1 - x^-1/3) dx
1
f(x) = 1
F(x) = x
F(2) - F(1) = 1
f(x) = x^-1/3
F(x) = 3/2 * x^2/3
F(2) - F(1) = 0,8811
1
∫ (5 -
(8x)^1/3) dx = 3,5
0
f(x) = 5
F(x) = 5x
F(1) - F(0) = 5
f(x) = (8x)^1/3
f(x) = 2 * x^1/3
F(x) = 2 * 3/4 * x^4/3
F(x) = 3/2 * x^4/3
F(1) - F(0) = 1,5
06.03.2010 Paul Dose
7) Berechnen Sie die bestimmten Integrale der Funktion
f(x) = x³ - 6x² + 10x in den Intervallen [0; 2], [2; 4] und [0; 4]!
F(x) = 0,25x^4 - 2x³ + 10x
2
∫ (x³ - 6x² + 10x) dx = 8
0
4
∫ (x³ - 6x² + 10x) dx = 8
2
4
∫ (x³ - 6x² + 10x) dx = 16
0
Berechnung von
Integralen verketteter Funktionen
Beispiel 10)
3
∫ √5x + 3 dx = 9,4895
0
Lösung:
g(x) = √5x + 3
z(x) = 5x + 3
f(z) = √z
F(z) = 2/3 * z^3/2
F(z(x)) = 2/3 * (5x + 3)^3/2
Überprüfung durch Anwendung der Kettenregel
f ' (x) = [u(v(x0))] ' = u ' (v(x0)) * v ' (x0)
[2/3 * (5x + 3)^3/2] ' =
5√5x
+ 3
[2/3 * (5x + 3)^3/2] ' = 5√5x + 3
/ beide Seiten durch 5 dividieren
[2/15 * (5x + 3)^3/2] ' = √5x + 3
G(x) = 2/15 * (5x + 3)^3/2
G(3) - G(0) =
2/15 * √18³ - 2/15 * √3³
= 9,4895
Ist F eine Stammfunktion von f (äußere Funktion), so ist
x2
∫ f(ax + b) dx =
x1
x2
[1/a * F(ax + b)]
x1
Beispiel 11)
x2
∫ (ax + b)^n dx
x1
n > 0
x1 < x2
ax + b ≥ 0
Lösung:
g(x) = (ax + b)^n
z(x) = ax + b
f(z) = z^n
F(z) = n/(n+1) * z^(n+1)/n
x2
∫ (ax + b)^n dx =
x1
x2
[1/a * n/(n+1) * (ax + b)^(n+1)/n]
x1
Aufgaben
Berechnen Sie folgende bestimmte Integrale!
1a)
5
∫ (4x + 5)² dx
0
f(x) = (4x + 5)²
F(x) = 1/4 * 1/3 * (4x +
5)³
F(x) = 1/12 * (4x + 5)³
F(5) - F(0) = 1291,66
1b)
1
∫ 1/(2x - 6)³ dx
-1
f(x) = 1/(2x - 6)³
f(x) = (2x - 6)^-3
F(x) = 1/2 * -1/2 * (2x - 6)^-2
F(1) - F(-1) = -3/256
1c)
1
∫ (6t + 1)³ dt
-1
f(t) = (6t + 1)³
F(t) = 1/6 * 1/4 * (6t + 1)^4
F(t) = 1/24 * (6t + 1)^4
F(1) - F(-1) = 74
2a)
1
∫ (0,25x + 1)^4 dx
-1
f(x) = (0,25x + 1)^4
F(x) = 4 * 1/5 * (0,25x + 1)^5
F(x) = 4/5 * (0,25x + 1)^5
F(1) - F(-1) = 2,251
2b)
3
∫ 1/(5 - x)² dx
-3
f(x) = 1/(5 - 1x)²
f(x) = (5 - 1x)^-2
F(x) = -1/-1 * (5 - x)^-1
F(x) = (5 - x)^-1
F(3) - F(-3) = 1/2 - 1/8 = 3/8
2c)
2
∫ 4/(4t + 3)³ dt
0
f(t) = 4/(4t + 3)³
f(t) = 4 * (4t + 3)^-3
F(t) = 4 * 1/4 * -1/2 * (4t + 3)^-2
F(t) = -0,5 * (4t + 3)^-2
F(2) - F(0) = 56/1089
3a)
1
∫ (2x + 5)^2/3 dx
-1
f(x) = (2x + 5)^2/3
F(x) = 1/2 * 3/5 * (2x + 5)^5/3
F(x) = 3/10 * (2x + 5)^5/3
F(1) - F(-1) = 5,8124
3b)
0
∫ dx / √5 - 3x
-1
f(x) = 1 / √5 - 3x
f(x) = (5 - 3x)^-1/2
F(x) = -1/3 * 2 * (5 - 3x)^1/2
F(x) = -2/3 * √5 - 3x
F(0) - F(-1) = 0,3949
3c)
1
∫ dx / (x + 2)^1/3
0
f(x) = (x + 2)^-1/3
F(x) = 3/2 * (x + 2)^2/3
F(1) - F(0) = 0,739
Flächenberechnungen
Punktmengen, die oberhalb der x-Achse liegen
12) Berechnen Sie die Nullstellen folgender Funktionen!
a) f(a) = a² - 7,5a + 12,5
0 = a² - 7,5a + 12,5
a1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q
a1/2 = 3,75 +- √14,0625 - 12,5
a1/2 = 3,75 +- √1,5625
a1/2 = 3,75 +- 1,25
a1 = 5
a2 = 2,5
b) f(x) = -x² + 4x + 5
0 = -x² + 4x + 5 //*-1
0 = x² - 4x - 5
x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q
x1/2 = 2 +- √4 + 5
x1/2 = 2 +- 3
x1 = 5
x2 = -1
Beispiel 12)
Zu berechnen ist der Flächeninhalt der Punktmenge, die von dem Graph der
Funktion
f(x) = -x² + 4x + 5 und der x-Achse begrenzt wird.
Die Nullstellen der quadratischen Gleichung sind dazu erforderlich.
x1 = -1
x2 = 5
x2
A = ∫ (-x² + 4x + 5) dx
x1
5
A = ∫ (-x² + 4x + 5) dx
-1
f(x) = (-x² + 4x + 5)
F(x) = -x³/3 + 2x² + 5x
F(5) - F(-1) = 36
Der Flächeninhalt A beträgt 36.
Beispiel 13)
Der Flächeninhalt innerhalb der Funktionen f(x) = √2x
- 1 [0,5; a] und g(x) = -2x + 7 [a; b] ist zu berechnen.
Die Zahl a ist der x-Wert des Schnittpunktes der Graphen von f und g.
√2a - 1 = -2a + 7
2a - 1 = (-2a + 7)²
2a - 1 = 4a² - 28a + 49
0 = 4a² - 30a + 50
0 = a² - 7,5a + 12,5
a1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q
a1 = 5
a2 = 2,5
Die Abszisse (x-Wert) des gesuchten Schnittpunktes ist 2,5(nach Skizze).
Die Zahl b ist die Nullstelle von g.
g(x) = -2x + 7
0 = -2b + 7
b = 3,5
erste Teilfläche
2,5
∫ √2x
- 1 dx
0,5
f(x) = √2x
- 1
F(x) = 1/2 * 2/3 * (2x - 1)^3/2
F(x) = 1/3 * (2x - 1)^3/2
F(2,5) - F(0,5) = 8/3
zweite Teilfläche:
3,5
∫ -2x + 7 dx
2,5
f(x) = -2x + 7
F(x) = -x² + 7x
F(3,5) - F(2,5) = 12,25 - 11,25 = 1
Der Flächeninhalt beträgt 11/3.
Aufgaben
1) Berechnen Sie folgende Flächeninhalte.
a)
1
∫ 0,5x² dx = 1,5
-2
b)
f(x) = x + 1
3 = x + 1
x = 2
erste Teilfläche
A = 4 * 3 = 12
zweite Teilfläche
f(x) = x + 1
0 = x + 1
x = -1
2
A = ∫ x + 1 dx = 4,5
-1
Der Flächeninhalt beträgt 16,5.
2) Skizzieren Sie die Punktmenge, die von dem Graph der Funktion f(x) = x³/2 +
4, der x-Achse
und der Geraden x = 2 begrenzt wird! Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser
Punktmenge!
2
∫ x³/2 + 4 dx = 16
-2
Der Flächeninhalt beträgt 16.
3a) Skizzieren Sie die Punktmenge, die oberhalb der x-Achse liegt und von dieser
und dem Graph der Funktion
f(x) = (x - 3)(x² - 4) begrenzt wird!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser Punktmenge!
f(x) = (x - 3)(x² - 4)
f(x) = x³ - 4x - 3x² + 12
f(x) = x³ - 3x² - 4x + 12
2
∫ x³ - 3x² - 4x + 12 dx = 32
-2
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 32.
4a) Skizzieren Sie die Punktmenge, die von dem Graph der Funktion f(x) = x^1/3,
der x-Achse und den Geraden
x = 1 und x = 8 begrenzt wird!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser Punktmenge!
Überschlag: 7 < Flächeninhalt < 14
8
∫ x^1/3 dx = 11,25
1
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 11,25.
5a) Skizzieren Sie die Punktmenge, die von dem Graph der Funktion f(x) = (3x +
6)^1/4, der x-Achse und der Geraden
x = 2 begrenzt wird!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt dieser Punktmenge!
2
∫ (3x + 6)^1/4 dx
-2
f(x) = (3x + 6)^1/4
F(x) = 1/3 * 4/5 * (3x + 6)^5/4
F(x) = 4/15 * (3x + 6)^5/4
F(2) - F(-2) = 5,956
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 5,956.
Punktmengen, die unterhalb der x-Achse liegen
14) Berechnen Sie das bestimmte Integral!
4
∫ (x² - 5x + 4) dx!
1
Lösung: -9/2
Beispiel 14)
Der Flächeninhalt der Punktmenge M, die von der x-Achse und der Parabel y = x² -
5x + 4
begrenzt wird, ist zu berechnen.
Die Zahl -9/2 kommt nicht in Frage, weil negativ.
Die Spiegelung an der x-Achse ist erforderlich.
aus y = x² - 5x + 4

wird y = -(x² - 5x + 4) = -x² + 5x - 4

b
A = | ∫ f(x) dx |
a
4
∫ (x² - 5x + 4) dx = -9/2
1
A = | - 9/2 |
A = 9/2
Der Flächeninhalt der Punktmenge M beträgt 9/2.
Beispiel 15)
Zu berechnen ist der Flächeninhalt der Punktmenge, die unten durch einen
Parabelbogen begrenzt wird.
Zunächst ist die Gleichung der Parabel gesucht.
Nullstellen der Parabel
x1 = [-4; 0]
x2 = [4; 0]
Scheitelpunkt: x3 = [0; -8]
f(x) = ax² +
c
c = -8
0 = ax² - 8
0 = a4² - 8
a = 1/2
f(x) = 0,5x² - 8
3
∫ (0,5x² - 8) dx = -205/6
-2
A = | -205/6 |
A= 205/6
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 205/6.
Beispiel 16)
Es ist der Flächeninhalt der Punktmenge M zu berechnen, die von dem Graph der
Funktion
f(x) = x³ - 6x² + 8x und der x-Achse eingeschlossen wird.

Nullstellen der Funktion
f(x) = x³ - 6x² + 8x
0 = x(x² - 6x + 8)
x1 = 0
x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q
x2/3 = 3 +- 1
x2 = 4
x3 = 2
2
∫ (x³ - 6x² + 8x) dx = 4
0
A1 = 4
4
∫ (x³ - 6x² + 8x) dx = -4
2
A2 = | -4 |
A2 = 4
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 8.
Aufgaben
Skizzieren Sie die Graphen der folgenden Funktionen, und berechnen Sie jeweils
den Flächeninhalt der Punktmenge,
die durch den Graph von f, die x-Achse und die Geraden x = a und x = b begrenzt
wird!
2a) f(x) = 2x + 1; a = -3 b = 1
Nullstelle der Funktion
f(x) = 2x + 1
0 = 2x + 1
x = -0,5
-0,5
∫ (2x + 1) dx = -6,25
-3
A1 = 6,25
1
∫ (2x + 1) dx = 2,25
-0,5
A2 = 2,25
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 8,5.
b) f(x) = x² - 8x + 7 a = 0 b = 5
Nullstellen der Funktion
0 = x² - 8x + 7
x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q
x1/2 = 4 +- 3
x1 = 7
x2 = 1
1
∫ x² - 8x + 7 dx = 10/3
0
A1 = 10/3
5
∫ x² - 8x + 7 dx = -80/3
1
A2 = | -80/3 |
A2 = 80/3
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 30.
c) f(x) = (1/(x² + 1)) - 2 a = 0 b = 2
2
∫ ((x + 1)^-2 - 2) dx = -10/3
0
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 10/3.
d) f(x) = (x - 2)^1/2 - 1,5 a = 3 b = 6
Nullstelle der Funktion
0 = (x - 2)^1/2 - 1,5
1,5 = (x - 2)^1/2
2,25 = x - 2
x = 9/4 = 4,25
x2
∫ f(ax + b) dx =
x1
x2
[1/a * F(ax + b)]
x1
f(x) = (x - 2)^1/2 - 1,5
F(x) = 2/3 * (x - 2)^3/2 - 1,5x
F(4,25) - F(3) = -0,29
A1 = 0,29
F(6) - F(4,25) = 0,46
A2 = 0,46
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 0,75.
Punktmengen, die von den Graphen zweier Funktionen eingeschlossen werden
Beispiel 17)
Berechnung des Flächeninhalts A vom Parabelsegment
f(x) = 2x + 1
g(x) = x² - 4x + 6
20.03.10 Seite 261
Bestimmen der Integrationsgrenzen
Abszissen (x-Werte) der Schnittpunkte beider Graphen
x² - 4x + 6 = 2x + 1
x² - 6x + 5 = 0
x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q
x1/2 = 3 +- 2
x1 = 5
x2 = 1
A = Flächeninhalt Trapez - Flächeninhalt zwischen Parabel und x-Achse
Trapez: Viereck mit zwei parallelen, aber ungleich langen Seiten
5
∫ 2x + 1 dx = 28
1
5
∫ x² - 4x + 6 dx = 52/3
1
A = 28 - 52/3 = 32/3
Der Flächeninhalt des Parabelsegmentes beträgt 32/3.
Beispiel 18)
Berechnung des Flächeninhalts B vom Parabelsegment
f(x) = 2x - 5
g(x) = x² - 4x
Durch eine Verschiebung parallel zur y-Achse lässt sich erreichen, dass die
Punktmenge B auf die Punktmenge
A abgebildet wird.
B = A = 32/3
Der Flächeninhalt des Parabelsegmentes beträgt 32/3.
Beispiel 19)
Es ist der Flächeninhalt der von den Parabeln
f(x) = 0,25x² - 1 und
g(x) = -0,125x² + 2 eingeschlossenen Punktmenge zu berechnen.
Abszissen (x-Werte) der Schnittpunkte der Parabeln
0,25x² - 1 = -0,125x² + 2
0,375x² = 3
x² = 8
x1 = √8
x2 = -√8
Verschiebung
f(x) = 0,25x²
g(x) = -0,125x² + 3

√8
∫ -0,125x² + 3 dx = 15,08
-√8
√8
∫ 0,25x² dx = 3,77
-√8
Der Flächeninhalt beträgt 11,31.
Beispiel 20)
Wie groß ist die positive Zahl a zu wählen, damit der Flächeninhalt M gleich 5/3
ist?
f(x) = √ax
g(x) = -x²
Integrationsgrenzen 0 und 1

1
∫ -x² dx = -1/3
0
5/3 - 1/3 = 4/3
1
∫ √ax
dx = 4/3
0
f(x) = √ax
F(x) = 2/3 * (ax)^3/2
F(x) = 2/3a * (ax)^3/2
F(1) - F(0) = 4/3
F(1) = 4/3
2/3a * (a)^3/2 = 4/3
a^3/2 = 12a/6
a^3/2 = 2a
a^3 = 4a^2
a = 4
Aufgaben
2) Berechnen Sie jeweils den Flächeninhalt der Punktmenge, die von der Parabel
und der
Geraden eingeschlossen wird!
b)
f(x) = x² + 6x + 11
g(x) = -x + 1
Abszissen (x-Werte) der Schnittpunkte beider Graphen
x1 = -5
x2 = -2
-2
∫ -x + 1 dx = 13,5
-5
-2
∫ x² + 6x + 11 dx = 9
-5
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 4,5.
3) Berechnen Sie jeweils den Flächeninhalt der Punktmenge, die von den Graphen
der Funktionen f und g und den Graphen x = a und x = b begrenzt wird.
b)
f(x) = x³
g(x) = 0,5x - 2
a = -1
b = 2
Verschiebung
f(x) = x³ + 3
g(x) = 0,5x + 1
2
∫ x³ + 3 dx = 51/4
-1
2
∫ 0,5x + 1 dx = 15/4
-1
Der Flächeninhalt beträgt 9.
d)
f(x) = 1/x³
g(x) = x + 1
a = 2
b = 4

4
∫ x + 1 dx = 8
2
4
∫ 1/x³ dx = 3/32
2
Der Flächeninhalt beträgt 253/32.
5) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge M! 01.04.2010
f(x) = 2 / (x - 1)²
g(x) = - x^1/2

4
∫ 2 / (x - 1)² dx = 4/3
2
4
∫ +
√x dx =
3,45
2
Der Flächeninhalt der Punktmenge M beträgt 4,78.
Physikalische Arbeit
F = konstant
W = F * (s2 - s1)
F ≠ konstant
s2
W =
∫
f(s) ds
s1
Beispiel 21)
Ein Körper sei an einer Schraubenfeder befestigt. Bewegt man den Körper von s1
nach s2,
so wird die Feder gedehnt. Die dazu erforderliche Kraft, die der Zugkraft der
Feder entgegenwirkt,
ist dem zurückgelegten Weg proportional. Der Proportionalitätsfaktor k heißt
Federkonstante.
Zu berechnen ist die Arbeit W, die man aufwenden muss, um den Körper von s1 nach
s2 zu bewegen.
F/s = k (Federkonstante)
F = k * s
F = f(s) = k * s
W =
s2
∫
f(s) ds
s1
W =
s2
∫
k * s ds
s1
W =
s2
k *
∫
s ds = k/2 * (s2² - s1²)
s1
16) Berechnen Sie die Arbeit, die bei der Dehnung einer Feder verrichtet wird,
für k = 0,4 N/cm, s1 = 0cm und s2 = 12cm!
W = 0,2 N/cm * (144cm)
W = 28,8 Newton
Übungen und Anwendungen
Berechnen Sie die folgenden Integrale!
2a)
3
∫
(3x² + 4x + 5) dx = 60
0
f(x) = 3x² + 4x + 5
F(x) = x³ + 2x² + 5x
F(3) - F(0) = 27 + 18 + 15 = 60
2b)
4
∫
(v³ - v² + 3) dv = 685/12
-1
2c)
-1
∫
(4/x³ - 3/x^4) dx = -19/8
-2
2e)
-√3
∫
(x³ + 2x) dx
0
f(x) = x³ + 2x
F(x) = 0,25x^4 + x²
F(-√3) - F(0) = 5,25
4c)
1
∫ z / √x+1
0
1
z *
∫ 1 / √x+1
0
f(x) = (x + 1)^-1/2
F(x) = 2(x + 1)^1/2
F(1) - F(0) = 2 * 2^1/2 - 2 * (1)^1/2 = 2(√2
- 1)
2z(√2
- 1)
6) Berechnen Sie jeweils k!
b)
1
∫ kx dx = 0,2
0
F(1) - F(0) = 0,2
F(1) = 0,2
0,5kx² = 0,2
0,5 * k * 1 = 0,2
k = 0,4
d)
1
∫ (kx + k) dx = 1
0
F(x) = 1
f(x) = kx + k
F(x) = 0,5kx² + kx
1 = 0,5 * k * 1 + k * 1
1 = 0,5k + k
k = 2/3
06.04.10
9) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge, die von den Graphen der
Funktion
f(x) = x³ - x² + x - 2 und g(x) = 3x - 2 eingeschlossen wird!
Verschiebung der Graphen
f(x) = x³ - x² + x + 3
g(x) = 3x + 3
Schnittpunkte
s1(-1; 0)
s2(3; 0)
s3(2; 9)
0
∫ f(x) dx = 23/12
-1
0
∫ g(x) dx = 3/2
-1
A1 = 23/12 - 3/2 = 5/12
2
∫ f(x) dx = 28/3
0
2
∫ g(x) dx = 12
0
A2 = 12 - 28/3 = 8/3
Agesamt = 37/12
10) Spiegeln sie die Parabel y = x² an der Geraden y = x! Berechnen Sie den
Flächeninhalt der Punktmenge,
die von der Parabel y = x² und ihrem Spiegelbild begrenzt wird!
1
∫ x dx = 1/2
0
1
∫ x² dx = 1/3
0
A = 1/6
2A = 2/6 = 1/3
12a) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge, die von den Graphen der
Funktionen
f(x) = -0,5x² + 4,5 und g(x) = 0,5x² - x + 2,5 eingeschlossen wird!
Veranschaulichen Sie jeweils die Punktmenge!

Schnittpunkte
s1(-1; 4)
s2(2; 2,5)
2
∫ f(x) dx = 12
-1
2
∫ g(x) dx = 15/2
-1
12 - 7,5 = 4,5
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 4,5.
12b) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge, die von den Graphen der
Funktionen
f(x) = 0,25x² und g(x) = 1/12x² + 6 eingeschlossen wird!
Veranschaulichen Sie jeweils die Punktmenge!

Schnittpunkte
0,25x² = 1/12x² + 6
1/6x² = 6
x1 = 6
x2 = -6
s1(6; 9)
s2(-6; 9)
6
∫ g(x) dx = 84
-6
6
∫ f(x) dx = 36
-6
A = 84 - 36 = 48
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 48.
15) Gegeben sei die Funktion f(x) = x^-2.
a) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge M, die von dem Graph von f,
der
x-Achse und den Geraden x = 1 und x = 5 begrenzt wird!
5
∫ f(x) dx = 4/5
1
b) Welche Länge hat ein Rechteck mit der Breite 4, dessen Flächeninhalt mit dem
der Punktmenge M übereinstimmt?
A = x * 4 = 4/5
x = 1/5 = 0,2
19.04.2010
18) Eine Punktmenge werde durch zwei quadratische Parabeln begrenzt.
a) Bestimmen sie die Gleichung der Parabeln!
b) Ermitteln Sie den Flächeninhalt der Punktmenge!
1. Parabel
f(x) = 5/4x² - 3
2. Parabel
g(x) = -0,5x² + 4

Verschiebung der Graphen
f(x) = 5/4x²
g(x) = -0,5x² + 7
2
∫ g(x) dx = 76/3
-2
2
∫ f(x) dx = 20/3
-2
A = 76/3 - 20/3 = 56/3
Der Flächeninhalt der Punktmenge beträgt 56/3.
21) Die senkrecht auf der Parabelachse stehende Sehne
P1P2 sei 10cm lang. Die im Punkt
P1 an die Parabel
gelegte Tangente bilde mit der Sehne einen Winkel von 45°.
a) Bestimmen Sie eine Gleichung für die Parabel!
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt des Parabelsegmentes!
a) ausgehend vom Punkt P2
45° = Steigung 1
im Punkt P2 (5; 2,5) Steigung der Tangente = 1
f ' (x) = (2/10)x
f ' (5) = 1
Stammfunktion f(x) = (1/10)x²
Die Gleichung der Parabel lautet f(x) = (1/10)x².
b) Fläche des Rechtecks 2,5 * 10 = 25
Fläche zwischen Parabel und x-Achse
5
∫ f(x) dx = 25/3
-5
A = 25 - 25/3 = 50/3
Der Flächeninhalt des Parabelsegmentes beträgt 50/3.
22) Beim Bau eines Speichers werden parabolische Bogenkonstruktionen verwendet.
Angaben in Meter
parabolisch = parabelförmig gekrümmt

a) Bestimmen Sie eine Gleichung für die Parabel!
f(x) = (4/81)x²
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Querschnittsfläche des Speichers!
Fläche des Rechtecks
A = 36 * 16 = 576
Fläche unterhalb der Parabel
18
∫ f(x) dx = 192
-18
Fläche innerhalb der Parabel
Ages = 576 - 192 = 384
Der Flächeninhalt der Querschnittsfläche beträgt 384m².
c) Berechnen Sie das Volumen des Speichers bei einer Tiefe von183m.
V = 384m² * 183m = 70272m³
Das Volumen des Speichers beträgt 70272m³.
24.04.2010 Dienstplan
25) Der Querschnitt der Tragfläche eines Flugkörpers wird durch die Graphen der
Funktionen
f(x) = 0,25√2x und g(x) = x²/8
begrenzt. Berechnen Sie den Flächeninhalt dieses Querschnitts!

2
∫ f(x) dx = 2/3
0
2
∫ g(x) dx = 1/3
0
Der Flächeninhalt des Querschnitts beträgt 1/3.
28) Ein Tonnengewölbe hat die angegebenen Maße. Die Gewölbedecke ist parabolisch
gekrümmt.
parabolisch = parabelförmig gekrümmt
a) Wie viel Kubikmeter Mauerwerk sind je Meter Gewölbelänge (einschließlich der
Seitenwände) erforderlich?
f(x) = -(1/3)x² + 2,5
g(x) = -(1/3)x² + 2,2
1,715
∫ f(x) dx = 7,454
-1,715
1,405
∫ g(x) dx = 5,566
-1,405
A = 7,454m² - 5,566m² = 1,888m²
V = 1,88m² * 1m = 1,88m³
b) Wie viel Prozent des erforderlichen Mauerwerks entfallen auf die
Gewölbedecke?
Fläche der Seitenwände
1,715
∫ g(x) dx = 0,430
1,405
2 Seitenwände = 0,860m²
1,888 ≙ 100%
0,860 ≙ x%
x = 45,55% Anteil der Seitenwände
54,45% Anteil der Gewölbedecke
c) Wie viel Kubikmeter Luft sind je Meter Gewölbelänge enthalten?
1,405
∫ g(x) dx = 5,566
-1,405
Fläche = 5,57m²
Volumen = 5,57m² * 1m = 5,57m³
5,57m³ Luft sind je Meter Gewölbelänge enthalten.
31) Welche Arbeit ist aufzuwenden, um ein Raumschiff mit der Masse m = 10^4 kg
bis zum Abstand R
von der Erdoberfläche zu bringen?
(Die für die Beförderung der Trägerrakete notwendige Arbeit bleibt hier
unberücksichtigt.)
Newtonsches Gravitationsgesetz
F(r) = (k * M * m) / r²
r = Abstand zwischen den Massenpunkten (hier = R)
k = Gravitationskonstante = 6,67 * 10^-11 N * m² * kg^-2
R = Erdradius = 6,37 * 10^6 m
M = Erdmasse = 5,98 * 10^24 kg
m = Raumschiffmasse = 10^4 kg
13,34 * 10^6
W = ∫ f(r) dr
6,37 * 10^6
W = 3,13 * 10^11 Nm
33) Ein Motor gibt aufgrund schwankender Belastung eine von der Zeit abhängige
Leistung ab.
f(t) = 0,5t² 0 ≤ t ≤ 1
f(t) = t - 0,5 1 ≤ t ≤ 5
Berechnen Sie die vom Motor verrichtete Arbeit im Zeitintervall von 0 bis 5
Sekunden!
W = P * t
1
W1 = ∫ 0,5t² dt
0
W1 = 1/6 kW/s
5
W2 = ∫ t - 0,5 dt
1
W2 = 10 kW/s
Wges = 61/6 kW/s
36*) Gegeben sei die Funktion f(x) = 2/x² (x > 0).
Die Gerade y = mx + n möge den Graph von f in den Punkten P1(1; 2) und P2(4;
1/8) schneiden.
a) Bestimmen Sie m und n!
m = (y2 - y1) / (x2 - x1)
m = (1/8 - 2) / (4 - 1)
m = -5/8
y = mx + n
2 = -5/8 + n
n = 2 + 5/8
n = 21/8
y = -5/8 x + 21/8
b) Berechnen Sie den Flächeninhalt der Punktmenge, die vom Graph von f und der
Geraden
eingeschlossen wird!
4
∫ -5/8 x + 21/8 dx = 51/16
1
4
∫ 2/x² dx = 1,5
1
A = 51/16 - 1,5 = 27/16
∫ Δ ε √ ≤ ≥ ≙ π Σ ∈ ≠ ² ³ n ± n→∞ x→x0 Φ