Mathematik Sekundarstufe II Petra Konitzer-Haars

zwischen Gender und Golf
zwischen Gender Mainstreaming und Golfclub Lohersand


Inhalt:

A Zahlenfolgen, vollständige Induktion, Kombinatorik
B Grenzwerte von Zahlenfolgen und Funktionen
C Differentialrechnung
D Integralrechnung
Ableitung eines Produkts
Ableitungen Schreibweise
Ableitungen berechnen Beispiele
f(x) = x³ an der Stelle x0 = 1,5
f(x) = x³ + x² an jeder Stelle x0
f(x) = 1/x an jeder Stelle x0
f(x) = x³ an der Stelle x0 = √3
f(x) = 2x - 3 an der Stelle x0 = -0,5
f(x) = x³ - 2 an der Stelle x0 = √3
f(x) = 2x² an der Stelle x0 = 2
f(x) = x an jeder Stelle x0
f(x) = x² an jeder Stelle x0
f(x) = 1/2x² an jeder Stelle x0
f(x) = x³ an jeder Stelle x0

f(x) = x² + 2 an jeder Stelle x0
f(x) = 1/3x³ an jeder Stelle x0
f(x) = |x| an der Stelle x0 = 0
f(x) = |x - 1| an der Stelle x0 = 1
f(x) = |x² - 4| an der Stelle x0 = 2
f(x) = x³ + x² + 1/x an jeder Stelle x0    x ≠ 0
f(x) = x4 an jeder Stelle x0
f(x) = x-m/n (x > 0)
f(x) = 1/x²
Asymptote
Augenblicksgeschwindigkeit
Betrag |4h + h²| / h ≠ |4 + h|
Differentialoperator
Differentialquotient 1. Ableitung
Differenzenquotient
Differenzenregel, Beweis
differenzierbar
Eineindeutigkeit
Eulersche Konstante
Extrema von Funktionen
Extremwertaufgaben
Ganze rationale Funktion
globale Extremwerte
Grenzwert bestimmen
inverse Funktion
Kettenregel
Kurvendiskussionen
Linearfaktoren Zerlegung
lokale Extrema
lokales Maximum
lokales Minimum
Mittelwertsatz der Differentialrechnung
Nullstellen ganzer rationaler Funktionen
Nullstellen gebrochener rationaler Funktionen
Nullstellen von Wurzelfunktionen
Polstellen rationaler Funktionen
Potenzregel
Potenzregel, induktiver Beweis
p-q Formel
Produktregel
Produktregel ausdehnen, erweitern - Beweis
Produktregel, Beweis und Herleitung
Quotientenregel
Rationale Funktionen
Rationale Funktionen Zusammensetzung
Satz von Vieta
Satz von Rolle
Sekante
Stammfunktion
Stammfunktion Regeln für das Aufsuchen
Stetigkeit und Differenzierbarkeit
Summenregel
Summenregel erweitern, Beweis
Summenregel Herleitung
Tangensfunktion Steigung m
Tangente
Umkehrfunktion
Umkehrfunktion Beispiel
Umkehrfunktion differenzieren
Verkettung von Funktionen
Wurzelfunktion differenzieren
Wurzelfunktionen differenzieren Beispiele
Wurzelumformung


Mathematik 11 EOS
DEG=Altgrad
RAD=Bogenmaß
GRA=Grad


C  Differentialrechnung



Differential mathematisch = unendlich kleine Differenz    15.06.2009

Beispiel 1   

Ein Fahrzeug fährt von A nach B.

t1 Start

[t1, t2] Beschleunigung

[t2, t3] gleichförmige Bewegung

[t3, t4] Verzögerung

t4 Stillstand

[t5, t6] Beschleunigung

[t6, t7] gleichförmige Bewegung

[t7, t8] Verzögerung

t8 Ziel erreicht

Durchschnittsgeschwindigkeit:

AB  / (t8 - t1)

Das Fahrzeug hat zu jedem Zeitpunkt t mit t1 ≤ t ≤ t8
eine bestimmte Augenblicksgeschwindigkeit.

Was versteht man bei einer ungleichförmigen Bewegung unter der
Augenblicksgeschwindigkeit zu einem beliebigen Zeitpunkt?


Beispiel 2

Die Herstellung von Containern mit geringem Oberflächeninhalt bei
gleichem Volumen. Der Oberflächeninhalt A0 hängt von seinen Kantenlängen
a, b und c ab.

z.B.

b = a/2

Volumen V vorgegeben

Funktion f

A0 = f(a) = a² + (6V / a)    a > 0

V = 9 m³

f(a) = a² + (54 / a)    a > 0

a     1         2         3         4         5

f(a) 55       31       27       29,5    35,8

Die Funktion hat bei a = 3 ihren kleinsten Funktionswert (Minimum).
An dieser Stelle hat der Graph von f eine Tangente, deren Anstieg 0 ist.

Wie kann man die Stelle, an der die Funktion f ihr Minimum annimmt berechnen?
Hat der Graph einer gegebenen Funktion f an einer gegebenen Stelle x0 eine Tangente,
und welchen Anstieg hat die Tangente gegebenenfalls?

Antwort auf alle diese Fragen gibt die Differentialrechnung.


Geschichte der Differentialrechnung

- 17. Jahrhundert
- Isaac Newton (1643 bis 1727)
- Gottfried Wilhelm Leibnitz (1646 bis 1716) Der Begriff Differentialrechnung stammt von ihm.
- Übergang Feudalismus zum Kapitalismus
- Übergang von der Mathematik der konstanten Größen zur Mathematik der Variablen
- Anforderungen der Naturwissenschaften (freie Fall, Wurf, Bewegung der Planeten)
- Anforderungen der Produktivkräfte (Konstruktion von Maschinen)

Aufgaben:

1) Zeichnen Sie die Graphen der folgenden linearen Funktionen!

a) f(x) = 2x - 3

x         0         1         2         3         4         5

f(x)    -3        -1        1          3        5         7


b) f(x) = 1/2x + 1

x        0         1        2        3        4        5

f(x)    1        1,5      2       2,5      3       3,5


c) f(x) = -1/2x + 1

x        0        1        2        3        4        5

f(x)    1       0,5      0     -0,5      -1     -1,5


d) f(x) = -2,5x - 0,5

x        0        1        2        3        4        5

f(x)  -0,5     -3     -5,5    -8     -10,5   -13


Welche Bedeutung haben die Koeffizienten m und n für den Verlauf des Graphen der Funktion f(x) = mx + n?

m ist die Steigung der Geraden.

m = (y1 - y0) / (x1 - x0)

n ist der y-Wert für den Schnittpunkt des Graphen mit der y-Achse.
x = 0


2a) Berechnen Sie α unter Verwendung folgender Stücke!

AB = c = 35 mm
BC = a = 20 mm

tan α = 20 / 35

tan α = 4/7

α = 29,74°


b) Berechnen Sie die Länge der Höhe auf der Seite AC!

sin α = h / c

h = sin α * c

h = 0,4961 * 35

h = 17,36 mm


Ableitung einer Funktion

1 Anstieg einer Kurve in einem Punkt

1) Berechnen Sie folgende Grenzwerte!

a)

lim (2x + 7)
x→x0

lim (2x + 7) = (0 + 7)
x→0

lim (2x + 7) = 7
x→0


b)

lim (h + h²) / h
h→0

h * (1 + h) / 1 * h =

(1 + h) / 1

lim (1 + h) / 1 = (1 + 0) / 1
h→0

lim (1 + h) / 1 = 1
h→0


2) Geben Sie den Anstieg folgender Geraden an!

a)

P0(0;1)

P1(1;3)

m = (y1 - y0) / (x1 - x0)

m = (3 - 1) / (1 - 0)

m = 2


b)

P0(0;1)

P1(2;0)

m = (y1 - y0) / (x1 - x0)

m = (0 - 1) / (2 - 0)

m = -1/2


für 0 ≤ α < 90°

tan α = m = (y1 - y0) / (x1 - x0)

für 90° < α < 180°

tan α' = (y0 - y1) / (x1 - x0)

α = 180° - α'

tan α = -tan α'


y1 = f(x1) = mx1 + n

y0 = f(x0) = mx0 + n


tan α = (mx1 + n - (mx0 + n)) / (x1 - x0)

tan α = m = m(x1 - x0) / (x1 - x0)

Der Anstieg m der Geraden g ist also der Tangens des Winkels, den g mit
der positiven Richtung der x-Achse einschließt.

Begriff Kurve = Graph einer Funktion

nichtlinearen Funktion

P0(x0; f(x0)

Ph(x0+h; f(x0+h)    h ≠ 0

mittlerer Anstieg der Kurve im Intervall [x0, x0+h] bzw. [x0+h, x0] falls h negativ

In der Mathematik ist es üblich den Argumentzuwachs durch h zu bezeichnen:


m = (f(x0+h) - f(x0) / (x0+h - x0)

m = (f(x0+h) - f(x0) / h

Dieser mittlere Anstieg ist der Anstieg der Geraden, die durch die Punkte
P0 und Ph verläuft. Diese Gerade nennt man Sekante der Kurve.


3) Gegeben sei die Funktion f(x) = x². Berechnen Sie die Anstiege derjenigen Sekanten,
die durch die Punkte

P0(0,5; f(0,5)

Ph(0,5+h; f(0,5+h)

gehen für die folgenden Zahlen h!

a) 1; 0,1; 0,01

m = (f(x0+h) - f(x0) / h

h = 1

m = (1,5² - 0,5²) / 1

m = 2


h = 0,1

m = (0,6² - 0,5²/ 0,1

m = 11/10


h = 0,01

m = ((51/100)² - 0,5²) / 0,01

m = 101/100


b) -1; -0,1; -0,01

m = (f(x0+h) - f(x0) / h    h ≠ 0

h = -1

m = ((-0,5)² - 0,5²) / -1

m = (0,25 - 0,25) / -1

m = 0

h = -0,1

m = (0,4² - 0,5²/ -0,1

m = 9/10


h = -0,01

m = ((49/100)² - 0,5²) / -0,01

m = 99/100


Was soll man unter dem Anstieg einer Kurve in einem gegebenen Punkt verstehen?

f(x) = x²

Umgebung der Stelle x0 = 0,5

beliebige reelle Zahl h    h ≠ 0

P0(0,5; f(0,5))

Ph(0,5+h; f(0,5+h))

m = (f(x0+h) - f(x0)) / h

m = (f(0,5+h) - f(0,5)) / h

m = ((0,5+h)² - (0,5)²) / h

m = (0,5² + h + h² - 0,5²) h

m = (h + h²) / h

geordnete Paare [h; (h + h²) / h]    h ≠ 0

[h; (h + h²) / h] ist eine Funktion

lim (h + h²) / h = 1
h→0

Diesen Grenzwert 1 nennt man Anstieg der Parabel y = x² an der Stelle
x0 = 0,5.

Definition Differenzenquotient
Ist f eine Funktion, die in der Umgebung U von x0 definiert ist, so nennt man die Funktion D
mit D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h den Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle x0.
h ≠ 0
x0+h Element U

Differenzenquotient:
Quotient aus der Differenz zweier Funktionswerte und der Differenz der entsprechenden Argumente (x-Werte).



17.06.2009

Anstieg der Kurve im Punkt P0 (an der Stelle x0)

lim (f(x0+h) - f(x0)) / h 
h→0

Die Gerade t durch den Punkt P0 deren Anstieg gleich dem Grenzwert ist heißt:
Tangente an den Graph von f im Punkt P0.
Die Anstieg der Tagente beschreibt den lokalen Verlauf der Kurve an der Stelle x0.


Tangensfunktion und Steigung m


Aufgaben:

1) Welchen Winkel bildet der Graph der Funktion

a) f(x) = 2x - 3 mit der der positiven x-Achse?
Ermitteln Sie den betreffenden Winkel zeichnerisch und unter
Verwendung einer Tabelle für die Tangesfunktion!

x         1         2

f(x)    -1         1

tan α = m = (y1 - y0) / (x1 - x0)

tan α = m = (1 - -1) / (2 - 1)

tan α = m = 2

α = 63,43°


b) f(x) = -0,5x + 1

x         1         2

f(x)    0,5        0

tan α' = (y0 - y1) / (x1 - x0)

tan α' = (0,5 - 0) / (2 - 1)

tan α' = 0,5

α' = 26,57°

tan α = -tan α'

tan α = -0,5

α = 153,43°


3)* Ermitteln Sie eine Gleichung für die Gerade g mit der Steigung m = 1,
und überzeugen Sie sich durch Rechnung davon, dass die Gerade g mit der Parabel
y = x² nur den Punkt P0(0,5; 05²) gemeinsam hat.

y = mx + n

y = 1x + n

P0(0,5; 05²)

0,5² = 1 * 0,5 + n

n = -0,25

y = x - 0,25

x² = x - 0,25

x² - x + 0,25 = 0

(x - 0,5)² = 0

x = 0,5


4) Berechnen Sie den Anstieg des Graphen der Funktion f(x) = x² an der Stelle -2!

f(x) = x²

Umgebung der Stelle x0 = -2

beliebige reelle Zahl h    h ≠ 0

P0(-2; f(-2))

Ph(-2+h; f(-2+h))

m = (f(x0+h) - f(x0)) / h

m = ((-2 + h)² - (-2)²) / h

m = (4 - 4h + h - 4) / h

m = (-4h + h²) / h

geordnete Paare [h; (-4h + h²) / h]    h ≠ 0

[h; (-4h + h²) / h] ist eine Funktion

lim (-4h + h²) / h
h→0

h * (-4 + h) / h * 1

(-4 + h) / 1

lim (-4h + h²) / h = -4
h→0

Der Anstieg des Graphen beträgt an dieser Stelle -4.


5) Berechnen Sie den Anstieg des Graphen der Funktion f(x) = 0,5x + 1 an einer beliebig gewählten Stelle x0!

f(x) = 0,5x + 1

Umgebung der Stelle x0

beliebige reelle Zahl h    h ≠ 0

P0(x0; f(x0))

Ph(x0+h; f(x0+h))

m = (f(x0+h) - f(x0)) / h

m = (05(x0+h) + 1 - (0,5x0 + 1)) / h

m = (0,5x0 + 0,5h + 1 - 0,5x0 - 1) / h

m = 0,5h / h

geordnete Paare [h; 0,5 / h]    h ≠ 0

[h; 0,5h / h] ist eine Funktion

lim 0,5h / h = 0,5
h→0

Der Anstieg des Graphen an jeder beliebigen Stelle beträgt 0,5.


2 Augenblicksgeschwindigkeit bei geradlinigen Bewegungen

lim (f(x0+h) - f(x0)) / h
h→0

Augenblicksgeschwindigkeit zum Zeitpunkt t0

lim (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt    Δt  ≠ 0    
Δt→0


Welche Augenblicksgeschwindigkeit hat ein frei fallender Körper zu einem beliebigen Zeitpunkt t0
mit t0 > 0, wenn die Bewegung zum Zeitpunkt t = 0 beginnt?

s = f(t)

s = g/2 * t²

Δt  ≠ 0  


lim (g/2 * (t0 + Δt)² - g/2 * (t0)²) / Δt    =
Δt→0

lim (g/2 * (to +  Δt)² - t0²) / Δt    =
Δt→0

lim (g/2 * t0² + 2toΔt + (Δt)² - t0²) / Δt    =
Δt→0

lim (g/2 * (2toΔt + (Δt)²) / Δt    =
Δt→0

lim (g/2 * Δt *  (2to + Δt)) / Δt    =
Δt→0

lim g/2 * (2to + Δt)    =  g/2 * (2t0 + 0)    = 
Δt→0

lim g/2 * (2to + Δt)    =  g * t0
Δt→0

Die Augenblicksgeschwindigkeit zum Zeitpunkt t0 beträgt g * t0.


Aufgaben:

1) Ein Körper fällt von einem Turm mit der Höhe 100 m  frei nach unten.

g = Fallbeschleunigung = 9,81 m/s²

a) Welchen Weg legt er innerhalb der ersten 2 s zurück.

s = g/2 * t²

s = g/2 * 2²

s = 19,62 m


b) Nach wie viel Sekunden hat er den Erdboden erreicht?

s = g/2 * t²

t = √(2s/g)

t = 4,52 s



c) Berechnen Sie Δs/Δt für folgende Zeitdifferenzen Δt bezüglich des Zeitpunktes t0 = 2s!

Δs/Δt    =   Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen t0 und t0+Δt

    
t0 = 2s

Δt = 1s
s = f(t)
s = g/2 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(g/2 * (to + Δt)² - t0²) / Δt   

Δs/Δt = (g/2 * (2 + 1)² - 2²) / 1   

Δs/Δt = (g/2 *( 4 + 4 + 1 - 4)) / 1   

Δs/Δt = 24,53 m/s


t0 = 2s
Δt = 0,1s
s = f(t)
s = g/2 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(g/2 * (to + Δt)² - t0²) / Δt   

Δs/Δt = (g/2 * (2 + 0,1)² - 2²) / 0,1   

Δs/Δt = (g/2 *( 4 + 0,4 + 0,01 - 4)) / 0,1   

Δs/Δt = 20,11 m/s


t0 = 2s
Δt = 0,01s
s = f(t)
s = g/2 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(g/2 * (to + Δt)² - t0²) / Δt   

Δs/Δt = (g/2 * (2 + 0,01)² - 2²) / 0,01   

Δs/Δt = (g/2 *( 4 + 0,04 + 0,0001 - 4)) / 0,01   

Δs/Δt = 19,67 m/s


t0 = 2s
Δt = 0,0001s
s = f(t)
s = g/2 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(g/2 * (to + Δt)² - t0²) / Δt   

Δs/Δt = (g/2 * (2 + 0,0001)² - 2²) / 0,0001   

Δs/Δt = (g/2 *( 4 + 0,0004 + 0,00000001 - 4)) / 0,0001   

Δs/Δt = 19,62 m/s


d) Welche Augenblicksgeschwindigkeit hat der Körper nach 2s?

Augenblicksgeschwindigkeit    =

lim Δs/Δt    =
Δt
→0

lim (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt    Δt  ≠ 0    
Δt→0

t0 = 2s
s = f(t)
s = g/2 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(g/2 * (2 + Δt)² - t0²) / Δt   

Δs/Δt = (g/2 * (4 + 4Δt + Δt² - 4)) / Δt

Δs/Δt = (g/2 * (4Δt + Δt²) ) / Δt

Δs/Δt =
(g/2 * Δt * (4 + Δt)) / Δt

lim g/2 * (4 + Δt) = g/2 * (4 + 0)
Δt
→0

lim g/2 * (4 + Δt) = 2g
Δt
→0

2g = 19,62 m/s


2) Es sei

f(t) = a * t²    für 0s ≤ t ≤ 2s

f(t) = bt - c    für 2s ≤ t ≤ 5s

a = 0,5 m/s
b= 2 m/s
c = 2m

die Weg-Zeitfunktion einer geradlinigen Bewegung.

a) Zeichnen Sie das Weg Zeit-Diagramm der Bewegung!

f(t) = 0,5t²

t        0        1        2

f(t)    0        0,5      2     


f(t) = 2t - 2

t        2        3        4        5

f(t)     2        4        6        8


b) Berechnen Sie die Durchschnittsgeschwindigkeit für die Zeitintervalle

[0s, 0,5s]

f(t) = 05 * t²    für 0s ≤ t ≤ 2s

t0 = 0s
Δt = 0,5s
s = f(t)
s = 0,5 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(0,5 * ((to + Δt)² - t0²)) / Δt   

Δs/Δt = (0,5 * ((0 + 0,5)² - 0²)) / 0,5

Δs/Δt = 0,25 m/s


[0s, 5s]

[0s, 2s]

f(t) = 05 * t²    für 0s ≤ t ≤ 2s

t0 = 0s
Δt = 2 s
s = f(t)
s = 0,5 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(0,5 * ((to + Δt)² - t0²)) / Δt   

Δs/Δt = (0,5 * ((0 + 2)² - 0²)) / 2

Δs/Δt = 1 m/s

[2s, 5s]

f(t) = 2t - 2    für 2s ≤ t ≤ 5s   

t0 = 2 s
Δt = 3 s
s = f(t)
s = 2t - 2
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(f(5) - f(2)) / Δt 

Δs/Δt = (8 - 2) / 3

Δs/Δt =
2 m/s

V = (s1 + s2) / (t1 + t2)

V = (2 + 6) / (2 + 3)

V = 1,6 m/s

Die Durchschnittsgeschwindigkeit für das Zeitintervall [0s, 5s] beträgt 1,6 m/s.


[1s, 2s]


f(t) = 05 * t²    für 0s ≤ t ≤ 2s

t0 = 1s
Δt = 1 s
s = f(t)
s = 0,5 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(0,5 * ((1 + 1)² - 1²)) / 1

Δs/Δt = 1,5 m/s


[2s, 5s]

f(t) = 2t - 2    für 2s ≤ t ≤ 5s   

t0 = 2 s
Δt = 3 s
s = f(t)
s = 2t - 2
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(f(5) - f(2)) / Δt 

Δs/Δt = (8 - 2) / 3

Δs/Δt =
2 m/s


[1,5s, 3s]!

[1,5s, 2s]

f(t) = 05 * t²    für 0s ≤ t ≤ 2s

t0 = 1,5 s
Δt = 0,5 s
s = f(t)
s = 0,5 * t²
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(0,5 * ((1,5 + 0,5)² - 1,5²)) / 0,5

Δs/Δt = 1,75 m/s

[2s, 3s]

f(t) = 2t - 2    für 2s ≤ t ≤ 5s   

t0 = 2 s
Δt = 1 s
s = f(t)
s = 2t - 2
Δt  ≠ 0 

Δs/Δt = (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   

Δs/Δt =
(f(3) - f(2)) / 1

Δs/Δt = (4 - 2) / 1

Δs/Δt = 2 m/s

V = (s1 + s2) / (t1 + t2)

V = (0,875 + 2) / (0,5 + 1)

V = 1,92 m/s

Die Durchschnittsgeschwindigkeit für das Zeitintervall [1,5s, 3s] beträgt 1,92 m/s.


c) Welche Augenblicksgeschwindigkeit hat der Körper zum Zeitpunkt t0 = 2 s?

f(t) = 05 * t²

t0 = 2s
s = f(t)
s = 0,5 * t²
Δt  ≠ 0 

lim (f(t0+Δt) - f(t0)) / Δt   
Δt→0

lim (0,5 * ((2 + Δt)² - 2²)) / Δt 
Δt
→0

lim (0,5 * (4 + 4Δt + Δt² - 4)) / Δt 
Δt
→0

lim 0,5 * (4Δt + Δt²) / Δt 
Δt
→0

lim 0,5 * Δt * (4 + Δt) / Δt 
Δt
→0

lim 0,5 (4 + Δt) = 0,5 * (4 + 0) 
Δt
→0

lim 0,5 (4 + Δt) = 2
Δt
→0

Zum Zeitpunkt t0 = 2 s hat der Körper eine Augenblicksgeschwindigkeit von 2 m/s.


3 Ableitung einer Funktion an einer Stelle

Differenzenquotient
D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

Da f in einer Umgebung U von x0 definiert ist, ist die Funktion D für alle Zahlen h mit h ≠ 0 und x0+h ∈ U definiert.

lim (f(x0+h) - f(x0)) / h 
h→0

Wenn dieser Grenzwert existiert, so nennt man die Funktion f an der Stelle x0 differenzierbar.

Definition
Es sei f eine Funktion, x0 eine Zahl; f sei in einer Umgebung von x0 definiert.
f ist an der Stelle x0 differenzierbar = Der Grenzwert
lim (f(x0+h) - f(x0)) / h  existiert.
h→0

Definition
Ist f eine an der Stelle x0 differenzierbare Funktion, so nennt man den Grenzwert
lim (f(x0+h) - f(x0)) / h 
h→0
die 1. Ableitung der Funktion f an der Stelle x0 oder auch den Differentialquotienten
der Funktion f an der Stelle x0.



Schreibweise: f ' (x0)    (f Strich von x0)
An Stelle von "1. Ableitung" sagt man oft nur "Ableitung".

f(x) = x²
f ' (0,5) = 1

f(t) = g/2 * t²
f(t) = s
f ' (t0) = g * t0


4 Beispiele für die Berechnung von Ableitungen

6 Ermitteln Sie die Funktionswerte der Funktion f(x) = x³ an den Stellen 1,5 und 1,5 + h!

x            1,5                   1,5 + h

f(x)       3,375    h³ + 4,5h² + 6,75h + 3,375


(1,5 + h)³ = (1,5 + h)² * (1,5 + h)

(2,25 + 3h + h²) *  (1,5 + h) =

3,375 + 2,25h + 4,5h + 3h² + 1,5h² + h
³ =

h³ + 4,5h² + 6,75h + 3,375


7 Es ist zu zeigen, dass die Funktion f(x) = x³ an der Stelle x0 = 1,5 differenzierbar ist.

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle 1,5:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von 1,5 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

x0 = 1,5
h ≠ 0

D(h) = ((1,5 + h)³ - 1,5³) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = (h³ + 4,5h² + 6,75h + 3,375 - 1,5³) / h

D(h) = (h³ + 4,5h² + 6,75h) / h

D(h) = h * (h² + 4,5h + 6,75) / h

D(h) = h² + 4,5h + 6,75


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (h² + 4,5h + 6,75)    =
h→0

lim h²    +    lim 4,5h    +    lim 6,75  =  6,75
h→0           h→0               h→0

Die Funktion f(x) = x³ ist an der Stelle 1,5 differenzierbar.
Es ist f ' (1,5) = 6,75.



8 Für eine beliebige reelle Zahl x0 ist die Ableitung der Funktion f(x) = x³ + x² an der Stelle x0 zu berechnen.

Lösung:


1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

x0 = beliebig reell
h ≠ 0

D(h) = ((x0 + h)³ + (x0 + h)² - x0³ - x0²) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = ((x0 + h)³ + (x0 + h)² - x0³ - x0²) / h

(x0 + h)³ = (x0 + h)² * (x0 + h)

(x0² + 2x0h + h²) * (x0 + h) = x0³ + x0²h + 2x0²h + 2x0h² + x0h² + h³ = x0³ + 3x0²h + 3x0h² + h³

(x0³ + 3x0²h + 3x0h² + h³ + x0² + 2x0h + h² - x0³ - x0²) / h

(3x0²h + 3x0h² + h³ + 2x0h + h²) / h

(h * (3x0² + 3x0h + h² + 2x0 + h)) / h

D(h) = 3x0² + 3x0h + h² + 2x0 + h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim 3x0² + 3x0h + h² + 2x0 + h = 3x0² + 0 + 0 + 2x0 + 0
h→0

lim 3x0² + 3x0h + h² + 2x0 + h = 3x0² + 2x0
h→0

f ' (x0) = 3x0² + 2x0

Die Ableitung der Funktion f(x) = x³ + x² an der Stelle x0 ist f ' (x0) = 3x0² + 2x0,
wobei x0 eine beliebige reelle Zahl ist.



9 Die Ableitung der Funktion f(x) = 1/x (x ≠ 0) an der Stelle x0 (x0 ≠ 0) ist zu berechnen.

Lösung

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle x0:

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

Es sei x0 eine beliebige reelle Zahl mit x0 ≠ 0.
Dann existiert eine Umgebung U von x0 derart, dass f in U definiert ist und f(x) ≠ 0
für alle x ∈ U gilt.


f(x0 + h) = 1 / (x0 + h)

f(x0) = 1 / x0

D(h) = (1 / (x0 + h) - 1 / x0) / h    (x0 ≠ 0, x0 + h ∈ U)


2. Umformen des Differenzenquotienten:

D(h) = (1 / (x0 + h) - 1 / x0) / h    (x0 ≠ 0, x0 + h ∈ U)

1 / (x0 + h) - 1 / x0

x0 / (x0 * (x0 + h)) - (x0 + h) / (x0 * (x0 + h))

(x0 - x0 - h) / (x0 * (x0 + h))

D(h) = 1/h * - h / (x0 * (x0 + h))

D(h) = -1 / (x0 * (x0 + h))


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0


lim D(h) =
h→0

lim -1 / (x0 * (x0 + h)) = -1 / (x0 * (x0 + 0))
h→0

lim -1 / (x0 * (x0 + h)) = -1 / x0²  
h→0

f ' (x0) = -1 / x0²  

Die Ableitung der Funktion f(x) = 1/x an der Stelle x0 (x0 ≠ 0) ist f ' (x0) = -1 / x0².  


10 Es ist eine Gleichung für die Tangente an den Graph der Funktion f(x) = 1/x (x ≠ 0)
an der Stelle -2 zu ermitteln und der Schnittwinkel α dieser Tangente mit der x-Achse anzugeben.

f(x) = 1/x
x0 = -2
P(x0; f(x0)
P(-2, -1/2)

y = mx + n
m =  f ' (x0) = -1 / x0² 
y = -1/4x + n

-1/2 = -1/4 * -2 + n
-1/2 = 1/2 + n
n = -1

y = -1/4x - 1

Die Gleichung der Tangente an der Stelle -2 lautet y = -1/4x - 1.

Schnittwinkel α

x0 = -2
m = tan α  =  f ' (x0) = -1 / x0² = -1/4
tan α = -tan α'
tan α = -1/4
α = 180° - 14,036°
α = 165,96°


Aufgaben:

Bestimmen Sie jeweils die Ableitung der Funktion f an der Stelle x0!

1a) f(x) = x³;    x0 = √3

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle √3 :

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von √3 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

x0 = √3
h ≠ 0

D(h) = ((1,5 + √3)³ - √3³) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = ((√3 + h)³ - (√3)³) / h

(√3 + h)³ = (√3 + h)² * (√3 + h) = (3 + 2h√3 + h²) * (√3 + h)

(3 + 2h√3 + h²) * (√3 + h) = 3√3 + 3h + 2h3 + 2h²√3 + h²√3 + h³

3√3 + 3h + 2h3 + 2h²√3 + h²√3 + h³ = 3√3 + 3h + 2h3 + 3h²√3 + h³

D(h) = (3√3 + 9h + 3h²√3 + h³ - 3√3) / h

D(h) = (9h + 3h²√3 + h³) / h

D(h) = h * (9 + 3h√3 + h²) / h

D(h) = (9 + 3h√3 + h²)


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (9 + 3h√3 + h²)  =  (9 + 0 + 0)
h→0

lim D(h) = 9
h→0

Die Funktion f(x) = x³ ist an der Stelle √3 differenzierbar.
Es ist f ' (√3) = 9.



b) f(x) = 2x - 3;    x0 = -0,5

Der Graph der Funktion ist eine Gerade. Deshalb ist die Steigung m an jeder beliebigen Stelle x0 gleich 2.

f ' (-0,5) = 2


2a) f(x) = x³ - 2;    x0 = √3

Die Funktion f(x) = x³ - 2 ist an der Stelle √3 differenzierbar.
Es ist f ' (√3) = 9. Der Graph der Funktion
f(x) = x³ - 2 ist gegenüber dem
Graph der Funktion
f(x) = x³ um 2 Stellen nach unter verschoben.


b) f(x) = 2x²;    x0 = 2

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle 2:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von 2 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

x0 = 2
h ≠ 0

D(h) = (2 * (2 + h)² - 2 * 2²) / h

D(h) = (8 + 8h + 2h² - 8) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = (8 + 8h + 2h² - 8) / h

D(h) = (8h + 2h²) / h

D(h) = h * (8 + 2h) / h

D(h) = 8 + 2h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (8 + 2h) =  (8 + 2 * 0)
h→0

lim D(h) = 8
h→0

Die Funktion f(x) = 2x² ist an der Stelle 2 differenzierbar.
Es ist f ' (2) = 8.


3) Zeigen Sie, dass die folgenden Funktionen an jeder Stelle x0 ihres Definitionsbereiches
differenzierbar sind, indem Sie jeweils f ' (x0) bestimmen!

a) f(x) = x

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = ((x0 + h) - x0) / h

D(h) = 1


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim 1 = 1
h→0

Die Funktion f(x) = x ist an jeder Stelle x0 differenzierbar.
Es ist f ' (x0) = 1.


b) f(x) = x²

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = ((x0 + h)² - x0²) / h

D(h) = (x0² + 2x0h + h² - x0²) / h

D(h) = (2x0h + h²) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = h * (2x0 + h) / h

D(h) = 2x0 + h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (2x0 + h) = (2x0 + 0)
h→0

lim D(h) = 2x0
h→0

Die Funktion f(x) = x² ist an jeder Stelle x0 differenzierbar.
Es ist f ' (x0) = 2x0.


c) f(x) = 1/2x²

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = (1/2(x0 + h)² - 1/2x0²) / h

D(h) = (1/2(x0² + 2x0h + h²) - 1/2x0²) / h

D(h) = (1/2x0² + x0h + 1/2h² - 1/2x0²) / h

D(h) = (x0h + 1/2h²) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = h * (x0 + 1/2h) / h

D(h) = x0 + 1/2h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (x0 + 1/2h) = (x0 + 0)
h→0

lim D(h) = x0
h→0

Die Funktion f(x) = 1/2x² ist an jeder Stelle x0 differenzierbar.
Es ist f ' (x0) = x0.


d) f(x) = x³

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = ((x0 + h)³ - x0³) / h

(x0 + h)³ = (x0 + h)² * (x0 + h) = (x0² + 2x0h + h²) * (x0 + h)

(x0² + 2x0h + h²) * (x0 + h) = x0³ + x0²h + 2x0²h + 2x0h² + h²x0 + h³

x0³ + 2x0h² + h²x0 + h³ = x0³ + 3x0²h + 3x0h² + h³

D(h) = (x0³ + 3x0²h + 3x0h² + h³ - x0³) / h

D(h) = (3x0²h + 3x0h² + h³) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = (3x0²h + 3x0h² + h³) / h

D(h) = h * (3x0² + 3x0h + h²) / h

D(h) = 3x0² + 3x0h + h²


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim (3x0² + 3x0h + h²) = (3x0² + 0 + 0)
h→0

lim D(h) = 3x0²
h→0

Die Funktion f(x) = x³ ist an jeder Stelle x0 differenzierbar.
Es ist f ' (x0) = 3x0².


4) Bestimmen Sie eine Gleichung für die Tangente an den Graph der Funktion f
im Punkt P0(x0; f(x0)), wenn

a) f(x) = x³;    x0 = √3

Die Funktion f(x) = x³ ist an der Stelle √3 differenzierbar.
Es ist f ' (√3) = 9.

P0(√3; 3√3)

y = mx + n

m = 9

3√3 = 9√3 + n

n = 3√3 - 9√3

n = -6√3

y = 9x - 6√3


b) f(x) = 2x²;    x0 = 2

Die Funktion f(x) = 2x² ist an der Stelle 2 differenzierbar.
Es ist f ' (2) = 8.

P0(2; 8)

y = mx + n

m = 8

8 = 8*2 + n

n = -8

y = 8x - 8


Bestimmen Sie jeweils den Schnittwinkel α der Tangente mit der x-Achse!

f ' (√3) = tan α = 9

α = 83,66°


f ' (2) = tan α = 8

α = 82,87°


5 Ableitung einer Funktion in einem Intervall

f(x) = x ²

f ' (x) = 2x

x            -2        -1        0        1        2

f ' (x)      -4        -2        0        2        4

geordnete Paare [x; f ' (x)] ist eine Funktion

Aufgabe 7 bezieht sich auf die Funktion f(x) = x².

7a) Welche geometrische Bedeutung hat für eine beliebige Zahl x die Zahl f ' (x)?

f ' (x) ist der Anstieg des Graphen von f an der Stelle x.

b) Wie verhält sich die Funktion f für diejenigen Zahlen x, für die

f ' (x) > 0
f ' (x) = 0
f ' (x) < 0

gilt?

f ' (x) > 0
streng monoton steigend

f ' (x) = 0
Der Anstieg von f ist an der Stelle x = 0 gleich Null.       //bezieht sich auf die Funktion f(x) = x²

f ' (x) < 0
streng monoton fallend

Funktion f ist im Intervall I definiert
Funktion f ist im Intervall I differenzierbar
Menge der geordneten Paare [x; f ' (x)] mit x I ist eine Funktion.
Diese Funktion f ' heißt Ableitung von f in I.
Falls x eine beliebige Zahl aus I ist, so entspricht f ' (x) einer Zahl, keiner Funktion.
Ist f an jeder Stelle differenzierbar, dann erfolgt die Bezeichnung:
Ableitung von f

11a) Die Ableitung der Funktion f mit f(x) = x³ + x² ist die Funktion f ' mit
f ' (x) = 3x² + 2x.

b) Die Ableitung der Funktion f mit f(x) = 1/x (x 0) ist die Funktion f ' mit
f ' (x) = -1/x² (x ungleich 0).

c) Die Ableitung der Funktion f mit f(t) = g/2 * t² (t 0) ist die Funktion f ' mit
f ' (t) = gt.

8) Es sei c eine beliebige reelle Zahl.
Bestimmen Sie die Ableitung der konstanten Funktion f mit f(x) = c!
Interpretieren Sie das Ergebnis geometrisch!

f ' (x) = 0

Der Graph der Funktion f ' entspricht im Verlauf der x-Achse.

Aufgaben:

1) Differenzieren Sie folgende Funktionen, und bestimmen Sie diejenigen Zahlen x, für die f ' (x) = 0 ist!

a) f(x) = x² + 2

 f(x) = x² + 2 entspricht dem Graphen der Funktion f(x) = x² um 2 Stellen nach oben verschoben.
Die Steigungen beider Graphen sind an jeder Stelle x0 gleich.

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = ((x0 + h)² + 2 - (x0² + 2)) / h


D(h) = (x0² + 2x0h + h² + 2 - x0² - 2) / h

D(h) = (2x0h + h²) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.

D(h) = (2x0h + h²) / h

D(h) = h * (2x0 + h) / h

D(h) = 2x0 + h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0


lim (2x0 + h) = (2x0 + 0)
h→0

lim D(h) = 2x0
h→0


f ' (x) = 2x

x = 0

f ' (0) = 0


b) f(x) = 1/3x³

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an jeder Stelle x0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0


D(h) = (1/3(x0+h)³ - 1/3x0 ³) / h

(x0 + h)³ = (x0 + h)² * (x0 + h) = (x0² + 2x0h + h²) * (x0 + h)

(x0² + 2x0h + h²) * (x0 + h) = x0³ + x0²h + 2x0²h + 2x0h² + h²x0 + h³

x0³ + 2x0h² + h²x0 + h³ = x0³ + 3x0²h + 3x0h² + h³

D(h) = (1/3x0³ + x0²h + x0h² + 1/3h³ - 1/3x0³) / h

D(h) = (x0²h + x0h² + 1/3h³) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

h darf nicht mehr im Nenner vorkommen.


D(h) = (x0²h + x0h² + 1/3h³) / h

D(h) = h * (x0² + x0h + 1/3h²) / h

D(h) = x0² + x0h + 1/3h²


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) =
h→0

lim D(h) = (
x0² + x0h + 1/3h²) = (x0² + 0 + 0)
h→0

lim D(h) = x0²
h→0

f ' (x) = x²

x = 0

f ' (0) = 0


2) Berechnen Sie diejenigen Stellen, an denen die Tangente an den Graph der Funktion f(x) = x³ parallel zu der Sekante
durch die Punkte P1(-1; f(-1)) und P2(2; f(2)) sind!

Sekante: jede Gerade, die eine Kurve (Kreis) schneidet
Tangente: Gerade, die eine gekrümmte Linie (z.B. einen Kreis) in einem Punkt berührt

f(x) = x³
f ' (x) = 3x²


Gleichung der Sekante
f(x) = 1 * x

f ' (x) = 3x²
f ' (x) = 1
x = 1
x = -1

An den Stellen x = 1 und x = -1 verlaufen die Tangente und die Sekante parallel.


6 Zusammenhang zwischen Stetigkeit und Differenzierbarkeit

9a) Ermitteln Sie |x| für x = -3; x = 2; x = -0,38 und x = 0!

|-3| = 3

|2| = 2

|-0,38| = 0,38

|0| = 0


b) Zeichnen Sie den Graph der Funktion f(x) = |x|!


c) Zeigen Sie, dass die Funktion f(x) = |x| an der Stelle x = 0 stetig ist, dass also
lim f(x) = f(0) gilt!
 x→0

1.Die Funktion f ist an der Stelle x = 0 definiert.

 f(0) = 0

2. lim f(x) existiert
    x→0

lim f(x) = 0
x→0

3. lim f(x) = f(x0)
    x→0
   
lim f(x) = f(0)
x→0


Folgt aus der Stetigkeit von f an der Stelle x0 die Differenzierbarkeit von f an der Stelle x0?


f(x) = |x|

Diese Funktion ist an der Stelle x0 = 0 stetig.
Ist diese Funktion an der Stelle x0 = 0 auch differenzierbar?

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle 0:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = (|0 + h| - |0|) / h

D(h) = |h| / h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) = existiert nicht
h→0

Der Grenzwert der Funktion D an der Stelle 0 existiert genau dann,
wenn für jede Nullfolge (hn) mit hn ≠ 0 für alle n die Folge (|hn| / hn) gegen dieselbe Zahl konvergiert.

hn > 0
(|hn| / hn) = hn/hn = 1
lim (|hn| / hn) = 1

n→∞  

hn < 0
(|hn| / hn) = hn/-hn = -1
lim (|hn| / hn) = -1
n→∞  

Die Funktion f(x) = |x| ist an der Stelle 0 nicht differenzierbar.

Wenn f an der Stelle x0 stetig ist, so folgt daraus nicht,
dass f an der Stelle x0 differenzierbar ist.

Es gilt:

Wenn f an der Stelle x0 differenzierbar ist, so ist f an der Stelle x0
stetig.

oder

Die Differenzierbarkeit von f an der Stelle x0 ist eine
hinreichende Bedingung für die Stetigkeit von f an der Stelle x0.
hinreichend = ausreichend

oder

Die Stetigkeit von f an der Stelle x0 ist eine notwendige Bedingung
für die Differenzierbarkeit von f an der stelle x0.


Aufgaben:

1) Zeichnen Sie den Graph der Funktion f, und untersuchen Sie die Funktion f
bezüglich Stetigkeit und Differenzierbarkeit an der Stelle x0, wenn

a) f(x) = |x - 1| und x0 = 1

Stetigkeit:

1.Die Funktion f ist an der Stelle x0 = 1 definiert.

f(1) = 0

2. lim f(x) existiert
    x→x0

lim f(x) = 0
x→x0

3. lim f(x) = f(x0)
    x→x0

lim f(x) = f(1) = 0
x→x0

f ist stetig an der Stelle x0

Differenzierbarkeit

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle 1:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = (|1 + h - 1| - |1 - 1|) / h

D(h) = |h| / h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) = existiert nicht
h→0

Der Grenzwert der Funktion D an der Stelle 0 existiert genau dann,
wenn für jede Nullfolge (hn) mit hn ≠ 0 für alle n die Folge (|hn| / hn) gegen dieselbe Zahl konvergiert.

hn > 0
(|hn| / hn) = hn/hn = 1
lim (|hn| / hn) = 1
n→∞

hn < 0
(|hn| / hn) = hn/-hn = -1
lim (|hn| / hn) = -1
n→∞


b) f(x) = |x² - 4| und x0 = 2

Stetigkeit:

1.Die Funktion f ist an der Stelle x0 = 2 definiert.

f(2) = 0

2. lim f(x) existiert
    x→x0

lim f(x) = 0
x→x0

3. lim f(x) = f(x0)
    x→x0

lim f(x) = f(2) = 0
x→x0

f ist stetig an der Stelle x0

Differenzierbarkeit

Lösung:

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle 2:

D(f) = R, also ist f in jeder Umgebung von x0 definiert

D(h) = (f(x0+h) - f(x0)) / h

h ≠ 0

D(h) = (|(x0 + h)² - 4| - |x0² - 4|) / h

D(h) = (|(2 + h)² - 4| - |4 - 4|) / h

D(h) = (|4 + 4h + h² - 4| - |4 - 4|) / h

D(h) = (|4h + h²|) / h


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim D(h) = existiert nicht
h→0

Der Grenzwert der Funktion D an der Stelle 0 existiert genau dann,
wenn für jede Nullfolge (hn) mit hn ≠ 0 für alle n die Folge (|4hn + hn²| / hn) gegen dieselbe Zahl konvergiert.

hn > 0
|4hn + hn²| / hn = 4
lim (|4hn + hn²| / hn) = 4
n→∞

hn < 0
|4hn + hn²| / hn = -4
lim (|4hn + hn²| / hn) = -4
n→∞


|4h + h²| / h    ≠    |4 + h|

für h = -1

|4h + h²| / h =

|-4 + 1| / -1 =

|-3| / -1 =

3 / -1 = -3

|4 + h| =

|4 - 1| =

|3| = 3



2) Entscheiden Sie, ob folgende Aussagen wahr sind, und begründen Sie ihre Entscheidung!

hinreichend = ausreichend

a) Die Differenzierbarkeit einer Funktion f an der Stelle x0 ist keine notwendige Bedingung für die Stetigkeit von f an der Stelle x0.

Diese Aussage ist wahr.
Begründung: Die Funktion f(x) = |x| ist an der Stelle x0 = 0 stetig aber nicht differenzierbar.


b) Die Stetigkeit einer Funktion f an der Stelle x0 ist keine hinreichende Bedingung für die Differenzierbarkeit von f an der Stelle x0.

Diese Aussage ist wahr.
Begründung: Eine Funktion kann an einer Stelle x0 stetig sein, aber nicht differenzierbar.


c) f ' (x0) = 0 ist eine hinreichende Bedingung dafür, dass die Tangente an den Graph von f im Punkt P0(x0; f(x0) parallel zur x-Achse verläuft.

Diese Aussage ist wahr.
Begründung: f ' (x0) = m = tan α = 0
tan α = 0
α = 0°
Der Winkel den die Tangente mit der x-Achse bildet ist 0°. Also verläuft die Tangente parallel zur x-Achse.


d) Die Stetigkeit einer Funktion f in dem abgeschlossenen Intervall [a, b] ist eine notwendige Bedingung dafür, dass f im Intervall [a, b] ein Maximum hat.

Dies Aussage ist wahr.
Begründung: Definition des Begriffs Maximum
Satz vom Maximum und Minimum
Wenn f eine in einem abgeschlossenen Intervall [a, b] stetige Funktion ist,
so hat f in [a, b] ein Maximum und ein Minimum.


Differentiationsregeln; die Differentiation von rationalen Funktionen und Wurzelfunktionen

7 Ableitung einer Summe


10) Wiederholen Sie die Grenzwertsätze für Funktionen!

Wenn die Funktionen f und f1 an der Stelle x0 einen Grenzwert haben, so gilt:

lim (f(x) + f1(x)) =     lim f(x)     +     lim f1(x)
x→x0                       x→x0              x→x0

lim (f(x) - f1(x)) =     lim f(x)     -     lim f1(x)
x→x0                       x→x0            x→x0

lim (f(x) * f1(x)) =     lim f(x)     *     lim f1(x)
x→x0                       x→x0             x→x0

lim (f(x) / f1(x)) =     lim f(x)     /     lim f1(x)               
x→x0                      x→x0            x→x0                  

lim f1(x) ≠ 0
x→x0

13) Die Funktionen u(x) = x³ und v(x) = x² sind an jeder Stelle ihres Definitionsbereiches differenzierbar.

u ' (x) = 3x²

v ' (x) = 2x

Die Funktion f(x) = x³ + x² ist ebenfalls an jeder Stelle ihres Definitionsbereiches differenzierbar.

f ' (x) = 3x² + 2x

Lässt sich dieses Ergebnis auf die Summe beliebiger differenzierbarer Funktionen übertragen?

u ' (x0) = lim (u(x0+h) - u(x0)) / h
               h→0

v ' (x0) = lim (v(x0+h) - v(x0)) / h
               h→0

Ist die Funktion s mit s(x) = u(x) + v(x) in x0 differenzierbar ist und gilt
s ' (x0) = u ' (x0) + v ' (x0)?


Herleitung der Summenregel

1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion s an jeder Stelle x0:

s(x0) = u(x0) + v(x0)

s(x0+h) = u(x0+h) + v(x0+h)

h ≠ 0
x0+h ∈ der Umgebung von x0

D(h)    =    (s(x0+h) - s(x0)) / h    =    (u(x0+h) + v(x0+h) - [u(x0) + v(x0)]) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

D(h) = (u(x0+h) + v(x0+h) - [u(x0) + v(x0)]) / h

D(h) =    (u(x0+h) - u(x0)) / h    +    (v(x0+h) - v(x0)) / h   


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

lim (u(x0+h) - u(x0)) / h
h→0

lim (v(x0+h) - v(x0)) / h
h→0

Wenn die Funktionen u und v an der Stelle x0 einen Grenzwert haben, so gilt:

lim (u(x) + v(x)) =     lim u(x)     +     lim v(x)
x→x0                       x→x0              x→x0


lim (s(x0+h) - s(x0)) / h    =    lim [(u(x0+h) - u(x0)) / h + (v(x0+h) - v(x0)) / h]   
h→0                                      h→0

lim (s(x0+h) - s(x0)) / h    =    lim (u(x0+h) - u(x0)) / h    +    lim (v(x0+h) - v(x0)) / h   
h→0                                      h→0                                       h→0

lim (s(x0+h) - s(x0)) / h    =    u ' (x0)    +    v ' (x0)
h→0

s ' (x0)    =     u ' (x0)    +    v ' (x0)  


Summenregel
Satz
Sind die Funktionen u und v in x0 differenzierbar, so ist auch die Funktion s mit
s(x) = u(x) + v(x) in x0 differenzierbar, und für die Ableitung der Funktion s an der Stelle x0 gilt:
s ' (x0) = u ' (x0) + v ' (x0)

Summenregel Kurzform:
(u + v) ' = u ' + v '

(u + v) ' (x0) = u ' (x0) + v ' (x0)


(u1 + u2 + ... + un) ' = u1 ' + u2 ' + ... + un '


14) u(x) = x³ + x²                v(x) = 1/x    x ≠ 0

u ' (x) = 3x² + 2x                v ' (x) = -1 / x²    x ≠ 0              

s(x) = u(x) + v(x)     x ≠ 0   

s(x) = x³ + x² + 1/x    x ≠ 0

s ' (x) = 3x² + 2x - 1/x²    x ≠ 0


Aufgaben:

1) Wenden Sie den Satz der Summenregel auf den Spezialfall an, dass u eine beliebige in x0 differenzierbare
Funktion und v eine konstante Funktion ist!

s ' (x0) = u ' (x0) + 0


2) Gegeben seien die Funktionen

f(x) = x² + 1

g(x) = x² - 0,5

h(x) = x² - 2.

a) Bestimmen Sie die Ableitungen dieser Funktionen!

f(x) = x² + 1

D(h) = ((x0 + h)² + 1 - (x0² + 1)) / h

D(h) = (x0² + 2x0h + h² + 1 - x0² - 1) / h

D(h) = (2x0h + h²) / h

D(h) = 2x0 + h

lim D(h) = 2x0
h→0

g(x) = x² - 0,5

lim D(h) = 2x0
h→0

h(x) = x² - 2

lim D(h) = 2x0
h→0


b) Zeichnen Sie die Graphen dieser Funktionen und die Tangenten an diese Graphen in
den Punkten mit der Abszisse 0,5! Was stellen Sie fest?

Abszisse = Waagerechte im Koordinatensystem

Alle drei Tangenten verlaufen zueinander parallel.


3) Ermitteln Sie die Ableitungen folgender Funktionen!

a) f(x) = x³ + 1/2x² - 5

u(x) = x³

lim D(h) = 3x²
h→0

v(x) = 1/2x²

lim D(h) = x
h→0

w(x) = -5

lim D(h) = 0
h→0

f ' (x) = 3x² + x


b) f(z) = 1/3z³ + z² + √2

u(z) = 1/3z³

lim D(h) = z²
h→0

v(z) = z²

lim D(h) = 2z
h→0

w(z) = √2

lim D(h) = 0
h→0

f ' (z) = z² + 2z


c) f(x) = x² + 1/x    x ≠ 0   

u(x) = x²

lim D(h) = 2x
h→0

v(x) = 1/x    x ≠ 0

lim D(h) = -1/x²
h→0

f ' (x) = 2x - 1/x²    x ≠ 0


d) f(x) = 1/2x² + x

v(x) = 1/2x²

lim D(h) = x
h→0

w(x) = x

lim D(h) = 1
h→0

f ' (x) = x + 1


e) f(s) = (s - 2) * (s + 3)

f(s) = s²  + 3s - 2s - 6

f(s) = s²  + s - 6

f ' (s) = 2s + 1


f) f(x) = x(1 + x)

f(x) = x² + x

f ' (x) = 2x + 1


4) Gegeben sei die Funktion f mit f(x) = x² - 3.

a) Für welches x gilt f ' (x) = 0

f ' (x) = 2x

Für x = 0 gilt f ' (x) = 0


b) Berechnen Sie die Schnittpunkte des Graphen von f mit der x-Achse?

f(x) = x² - 3

x² - 3 = 0

x = √3

P1(√3; f(√3)

P2(-√3; f(-√3)


c) Bestimmen Sie die Gleichungen der Tangente an den Graph von f in diesen Schnittpunkten!
Welche Winkel bilden die betreffenden Tangenten mit der x-Achse?

f ' (x) = 2x

m1 = 2√3

P1(√3; f(√3)

y = mx + n

0 = 2√3x

0 = 2 * √3 * √3

0 = 6 - 6

y = 2√3x - 6


m2 = -2√3

P2(-√3; f(-√3)

y = mx + n

0 = -2 * √3 * -√3

0 = 6 - 6

y = -2√3x - 6


m1 = tan
α = 2√3

α = 73,90°

m2 = tan
α = -2√3

α = 124,10°


Summenregel erweitern, Beweis

5)* Beweisen Sie durch vollständige Induktion:
Sind die Funktionen u1, u2, ..., un in x0 differenzierbar, so ist auch die Funktion s mit
          n                                                                          n
s(x) = Σ ui(x) in x0 differenzierbar, und es gilt: s ' (x0) = Σ ui ' (x0)!
         i=1                                                                       i=1

(u + v) ' (x0) = u ' (x0) + v ' (x0)

Die Summenregel lässt sich auch auf mehr als zwei Summanden ausdehnen.
(u1 + u2 + ... + un) ' = u1 ' + u2 ' + ... + un '


1.Induktionsanfang

für n = 1 gilt die Aussage

          1
s(x) = Σ u1(x)
         i=1

               1
s ' (x0) = Σ u1 ' (x0)
              i=1


2.Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

         n-1
s(x) = Σ ui(x)
         i=1

             n-1
s ' (x0) = Σ ui ' (x0)
              i=1

Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

           n
s(x) = Σ ui(x)
          i=1

               n
s ' (x0) = Σ ui ' (x0)
              i=1

         n-1
s(x) = Σ ui(x) + un(x)
         i=1


                  n-1                                              n
s ' (x0) =    Σ ui ' (x0)    +    un ' (x0)    =    Σ u i ' (x0)
                   i=1                                            i=1
                          |                         |
              Voraussetzung       Voraussetzung


Häufig verzichtet man bei Beweisen mittels vollständiger Induktion auf die Einführung eines besonderen
Symbols k oder dergleichen und führt den Induktionsschritt mit n aus.


02.07.2009

8 Ableitung eines Produkts;
Ableitung von Potenzfunktionen mit natürlichen Exponenten



11) Untersuchen Sie am Beispiel der Funktion f mit f(x) = x³ = x² * x,
ob die Ableitung eines Produkts gleich dem Produkt der Ableitungen der einzelnen Faktoren ist!

f ' (x) = 3x²

3x² ≠ 2x * 1


Satz
Sind die Funktionen u und v in x0 differenzierbar, so ist auch die Funktion p mit p(x) = u(x) * v(x)
in x0 differenzierbar, und für die Ableitung der Funktion p an der Stelle x0 gilt:
p ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) + u(x0) * v ' (x0).


Beweis und Herleitung der Produktregel

Voraussetzung: u und v an der Stelle x0 differenzierbar

u ' (x0) = lim (u(x0+h) - u(x0)) / h
               h→0

v ' (x0) = lim (v(x0+h) - v(x0)) / h
               h→0

Behauptung: p(x) = u(x) * v(x) ist an der Stelle x0 differenzierbar
p ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) + u(x0) * v ' (x0)


1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion p an der Stelle x0:

Nach der Voraussetzung existiert eine Umgebung U von x0, in der die Funktion p definiert ist.
Dann ist der Differenzenquotient der Funktion p für alle h mit h ≠ 0 und x0+h ∈ U definiert.

p(x0) = u(x0) * v(x0)

p(x0+h) = u(x0+h) * v(x0+h)

D(h) = (p(x0+h) - p(x0)) / h = (u(x0+h) * v(x0+h) - u(x0) * v(x0)) / h


2. Umformen des Differenzenquotienten:

D(h) = (u(x0+h) * v(x0+h) - u(x0) * v(x0+h) + u(x0) * v(x0+h) - u(x0) * v(x0)) / h             //- u(x0) * v(x0+h) + u(x0) * v(x0+h) = 0

D(h) = (v(x0+h) * u(x0+h) - u(x0) + u(x0) * v(x0+h) - v(x0)) / h

D(h) = (u(x0+h) - u(x0) * v(x0+h) + u(x0) * v(x0+h) - v(x0)) / h

D(h) = [(u(x0+h) - u(x0)) / h] * v(x0+h) + u(x0) * [(v(x0+h) - v(x0))/h]


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0

nach der Voraussetzung:

u ' (x0) = lim (u(x0+h) - u(x0)) / h
               h→0

v ' (x0) = lim (v(x0+h) - v(x0)) / h
               h→0

D(h) = [(u(x0+h) - u(x0)) / h] * v(x0+h) + u(x0) * [(v(x0+h) - v(x0))/h]

Grenzwertsätze für Funktionen:

lim (f(x) * f1(x)) =     lim f(x)     *     lim f1(x)
x→x0                       x→x0             x→x0

lim D(h) =     lim [(u(x0+h) - u(x0)) / h]    *    lim v(x0+h)    +    lim u(x0)    *    lim [(v(x0+h) - v(x0))/h]
h→0             h→0                                         h→0                    h→0               h→0

lim v(x0+h) = v(x0)
h→0

Begründung:
v ist an der Stelle x0 differenzierbar

v ' (x0) = lim (v(x0+h) - v(x0)) / h
               h→0

Aus der Differenzierbarkeit folgt die Stetigkeit.

deshalb ist

lim v(x0+h) = v(x0)
h→0

lim D(h) =     lim [(u(x0+h) - u(x0)) / h]    *    v(x0)    +    u(x0)    *    lim [(v(x0+h) - v(x0))/h]
h→0             h→0                                                                             h→0

lim D(h) =     u ' (x0)    *    v(x0)    +    u(x0)    *    v ' (x0)   
h→0           

p ' (x0)=    u ' (x0)    *    v(x0)    +    u(x0)    *    v ' (x0)


Produktregel

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

Die Produktregel gilt auch für mehr als zwei Faktoren.

(u * v * w) ' = u ' * v * w    +    u * v ' * w    +    u * v * w '


15) Gegeben seien die Funktionen u und v mit

u(x) = x³ + x² - 3

v(x) = x² + x - 1,

die für jedes x differenzierbar sind.
Für eine beliebige reelle Zahl gilt:

u ' (x) = 3x² + 2x

v ' (x) = 2x + 1

p(x) = u(x) * v(x)

p(x) = (x³ + x² - 3) * (x² + x - 1)

p ' (x) =  (3x² + 2x) * (x² + x - 1) + (x³ + x² - 3) * (2x + 1)

p ' (x) = 5x
4 + 8x³ - 8x - 3


12a) Beweisen Sie durch Anwendung der Produktregel den Satz:
Ist v eine in x0 differenzierbare Funktion und c eine beliebige reelle Zahl,
so ist auch die Funktion f mit f(x) = c * v(x) in x0 differenzierbar, und es gilt
f ' (x0) = c * v ' (x0)!

u (x) = c

u ' (x0) = 0

f ' (x0) = u ' (x0) *  v(x0)    +    u(x0) *  v ' (x0)

f ' (x0) = 0' *  v(x0)    +    c *  v ' (x0)

f ' (x0) = c *  v ' (x0)


12b) Beweisen Sie unter Verwendung des Ergebnisses von 12a) und des Satzes den Satz:
Sind die Funktionen u und v in x0 differenzierbar, so ist auch die Funktion d mit
d(x) = u(x) - v(x) in x0 differenzierbar, und es gilt d ' (x0) = u ' (x0) - v ' (x0)!

Beweis der Differenzenregel

d(x) = u(x) - v(x)

d(x) = u(x) + (-1) * v(x)

d ' (x0) = u ' (x0) + (-1) * v ' (x0)        //nach 12a)

d ' (x0) = u ' (x0) + (-1) * v ' (x0)

d ' (x0) = u ' (x0) - v ' (x0)


16) Unter Verwendung der Produktregel ist zu zeigen, dass die Funktion f(x) = x
4
die Ableitung f ' (x) = 4x³ hat.

f(x) = x² * x²

u(x) = x²

u ' (x) = 2x

(u * u) ' = u ' * u    +    u * u '

f ' (x) = 2x * x² + x² * 2x

f ' (x) = 2x³ + 2x³

f ' (x) = 4x³


13) Zeichnen Sie die Graphen der Potenzfunktionen y = x
n für n = 1, 2, 3 und 4!

y = x

x        -2       -1        0        1        2

f(x)    -2       -1        0        1        2


y = x²

x        -2        -1        0        1        2

f(x)     4          1        0        1        4


y = x³

x        -2        -1        0        1        2

f(x)    -8        -1        0        1        8


y = x
4

x        -2        -1        0        1        2

f(x)    16         1        0        1        16


(x) ' = 1

(x²) ' = 2x

(x³) ' = 3x²

(x
4) ' = 4x³


Potenzregel

Satz
Jede Potenzfunktion f(x) = x
n mit n ∈ N und n ≥ 1 ist differenzierbar.
Ihre Ableitung ist f ' (x) = nx
n-1
.


Beweis der Potenzregel

1. Induktionsanfang

für n = 1 gilt die Aussage

f(x) = x
1

f ' (x) = 1

2. Induktionsschritt

Es sei n eine beliebige natürliche Zahl mit n ≥ 1.

Induktionsvoraussetzung:

f(x) = x
n

f ' (x) = nx
n-1

Induktionsbehauptung:

f(x) = x
n+1

f ' (x) = (n + 1)x
n

Induktionsbeweis:

f(x) = x
n+1 = xn * x

nach Induktionsvoraussetzung

u(x) = x
n

u ' (x) = nx
n-1

v(x) = x

v ' (x) = 1

f ' (x) = u ' (x) * v(x)    +    u(x) * v ' (x)

f ' (x) = nx
n-1 * x    +    xn  * 1

f ' (x) = nx
n    +    xn 

f ' (x) = (n + 1)x
n


Aufgaben:

Ermitteln Sie die Ableitungen folgender Funktionen!

1a) f(x) = x
5

f ' (x) = 5x
4


b) f(x) = 3x
4

f ' (x) = 12x³


c) f(z) = 1/2(z² + 1)

f(z) = 1/2z² + 1

f ' (z) = z


d) u(x) = (x² - 7x) * (x³ + 5)

f1(x) = (x² - 7x)

f ' (x) = (2x - 7)

f2(x) = (x³ + 5)

f2 ' (x) = 3x²

u ' (x) = (f1 * f2) '

u ' (x) = (2x - 7) * (x³ + 5)    +    (x² - 7x) *  3x²

u ' (x) = 2x
4 + 10x - 7x³ - 35 + 3x4 - 21x³

u ' (x) = 5x
4 - 28x³ + 10x - 35


e) g(a) = a(a + 1) * (a - 2)

g(a) = (a² + a) * (a - 2)

g(a) = a³ - 2a² + a² - 2a

g(a) = a³ - a² - 2a

g ' (a) = 3a² - 2a - 2


2a) f(x) = x
7

f ' (x) = 7x
6


b) f(x) = -0,5x
6

f ' (x) = -3x
5


05.07.09

c) f(t) = (2t² + 1) * (t + 1/t)

f(t) = 2t³ + 2t + t + 1/t

f(t) = 2t³ + 3t + 1/t

f ' (t) = 6t² + 3 - 1/t²    //nach der Ableitung von 1/x


d) v(x) = (0,5x³ - 3x²) * (4x³ - (√2)x)

v(x) = 2x
6 - (√2)0,5x4 - 12x5 + 3(√2)x³

v ' (x) = 12x
5 - (√2)2x³ - 60x4 + 9(√2)x²


e) w(z) = z³(z² + 1) * (2z + 3)

w(z) = (z
5 + z³) * (2z + 3)

w(z) = 2z
6 + 3z5 + 2z4 + 3z³

w ' (z) = 12z
5 + 15z4 + 8z³ + 9z²


3) Gegeben sei die Funktion f(x) = x
4 + 1,5.

a) Berechnen Sie den Anstieg des Graphen von f an den Stellen 0; 0,5; -0,5; 2; -2!

f(x) = x
4

f ' (x) = 4x³

f ' (0) = 4 * 0³ = 0

f ' (0,5) = 4 * 0,5³ = 1/2

f ' (-0,5) = 4 * -0,5³ = -1/2

f ' (2) = 4 * 2³ = 32

f ' (-2) = 4 * -2³ = -32


b) An welcher Stelle hat der Graph von f den Anstieg 4?
Geben Sie eine Gleichung für die Tangente an den Graph von f für diese Stelle an!

4 = 4x³

x³ = 1

x = 1

P1(1; 2,5)

y = mx + n


2,5 = 4 * 1 + n

n = -1,5

y = 4x - 1,5


4) Gegeben sei die Funktion f(x) = x³ - 1.

a) In welchen Punkten schneidet der Graph von f die Koordinatenachsen?

Schnittpunkt mit der x-Achse y = 0

0 = x³ - 1

x³ = 1

x = 1

Px(1; 0)

Schnittpunkt mit der y-Achse x = 0

f(0) = 0³ - 1

f(0) = -1

Py(0; -1)


b) Berechnen Sie die Anstiege der Tangenten an den Graph von f in den Schnittpunkten mit den Koordinatenachsen!

f ' (x) = 3x²

f ' (1) = 3

f ' (0) = 0


c) Gibt es eine weitere Tangente an den Graph von f, die den gleichen Anstieg wie die Tangente
im Schnittpunkt mit der x-Achse hat?

Schnittpunkt mit der x-Achse
Px(1; 0)

f ' (1) = 3

f ' (x) = 3x²

3 = 3x²

x² = 1

x1 = 1
x2 = -1

f ' (-1) = 3


Ermitteln Sie die Ableitungen folgender Funktionen!

5) f(x) = x
5 + x4 + x3 + x² + x + 1

f ' (x) = 5x
4 + 4x³ + 3x² + 2x + 1 + 0


6) f(x) = 2x
4 + 1,5x³ + 0,5x² - 5x + 6

f ' (x) = 8x³ + 4,5x² + x - 5 + 0


7) Gegeben sei die Funktion f(x) = x³ - ax² + 2    (a ∈ R)
Bestimmen Sie die Zahl a für den Fall, dass f ' (2) = 0

f ' (x) = 3x² - 2ax + 0

f ' (2) = 0

0 = 3 * 2² - 2 * a * 2

0 = 12 - 4a

-12 = -4a

a = 3


8) Wenden Sie die Produktregel auf den Spezialfall u = v an!

p(x) = u(x) * v(x)

p ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) + u(x0) * v ' (x0)

p(x) = u(x) * u(x)

p ' (x0) = u ' (x0) * u(x0) + u(x0) * u ' (x0)

p ' (x0) = 2 * u ' (x0) * u(x0)


Produktregel ausdehnen, erweitern auf mehrere Faktoren - Beweis

9)* Beweisen Sie unter Verwendung der Produktregel:
Sind die Funktionen u, v und w in x0 differenzierbar, so ist auch die Funktion p mit
p(x) = u(x) * v(x) * w(x) in x0 differenzierbar, und es gilt
p ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) * w(x0) + u(x0) * v ' (x0) * w(x0) + u(x0) * v(x0) * w ' (x0).

c(x) = u(x) * v(x)

c ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) + u(x0) * v ' (x0)

p(x) = c(x) * w(x)

p ' (x0) = c ' (x0) * w(x0) + c(x0) * w ' (x0)

p ' (x0) = u ' (x0) * v(x0) * w(x0) + u(x0) * v ' (x0) * w(x0) + u(x0) * v(x0) * w ' (x0)

q.e.d.  quod erat demonstrandum


9 Ableitung eines Quotienten

q(x) = u(x) / v(x)        v(x) ≠ 0

06.07.2009

Satz
Sind u und v an der Stelle x0 differenzierbare Funktionen mit v(x0) ≠ 0, so ist auch die Funktion
q mit q(x) = u(x) / v(x) an der Stelle x0 differenzierbar, und für die Ableitung der Funktion q an der Stelle x0 gilt:
q ' (x0) = (u ' (x0) * v(x0) - u(x0) * v ' (x0)) / (v(x0))²


Quotientenregel

(u / v)' = (u'v - uv') / v²


14) Formulieren Sie die Quotientenregel für den Fall, dass u und v in einem Intervall I differenzierbar sind
und v(x) ≠ 0 für jedes x ∈ I gilt!

Sind die Funktionen u und v in einem Intervall I differenzierbar und v(x) ≠ 0 für jedes x ∈ I,
so ist auch die Funktion q mit q(x) = u(x) / v(x) in I differenzierbar, und es gilt
q ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))² für jedes x ∈ I.


17) Nach der Quotientenregel ist die Funktion q mit q(x) = u(x)/v(x)
q(x) = (2x³ - 5x) / (x² + 1) differenzierbar.

u(x) = 2x³ - 5x

u ' (x) = 6x² - 5


v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

q ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

q ' (x) = ((6x² - 5) * (x² + 1) - (2x³ - 5x) * 2x) / (x² + 1)²

q ' (x) = (6x
4 + 6x² - 5x² - 5 - 4x4 + 10x²) / (x² + 1)²

q ' (x) = (2x
4 + 11x² - 5) / (x² + 1)²


18) Für eine beliebige natürliche Zahl n mit n ≥ 1 ist die Ableitung der Funktion f(x) = x
-n
(x ≠ 0) zu ermitteln.

Lösung:

f(x) = 1/x
n (x ≠ 0)

u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = x
n

v ' (x) = nx
n-1

q ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

q ' (x) = (0 * x
n-1 * nxn-1) / x2n

q ' (x) = (- 1 * nx
n-1) / x2n

q ' (x) = -nx
n-1-2n

q ' (x) = -nx
-n-1


07.07.2009

Aufgaben:

Bilden Sie die Ableitungen der folgenden Funktionen, und geben Sie gegebenenfalls diejenigen
Stellen an, an denen die Funktionen nicht differenzierbar sind!

1a) f(x) = 7 / (x² + 1)

u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * (x² + 1) - 1 * 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = -2x / (x² + 1)²


b) f(x) = (x³ + 7x - 5) / (x + 1)    (x ≠ -1)

u(x) = x³ + 7x - 5

u ' (x) = 2x² + 7

v(x) = x + 1

v ' (x) = 1

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = ((2x² + 7) * 1 - (x³ + 7x - 5) * 1) / (x + 1)²

f ' (x) = (2x² + 7 - x³ - 7x + 5) / (x + 1)²

f ' (x) = (-x³ + 2x² - 7x + 12) / (x + 1)²


c) f(t) = (4 - t²) / (t² - 4)    (t ≠ 2) (t ≠ -2)

u(t) = 4 - t²

u ' (t) = -2t

v(t) = t² - 4

v ' (t) = 2t

f ' (t) = (u ' (t) * v(t) - u(t) * v ' (t)) / (v(t))²

f ' (t) = (-2t * (t² - 4) - (4 - t²) * 2t) / (t² - 4)²

f ' (t) = (-2t³ + 8t - (8t - 2t³)) / (t² - 4)²

f ' (t) = (-2t³ + 8t - 8t + 2t³) / (t² - 4)²

f ' (t) = 0 / (t² - 4)²

f ' (t) = 0


d) f(x) = 5/x³    (x ≠ 0)

u(x) = 5

u ' (x) = 0

v(x) = x³

v ' (x) = 2x²

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * x³ - 5 * 2x²) / x
6

f ' (x) = -10x² / x
6


e) f(x) = (1/x
4) + (1/x²)    (x ≠ 0)

u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = x
4

v ' (x) = 4x³

s1 ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

s1 ' (x) = (0 * x
4 - 1 * 4x³) / (x4

s1 ' (x) = -4x³ / x
8


u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = x²

v ' (x) = 2x

s2 ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

s2 ' (x) = (0 * x² - 1 * 2x) / x
4

s2 ' (x) = -2x  / x
4


f ' (x) = s1 ' (x) + s2 ' (x)

f ' (x) = (-4x³ / x
8) + (-2x  / x4)

f ' (x) = (-4x³ / x
8) + (-2x * x4  / x8)

f ' (x) = (-4x³ - 2x
5) / x8


2a) f(x) = (7- x) / (x² + 2)

u(x) = 7 - x

u ' (x) = -1

v(x) = x² + 2

v ' (x) = 2x

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (-1 * (x² + 2) - (7 - x) * 2x) / (x² + 2)²

f ' (x) = (-x² - 2 - 14x + 2x²) / (x² + 2)²

f ' (x) = (x² - 14x - 2) / (x² + 2)²


b) f(x) = (x³ - 2x² + 1) / (2x² + 7)

u(x) = x³ - 2x² + 1

u ' (x) = 3x² - 4x


v(x) = 2x² + 7

v ' (x) = 4x


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = ((3x² - 4x) * (2x² + 7) - ((x³ - 2x² + 1) * 4x)) / (2x² + 7)²

f ' (x) = (6x4 + 21x² - 8x³ - 28x - (4x4 - 8x³ + 4x)) / (2x² + 7)²

f ' (x) = (6x4 + 21x² - 8x³ - 28x - 4x4 + 8x³ - 4x) / (2x² + 7)²

f ' (x) = (2x4 + 21x² - 32x) / (2x² + 7)²


c) f(z) = (0,5z4 + 3z² + 7) / (z² - 4z + 3)        (z ≠ 1, z ≠ 3)


u(z) = 0,5z4 + 3z² + 7

u ' (z) = 2z³ + 6z


v(z) = z² - 4z + 3

v ' (z) = 2z - 4


f ' (z) = (u ' (z) * v(z) - u(z) * v ' (z)) / (v(z))²

f ' (z) = ((2z³ + 6z) * (z² - 4z + 3) - ((0,5z4 + 3z² + 7) * (2z - 4))) / (z² - 4z + 3)²

f ' (z) = (2z5 - 8z4 + 6z³ + 6z³ - 24z² + 18z - (z5 - 2z4 + 6z³ - 12z² + 14z - 28)) / (z² - 4z + 3)²

f ' (z) = (2z5 - 8z4 + 6z³ + 6z³ - 24z² + 18z - z5 + 2z4 - 6z³ + 12z² - 14z + 28) / (z² - 4z + 3)²

f ' (z) = (z5 - 6z4 + 6z³ - 12z² + 4z + 28) / (z² - 4z + 3)²


d) f(x) = 1 / 5x³        (x ≠ 0)

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = 5x³

v ' (x) = 15x²


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * 5x³ - (1 * 15x²)) / (5x³)²

f ' (x) = -15x² / 25x6

f ' (x) = -3 / 5x4


e) f(x) = 1/x5 + 1/x³        (x ≠ 0)

f(x) = (x² + 1) / x5

u(x) = x² + 1

u ' (x) = 2x


v(x) = x5

v ' (x) = 5x4


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (2x * x5 - ((x² + 1) * 5x4)) / (x5

f ' (x) = (2x6 - 5x6 - 5x4) / x10

f ' (x) = (-3x6 - 5x4) / x10

f ' (x) = (-3/x4) - (5/x6)


3) Welchen Anstieg hat der Graph der Funktion f(x) = x / (x - 1) an der Stelle x0 = 3?

f(x) = x / (x - 1)        (x ≠ 1)

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = x - 1

v ' (x) = 1


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = 1 * (x - 1) - (x * 1) / (x - 1)²

f ' (x) = (x - 1 - x) / (x - 1)²

f ' (x) = -1 / (x - 1)²

f ' (3) = -1 / (3 - 1)²

f ' (3) = -1/4


4) Gegeben sei die Funktion f(x) = 1/x        (x ≠ 0).

a) Berechnen Sie den Anstieg der Sekante des Graphen von f durch die Punkte
P1(0,25; f(0,25)) und
P2(4; f(4))!

P1(0,25; 4)
P2(4; 1/4)

y = mx + n

m = (y2 - y1) / (x2 - x1)

m = (1/4 - 4) / (4 - 0,25)

m = -3,75/3,75

m = -1


b) Bestimmen Sie diejenigen Punkte des Graphen von f, in denen der Tangentenanstieg
mit dem berechneten Sekantenanstieg übereinstimmt!

f(x) = 1/x        (x ≠ 0)

f ' (x) = -1 / x²

-1 = -1 / x²

-1 * x² = -1

x² = 1

x1 = 1

x2 = -1

P1(1; 1)

P2(-1; -1)


c) Geben Sie für die unter b) berechneten Punkte jeweils eine Gleichung der Tangente an den Graph von f an!

P1(1; 1)

y = mx + n

y = -1x + n

1 = -1 * 1 + n

n = 2

y = -x + 2


P2(-1; -1)

y = mx + n

y = -1x + n

-1 = -1 * -1 + n

-1 = 1 + n

n = -2

y = -x - 2


5. Beweisen Sie mit Hilfe der Quotientenregel:
Ist v eine an der Stelle x0 differenzierbare Funktion mit v(x0) ≠ 0 so gilt
(1/v(x0)) ' = - (v ' (x0) / v(x0)²!

u(x0) = 1

u ' (x0) = 0


v(x0)

v ' (x0)


f ' (x0) = (u ' (x0) * v(x0) - u(x0) * v ' (x0)) / (v(x0))²

f ' (x0) = (0 * v(x0) - (1 * v ' (x0))) / v(x0)²

f ' (x0) = -v ' (x0)/ v(x0)²

q.e.d. quod erat demonstrandum


Differenzieren Sie folgende Funktionen!

6a) f(x) = 1/(3x² + 5x + 1)

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = 3x² + 5x + 1

v ' (x) = 6x + 5


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * 3x² + 5x + 1 - (1 * (6x + 5)))/(3x² + 5x + 1)²

f ' (x) = (-6x - 5)/(3x² + 5x + 1)²


b) f(x) = 1/(x - 1)

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = x - 1

v ' (x) = 1


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * (x - 1) - (1 * 1))/(x - 1)²

f ' (x) = -1/(x - 1)²


7a) f(x) = 1/(x² + 1)²

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = (x² + 1)² = x4 + 2x² + 1

v ' (x) = 4x³ + 4x


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * (x² + 1)² - (1 * 4x³ + 4x))/(x² + 1)4

f ' (x) = (-4x³ - 4x)/(x² + 1)4

f ' (x) = -4x(x² + 1)/(x² + 1)4

f ' (x) = -4x/(x² + 1)³


b) f(x) = 1/(ax + b)        (a, b R)

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = ax + b

v ' (x) = a


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (0 * (ax + b) - (1 * a)) / (ax + b)²

f ' (x) = -a/(ax + b)²


8) Gegeben Sei die Funktion f(x) = 1/(2x + a) (a R).
Für welche Zahlen a ist f ' (2) = -1/2?

u(x) = 1

u ' (x) = 0


v(x) = 2x + a        v(x) 0

v ' (x) = 2


f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = -(1 * 2)/(2x + a)²

f ' (x) = -2/(2x + a)²

-1/2 = -2/(2 * 2 + a)²

-1/2 = -2/(4 + a)²

a1 = -2

a2 = -6


10 Differentiation rationaler Funktionen

lineare Funktion
reelle Zahlen a0 und a1 a1 0
f(x) = a1x + a0

quadratische Funktion
reelle Zahlen a0, a1 und a2 a2 0
f(x) = a2x² + a1x + a0


ganze rationale Funktion

Allgemein nennt man f eine ganze rationale Funktion, wenn es eine natürliche Zahl n und reelle Zahlen a0, a1, a2, ..., an
mit an ≠ 0 gibt, so dass für jedes x gilt

f(x) =     an * x
n    +    an-1 * xn-1    +    ...    +    a2 * x²    +    a1 * x    +    a0

=

  n
  Σ = ai * x
i
i = 0

a0, a1, a2, ..., an sind Koeffizienten

N ist der Grad der ganzen rationalen Funktion.

Ganze rationale Funktionen sind für alle reellen Zahlen definiert.


19a) Die Funktion f(x) =    6x5    +    (√2)x³    -    x²/2(√3)    +    x    -    15 ist eine ganze rationale Funktion.

Ihre Koeffizienten sind:

a5 = 6

a4 = 0

a3 = (√2)

a2 = -1/2(√3)

a1 = 1

a0  = -15

f ist eine ganze rationale Funktion fünften Grades.

b) Jede quadratische Funktion ist eine ganze rationale Funktion zweiten Grades.

c) Jede lineare Funktion ist eine ganze rationale Funktion ersten Grades.

d) Jede konstante Funktion f(x) = c (c ∈ P) ist eine ganze rationale Funktion.


rationale Funktionen

Man nennt f eine rationale Funktion, wenn es ganze rationale Funktionen u und v gibt,
so dass für jedes x mit v(x) ≠ 0 definiert ist und f(x) = u(x)/v(x) gilt.



20a) f(x) = (x² - 1) / (x - 1) ist eine rationale Funktion.

u(x) = x² - 1

v(x) = x - 1

für alle x 1 definiert


b) f(x) = 1/x ist eine rationale Funktion.

u(x) = 1

v(x) = x

für alle x 0 definiert


c) Die Funktionen

f(x) = √x

f(x) = ax    (a > 0, a 1)

f(x) = loga x    (a > 0, a 1)

f(x) = |x|

f(x) = sin x

sind alles keine rationalen Funktionen.


Die Funktion f(x) = [(x² + 1) * (x² - 3x + 4)] / (x² + 1) ist eine rationale Funktion.

u(x) = (x² + 1) * (x² - 3x + 4)

v(x) = x² + 1

Da aber die Funktion v(x) = x² + 1 für alle alle x definiert ist (einschließlich 0), gilt
f(x) = x² - 3x + 4. Somit ist die Funktion sogar eine ganze rationale Funktion.

Rationale Funktionen, die nicht ganze rationale Funktionen sind, nennt man gebrochene rationale Funktionen.

Rationale Funktionen sind für alle reellen Zahlen definiert mit Ausnahme der Nullstellen der Nennerfunktion.            


Differenzierbarkeit rationaler Funktionen

21a) f(x) = 3x4 - 6,2x² + 2x - 3,2        //ganze rationale Funktion

f ' (x) = 12x³ - 12,4x + 2        //ganze rationale Funktion

Die Funktion f ist an jeder Stelle differenzierbar.


21b) f(x) = (x² - 3x - 5) / (x² - 1)    (x ≠ 1; x ≠ -1)        //rationale Funktion

u(x) = x² - 3x - 5

u ' (x) = 2x - 3

v(x) = x² - 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = ((2x - 3) * (x² - 1) - ((x² - 3x - 5) * 2x)) / (x² - 1)²

f ' (x) = (2x³ - 2x - 3x² + 3 - 2x³ + 6x² + 10x) / (x² - 1)²

f ' (x) = (3x² + 8x + 3) / (x² - 1)²        //rationale Funktion


Die Funktion f ist an allen Stellen ihres Definitionsbereiches differenzierbar.


Zusammensetzung einer rationalen Funktion

Jede rationale Funktion setzt sich mittels Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division aus Potenzfunktionen
mit natürlichen Exponenten und konstanten Funktionen zusammen.

Damit folgt aus den Differentiationsregeln, dass jede rationale Funktion an jeder Stelle ihres Definitionsbereiches
differenzierbar und die Ableitung einer rationalen Funktion wieder eine rationale Funktion ist.


Aufgaben:

Welche der folgenden Funktionen sind rational, gebrochen rational, ganz rational?

1a) f(x) = (3x³ - 15x) / 3

ganz rational


b) f(x) = (x + 1) / (x - 1)        (x ≠ 1)

gebrochen rational


c) f(x) = x² * sin x

nicht rational


2a) f(x) = ((x² + 1) * (x² - 1)) / x        (x ≠ 0)

gebrochen rational


b) f(x) = (x² - 1) / (x² + 2x + 1)        (x ≠ -1)

gebrochen rational


c) f(x) = x² * sin 1/2

ganz rational


3) Differenzieren Sie die in den Aufgaben 1. und 2. genannten Funktionen, sofern es sich um rationale Funktionen handelt!

a) f(x) = (3x³ - 15x) / 3

u(x) = 3x³ - 15x

u ' (x) = 9x² - 15

v(x) = 3

v ' (x) = 0

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = ((9x² - 15) * 3 - (3x³ - 15x * 0)) / 9

f ' (x) = ((9x² - 15) * 3 - (3x³ - 15x * 0)) / 9

f ' (x) = (27x² - 45) / 9

f ' (x) = 3x² - 5


b) f(x) = (x + 1) / (x - 1)        (x ≠ 1)

u(x) = x + 1

u ' (x) = 1

v(x) = x - 1

v ' (x) = 1

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (1 * (x - 1) - ((x + 1) * 1)) / (x - 1)²

f ' (x) = (x - 1 - x - 1) / (x - 1)²

f ' (x) = -2 / (x - 1)²
 

c) f(x) = ((x² + 1) * (x² - 1)) / x         (x ≠ 0)      
 
 u(x) = (x² + 1) * (x² - 1)
 
 u(x) = x4 - x² + x² - 1
 
 u(x) = x4 - 1
 
 u ' (x) = 4x³
 
 v(x) = x
 
 v ' (x) = 1
 
 f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²
 
 f ' (x) = (4x³ * x - (x4 - 1 * 1)) / x²
 
 f ' (x) = (4x³ * x - x4 + 1) / x²
 
 f ' (x) = (4x4 - x4 + 1) / x²

 f ' (x) = (3x4 + 1) / x²


d) f(x) = (x² - 1) / (x² + 2x + 1)        (x ≠ -1)

f(x) = ((x + 1) * (x - 1)) / (x + 1)²

f(x) = ((x + 1) * (x - 1)) / (x + 1) * (x + 1)

f(x) = (x - 1) / (x + 1)

u(x) = x - 1

u ' (x) = 1

v(x) = x + 1

v ' (x) = 1

f ' (x) = (u ' (x) * v(x) - u(x) * v ' (x)) / (v(x))²

f ' (x) = (1 * (x + 1) - ((x - 1) * 1)) / (x + 1)²

f ' (x) = (x + 1 - x + 1) / (x + 1)²

f ' (x) = 2 / (x + 1)²


e) f(x) = x² * sin 1/2

f ' (x) = sin 1/2 * 2x


4) Welche der folgenden Funktionen sind rationale, gebrochene rationale, ganze rationale Funktionen?

a) f(x) = 3x² + lg x + 10

nicht rational


b) f(x) = √3 * x + 1/4

ganze rationale Funktion


c) f(z) = (z² + 1) / (z² + 4z + 25)

rationale Funktion


d) g(t) = |t + 4|

nicht rational


Geben Sie je eine ganze Funktion f an, die folgenden Bedingungen genügt!


5a) Grad von f gleich 1, f(0) = 2

f(x) = x + 2


b) Grad von f gleich 2, f(0) = 0, f(1) = 0, a2 = 1

f(x) = a2x² - x

f(x) = 1x² - x


6a) Grad von f gleich 1, f(0) = 0, a1 = 7

f(x) = a1x

f(x) = 7x


b) Grad von f gleich 2, f(0) = -1

f(x) = x² - 1


7) Untersuchen Sie, welche der Aufgaben 5 und 6 eindeutig lösbar sind!

5a nicht eindeutig

5b eindeutig

6a nicht eindeutig

6b nicht eindeutig


8) Begründen Sie, dass die Ableitung einer ganzen rationalen Funktion wieder eine
ganze rationale Funktion ist!

Jede rationale Funktion setzt sich mittels Addition, Subtraktion, Multiplikation
und Division aus Potenzfunktionen mit natürlichen Exponenten und konstanten Funktionen zusammen.
Die Ableitung einer Potenzfunktion mit natürlichem Exponenten und n ≥ 1
ergibt wieder eine Potenzfunktion mit natürlichem Exponenten.

Satz
Jede Potenzfunktion f(x) = xn mit n ∈ N und n ≥ 1 ist differenzierbar.
Ihre Ableitung ist f ' (x) = nxn-1.

Die Ableitung einer konstanten Funktion ist 0.


9) Begründen Sie, warum die Funktion f(x) = (x²- 1) / (x - 1) = (x + 1) * (x - 1) / (x - 1) nicht
mit der ganzen rationalen Funktion g(x) = x + 1 übereinstimmt!

f(x) ist an der Stelle x = 1 nicht definiert

g(x) ist an jeder Stelle x x ∈ R definiert


11 Umkehrfunktion


15a) Skizzieren Sie die Graphen der Funktion f(x) = x² und f(x) = x³ in ein und
dasselbe Koordinatensystem! Nennen Sie die Eigenschaften dieser Funktionen.

f(x) = x²

x         -10     -2     -1     0     1     2     10

f(x)      100     4       1     0     1     4    100


D(f) = R
Die Funktion ist stetig und an jeder Stelle differenzierbar
Nullstelle: x = 0
Die Funktion ist nicht monoton.
Sie ist nach unten beschränkt.


f(x) = x³

x         -10     -2     -1     0     1     2     10

f(x)   -1000   -8     -1     0     1     8    1000

D(f) = R
Die Funktion ist stetig und an jeder Stelle differenzierbar.
Nullstelle: x = 0
Die Funktion wächst monoton.
Sie ist nicht beschränkt.


15b) Skizzieren Sie die Graphen der Funktionen f(x) = √x und f(x) = ³√x
in ein und dasselbe Koordinatensystem! Nennen Sie Eigenschaften dieser Funktionen!

f(x) = √x


x         0     1     4     9     16

f(x)     0     1     2     3      4


D(f) = {x ∈ R | 0 ≤ x}
Die Funktion ist innerhalb ihres Definitionsbereiches stetig und an jeder Stelle differenzierbar.
Nullstelle: x = 0
Die Funktion wächst monoton.
Sie ist nach unten beschränkt.

          3
f(x) = √x

x        -64    -27    -8    -1    0    1    8    27    64


f(x)     -4      -3     -2    -1    0    1    2     3      4

D(f) = R
Die Funktion ist stetig und an jeder Stelle differenzierbar.
Nullstelle: x = 0
Die Funktion wächst monoton.
Sie ist nicht beschränkt.


Würfel

a = Kantenlänge

V = f(a) = a³

Zu jeder Kantenlänge a0 (a ≥ 0) gehört ein eindeutig bestimmtes Volumen V0.

Kann man aus dem angegebenen Volumen auch eindeutig die Kantenlänge a des Würfels bestimmen?
                3
a = g(v) = √V

Man nennt g die Umkehrfunktion von f.


Eineindeutigkeit
Eine Funktion f heißt eineindeutig, wenn es zu jedem y aus dem Wertebereich von g genau ein x
aus dem Definitionsbereich von f mit y = f(x) gibt.



f(x) = x² ist nicht eineindeutig

g(x) = x² ist eineindeutig bei Einschränkung des Definitionsbereiches x ≥ 0


16) Begründen Sie:
Für jede Funktion f gilt: Wenn f streng monoton ist, so ist f eineindeutig!

monoton fallend wenn x1 < x2 und f(x1) f(x2) nicht eineindeutig Markierung

streng monoton fallend wenn x1 < x2 und f(x1) > f(x2) eineindeutig


Definition
Es sei f eine eineindeutige Funktion.
Die Menge der geordneten Paare [y; x], für die [x; y] zu f gehört, heißt Umkehrfunktion
(auch inverse Funktion) von f.
Wir bezeichnen die Umkehrfunktion von f mit f.



23) Die Funktion f mit f(x) = 2x + 1 ist eineindeutig.

f [0; 1]     f [1; 0]

f [2; 5]     f [5; 2]


f(x) = 2x + 1

y = 2x + 1

2x + 1 = y

x = 1/2y - 1/2

f(y) = 1/2y - 1/2    [x; y]

f(x) = 1/2x - 1/2    [y; x]


17) Ermitteln Sie die Umkehrfunktion von f mit f(x) = 1/2x - 1/2!

 f (x) = 2x + 1

Die Funktionen f und  f  sind zueinander invers.


24) Die Funktion f(x) = x
n, x ≥ 0, n ≥ 2, n natürliche Zahl, ist ebenfalls eineindeutig.
Wir ermitteln eine Funktionsgleichung für die Umkehrfunktion f  von f.

Lösung:

y = x
n

x = y
1/n

f (y) = y
1/n

f (x) = x
1/n


Jede Funktion f mit f(x) = x
1/n (x ≥ 0, n ≥ 2, n natürliche Zahl) heißt Wurzelfunktion.


Ist f die Umkehrfunktion von f, so liegen die Graphen von f und f achsensymmetrisch zur Geraden y = x.

Der Definitionsbereich von f ist der Wertebereich von f.
Der Wertebereich von f ist der Definitionsbereich von f.


Ist f die Umkehrfunktion von f, so gilt:

1. Wenn f monoton wachsend ist, so ist auch f monoton wachsend.

2. Wenn f monoton fallend ist, so ist auch f monoton fallend.

3. Wenn f stetig ist, so ist auch f stetig.


Umkehrfunktion Beispiel

25) Die Funktion f(x) = √x + 1, x ≥ -1, ist eineindeutig.

Bestimmung von f

y = √x + 1

x = y² - 1

f(y) = y² - 1    [x; y]

f(x) = x² - 1    [y; x]


f(x) = √x + 1

Definitionsbereich
x ≥ -1

Wertebereich
y ≥ 0


f(x) = x² - 1    [y; x]

Definitionsbereich
x ≥ 0

Wertebereich
y ≥ -1

Der Definitionsbereich von f ist der Wertebereich von f.
Der Wertebereich von f ist der Definitionsbereich von f.

Aufgaben:

1) Welche dieser Funktionen sind eineindeutig?

f(x) = 1/x

eineindeutig


f(x) = sin x

nicht eineindeutig


f(x) = x
4 - 1

nicht eineindeutig


f(x) = x
5

eineindeutig


Welche der folgenden Funktionen sind eineindeutig?

2a) f(x) = 3x + 1

eineindeutig


b) f(x) = -x - 2

eineindeutig


c) f(x) = 3x²

nicht eineindeutig


d) f(x) = 3x²,    x ≥ 2

eineindeutig


e) f(x) = |x|

nicht eineindeutig


3a) f(x) = 1/x²

nicht eineindeutig


b) f(x) = 1/x²,    x > 0

eineindeutig


c) f(x) = x²,    x ≤ 0

eineindeutig


d) f(x) = x
6

nicht eineindeutig


e) f(x) = |x|,    x ≥ 0

eineindeutig


Ermitteln Sie von den folgenden eineindeutigen Funktionen f jeweils die Umkehrfunktion f,
und skizzieren Sie die Graphen von f und f jeweils in ein und dasselbe Koordinatensystem!


4a) f(x) = 2x²,    x ≥ 0

y = 2x²

x = √y/2

f(x) = √(x/2


b) f(x) = x²    x ≤ 0

f(x) = √x


c) f(x) = x
6    x ≥ 0

f(x) = x
1/6


d) f(x) = (x + 2)
1/3

y = (x + 2)
1/3

y³ = x + 2

x = y³ - 2

f(x) = x³ - 2


5a) f(x) = 3x + 1

f(x) = (x - 1) / 3


b) f(x) = x

f(x) = x


c) f(x) = - √x

f(x) = -x²


d) f(x) = (x - 1)
1/2

f(x) = x² + 1



12 Differentiation von Wurzelfunktionen


26) Es ist zu zeigen, dass die Funktion f(x) = √x (x ≥ 0) für jedes positive x differenzierbar ist.

Lösung:

x0 = beliebige positive Zahl


1. Bestimmen des Differenzenquotienten der Funktion f an der Stelle x0:


D(h) = (f(x0+ h) - f(x0)) / h

D(h) = (√x0 + h - √x0) / h

h ≠ 0

x0 + h ≥ 0


2. Umformen des Differenzenquotienten:

D(h) = (√x0 + h - √x0) / h

D(h) = ((√x0 + h - √x0) * (√x0 + h + √x0)) / (h * (√x0 + h + √x0))

Binomische Formel (a + b) * (a - b) = a² - b²

D(h) = (x0 + h - x0) / (h * (√x0 + h + √x0))

D(h) = 1/(√x0 + h + √x0)


3. Bestimmen des Grenzwertes des Differenzenquotienten für h→0


lim D(h) =
h→0


lim 1/(√x0 + h + √x0) =
h→0


1 / (lim √x0 + h + lim √x0 )
      h→0              h→0


Da die Funktion y = √x als Umkehrfunktion einer stetigen Funktion auch stetig ist gilt:

lim √x0 + h = √x0
h→0


lim D(h) = 1 / (2√x0)
h→0

Die Funktion f(x) = √x ist für jedes positive x differenzierbar. Ihre Ableitung ist f ' (x) = 1 / (2√x).


Umkehrfunktion differenzieren

19) Gegeben seien die Funktionen f und g mit f(x) = x² (x ≥ 0) und g(x) = √x (x ≥ 0).

a) Berechnen Sie den Anstieg des Graphen von f im Punkt P1(1,5, 1,5²) und den
Anstieg des Graphen von g im Punkt P2(1,5²; 1,5)!

f(x) = x²

f ' (x) = 2x

f ' (1,5) = 3


g(x) = √x    (x ≥ 0)

g ' (x) = 1 / (2√x)

g ' (1,5²) = 1 / (2 * 1,5)

g ' (1,5²) = 1/3


Satz C5
Es sei f eine eineindeutige Funktion, die in einer Umgebung der Stelle x0 differenzierbar ist, und
es gelte f ' (x0) ≠ 0. Dann ist die zu f inverse Funktion f an der Stelle y0 = f(x0) differenzierbar,
und es gilt f ' (y0) = 1/f ' (x0).


f(x) = mx + n    m ≠ 0

f ' (x) = m

inverse Funktion

y = mx + n

x = f(y) = (y - n) / m

f ' (y) = 1 / f ' (x)

f ' (y) = 1 / m


28) Die Ableitung der Funktion f(x) = x
1/3 (x ≥ 0) ist zu ermitteln!

Lösung:

Die gegebene Funktion ist die Umkehrfunktion der Funktion

f(x) = x³    (x ≥ 0)

f ' (x) = 3x²    für x > 0 ist f ' (x) > 0

x = f(y) = y
1/3

f ' (y) = 1 / (3x²)

f ' (y) = 1/3 * x
-2
-----------------------------------
f(x) = x³

y = x³

x = y
1/3
------------------------------------
f ' (y) = 1/3 * y
1/3*-2

f ' (y) = 1/3 * y
-2/3

nach Umbenennung der Variablen

f ' (x) = 1/3 * x
-2/3


f(x) = √x    (x > 0)

f ' (x) = 1 / (2√x)

f ' (x) = 1/2 * x
0,5-1


f(x) = x
1/3    (x > 0)

f ' (x) = 1/3 * x
-2/3

f ' (x) = 1/3 * x
1/3-1


Die Regel zur Differentiation der Potenzfunktionen mit natürlichen Zahlen
als Exponenten gilt also auch für die Potenzfunktionen y = x
1/2 und x1/3.


14.07.2009

Lassen sich alle Potenzfunktionen y = x
1/n mit n ∈ N, n > 1, nach dieser Regel differenzieren?

Es sei n eine beliebige natürliche Zahl mit n > 1.

Ableitung bestimmen von y = x
1/n    (x ≥ 0)

f(x) = x
n    (x ≥ 0)

f ' (x) = nx
n-1    (x > 0)

Nach Satz C5 ist die Umkehrfunktion f von f, also die Funktion

x = f(y) = y
1/n (y ≥ 0) differenzierbar.

f ' (y) = 1 / nx
n-1    (y > 0)

f ' (y) = (1/n) * x
1-n          //Vorzeichenwechsel aus n - 1 wird 1- n, x steht jetzt im Zähler

------------------------------------------

f(x) = x
n

y = x
n

x = y
1/n

------------------------------------------

f ' (y) = 1/n * y
1/n * (1 - n)                                                   

f ' (y) = 1/n * y
(1/n) - 1    (y > 0)

f ' (x) = 1/n * x
(1/n) - 1    (x > 0)


Damit ist gezeigt, dass die Regel zur Differentiation der Potenzfunktionen mit natürlichen
Exponenten auch für die Potenzfunktionen y = x
1/n mit n ∈ N, n > 1, gilt.
Mit dieser Differentiationsregel lassen sich die Wurzelfunktionen auf rationelle Weise differenzieren.


29) Die Ableitung der Funktion y = x
1/5 (x ≥ 0) ist die Funktion

y ' = 1/5x
(1/5) - 1    (x > 0)

y ' = 1/5x
-4/5

y ' = 1 / 5x
4/5.


-----------------------------
Wurzelumformung
            3
x
2/3  =  √

              1
x
-2/3  =  3          
             √
----------------------------


Aufgaben:

Gegeben sei die Funktion f. Ermitteln Sie die Umkehrfunktion f von f und die Ableitungen von f!

1a) f(x) = 2x + 5

y = 2x + 5

x = (y - 5) / 2

x = f(y) = 1/2y - 2,5 

f ' (y) = 1/2


b) f(x) = 1/x    (x > 0)

y = 1/x

x = 1/y

x = f(y) = 1/y    (y > 0)        //Ableitung von f(x) = 1/x

f ' (y) = -1/y²


c) f(x) = 1 / (x - 1)    (x > 1)

y = 1 / (x - 1)

y * (x - 1) = 1

x = f(y) = (1/y) + 1    (y > 0)

f ' (y) = -1/y²


2a) f(x) = -x + 7

y = -x + 7

x = f(y) = -y + 7

f ' (y) = -1


b) f(x) = x²    (x ≤ 0)

y = x²

x = f(y) = -y
1/2

f ' (y) = -1/2 * y
1/2 - 1        

f ' (y) = -1/2 * y
-1/2  

f ' (y) = -1 / (2√y)    (y > 0)


c) f(x) = 1 / x²    (x > 0)

y = 1/x²

x = f(y) = √1/y

x = f(y) = y
-1/2

f ' (y) = -1/2 * y
-1/2 - 1

f ' (y) = -1/2 * y
-3/2

f ' (y) = -1 / (2√)    (y > 0)


Wurzelfunktionen differenzieren Beispiele

Ermitteln Sie die Ableitungen folgender Funktionen, und geben Sie jeweils den Definitionsbereich
der Funktionen und ihrer Ableitungen an!

3a) f(x) = x
1/4    (x ≥ 0)

f ' (x) = 1/4 * x
1/4 - 1

f ' (x) = 1/4 * x
-3/4
                    4
f ' (x) = 1 / (4√)    (x > 0)


3b) f(x) = x
-1/5    (x > 0)

f ' (x) = -1/5 * x
-6/5
                      5
f ' (x) = -1 / (5√x
6)    (x > 0)  


c) f(t) = 5 * √t

f(t) = 5 * t
1/2    (t ≥ 0)

f ' (t) = 5 * 1/2 * t
1/2 - 1   

f ' (t) = 5 * 1/2 * t
-1/2   

f ' (t) = 5 / (2√t)    (t > 0)


d) f(x) = (x - 2) * √x    (x ≥ 0)

u(x) = x - 2

u ' (x) = 1

v(x) = √x

v ' (x) = 1/2 * x
-1/2   

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

f ' (x) = 1 * √x  + (x - 2) * 1/2 * x
-1/2

f ' (x) = √x  + (x - 2) / 2√x

f ' (x) = √x  * 2√x / 2√x + (x - 2) / 2√x

f ' (x) = (2x + x - 2) / 2√x

f ' (x) = (3x - 2) / 2√x    (x > 0)


e) f(z) = (z - z
1/2)²    (z ≥ 0)

f(z) = z² - 2z
3/2 + z

a(z) = z²

a ' (z) = 2z

b(z) = -2z
3/2

b ' (z) = -2 * 3/2 * z
3/2 - 1

b ' (z) = -3 * z
1/2

b ' (z) = -3√z

c (z) = z

c ' (z) = 1

f ' (z) = 2z + 3√z + 1    (z ≥ 0)


f) f(x) = x
1/2 / (x - 2)    (x ≥ 2)

u(x) = x
1/2

u ' (x) = 1/2 * x
1/2 - 1

u ' (x) = 1/2 * x
-1/2

v(x) = x - 2

v ' (x) = 1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = ((1/2 * x
-1/2 * (x - 2)) - x1/2) / (x - 2)²

f ' (x) = (((x - 2) / 2x
1/2) - x1/2) / (x - 2)²

f ' (x) = (((x - 2) / 2x
1/2) - x1/2 * 2x1/2) / (x - 2)²

f ' (x) = ((
x - 2 - 2x) / 2x1/2) / (x - 2)²

f ' (x) = (-
x - 2) / (x - 2)² * 2√x    (x > 0)


g) f(x) = x / (x + √x)    (x > 0)

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = x + √x

v ' (x) = 1 + 0,5x
-1/2

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

f ' (x) = (x + √x - (x * (1 + 0,5x
-1/2))) / (x + √x)² 

f ' (x) = (x + √x - x - 0,5x
1/2) / (x + √x)² 

f ' (x) = (x
1/2 - 0,5x1/2) / (x + √x)² 

f ' (x) = (0,5x
1/2) / (x + √x)² 

f ' (x) = √x / 2(x + √x)²      (x > 0)


h) f(a) = a
1/3 / (a + √a)    (a > 0)

u(a) = a
1/3

u ' (a) = 1/3 * a
-2/3

v(a) = a + √a

v ' (a) = 1 + 1/2 * a
-1/2

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (a) = (1/3 * a
-2/3 * (a + √a) - (a1/3 * (1 + 1/2 * a-1/2))) / (a + √a)²               

f ' (a) = (1/(3a
2/3) * (a + √a) - (a1/3 * (1 + 1/(2a1/2)))) / (a + √a)²    (a > 0)      


i) f(x) = ax / x
1/4    (x ≥ 0)

u(x) = ax

u ' (x) = a

v(x) = x
1/4

v ' (x) = 1/4 * x
-3/4

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (a * x
1/4 - (ax * 1/4 * x-3/4  ) / √x           

f ' (x) = (ax
1/4 - 0,25a x1/4) / √x           

f ' (x) = 3a * x
1/4 / 4√x    (x > 0)


4a) f(x) = x
-1/2

f(x) = 1 / √x    (x > 0)

f ' (x) = -1/2 * x
-3/2

f ' (x) = -1 / (2√)    (x > 0)


b) f(x) = x
1/8    (x  ≥  0)

f ' (x) = 1/8 * x
-7/8

f ' (x) = 1/(8x
7/8)    (x > 0)


c) f(t) = √5 * √t    (t ≥ 0)

u(t) = 5
1/2

u ' (t) = 0

v(t) = t
1/2

v ' (t) = 1/2 * t
-1/2

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f ' (t) = 0 + 5
1/2 * 1/2 * t-1/2

f ' (t) = √5 / 2√t    (t > 0)


d) f(x) = (x + 1) * x
1/3    (x ≥ 0)

u(x) = x + 1

u ' (x) = 1

v(x) = x
1/3

v ' (x) = 1/3 * x
-2/3

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

f ' (x) = 1 * x
1/3 + (x + 1) * 1/3 * x-2/3

f ' (x) = x
1/3 + (x + 1) / 3x2/3

f ' (x) = (x
1/3 * 3x2/3 + x + 1) / 3x2/3

f ' (x) = (3x + x + 1) / 3x
2/3

f ' (x) = (4x + 1) / 3x
2/3    (x > 0)


e) f(z) = z
1/2 + z1/3 + z1/4    (z ≥ 0)

a(z) = z
1/2

a ' (z) = 1/2 * z
-1/2

a ' (z) = 1 / (2z
1/2)

b(z) = z
1/3

b ' (z) = 1/3 * z
-2/3

b ' (z) = 1 / (3z
2/3)

c(z) = z
1/4

c ' (z) = 1/4 * z
-3/4

c ' (z) = 1 / (4z
3/4)

f ' (z) = (1 / (2z
1/2)) + (1 / (3z2/3)) + (1 / (4z3/4))     (z > 0)


f) f(x) = (x - 2) / x
1/2    (x > 0)

u(x) = x - 2

u ' (x) = 1

v(x) = x
1/2

v ' (x) = 1/2 * x
1/2 - 1

v ' (x) = 1/2 * x
-1/2

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (x - (x - 2) * 1/2 * x
-1/2 ) / x

f ' (x) = (x
1/2 - ((x - 2) / 2x1/2 )) / x

f ' (x) = ((x
1/2 * 2x1/2 - (x - 2)) / 2x1/2 ) / x

f ' (x) = ((2x
- x + 2) / 2x1/2 ) / x

f ' (x) = (x
+ 2) / 2xx    (x > 0)


g) f(x) = (x + √x) / x   
(x > 0)

a(x) = x

a ' (x) = 1

b(x) = √x

b ' (x) = 1/2 * x
-1/2

u(x) = a(x) + b(x)

u(x) = x + √x

u ' (x) = 1 + 1/2 * x
-1/2

v(x) = x

v ' (x) = 1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = ((1 + 1/2 * x
-1/2) * x - (x + √x)) / x²

f ' (x) = (x + 0,5x
1/2 - x - x1/2) / x²

f ' (x) = (-0,5x
1/2) / x²

f ' (x) = (-x
1/2) / 2x²    (x > 0)


h) f(a) = (a + √a) / a
1/3    (a > 0)

u(a) = a + √a

u ' (a) = 1 + 1/2 * a
-1/2

v(a) = a
1/3

v ' (a) = 1/3 * a
-2/3

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (a) = ((1 + 1/2 * a
-1/2) * a1/3 - (a + √a ) * 1/3 * a-2/3) / a2/3

f ' (a) = ((1 + 1/(2a
1/2)) * a1/3 - (a + √a ) * 1/(3a2/3)) / a2/3    (a > 0)


i) f(x) = √x/3    (x ≥ 0)   

f(x) = √x / √3  

u(x) = √x

u ' (x) = 1/2 * x
-1/2

v(x) = √3

v ' (x) = 0

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (1/2 * x
-1/2 *  √3 - (√x * 0)) / 3                         

f ' (x) = √3 / 6√x        (x > 0)             

entsprechend Buch weiter

f ' (x) = √3 / √3 * √3 * 2 * √x    

f ' (x) = 1 / √3 * 2 * √x    

f ' (x) = 1 / 2√3x    (x > 0)    


5) Gegeben sei die Funktion f(x) = (x - 2) * √x (x ≥ 0). Berechnen Sie den Anstieg des
Graphen von f an der Stelle 4, und geben Sie eine Gleichung für die Tangente an den Graph
von f für die Stelle an!

f(x) = (x - 2) * √x    (x ≥ 0)

u(x) = x - 2

u ' (x) = 1

v(x) = √x

v ' (x) = 1/2 * x
-1/2

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f ' (x) = 1 * √x + (x - 2) * 1/2 * x
-1/2

f ' (x) = x
1/2 + 1/2x1/2 - x-1/2

f ' (x) = √x + 0,5√x - 1/x

f ' (x) = (3x - 1) / 2√x    (x > 0)


f ' (4) = (12 - 1) / 2 * 2

f ' (4) = 11/4


y = mx + n

f(x) = (x - 2) * √x

f(4) = 2 * 2

f(4) = 4

4 = 11/4 * 4 + n

n + 44/4 = 4

n = 4 - 11

n = -7

y = (11/4)x - 7


6) Berechnen Sie die Anstiege des Graphen der Funktion

a) f(x) = √x;   

an den Stellen 1; 10; 100 und 1000!

f(x) = √x    (x ≥ 0)

f ' (x) = 1/2 * x
-1/2

f ' (x) = 1/(2√x)    (x > 0)


f ' (1) = 1/(2√1)

f ' (1) = 1/2

f ' (10) = 1/(2√10)

f ' (100) = 1/(2√100)

f ' (100) = 1/(20√1)

f ' (100) = 1/20

f ' (1000) = 1/(2√1000)

f ' (1000) = 1/(20√10)


b) f(x) = x
1/3    (x ≥ 0)

an den Stellen 1; 10; 100 und 1000!

f ' (x) = 1/3x
-2/3

f ' (x) = 1/(3x
2/3)    (x > 0)


f ' (1) = 1/(3 * 1
2/3)

f ' (1) = 1/3

f ' (10) = 1/(3 * 10
2/3)

f ' (10) = 0,071

f ' (100) = 0,015

f ' (1000) = 1/300



13 Verkettung von Funktionen


20) Gegeben seien die Funktionen u und v mit u(x) = x² - 1 und v(x) = x² + 1.
Bilden Sie die Funktionen u + v, u - v, u * v und u / v!

u + v
f(x) = 2x²

u - v
f(x) = -2

u * v
f(x) = x
4 - 1

u / v
f(x) = (x² - 1) / (x² + 1)


Beispiel 30)

f(x) = (x² - 1)
5

zunächst

z = v(x) = x² - 1

u(z) = z
5

y = f(x) = u(z) = u(v(x))

Die Funktion f ist die Verkettung der Funktion u mit der Funktion v.

v(x) = innere Funktion der Verkettung
u(z) = äußere Funktion der Verkettung

[x; z] ∈ v
[z; y] ∈ u

Der Wertebereich der inneren Funktion v ist eine Teilmenge des Definitionsbereiches
der äußeren Funktion u.


Beispiel 31)
Gegeben seien die Funktionen u und v mit z = v(x) = x² - 1 und y = u(z) = √z.
Dann ist die Verkettung von u mit v diejenige Funktion f, für die

y = f(x) = u(v(x)) = √x² - 1    (x² ≥ 1) gilt.


20.07.2009

Beispiel 32)
Gegeben sei die Funktion f mit f(x) = sin (1/2 * (x + 3)).
Die Funktion f erhält man durch Verkettung der Funktion u mit der Funktion v,
wobei u(z) = sin z die äußere und z = v(x) = 1/2 * (x + 3) die innere Funktion ist.
Es gilt also f(x) = u(v(x)) = sin (1/2 * (x + 3)).


Aufgaben

1) Bilden Sie zu den Funktionen u und v die Verkettung f mit f(x) = u(v(x)), wenn gilt

a) u(z) = z³ und z = v(x) = x - 1


f(x) = u(v(x))

f(x) = (x - 1)³ (x ∈ R)


b) u(z) = lg z und z = v(x) = x² - 1

f(x) = u(v(x))

f(x) = lg (x² - 1)    (x > 0)

lg von 0 nicht definiert


c) u(z) = √z und z = v(x) = 3x - 5

f(x) = u(v(x))

f(x) = √3x - 5    (x ≥ 5/3)


Geben Sie jeweils den Definitionsbereich der Funktion f an!


2)* Zeigen Sie an einem Beispiel, dass die Verkettung der Funktionen u und v nicht
kommutativ ist, dass also (im Allgemeinen) u(v(x)) ungleich v(u(x)) gilt!

kommutativ = umstellbar, vertauschbar

u(z) = z²

z = v(x) = x + n

f(x) = u(v(x)) = (x + n)² ≠ v(u(x)) = x² + n

(x + n)² ≠ x² + n


3) Geben Sie die Funktion f als Verkettung einfacherer Funktionen an, wenn

a) f(x) = (ax - b)
7

u(z) = z
7 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = ax - b innere Funktion der Verkettung


b) f(x) = √x - 1    (x ≥ 1)

u(z) = √z

z = v(x) = x - 1     (x ≥ 1)


c) f(x) = 1 / (x + 5)²

u(z) = z
-2

z = v(x) = x + 5 (x ≠ -5)


d) f(x) = cos (2x + 1)

u(z) = cos z

z = v(x) = 2x + 1                                     


e) f(x) = (x² - 4)
1/3

u(z) = z
1/3

z = v(x) = x² - 4


f) f(x) = (2x² + 1)
1/2 !

u(z) = z
1/2

z = v(x) = 2x² + 1


4) Begründen Sie, dass für die Funktionen u und v mit

y = u(z) = √z

z = v(x) = -x² - 4

die Verkettung f mit f(x) = u(v(x)) nicht gebildet werden kann!

Antwort: √x ist für negative x nicht definiert.

Prüfen Sie, ob die Funktion g mit g(x) = v(u(x)) existiert!

g = v(z) = -z² - 4 äußere Funktion der Verkettung

z = u(x) = √x    (x ≥ 0) innere Funktion der Verkettung

g(x) = -z² - 4

g(x) = -((√x)²) - 4

g(x) = -x - 4    (x ≥ 0)



14 Ableitung der Verkettung zweier Funktionen


21) Gegeben sei die Funktion f mit f(x) = (x² + 1)³.
Zeigen Sie mit Hilfe der Produktregel, dass die Ableitung dieser Funktion die Funktion
f ' mit f ' (x) = 3(x² + 1)² * 2x ist!

f(x) = (x² + 1) * (x² + 1) * (x² + 1)

(u * v * w) ' = u ' * v * w + u * v ' * w + u * v * w '

f ' (x) = 2x * (x² + 1) * (x² + 1) + 2x * (x² + 1)² + 2x * (x² + 1)²

f ' (x) = 3(x² + 1)² * 2x


f(x) = (x² + 1)³

u(z) = z³ äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x² + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 3z²

f(x) = (x² + 1)³

u(z) = z³ äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x² + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 3z²

u ' (z) = 3(x² + 1)²    //Fehler im Buch

u ' (z) = u ' (v(x))    wegen z = v(x)

f ' (x) = 3(x² + 1)² * 2x

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)


Kettenregel

Ist die Funktion v an der Stelle x0 und die Funktion u an der Stelle v(x0) differenzierbar,
so ist die Funktion f mit f(x) = u(v(x)) an der Stelle x0 differenzierbar.
Für die Ableitung der Funktion f an der Stelle x0 gilt

f ' (x) = [u(v(x0))] ' = u ' (v(x0)) * v ' (x0).


Beispiel 33)
Die Ableitung der Funktion f mit f(x) = (5x² - 7x + 1)
20 ist zu ermitteln.

y = u(z) = z
20 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = 5x² - 7x + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 10x - 7

u ' (z) = 20 * z
19

u ' (z) = 20 * (5x² - 7x + 1)
19

u ' (v(x)) = 20 * (5x² - 7x + 1)
19

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 20 * (5x² - 7x + 1)
19 * (10x - 7)


Beispiel 34)
Die Ableitung der Funktion f(x) = (x
4 + 1)1/3 ist zu ermitteln.

y = u(z) = z
1/3 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x
4 + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 4x³

u ' (z) = 1/3 * z
-2/3

u ' (z) = 1/(3(x
4 + 1)2/3)

u ' (v(x)) = 1/(3(x
4 + 1)2/3)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/(3(x
4 + 1)2/3) * 4x³

f ' (x) = 4x³/(3(x
4 + 1)2/3)


Beispiel 35)
Die Ableitung der Funktion f(x) = (x - 5) / (√x³ + 1)    (x > -1) ist zu ermitteln.

u(x) = x - 5

u ' (x) = 1

v(x) = √x³ + 1

v ' (x) = (1/(2√x³ + 1)) * 3x²

v ' (x) = 3x² / (2√x³ + 1)

Kettenregel:

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

y = u1(z) = z
1/2

z = v1(x) = x³ + 1

v1 ' (x) = 3x²

u1 ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u1 ' (v1(x)) = 1/(2√x³ + 1)

Quotientenregel:

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) =   2√x³ + 1 * √x³ + 1  -  (x - 5) * 3x²                                
                                  2√x³ + 1                  
                                 (√x³ + 1

f ' (x) =   2(x³ + 1) - (x - 5) * 3x²                                
                           2√x³ + 1             
                          (√x³ + 1

f ' (x) =   2(x³ + 1) - (x - 5) * 3x²     (x > -1)                               
                (2√x³ + 1) * (x³ + 1)            


Beispiel 36)
Es ist zu zeigen, dass die Funktion f(x) = x
m/n (x ≥ 0) mit m, n ∈ N, m > 1 und n ≥ 2, für
jedes positive x differenzierbar ist und ihre Ableitung f ' (x) = m/n * x
(m/n) -1 ist.

x
m/n = (x1/n)m

y = u(z) = z
m äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x
1/n innere Funktion der Verkettung

v ' (x) =1/n * x
(1/n) - 1    (x > 0)    siehe

u ' (z) = m * z
m-1

u ' (v(x)) = m * (x
1/n)m-1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = m * (x
1/n)m-1 * 1/n * x(1/n) - 1

f ' (x) = m/n * x
(m/n) - 1/n * x(1/n) - 1

f ' (x) = m/n * x
(m/n) -1    (x > 0)


f(x) = x-m/n    (x > 0)

22) Zeigen Sie, dass auch jede Potenzfunktion f(x) = x
-m/n (x > 0) mit m, n ∈ N, m ≥ 1 und n ≥ 2 differenzierbar ist,
und die Ableitung f ' (x) = -m/n * x
(-m/n) -1 (x > 0) hat.

x
-m/n = (x1/n)-m

y = u(z) = z
-m äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x
1/n innere Funktion der Verkettung

v ' (x) =1/n * x
(1/n) - 1    (x > 0)    siehe

u ' (z) = -m * z
-m-1

u ' (v(x)) = -m * (x
1/n)-m-1    //z = v(x)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -m * (x
1/n)-m-1 * 1/n * x(1/n) - 1

f ' (x) = -m/n * x
(-m/n) - 1/n * x(1/n) - 1

f ' (x) = -m/n * x
(-m/n) -1    (x > 0)


Aufgaben:

Bilden Sie die Ableitungen folgender Funktionen!

1a) f(x) = (2x - 3)
5

y = u(z) = z
5 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = 2x - 3 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 2

u ' (z) = 5 * z
4

u ' (v(x)) = 5 * (2x - 3)
4

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 5 * (2x - 3)
4 * 2            

f ' (x) = 10 * (2x - 3)
4


b) f(x) = (x² + 1)
10

y = u(z) = z
10 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x² + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 10 * z
9

u ' (v(x)) = 10 * (x² + 1)
9

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 10 * (x² + 1)
9 * 2x                

f ' (x) = 20x * (x² + 1)
9        


c) f(x) = x
3/2

f ' (x) = 3/2 * x
1/2

f ' (x) = 3/2 * √x    (x ≥ 0)


d) f(x) = x
2/3   

f ' (x) = 2/3 * x
-1/3

f ' (x) = 2/(3(x
1/3))

f ' (x) =        2         (x > 0)
               3 * 3x


e) f(x) = (2x² - x + 6)
1/3

y = u(z) = z
1/3 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = 2x² - x + 6 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 4x - 1

u ' (z) = 1/3 * z
-2/3

u ' (v(x)) = 1/(3(2x² - x + 6)
2/3)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/(3(2x² - x + 6)
2/3) * (4x - 1)

f ' (x) = (4x - 1) / (3(2x² - x + 6)
2/3)


f) y = x
-4/5

y ' = -4/5 * x
-9/5

y ' = -4/(5 * x
9/5)


2a) f(x) = (0,5x - 7)
7

y = u(z) = z
7 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = 0,5x - 7 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 0,5

u ' (z) = 7z
6

u ' (v(x)) = 7(0,5x - 7)
6

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 7(0,5x - 7)
6 * 0,5           

f ' (x) = 3,5(0,5x - 7)
6


b) f(x) = (1 - x²)
4

 f(x) = (-x² + 1)
4

y = u(z) = z
4 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = -x² + 1 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = -2x

u ' (z) = 4z³

u ' (v(x)) = 4(-x² + 1)³

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 4(-x² + 1)³ * -2x    

f ' (x) = -8x(-x² + 1)³


c) f(x) = √x² + 3x + 10

y = u(z) = z
1/2 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x² + 3x + 10 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 2x + 3

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (x² + 3x + 10)
-1/2

u ' (v(x)) = 1/(2√x² + 3x + 10
)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/(2√x² + 3x + 10
) * 2x + 3

f ' (x) = (2x + 3) / (2√x² + 3x + 10
)


d) f(x) = (x
4 + 5)1/3

y = u(z) = z
1/3 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x
4 + 5 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 4x³

u ' (z) = 1/3 * z
-2/3

u ' (v(x)) = 1/3 * (x
4 + 5)-2/3

u ' (v(x)) = 1/(3(x
4 + 5)2/3)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/(3(x
4 + 5)2/3) * 4x³

f ' (x) = 4x³ / (3(x
4 + 5)2/3)


e) f(x) = (x³ + 8x)
1/2

y = u(z) = z
1/2 äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = x³ + 8x innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 3x² + 8

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (x³ + 8x)
-1/2

u ' (v(x)) = 1/(2√x³ + 8x)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/(2√x³ + 8x) * 3x² + 8

f ' (x) = (3x² + 8) / (2√x³ + 8x)


f) z(a) = a
-1/2

z(a) = 1/√a

y = u(o) = o
-1/2 äußere Funktion der Verkettung

o = v(a) = a innere Funktion der Verkettung

v ' (a) = 1

u ' (o) = -1/2 * o
-3/2

u ' (v(a)) = -1/2 * a
-3/2

u ' (v(a)) = -1/(2 * a
3/2)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

z ' (a) = -1/(2 * a
3/2) * 1

z ' (a) = -1 / (2√)


3a) f(x) = 3 / (3x - 5)²

u(x) = 3

u ' (x) = 0

v(x) = (3x - 5)²

------------------------------------
f(x) = (3x - 5)²

y = u(z) = z² äußere Funktion der Verkettung

z = v(x) = 3x - 5 innere Funktion der Verkettung

v ' (x) = 3

u ' (z) = 2z

u ' (v(x)) = 2(3x - 5)

u ' (v(x)) = 6x - 10

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (6x - 10) * 3

f ' (x) = 18x - 30
------------------------------------
v ' (x) = 18x - 30

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = [-(3 * (18x - 30)] / (3x - 5)
4

f ' (x) = (-54x + 90) / (3x - 5)
4    (x ≠ 5/3)

3x - 5 = 0

3x = 5

x = 5/3


25.07.2009

b) f(x) = (4 + x)³ * (x - 5)
4

f1(x) = (4 + x)³

z = v(x) = 4 + x

u(z) = z³

v ' (x) = 1

u ' (z) = 3z²

u ' (v(x)) = 3(4 + x)²

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f1 ' (x) = 3(4 + x)² * 1

f1 ' (x) = 3(4 + x)²

f2(x) = (x - 5)
4

z = v(x) = x - 5

u(z) = z
4

v ' (x) = 1

u ' (z) = 4z³

u ' (v(x)) = 4(x - 5)³

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f2 ' (x) = 4(x - 5)³ * 1

f2 ' (x) = 4(x - 5)³

(u * v) ' = u ' * v  +  u * v '

f1(x) = (4 + x)³

f1 ' (x) = 3(4 + x)²

f2(x) = (x - 5)
4

f2 ' (x) = 4(x - 5)³

f ' (x) = 3(4 + x)² * (x - 5)
4 + (4 + x)³ * 4(x - 5)³


c) f(x) = ((2x + 5) / (3x - 1))³

z = v(x) = (2x + 5) / (3x - 1)

u(z) = z³

v ' (x) = (2(3x - 1) - 3(2x + 5)) / (3x - 1)²
---------------------------------------
u(x) = 2x + 5

u ' (x) = 2

v(x) = 3x - 1

v ' (x) = 3

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f1 ' (x) = (2(3x - 1) - 3(2x + 5)) / (3x - 1)²
----------------------------------------
u ' (z) = 3z²

u ' (v(x)) = 3((2x + 5) / (3x - 1))²

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 3((2x + 5) / (3x - 1))² * (2(3x - 1) - 3(2x + 5)) / (3x - 1)²

f ' (x) = (3(2x + 5) * -17) / (3x - 1)³

f ' (x) = (-51(2x + 5)) / (3x - 1)³


d) f(x) = 1/√2x + 1

f(x) = (2x + 1)
-1/2

z = v(x) = 2x + 1

u(z) = z
-1/2

v ' (x) = 2

u ' (z) = -1/2 * z
-3/2

u ' (v(x)) = -1/2 * (2x + 1)
-3/2

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -1/2 * (2x + 1)
-3/2 * 2

f ' (x) = -1 / √(2x + 1)³

f ' (x) = -1 / ((2x + 1) * √2x + 1)


e) f(x) = √ * (x² - 7x)

u(x) = √ = x
3/2

u ' (x) = 3/2 * √x

v(x) = x² - 7x

v ' (x) = 2x - 7

(u * v) ' = u ' * v  +  u * v '

f ' (x) = 3/2 * √x * (2x - 7) + √ * (2x - 7)


f) f(x) = (2x - 5) / √3x - x²

u(x) = 2x - 5

u ' (x) = 2

v (x) = √3x - x²

v ' (x) = (-2x + 3) / (2√3x - x²)
-------------------------------
f (x) = √3x - x²

f (x) = (3x - x²)
1/2

z = v(x) = 3x - x²

u (z) = z
1/2

v ' (x) = -2x + 3

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (3x - x²)
-1/2

u ' (v(x)) = 1 / (2√3x - x²)    (3x - x² > 0)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = [1 / (2√3x - x²)] * (-2x + 3)

f ' (x) = (-2x + 3) / (2√3x - x²)
-------------------------------------------------
(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = [2 * √3x - x² - (2x - 5) * (-2x + 3) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [2√3x - x² - (-4x² + 6x + 10x - 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [2√3x - x² + (4x² - 6x - 10x + 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [2√3x - x² * 2√3x - x² + 4x² - 16x + 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [4(3x - x²) + 4x² - 16x + 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [4(3x - x²) + 4x² - 16x + 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = [12x - 4x² + 4x² - 16x + 15) / (2√3x - x²)] / (3x - x²)

f ' (x) = (-4x + 15) / (2 * (3x - x²) * √3x - x²)


4a) f(x) = (x² + 1) / (x² + 1)³

u(x) = x² + 1

u ' (x) = 2x

v(x) = (x² + 1)³

v ' (x) = 6x(x² + 1)²
----------------------------------
f(x)= (x² + 1)³

z = v(x) = x² + 1

u(z) = z³

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 3z²

u ' (v(x)) = 3(x² + 1)²

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 3(x² + 1)² * 2x

f ' (x) = 6x(x² + 1)²
---------------------------------------
(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (2x * (x² + 1)³ - (x² + 1) * 6x(x² + 1)²) / (x² + 1)
6

f ' (x) = (2x(x² + 1)³ - 6x(x² + 1)³) / (x² + 1)
6

f ' (x) = (-4x(x² + 1)³) / (x² + 1)
6

f ' (x) = -4x(x² + 1)
-3

f ' (x) = -4x / (x² + 1)³


b) f(x) = [(x² + 1) * (x - 7)]
4

z = v(x) = (x² + 1) * (x - 7)

u(z) = z
4

v ' (x) = 2x * (x - 7) + (x² + 1)
-------------------------------------------
u(x) = x² + 1

u ' (x) = 2x

v(x) = x - 7

v ' (x) = 1

(u * v) ' = u ' * v  +  u * v '

f ' (x) = 2x * (x - 7) + (x² + 1) * 1

f ' (x) = 2x * (x - 7) + (x² + 1)
--------------------------------------------
u ' (z) = 4z³

u ' (v(x)) = 4[(x² + 1) * (x - 7)]³

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 4[(x² + 1) * (x - 7)]³ * [2x * (x - 7) + (x² + 1)]


c) f(x) = [(x² - 1) / (x² + 1)]³

z = v(x) = (x² - 1) / (x² + 1)

u(z) = z³

v ' (x) = 4x / (x² + 1)²

u ' (z) = 3z²

u ' (v(x)) = 3((x² - 1) / (x² + 1))²
----------------------------------------------
f(x) = (x² - 1) / (x² + 1)

u(x) = x² - 1

u ' (x) = 2x

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (2x * (x² + 1) - (x² - 1) * 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = (2x³ + 2x - 2x³ + 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = 4x / (x² + 1)²
-----------------------------------------------------------
f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 3((x² - 1) / (x² + 1))² * 4x / (x² + 1)²

f ' (x) = 12x(x² - 1)² / (x² + 1)
4

f ' (x) = 12x(x
4 - 2x² + 1) / (x² + 1)4


d) f(x) = (x² - 5)
-1/3

z = v(x) = x² - 5

u(z) = z
-1/3

v ' (x) = 2x

u ' (z) = -1/3z
-4/3

u ' (v(x)) = -1/3(x² - 5)
-4/3

u ' (v(x)) = -1 / (3(x² - 5)
4/3

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -1 / (3(x² - 5)
4/3 * 2x)

f ' (x) = -2x / (3(x² - 5)
4/3)

f ' (x) = -2x / (3(x² - 5)
1 * (x² - 5)1/3)


e) f(x) = x³ + 5 - √2x

f1(x) = x³

f1 ' (x) = 3x²

f2(x) = -√2x
--------------------------------------
z = v(x) = 2x

u(z) = -√z

u(z) = -z
1/2

v ' (x) = 2

u ' (z) = -1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = -1/2 * (2x)
-1/2

u ' (v(x)) = -1 / (2√2x)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f2 ' (x) = [-1 / (2√2x)] * 2

f2 ' (x) = -2 / (2√2x)
----------------------------------------
f ' (x) = (3x² - 2) / (2√2x)

f ' (x) = (3x² - 1) / √2x


f) f(x) = (√x² - 3x) / (5 - 2x)
-------------------------------------------
f(x) = √x² - 3x

z = v(x) = x² - 3x

u(z) = √z

v ' (x) = 2x - 3

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (x² - 3x)
-1/2

u ' (v(x)) = 1 / (2√x² - 3x)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = [1 / (2√x² - 3x)] * (2x - 3)

f ' (x) = (2x - 3) / (2√x² - 3x)
------------------------------------------------
u(x) = √x² - 3x

u ' (x) = (2x - 3) / (2√x² - 3x)

v(x) = 5 - 2x

v ' (x) = -2

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = [((2x - 3) / (2√x² - 3x)) * (5 - 2x) - (√x² - 3x) * -2] / (5 - 2x)²

f ' (x) = [(10x - 4x² - 15 + 6x - -2(√x² - 3x) * (2√x² - 3x)) / (2√x² - 3x)] / (5 - 2x)²

f ' (x) = [(16x - 4x² - 15 + 4x² - 12x) / (2√x² - 3x)] / (5 - 2x)²

f ' (x) = [(4x - 15) / (2√x² - 3x)] / (5 - 2x)²

f ' (x) = (4x - 15) / (2 * (5 - 2x)² * √x² - 3x)


5) Es sei n eine natürliche Zahl mit n > 1. Bestimmen Sie die Ableitungen der folgenden Funktionen!

a) f(x) = (ax + b)
n

z = v(x) = ax + b

u(z) = z
n

v ' (x) = a

u ' (z) = n * z
n-1

u ' (v(x)) = n * (ax + b)
n-1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = n * (ax + b)
n-1 * a

f ' (x) = an * (ax + b)
n-1


b) f(x) = (ax + b)
1/n    (ax + b > 0)

z = v(x) = ax + b

u(z) = z
1/n

v ' (x) = a

u ' (z) = 1/n * z
(1/n) - 1

u' (v(x)) = 1/n * (ax + b)
(1/n) - 1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/n * (ax + b)
(1/n) - 1 * a

f ' (x) = a/n * (ax + b)
(1/n) - 1


6) Es sei g eine differenzierbare Funktion, n eine natürliche Zahl mit n > 1. Wenden Sie die Kettenregel auf folgende Spezialfälle an!

a) f(x) = [g(x)]
n

z = v(x) = g(x)

u(x) = z
n

v ' (x) = g ' (x)

u ' (z) = n * z
n-1

u ' (v(x)) = n * g(x)
n-1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = n * g(x)
n-1 * g ' (x)

f ' (x) = n * g ' (x) *  g(x)
n-1


b) f(x) = [g(x)]
1/n

z = v(x) = g(x)

u(x) = z
1/n

v ' (x) = g ' (x)

u ' (z) = 1/n * z
(1/n) - 1

u ' (v(x)) = 1/n * g(x)
(1/n) - 1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/n * g(x)
(1/n) - 1 * g ' (x)

f ' (x) = 1/n * g ' (x) * g(x)
(1/n) - 1


7) Differenzieren Sie folgende Funktionen!

a) f(x) = (5x² - 7x + 8)
1/2

z = v(x) = 5x² - 7x + 8

u(z) = z
1/2

v ' (x) = 10x - 7

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (z) = 1 / 2√z

u ' (v(x)) = 1 / 2√5x² - 7x + 8

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (10x - 7) / 2√5x² - 7x + 8


b) f(x) = (x² - x + 1)
1/2

z = v(x) = x² - x + 1

u(z) = z
1/2

v ' (x) = 2x - 1

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (x² - x + 1)
-1/2

u ' (v(x)) = 1 / 2√x² - x + 1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (2x - 1) / 2√x² - x + 1


c) f(x) = (x
4 + x³ - x)1/2

z = v(x) = x
4 + x³ - x

u(z) = √z

v ' (x) = 4x³ + 3x² - 1

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (x
4 + x³ - x)-1/2

u ' (v(x)) = 1 / (2√x
4 + x³ - x)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (4x³ + 3x² - 1) / (2√x
4 + x³ - x)


d) f(x) = √3x³ + 2x² + x + 1

z = v(x) = 3x³ + 2x² + x + 1

u(z) = √z

v ' (x) = 9x² + 4x + 1

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (z) = 1 / (2√z)

u ' (v(x)) = 1 / (2√3x³ + 2x² + x + 1)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (1 / (2√3x³ + 2x² + x + 1)) * 9x² + 4x + 1

f ' (x) = (9x² + 4x + 1) / (2√3x³ + 2x² + x + 1)


8) Bestimmen Sie den Anstieg des Graphen der Funktion f an der Stelle x0, wenn

a) f(x) = (x² - 1)
15,    x0 = 2;

z = v(x) = x² - 1

u(z) = z
15

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 15 * z
14

u ' (v(x)) = 15 * (x² - 1)
14

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 15 * (x² - 1)
14 * 2x

f ' (x) = 30x * (x² - 1)
14


f ' (2) = 60 * (3)
14

f ' (2) = 286.978.140


b) f(x) = √x² + 1,    x0 = 3 ist!

z = v(x) = x² + 1

u(z) = √z

v ' (x) = 2x

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (z) = 1 / (2√z)

u ' (v(x)) = 1 / 2√x² + 1

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = (1 / 2√x² + 1) * 2x

f ' (x) = 2x / 2√x² + 1


f ' (3) = 6 / 2√10

f ' (3) = 6 / 2√10

f ' (3) = 3 / √10



15 Ableitungen höherer Ordnung


23) Bilden Sie die Ableitung der folgenden Funktionen!

a) f(x) = x³

f ' (x) = 3x²


b) f(x) = 3x²

f ' (x) = 6x


c) f(x) = 6x

f ' (x) = 6


Ableitungen Schreibweise

y ' = f ' (x) = dy / dx

y ' = f ' (x) = d(f(x) / dx

y ' = f ' (x) = d/dx f(x)

y '' = f '' (x) = d²/dx² f(x)    //d/dx * d/dx

y ''' = f '''(x) = d³/dx³ f(x)    //d/dx * d/dx * d/dx

x ∈ D(f)

d / dx heißt Differentialoperator

y '

y ''

y '''

y
(4)


Beispiel 37)
Gegeben sei die Funktion f mit f(x) = 4x
5 - 7x4 + 8x³ - √2 x² + x - 1/2,
von der die Ableitung 6. Ordnung zu bestimmen ist.

f ' (x) = 20x
4 - 28x³ + 24x² - 2√2 x + 1

f '' (x) = 80x³ - 84x² + 48x - 2√2

f ''' (x) = 240x² - 168x + 48

f
(4) (x) = 480x - 168

f
(5) (x) = 480

f
(6) (x) = 0


Aufgaben:

Bilden Sie die 1. und die 2. Ableitung der folgenden Funktionen!

1a) f(x) = 3x² + 6x - 7

f ' (x) = 6x + 6

f '' (x) = 6


b) f(x) = (x² + 1)³

f ' (x) = 6x * (x² + 1)²

f ' (x) = 6x * (x
4 + 2x² + 1)

f ' (x) = 6x
5 + 12x³ + 6x 

f '' (x) = 30x
4 + 36x² + 6


c) f(x) = (x² + 1)(2x³ + 5)

f(x) = 2x
5 + 5x² + 2x³ + 5

f ' (x) = 10x
4 + 6x² + 10x

f ''(x) = 40x³ + 12x + 10


d) f(x) = (x - 1) / (x² + 1)

u(x) = x - 1

u ' (x) = 1

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (1 * (x² + 1) - (x - 1) * 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = (x² + 1 - 2x² + 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = (-x² + 2x + 1) / (x² + 1)²

f '' (x) =

u(x) = -x² + 2x + 1

u ' (x) = -2x + 2

v(x) = (x² + 1)²

v ' (x) = 4x(x² + 1)

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = [(-2x + 2) * (x² + 1)² - (-x² + 2x + 1) * 4x(x² + 1)] / (x² + 1)4


2a) f(x) = 1/5 * x³ + 7x² - x + √7

f ' (x) = 3/5 * x² + 14x - 1

f '' (x) = 6/5 * x + 14


b) f(x) = (0,5x - 5)
4

z = v(x) = 0,5x - 5

u(z) = z
4

v ' (x) = 0,5

u ' (z) = 4z³

u ' (v(x)) = 4(0,5x - 5)³

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 4(0,5x - 5)³ * 0,5

f ' (x) = 2(0,5x - 5)³

f '' (x) =

u(x) = 2

u ' (x) = 0

v(x) = (0,5x - 5)³

v ' (x) = 1,5(0,5x - 5)²

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f '' (x) = 2 * 1,5(0,5x - 5)²

f '' (x) = 3(0,5x - 5)²


c) f(x) = (1 - x²) (5 - x³)

f(x) = 5 - x³ - 5x² + x
5

f(x) = x
5 - x³ - 5x² + 5

f ' (x) = 5x
4 - 3x² - 10x

f '' (x) = 20x³ - 6x - 10


d) f(x) = (x² + 5x - 7) / (2x² + x + 10)

u(x) = x² + 5x - 7

u ' (x) = 2x + 5

v(x) = 2x² + x + 10

v ' (x) = 4x + 1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = ((2x + 5) * (2x² + x + 10) - (x² + 5x - 7) * (4x + 1)) / (2x² + x + 10)²

f ' (x) = (4x³ + 2x² + 20x + 10x² + 5x + 50 - (4x³ + x² + 20x² + 5x - 28x - 7)) / (2x² + x + 10)²

f ' (x) = (4x³ + 2x² + 20x + 10x² + 5x + 50 - 4x³ - x² - 20x² - 5x + 28x + 7) / (2x² + x + 10)²

f ' (x) = (-9x² + 48x + 57) / (2x² + x + 10)²

f '' (x) =

u(x) = -9x² + 48x + 57

u ' (x) = -18x + 48

v(x) = (2x² + x + 10)²

v ' (x) = 2(2x² + x + 10) * (4x + 1)
---------------------------------------------------
z = v(x) = 2x² + x + 10

u(z) = z²

v ' (x) = 4x + 1

u ' (z) = 2z

u ' (v(x)) = 2(2x² + x + 10)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 2(2x² + x + 10) * (4x + 1)
------------------------------------------------------
(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = [(-18x + 48) * (2x² + x + 10)² - (-9x² + 48x + 57) * 2(2x² + x + 10) * (4x + 1)] / (2x² + x + 10)
4


3) Zeichnen Sie die Graphen der Funktionen f, f ' und f '' jeweils in ein und dasselbe Koordinatensystem, wenn

a) f(x) = x² - 4x + 2;

x        -2        -1        0        1        2        3        4

f(x)     14        7         2      -1       -2      -1        2


f ' (x) = 2x - 4

x        -2        -1        0        1        2

f(x)    -8        -6       -4       -2        0


f '' (x) = 2

x        -2        -1        0        1        2

f(x)      2         2         2        2        2


b) f(x) = 0,5x² - 2x + 3!

x         -2        -1        0        1        2        3        4

f(x)       9        5,5       3       1,5      1      1,5       3


f ' (x) = x - 2

x         -2        -1        0        1        2

f(x)     -4        -3       -2       -1        0


f '' (x) = 1


4a) Bestimmen Sie die 8. Ableitung der Funktion f(x) = x
8!

f ' (x) = 8x
7

f '' (x) = 56x
6

f ''' (x) = 336x
5

f
(4) (x) = 1680x4

f
(5) (x) = 6720x³

f
(6) (x) = 20160x²

f
(7) (x) = 40320x

f
(8) (x) = 40320

40320 = 8!


b) Bestimmen Sie die 3. Ableitung der Funktion f(x) = x
4 + 5x³ - 9x + 3!

f ' (x) = 4x³ + 15x² - 9

f '' (x) = 12x² + 30x

f ''' (x) = 24x + 30


c) Bestimmen Sie die 4. Ableitung der Funktion f(x) = x
1/2!

f ' (x) = 1/2 * x
-1/2

f '' (x) = -1/4 * x
-3/2

f '''(x) = 3/8 * x
-5/2

f
(4) (x) = -15/16 * x-7/2


Bestimmen Sie die 1. und 2. Ableitung der folgenden Funktionen! An welchen Stellen des
Definitionsbereiches von f sind f ' und f '' nicht definiert?

5a) f(x) = √x    x ≥ 0

f ' (x) = 1/2 * x
-1/2

f ' (x) = 1 / (2√x)    x > 0

f '' (x) = -1/4 * x
-3/2

f '' (x) = -1 / (4√)    x > 0


b) f(x) = x
2/3    x ≥ 0

f ' (x) = 2/3 * x
-1/3      x > 0

f '' (x) = -2/9 * x
-4/3    x > 0


c) f(x) = √1 - x²    |x| ≤ 1

z = v(x) = 1 - x²

u(z) = √z

v ' (x) = -2x

u ' (z) = 1/2 * x
-1/2

u ' (z) = 1 / (2√z)

u ' (v(x)) = 1 / (2√1 - x²)

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -2x / (21 - x²)

f ' (x) = -x / √1 - x²    |x| < 1   
 
f '' (x) =

u(x) = -x

u ' (x) = -1

v(x) = √1 - x²

v ' (x) = -x / √1 - x²

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = (-1 * √1 - x² - (-x * -x / √1 - x²)) / (1 - x²)

f '' (x) = (-√1 - x² - x² / √1 - x²)) / (1 - x²)

f '' (x) = (-√1 - x² * √1 - x² - x²) / ((1 - x²) * √1 - x²)

f '' (x) = (-(1 - x²) - x²) / ((1 - x²) * √1 - x²)

f '' (x) = -1 / ((1 - x²) * √1 - x²)    |x| < 1   


6a) f(x) = x
1/3    x ≥ 0

f ' (x) = 1/3 * x
-2/3    x  ≠ 0

f '' (x) = -2/9 * x
-5/3   

f '' (x) = -2 / (9x * x
2/3)    x  ≠ 0


b) f(x) = x
-2/3    x > 0

f ' (x) = -2/3 * x
-5/3    x > 0

f '' (x) = 10/9 * x
-8/3

f '' (x) = 10 / (9x² * x
2/3)    x  ≠ 0


6c) f(x) = √x -√x    x ≥ 1

z = v(x) = x - √x

u(z) = √z

v ' (x) = 1 - 1/2 * x
-1/2

v ' (x) = 1 - 1/(2√x)

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (z) = 1 / 2√z

u ' (v(x)) = 1 / 2√x - √x

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1 / (2√x - √x) * (1 - 1/(2√x))

f ' (x) = 1 / (2√x - √x)  *  -1 / [(2√x - √x) * (2√x)]    x > 1


Bestimmen Sie jeweils den Definitionsbereich und die 1. und 2. Ableitung der folgenden Funktionen!

7a) f(x) = (1 - x²)
-1/2    |x| < 1      

z = v(x) = 1 - x²

u(z) = z-1/2

v ' (x) = -2x

u ' (z) = -1/2 * z-3/2

u ' (v(x)) = -1/2 * (1 - x²)-3/2

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -1/2 * (1 - x²)-3/2 * -2x                                                              

f ' (x) = (-1 * -2x) / 2√(1 - x²)³

f ' (x) = 2x  / 2√(1 - x²)³

f ' (x) = x  / (1 - x²)³    |x| < 1  

f ' (x) = x * (1 - x²)-3/2


f '' (x) =

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = (1 - x²)-3/2

v ' (x) = 3x / [(1 - x²)² * √(1 - x²)]

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

f '' (x) =  (1 - x²)-3/2  +  x * 3x / [(1 - x²)² * √(1 - x²)]

f '' (x) =  (1 - x²)-3/2  +  3x² / (1 - x²)5

f '' (x) =  1 / (1 - x²)3  +  3x² / (1 - x²)5

f '' (x) =  (1 - x²) / (1 - x²)5  +  3x² / (1 - x²)5

f '' (x) = (2x² + 1) / (1 - x²)5

f '' (x) = (2x² + 1) / [(1 - x²)² * (1 - x²)]    |x| < 1  


10.08.2009 00:54

b) f(x) = x / √1 - x²    |x| < 1                        

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = √1 - x²

v ' (x) = -x / √1 - x²

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = √1 - x²  -  x * (-x / √1 - x²)

f ' (x) = √1 - x²  +  x² / √1 - x²

f ' (x) = (1 - x² + x²) / √1 - x²

f ' (x) = 1 / ((1 - x²) * √1 - x²)     |x| < 1

f ' (x) = (1 - x²)
-3/2

z = v(x) = 1 - x²

u(z) = z
-3/2

v ' (x) = -2x

u ' (z) = -3/2 * z
-5/2

u ' (v(x)) = -3/2 * (1 - x²)
-5/2

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f '' (x) = -3/2 * (1 - x²)
-5/2 * -2x

f '' (x) = 3x / (1 - x²)
5/2

f '' (x) = 3x / ((1 - x²)² * √1 - x²)    |x| < 1


c) f(x) = x
3/5    x ≥ 0

f ' (x) = 3/5 * x
-2/5    x > 0

f '' (x) =

u(x) = 3/5

u ' (x) = 0

v(x) = x
-2/5

v ' (x) = -2/5 * x
-7/5

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f '' (x) = 3/5 * -2/5 * x
-7/5

f '' (x) = -6/25 * x
-7/5

f '' (x) = -6 / (25x
7/5)

f '' (x) = -6 / (25x
5/5 * x2/5)

f '' (x) = -6 / (25x * x
2/5)    x > 0


d) f (x) = x
-1/3    x > 0

f ' (x) = -1/3 * x
-4/3    x > 0

f '' (x) = 4/9 * x
-7/3

f '' (x) = 4 / (9x
7/3)

f '' (x) = 4 / (9x² * x
1/3)    x > 0


04.08.2009 01:30 Uhr

Bestimmen Sie jeweils den Definitionsbereich und die 1. und 2. Ableitung der folgenden Funktionen!

8a) f(x) = (1 - x²)
1/3    |x| ≤ 1

z = v(x) = 1 - x²

u(z) = z
1/3

v ' (x) = -2x

u ' (z) = 1/3 * z
-2/3

u ' (v(x)) = 1/3 * (1 - x²)
-2/3

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/3 * (1 - x²)
-2/3 * -2x

f ' (x) = -2/3 * x * (1 - x²)
-2/3    |x| < 1

f ' (x) = -2 / [3x(1 - x²)
2/3]

u(x) = -2/3 * x

u ' (x) = -2/3

v(x) = (1 - x²)
-2/3

v ' (x) = 4x/3 * (1 - x²)
-5/3
-----------------------------------------------------
z = v(x) = 1 - x²

u(z) = z
-2/3

v ' (x) = -2x

u ' (z) = -2/3 * z
-5/3

u ' (v(x)) = -2/3 * (1 - x²)
-5/3

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -2/3 * (1 - x²)
-5/3 * -2x

f ' (x) = 4x/3 * (1 - x²)
-5/3
------------------------------------------------------

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f '' (x) = -2/3 * (1 - x²)
-2/3 + -2/3 * x * 4x/3 * (1 - x²)-5/3

f '' (x) = -2 / (3(1 - x²)
2/3) - 8x² / (9(1 - x²)5/3)

f '' (x) = [-2 * (3(1 - x²)
3/3)] / [(3(1 - x²)2/3) * (3(1 - x²)3/3)] - 8x² / (9(1 - x²)5/3)

f '' (x) = (-6(1 - x²) - 8x²) / (9(1 - x²)
5/3)

f '' (x) = (-6 + 6x² - 8x²) / [(9(1 - x²)
3/3) * (1 - x²)2/3]

f '' (x) = -2x² - 6 / [9(1 - x²) * (1 - x²)
2/3]    |x| < 1


b) f(x) = (1 - x)
-1/4    x < 1

z = v(x) = 1 - x

u(z) = z
-1/4

v ' (x) = -1

u ' (z) = -1/4 * z
-5/4

u ' (v(x)) = -1/4 * (1 - x)
-5/4

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -1/4 * (1 - x)
-5/4 * -1

f ' (x) = 1/4 * (1 - x)
-5/4    x < 1


u(x) = 1/4

u ' (x) = 0

v(x) = (1 - x)
-5/4

v ' (x) = 5/4 * (1 - x)
-9/4


z = v(x) = 1 - x

u(z) = z
-5/4

v ' (x) = -1

u ' (z) = -5/4 * z
-9/4

u ' (v(x)) = -5/4 * (1 - x)
-9/4

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = -5/4 * (1 - x)
-9/4 * -1

f ' (x) = 5/4 * (1 - x)
-9/4


(u * v) ' = u ' * v + u * v '

f '' (x) = 1/4 * 5/4 * (1 - x)
-9/4

f '' (x) = 5/16 * (1 - x)
-9/4

f '' (x) = 5 / (16(1 - x)
9/4)

f '' (x) = 5 / (16(1 - x)
4/4 * (1 - x)4/4 * (1 - x)1/4)

f '' (x) = 5 / (16(1 - x)² * (1 - x)
1/4    x < 1


c) f(x) = x
-2/3    x > 0

f ' (x) = -2/3 * x
-5/3    x > 0

f '' (x) = 10/9 * x
-8/3

f '' (x) = 10 / (9x
8/3)

f '' (x) = 10 / (9x²x
2/3)    x > 0


d) f(x) = x * x
1/3    x  ≥ 0  

f(x) = x
4/3

f ' (x) = 4/3 * x
1/3    x  ≥ 0  

f '' (x) = 4/9 * x
-2/3

f '' (x) = 4 / (9x
2/3)    x > 0



Nullstellen ganzer rationaler Funktionen

25) Bestimmen Sie die Nullstellen folgender Funktionen!

a) f(x) = 3x + √2


f(x) = 0

3x + √2 = 0

3x = -√2

x = -√2 / 3


b) f(x) = -0,5x + 6

-0,5x + 6 = 0

-0,5x = -6

x = 12


c) f(x) = (x - 2)(x - 3)

x1 = 2

x2 = 3


d) f(x) = -4x² + 12x + 20

-4x² + 12x + 20 = 0    /-4

x² - 3x - 5 = 0

p-q Formel

p = -3

q = -5

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1 = 1,5 + √2,25 + 5

x1 = 1,5 + √7,25

x2 = 1,5 - √2,25 + 5

x2 = 1,5 - √7,25


f(x) = anx
n + an-1xn-1 + ... + a1x + a0    //a = Faktor, Koeffizient

0 = anx
n + an-1xn-1 + ... + a1x + a0


38) Es sind die Nullstellen der Funktion f(x) = x³ + 2x² - 12x zu berechnen.

x³ + 2x² - 12x = 0

x(x² + 2x - 12) = 0

x1 = 0

x² + 2x - 12 = 0

p = 2

q = -12

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = -1 +- √1+12

x2 = -1 + √13

x3 = -1 - √13

Damit hat f drei Nullstellen, nämlich 0; (-1 + √13) und (-1 - √13).


39) Es sind die Nullstellen der Funktion f(x) = x
4 - 4x² - 12 zu bestimmen.

x
4 - 4x² - 12 = 0

z = x²

z² - 4z - 12 = 0

p = -4

q = -12

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 2 +- √4 + 12

z1 = 6

z2 = -2

z = x²

6 = (√6

6 = (-√6

x1 = √6

x2 = -√6

-2 = x² Diese Gleichung hat keine reellen Lösungen.

Damit hat f zwei Nullstellen, nämlich √6 und -√6.

Das Lösen einer Gleichung vierten Grades durch Zurückführen auf das Lösen quadratischer Gleichungen
ist immer dann möglich, wenn a3 und a1 gleich Null sind.


18.08.2009

40) Es sind die Nullstellen der Funktion f(x) = (x² - 25)(x
4 - 4x² - 12) zu bestimmen.

(x² - 25)(x
4 - 4x² - 12) = 0

x² - 25 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 0 +- √25

x1 = 5

x2 = -5

oder

x
4 - 4x² - 12 = 0       

x3 = √6

x4 = -√6

Die Funktion f hat die Nullstellen 5; -5; √6 und -√6.


41) Es sind die Schnittpunkte der Graphen von f(x) = 2x² und g(x) = -3x + 2 zu ermitteln.

f(x) = g(x)

2x² = -3x + 2

2x² + 3x - 2 = 0

x² + 1,5x - 1 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -0,75 +- √1,5625

x1/2 = -0,75 +- 1,25

x1 = 0,5

x2 = -2


g(x1) = -3 * 0,5 + 2

g(x1) = 0,5


g(x2) = -3 * -2 + 2

g(x2) = 8

Die Schnittpunkte der Graphen von f und g sind die Punkte [0,5; 0,5] und [-2; 8].


Aufgaben:

Bestimmen Sie die Nullstellen folgender Funktionen!

1a) f(x) = x² - 10x - 2

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 5 +- √25+2

x1 = 5+√27

x2 = 5-√27


b) f(x) = x³ - 3x²

0 = x³ - 3x²

0 = x(x² - 3x)

x1 = 0

x² - 3x = 0

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 1,5 +- 1,5

x2 = 3


c) f(x) = x² - 2x - 12,6

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +- √1+12,6

x1 = 1 + √136/10

x2 = 1 - √136/10


2a) f(x) = 8x - 4x²

0 = 8x - 4x²

0 = x² - 2x

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +- √1

x1 = 2

x2 = 0


b) f(x) = x
5 - x4 - x³

0 = x³ * (x² - x - 1)

x1 = 0

0 = x² - x - 1

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 0,5 +- √0,25 + 1

x2/3 = 0,5 +- √5 / 2

x2 = (1 + √5 ) / 2

x3 =  (1 - √5 ) / 2


c) f(x) = 2x³ - 5,6x² + 3,92x

0 = 2x³ - 5,6x² + 3,92x

0 = x(2x² - 5,6x + 3,92)

x1 = 0

0 = 2x² - 5,6x + 3,92

0 = x² - 2,8x + 1,96

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 1,4 +- √1,96 - 1,96

x2 = 1,4


3a) f(x) = x
4 - 17x² + 72

x
4 - 17x² + 72 = 0

z = x²

z² - 17z + 72 = 0

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 8,5 +- √72,25-72

z1/2 = 8,5 +- 0,5

z1 = 9

z2 = 8

x1 = 3

x2 = -3

x3 = √8

x4 = -√8


b) f(x) = x
5 + 1/6x³ - 1/6x

0 = x( x
4 + 1/6x² - 1/6)

x1 = 0

z = x²

0 = z² + 1/6z - 1/6

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = -1/12 +- √1/144 + 1/6

z1/2 = -1/12 +- √25/144

z1/2 = -1/12 +- 5/12

z1 = 1/3

z2 = -1/2

x2 = √3 / 3

x3 = -√3 / 3


c) f(x) = (x² - 4)(x³ - 3x² + x)

0 = (x² - 4) * x * (x² - 3x + 1)

x1 = 0

0 = x² - 4

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = +- √4

x2 = 2

x3 = -2

x² - 3x + 1

x4/5 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x4/5 = 1,5 +- √5/4

x4/5 = 3/2 +- √5 /2

x4 = (3 + √5) / 2

x5 = (3 - √5) / 2


4a) f(x) = 3x
4 - 4,8x³ + 1,92x²

0 = x
4 - 1,6x³ + 0,64x²

0 = x² * (x² - 1,6x + 0,64)

x1 = 0

0 = x² - 1,6x + 0,64

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 0,8x +- √0,64 - 0,64

x2 = 0,8


b) f(x) = -6x
4 + 18x³ - 110,4x²

0 = x
4 - 3x³ + 18,4x²

0 = x² * (x² - 3x + 18,4)

x1= 0

0 = x² - 3x + 18,4

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 1,5 +- √2,25 - 18,4


c) f(x) = (x + √2)(x
4 - 4x² + 4)

0 = (x + √2)(x
4 - 4x² + 4)

x1 = -√2

0 = x
4 - 4x² + 4

z = x²

0 = z² - 4z + 4

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 2 +- √4-4

z1 = 2

x2 = √2


5) Bestimmen Sei eine quadratische Funktion f(x) = x² + 6x + q, die die Zahl x0 = -2 als Nullstelle hat!

q = 8

f(x) = x² + 6x + 8


Bestimmen Sie die Schnittpunkte der Graphen folgender Funktionen!

6) f(x) = 7x + 2, g(x) = 3x - 4

7x + 2 = 3x - 4

4x = -6

x = -1,5

g(-1,5) = 3 * -1,5 - 4

g(-1,5) = -8,5

f(-1,5) = 7 * -1,5 + 2

f(-1,5) = -8,5

s = [-1,5; -8,5]


7) f(x) = x + 10, g(x) = 3x² + 10x - 2

x + 10 = 3x² + 10x - 2

0 = 3x² + 9x - 12

0 = x² + 3x - 4

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1,5 +- √25/4

x1/2 = -1,5 +- 5/2

x1 = 1

x2 = -4

f(1) = 11

f(-4) = 6

s1 = [1; 11]

s2 = [-4; 6]


8) f(x) = x
4, g(x) = 11x² - 18

x
4 = 11x² - 18

x
4 - 11x² + 18 = 0

z = x²

z² - 11z + 18 = 0

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 5,5 +- √49/4

z1/2 = 5,5 +- 7/2

z1/2 = 5,5 +- 3,5

z1 = 9

z2 = 2

x1 = 3

x2 = -3

x3 = √2

x4 = -√2

f(3) = 81

f(-3) = 81

f(√2) = 4

f(-√2) = 4

s1 = [3; 81]

s2 = [-3; 81]

s3 = [√2; 4]

s4 = [-√2; 4]



Nullstellen gebrochener rationaler Funktionen

f(x) = u(x) / v(x)

f, u und v sind rationale Funktionen

v(x) ≠ 0

f(x) = 0

u(x) / v(x) = 0    //*v(x)

u(x) = 0


42) Wir ermitteln die Nullstellen der rationalen Funktion f(x) = (x
4 - 4x² - 12) / (x + √6).

u(x) = x
4 - 4x² - 12

v(x) = x + √6

Die Nullstellen von u sind √6 und -√6.

Nun wird noch überprüft, ob v an diesen Stellen verschieden von Null ist.

v(√6) = √6 + √6 ≠ 0

v(-√6) = √6 - √6 = 0

Die Funktion f ist an der Stelle -√6 nicht definiert.

Damit bleibt nur √6 als Nullstelle von f.

Übersicht zur Ermittlung der Nullstellen einer gebrochen rationalen Funktion f = u / v

1. Schritt: Ermitteln der Nullstellen von u

2. Schritt: Überprüfen, ob v an den Nullstellen von u verschieden von Null ist


Aufgaben:

Ermitteln Sie die Nullstellen folgender Funktionen!

23.08.2009

1a) f(x) = (x² + 5x + 2) / (x - 2)

0 = x² + 5x + 2

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -2,5 +- √6,25-2

x1/2 = -2,5 +- √17 / 2

x1 = (-5 + √17) / 2

x2 = (-5 - √17) / 2


b) f(x) = x / (x² + 4)

0 = x

x1 = 0


c) f(x) = (x² + 3x - 10) / (x - 2)

0 = x² + 3x - 10

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1,5 +- √49/4

x1/2 = -1,5 +- 3,5

x1 = 2 keine Nullstelle von f

x2 = -5


2a) f(x) = (x² - 4) / (1 - x²)

x1 = 2

x2 = -2


b) f(x) = 2 / (4 - x²)

keine Nullstellen


c) f(x) = (x² + 3x - 10) / (x + 3)

0 = x² + 3x - 10

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1,5 +- √49/4

x1/2 = -1,5 +- 7/2

x1/2 = -1,5 +- 3,5

x1 = 2

x2 = -5


3a) f(x) = [(x - 3)(x² - 0,5x - 2)] / (x² - 9)

0 = (x - 3)(x² - 0,5x - 2)

x1 = 3 keine Nullstelle von f

0 = x² - 0,5x - 2

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 0,25 +- √2,0625

x1 = (1 + √33) / 4

x2 = (1 - √33) / 4


b) f(x) = [(x² - 7x + 5)(3x³ - x² + 6x)] / [x(x + 1)]

f(x) = [(x² - 7x + 5)(3x³ - x² + 6x)] / (x² + x)

0 = (x² - 7x + 5)(3x³ - x² + 6x)

0 = x² - 7x + 5

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 3,5 +- √7,25

x1/2 = 3,5 +- √29 / 2

x1 = (7 + √29) / 2

x2 = (7 - √29) / 2

0 = 3x³ - x² + 6x)

0 = x³ - 1/3 * x² + 2x

0 = x(x² - 1/3 * x + 2)

x3 = 0 keine Nullstelle von f

x4/5 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x4/5 = 1/6 +- √1/36 - 2


4) Ermitteln Sie die Schnittpunkte der Graphen der Funktionen f(x) = 1/x und g(x) = x + 3!

1/x = x + 3

1 = x² + 3x

0 = x² + 3x - 1

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1,5 +- √13 / 2

x1 = (-3 + √13) / 2

s1 = [(-3 + √13)/2; (3 + √13)/2]

x2 = (-3 - √13) / 2

s2 = [(-3 - √13)/2; (3 - √13)/2]



Nullstellen von Wurzelfunktionen

26) Bestimmen Sie den Definitionsbereich und den Wertebereich der folgenden Funktionen!

a) f(x) = √2x + 5

2x + 5 = 0

2x = -5

x = -2,5

D(f) = {x Element R | x ≥ -2,5}

W(f) = {y Element R | y ≥ 0}


b) f(x) = √x + 2 - 5

D(f) = {x Element R | x ≥ -2}

W(f) = {y Element R | y ≥ -5}


c) f(x) = 7 * √9 - x²

D(f) = {x Element R | |x| ≤ 3}

W(f) = {y Element R | y ≥ 0}


d) f(x) = 3 * √x² - 4

D(f) = {x Element R | |x| ≥ 2}

W(f) = {y Element R | y ≥ 0}


Die Berechnung der Nullstellen von Wurzelfunktionen führt auf so genannte Wurzelgleichungen.

43) Gesucht sind die Nullstellen der Funktion f(x) = √2x + 5

0 = √2x + 5    //²

x = -5/2


44) Wir berechnen die Nullstellen der Funktion f(x) = √x + 2 - 5.

0 = √x + 2 - 5    //nicht gleich quadrieren

5 = √x + 2

25 = x + 2

x = 23


45) Gesucht sind die Nullstellen der Funktion f(x) = x - √2x + 4.

0 = x - √2x + 4

2x = x + 4

2x = x² + 8x + 16

0 = x² + 6x + 16

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -3 +- √9-16

Die Gleichung 0 = x² + 6x + 16 hat keine Lösung. Folglich hat f keine Nullstelle.


28.08.2009

46) Es sind die Nullstellen der Funktion f(x) = √2x - x√x+1 zu ermitteln.

0 = √2x - √x²(x+1)

0 = √2x - √x³+x²

x³+x² = √2x

x³ + x² - 2x = 0

x(x² + x - 2) = 0

x1 = 0

x² + x - 2 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -0,5 +- √0,25+2

x2/3 = -0,5 +- 1,5

x2 = 1

x3 = -2 keine Nullstelle von f

-2 ist keine Nullstelle von f, da f für x = -2 nicht definiert ist.

Die Probe in der Ausgangsgleichung muss aufgrund der Quadrierung immer vorgenommen werden.


47) f(x) = √x-7 + 4/√x-7 - √2x+9

Aufstellen der Wurzelgleichung

x-7 + 4/√x-7 - √2x+9 = 0

Umformen der Gleichung

x-7 + 4/√x-7 - √2x+9 = 0    // * √x-7

x - 7 + 4 - (√2x+9 * √x-7) = 0

x - 3 - √(2x+9)(x-7) = 0

x - 3 = √(2x+9)(x-7)

Quadrieren

(x - 3)² = (2x+9)(x-7)

x² -6x + 9 = 2x² - 14x + 9x - 63

0 = x² + x - 72

Lösen der entstandenen Gleichung

0 = x² + x - 72

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -0,5 +- √0,25 + 72

x1/2 = -0,5 +- 8,5

x1 = 8

x2 = -9

Probe

f(-9) ist nicht definiert

Formulieren des Ergebnisses

Nullstelle von f ist die Zahl 8.


Aufgaben:

Ermitteln Sie die Nullstellen folgender Funktionen!

1a) f(x) = √x²-2 - 1

0 = √x²-2 - 1

1 = √x²-2

1 = x² - 2

0 = x² - 3

x1/2 = 0 +- √3

x1 = √3

x2 = -√3


b) f(x) = -2√5-x² + 4

0 = -2√5-x² + 4

4(5-x²) = 4

20 - 4x² = 16

x² - 1 = 0

x1 = 1

x2 = -1


c) f(x) = 4 - √7x+2

0 = 4 - √7x+2

7x+2 = 4

7x + 2 = 16

7x - 14 = 0

x - 2 = 0

x = 2


d) f(x) = √x+12 - 10/√x+12 - √5x-56

0 = √x+12 - 10/√x+12 - √5x-56    // * √x+12

0 = x + 12 - 10 - √(x+12)(5x-56)

(x+12)(5x-56) = x + 2

(x + 12)(5x - 56) = x² + 4x + 4

5x² - 56x + 60x - 672 = x² + 4x + 4

4x² - 676 = 0

x² - 169 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 0 +- √169

x1 = 13

x2 = -13 keine Nullstelle von f, Radikand wird negativ

-13 ist keine Nullstelle von f, da f für x = -13 nicht definiert ist.


2a) f(x) = √x²-4 - 1

0 = √x²-4 - 1

1 = √x²-4

1 = x² - 4

0 = x² - 5

x1/2 = 0 +- √5

x1 = √5

x2 = -√5


b) f(x) = √2-x - √

0 = √2-x - √

= √2-x

x² = 2 - x

x² + x - 2 = 0

x1/2 = -0,5 +- √2,25

x1/2 = -0,5 +- 1,5

x1 = 1

x2 = -2


c) f(x) = 4 - √9x-2

0 = 4 - √9x-2

9x-2 = 4

9x - 2 = 16

9x -18 = 0

x = 2


d) f(x) = √2x+7 - √x-5 - 6/√x-5

0 = √2x+7 - √x-5 - 6/√x-5    // * √x-5

0 = √(x-5)(2x+7) - (x - 5) - 6

0 = √(x-5)(2x+7) - x - 1

x + 1 = √(x-5)(2x+7)

x² + 2x + 1 = 2x² + 7x - 10x - 35

-x² + 5x + 36 = 0

x² - 5x - 36 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 2,5 +- 13/2

x1/2 = 2,5 +- 6,5

x1 = 9

x2 = -4 keine Nullstelle

-4 ist keine Nullstelle von f, da f für x = -4 nicht definiert ist.


Berechnen Sie die Schnittpunkte der Graphen folgender Funktionen!

3) f(x) = √3x+1; g(x) = √7x-2

3x+1 = √7x-2

3x + 1 = 7x - 2

-4x = -3

x = 0,75

f(0,75) = √13 / 2

g(0,75) = √13 / 2

s = [3/4; √13 / 2]


30.08.2009

4) f(x) = √x²-2; g(x) = √x

x²-2 = √x

x² - 2 = x

x² - x - 2 = 0

x1/2 = 0,5 +- √2,25

x1/2 = 0,5 +- 1,5

x1 = 2

x2 = -1    für g nicht definiert

f(2) = √2

g(2) = √2

s = [2; √2]



Verhalten rationaler Funktionen für x → +- ∞

27) Geben Sie je eine Folge (xn) reeller Zahlen an, die unbeschränkt wächst, und
untersuchen Sie die Folge (1/xn) auf Konvergenz!

xn = n

Behauptung: Die Folge an = 1/xn ist konvergent. Der Grenzwert ist 0.

Definition:
Es sei (an) eine Zahlenfolge und g eine Zahl.
g ist Grenzwert von (an) wenn gilt:
Bei jedem positiven ε gilt für fast alle n:
an liegt in der ε-Umgebung von g.
"Wie klein Epsilon auch gewählt wird, für fast alle n ist der Abstand zwischen an und g kleiner."

an = 1/xn

an = 1/n

Epsilon-Umgebung von a Fett

|x - a| < ε

Es sei a eine beliebige Zahl und ε eine positive Zahl. Dann ist die ε-Umgebung von a gerade die Menge
jener Zahlen x, für die |x - a| < ε gilt.

|an - g| < ε

|(1 / n) - 0| < ε

1 / n < ε

n > 1 / ε

Es wird geprüft, ob bei jedem positiven ε für fast alle n die Ungleichung n > 1 / ε gilt.
ε sei eine beliebige positive Zahl. Dann ist auch 1 / ε eine positive Zahl.
Es gibt nur endlich viele natürliche Zahlen, die kleiner oder gleich der Zahl 1 / ε sind.
Damit gilt für fast alle n:
n > 1 / ε
Somit ist 0 Grenzwert der Folge an = 1 / n.


28) Zeichnen Sie die Graphen der Funktionen f(x) = 1/x und g(x) = 1/x²!
Beschreiben Sie den Verlauf dieser Graphen für unbeschränkt wachsendes bzw. unbeschränkt fallendes x!


Die Funktion f(x) = (x² - 1) / (x² + 1) ist für alle x definiert.

Wie verläuft der Graph der Funktion f für unbeschränkt wachsende x?

unbeschränkt wachsende Folge (xn) = n

f(xn) = (xn² - 1) / (xn² + 1)

f(xn) = (n² - 1) / (n² + 1)

f(xn) = n²(1 - 1/n²) / n²(1 + 1/n²)

f(xn) = (1 - 1/n²) / (1 + 1/n²)

lim (1 - 1/n²) / (1 + 1/n²)
n→∞

(1/n²) ist eine Nullfolge.

lim (1 - 0) / (1 + 0) = 1
n→∞

Seite 182

für jede unbeschränkt wachsende Folge (xn)

f(xn) = (xn² - 1) / (xn² + 1)

f(xn) = xn²(1 - 1/xn²) / xn²(1 + 1/xn²)

f(xn) = (1 - 1/xn²) / (1 + 1/xn²)    xn ≠ 0

lim (1 - 1/xn²) / (1 + 1/xn²)
n→∞

lim 1/xn² = 0
n→∞

lim f(xn) = (1 - 0) / (1 + 0) = 1
n→∞

f(x) = (x² - 1) / (x² + 1)

lim f(x) = 1
x→+∞

Limes f(x) für x gegen plus Unendlich ist 1.

Asymptote
Der Graph der Funktion f kommt der Geraden y = 1 bei unbeschränkt wachsenden x beliebig nahe.
Man nennt die Gerade y = 1 eine Asymptote der Kurve.


29) Untersuchen Sie das Verhalten der Funktion f(x) = (x² - 1) / (x² + 1) für unbeschränkt fallendes x!

lim f(x) = 1
x→-∞


47) Wie verhält sich die Funktion f(x) = 6x³ - 4x² + 3x - 5 für x→+-∞.

f(x) = x³(6 - 4/x + 3/x² - 5/x³)

f(xn) = xn³(6 - 4/xn + 3/xn² - 5/xn³)

xn wächst unbeschränkt

dann wächst auch xn³ unbeschränkt

(6 - 4/xn + 3/xn² - 5/xn³) konvergiert gegen 6

lim f(x) = +∞
x→+∞

Limes f(x) für x gegen plus Unendlich ist plus Unendlich.

lim f(x) = -∞
x→-∞

Limes f(x) für x gegen minus Unendlich ist minus Unendlich.


48) Man bestimme das Verhalten der Funktion f(x) = (x² + 2x - 5) / (3x + 4) im Unendlichen.

x ≠ 0

f(x) = (x²(1 + 2/x - 5/x²)) / (x(3 + 4/x))

f(x) = x(1 + 2/x - 5/x²) / (3 + 4/x)

Ist (xn) eine beliebige unbeschränkt wachsende Folge, so ist

lim (1 + 2/xn - 5/xn²) / (3 + 4/xn) = 1/3
n→∞

lim xn = ∞
n→∞


lim (x² + 2x - 5) / (3x + 4) = +∞
x→+∞

lim (x² + 2x - 5) / (3x + 4) = -∞
x→-∞


49) Man bestimme das Verhalten der Funktion f(x) = (-2x² + 4) / (x
4 + x² + 2) im Unendlichen.

x ≠ 0

f(x) = (x²(-2 + 4/x²) / (x
4(1 + 1/x² + 2/x4))

f(x) = (-2 + 4/x²) / (x²(1 + 1/x² + 2/x
4))

Ist (xn) eine beliebige unbeschränkt wachsende Folge, so ist

lim 1/xn² * -2 = 0
n→∞

lim (-2x² + 4) / (x
4 + x² + 2) = 0
x→+∞

lim (-2x² + 4) / (x
4 + x² + 2) = 0
x→-∞

Die Gerade y = 0 ist eine Asymptote des Graphen der Funktion f(x) = (-2x² + 4) / (x
4 + x² + 2).


02.09.2009

Aufgaben:

Untersuchen Sie das Verhalten folgender Funktionen im Unendlichen!

1a) f(x) = (x² - 4) / (x² + 4)

lim f(x) = 1
x→+∞

lim f(x) = 1
x→-∞


b) f(x) = 1 / x²    x ≠ 0

lim f(x) = 0
x→+∞

lim f(x) = 0
x→-∞


c) f(x) = (x² - 3x + 2) / (2x + 2)    x ≠ -1

f(x) = (x²(1 - 3/x + 2/x²)) / (x(2 + 2/x))

f(x) = (x(1 - 3/x + 2/x²)) / (2 + 2/x)

Ist (xn) eine beliebige unbeschränkt wachsende Folge, so ist

lim (1 - 3/xn + 2/xn²) / (2 + 2/xn) = 1/2
n→∞

lim xn = ∞
n→∞

"1/2 * ∞ = ∞"

lim (x² - 3x + 2) / (2x + 2) = +∞
x→+∞

lim (x² - 3x + 2) / (2x + 2) = -∞
x→-∞


d) f(x) = 4x³ + x - 17

f(x) = x³(4 + 1/x² - 17/x³)

lim 4x³ + x - 17 = +∞
x→+∞

lim 4x³ + x - 17 = -∞
x→-∞


e) f(x) = 7 / (4x² - 3)    x ≠ +- √3/4

lim  7 / (4x² - 3) = 0
x→+∞

lim  7 / (4x² - 3) = 0
x→-∞


f) f(x) = ax² / (bx² + cx + d)    (a,b ≠ 0)

f(x) = ax² / (x²*(b + c/x + d/x²))

f(x) = a / (b + c/x + d/x²)

lim  ax² / (bx² + cx + d) = a / b
x→+∞

lim  ax² / (bx² + cx + d) = a / b
x→-∞


2a) f(x) = (4x - 3) / (-3x + 2)

x ≠ 2/3

lim (4x - 3) / (-3x + 2) = -4/3
x→+∞

lim (4x - 3) / (-3x + 2) = -4/3
x→-∞


b) f(x) = 1 / x ³

x ≠ 0

lim 1 / x ³ = 0
x→+∞

lim 1 / x ³ = 0
x→-∞


c) f(x) = 3x
5 + x4 - 16x + 2

f(x) = x
5(1 + 1/x - 16/x4 + 2/x5)

lim 3x
5 + x4 - 16x + 2 = +∞
x→+∞

lim 3x
5 + x4 - 16x + 2 = -∞
x→-∞


d) f(x) = (3x - 2) / (x² - 5x + 6)

lim (3x - 2) / (x² - 5x + 6) = 0
x→+∞

lim (3x - 2) / (x² - 5x + 6) = 0
x→-∞
 

e) f(x) = (3x² - 9) / 6

lim (3x² - 9) / 6 = +∞
x→+∞

lim
(3x² - 9) / 6 = +∞
x→-∞
 

f) f(x) = ax³ / (x² + x - 17)    a ≠ 0

a > 0

lim ax³ / (x² + x - 17) = +∞
x→+∞

lim ax³ / (x² + x - 17) = -∞
x→-∞

a < 0

lim ax³ / (x² + x - 17) = -∞
x→+∞

lim ax³ / (x² + x - 17) = +∞
x→-∞
 

3)* Begründen Sie, dass für alle Funktionen f(x) = xa (a ≥ 1, a ∈ N) gilt:

lim xa = +∞
x→+∞

f(x) = xa

Ist (xn) eine beliebige unbeschränkt wachsende Folge, so ist

lim xna = ∞
n→∞

lim
xa = +∞
x→+∞

lim xa = +∞    für gerades a - * - = +
x→-∞

lim xa = -∞    für ungerades a - * - * - = -
x→-∞



Polstellen rationaler Funktionen


f(x) = 1 / x

Die Funktion f hat an der Stelle x = 0 einen Pol.

Eine einpunktige Definitionslücke einer Funktion wird als Polstelle oder kurz Pol bezeichnet, wenn die Funktionswerte f(x)
in jeder Umgebung des Punktes betragsmäßig unendlich groß werden.

Ganze rationale Funktionen haben keine Polstellen.

30) (xn) sei eine Nullfolge mit nur positiven Folgengliedern. Zeigen Sie, dass die Folge (1/xn) unbeschränkt wächst.

Voraussetzung:

lim xn = 0
n→∞

Dies ist die Nullfolge (xn):

xn = 1 / n

Behauptung:

1 / xn wächst unbeschränkt

xn = 1 / n

1 / xn = n

Die Folge 1 / xn = n wächst unbeschränkt.
Es gibt nur endlich viele n mit n < s.


31) Beschreiben Sie das Verhalten der Funktion f(x) = 1/x und g(x) = 1/x² in der Nähe der Stelle 0!


Jede rationale Funktion f mit f(x) = u(x) / v(x) (u, v ganze rationale Funktionen) ist nur an jenen Stellen nicht definiert, an denen v(x) = 0 ist.

Ist xo eine solche Stelle, gilt also v(x0) = 0 und ist u(x0) ≠ 0, so nennt man x0 eine Polstelle der rationalen Funktion f.

Ganze rationale Funktionen haben keine Polstellen.

Wie verhält sich eine gebrochen rationale Funktion bei Annäherung an eine Polstelle?

f(x) = 1 / (x - 1)

u(x) = 1

v(x) = x - 1

1 ist Nullstelle von v

u ist stets verschieden von 0

Also hat f an der Stelle 1 eine Polstelle.

Wie verhält sich f bei der Annäherung an die Stelle 1?

Folge xn    xn ≠ 1    xn > 1

lim xn = 1
n→∞

Die Folge (xn) konvergiert von rechts gegen 1.

xn = 1 + 1/n

f(xn) = 1 / (1 + 1/n - 1)

f(xn) = 1 / 1 / n

f(xn) = n

(f(xn)) wächst unbeschränkt

lim 1 / (x - 1) = +∞
x→1
x > 1


32) Zeigen Sie, dass

lim 1 / (x - 1) = -∞
x→1
x < 1

ist! Wählen Sie dazu eine beliebige Folge (xn), die von links gegen 1 konvergiert, und untersuchen Sie die Folge der dazugehörigen Funktionswerte!

Folge xn    xn ≠ 1    xn < 1

lim xn = 1
n→∞

Die Folge (xn) konvergiert von links gegen 1.

xn = 1 - 1/n

f(xn) = 1 / (1 - 1/n - 1)

f(xn) = 1 / -1 / n

f(xn) = -n

(f(xn)) fällt unbeschränkt

lim 1 / (x - 1) = -∞
x→1
x < 1

Die Gerade x = 1 ist eine Asymptote des Graphen der Funktion f(x) = 1 / (x - 1).


51) Es ist das Verhalten der Funktion f(x) = (x² + 6x + 9) / (x² - 9) bei Annäherung an ihre Polstellen zu ermitteln.

u(x) = x² + 6x + 9

v(x) = x² - 9

3 und -3 sind Nullstellen von v

u(3) ≠ 0

u(-3) = 0

Also hat f an der Stelle x = 3 eine Polstelle.

Wie verhält sich f bei der Annäherung an die Stelle 3?

x > 3 so ist u(x) > 0 und v(x) > 0, also f(x) > 0

lim f(x) = +∞
x→3
x > 3

x < 3, aber x noch größer als Null, so ist u(x) > 0 und v(x) < 0, also f(x) < 0

lim f(x) = -∞
x→3
x < 3


Seite 187 06.09. 2009

Aufgaben:

Bestimmen Sie die Polstellen der folgenden Funktionen!

1a) f(x) = (x² + 3x + 12) / (x² - 4)

u(x) = x² + 3x + 12

v(x) = x² - 4

2 und -2 sind die Nullstellen von v.

u(2) ≠ 0

u(-2) ≠ 0

2 und -2 sind die Polstellen von f.


b) f(x) = x² / [(x + 6)(x² - 2x + 1)]

u(x) = x²

v(x) = (x + 6)(x² - 2x + 1)

0 = x² - 2x + 1

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +-√1-1

x1/2 = 1 +- 0

x1 = 1

1 und -6 sind die Nullstellen von v.

u(1) ≠ 0

u(-6) ≠ 0

1 und -6 sind die Polstellen von f.


2a) f(x) = (x² - 4x + 4) / (x² - 4)

u(x) = x² - 4x + 4

v(x) = x² - 4

2 und -2 sind die Nullstellen von v.

u(2) = 0

u(-2) ≠ 0

-2 ist die Polstelle von f.


b) f(x) = 1 / (x³ + 2x² - 4x)

u(x) = 1

v(x) = x³ + 2x² - 4x

v(x) = x(x² + 2x - 4)

0 = x² + 2x - 4

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = - 1 +- 1+ 4

x1/2 = -1 +- 5

x1 = -1 - √5

x2 = -1 + √5

Die Nullstellen von v sind:

-1 - √5

-1 + √5

0

Die Polstellen von f sind:

-1 - √5

-1 + √5

0


Untersuchen Sie das Verhalten der folgenden Funktionen in einer Umgebung der entsprechenden Polstellen!

3a) f(x) = 1 / x³

u(x) = 1

v(x) = x³

Die Polstelle von f ist 0.

Folge xn    xn ≠ 0    xn > 0

lim xn = 0
n→∞

Die Folge (xn) konvergiert von rechts gegen 0.

xn = 1/n

f(xn) = 1/xn³

f(xn) = 1/1/n³

f(xn) = n³

(f(xn)) wächst unbeschränkt

lim 1 / x³ = +∞
x→0
x > 0

lim 1 / x³ = -∞
x→0
x < 0


b) f(x) = 1 / (x³ + 2x² - 4x)

u(x) = 1

v(x) = x³ + 2x² - 4x

v(x) = x(x² + 2x - 4)

0 = x² + 2x - 4

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1 +- √1+4

x1 = -1 + √5

x2 = -1 - 5

0; -1 + √5 und -1 - 5 sind Polstellen von f.

lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = +∞
x→0
x > 0


lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = +∞
x→0
x < 0


lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = +∞
x→-1 + √5
x > -1 + √5


lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = -∞
x→-1 + √5
x < -1 + √5


lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = +∞
x→-1 - √5
x > -1 - √5


lim 1 / (x³ + 2x² - 4x) = -∞
x→-1 - √5
x < -1 - √5



4a) f(x) = 1 / x4

u(x) = 1

v(x) = x4

0 ist die Polstelle von f.

lim 1 / x4 = +∞
x→0
x > 0


lim 1 / x4 = +∞
x→0
x < 0



b) f(x) = (x² + 4x + 4) / (x² - 4)

u(x) = x² + 4x + 4

v(x) = x² - 4

2 und -2 sind die Nullstellen von v.

u(2) ≠ 0

2 ist die Polstelle von f.


lim (x² + 4x + 4) / (x² - 4) = +∞
x→2
x > 2


lim (x² + 4x + 4) / (x² - 4) = -∞
x→2
x < 2




Extrema von Funktionen

Maxima und Minima von Funktionen mit Hilfe der Differentialrechnung ermitteln.

52) Von allen Rechtecken mit dem Umfang 100 suchen wir ein solches mit möglichst großem Flächeninhalt.

x und y Seitenlängen des Rechtecks

2x + 2y = 100

y = 50 - x

x, y > 0

0 < x < 50

A = x * y

A = x(50 - x)

A = -x² + 50x

Es ist der größte Funktionswert der Funktion f(x) = -x² + 50x im Intervall 0 < x < 50 gesucht.

f ist eine quadratische Funktion. Da der Koeffizient von x negativ ist, hat f einen größten Funktionswert.
f(x) = -x² + 50x
Dieser ist die Ordinate des Scheitelpunktes der Parabel (y-Wert).
f(0) = 0
f(50) = 0
Parabelpunkte mit gleichen Ordinaten (y-Werten) liegen aber symmetrisch (auf beiden Seiten einer gedachten Mittelachse) zur Achse der Parabel.
Daraus folgt, dass der Scheitel die Abszisse (x-Wert) 25 haben muss.
f(25) = 25(50-25)
f(25) = 625

Unter allen Rechtecken mit dem Umfang 100 ist das Quadrat mit der Seitenlänge 25 das mit dem größten Flächeninhalt.


53) Gegeben ist ein quadratisches Stück Blech mit der Seitenlänge 60 cm. Durch Heraustrennen von vier gleichen Quadraten an den Ecken und
anschließendes Falzen soll ein oben offener Kasten mit möglichst großem Volumen hergestellt werden.
Das Volumen des entstehenden Kastens hängt davon ab, wie groß die Seitenlänge der herauszuschneidenden Quadrate gewählt wird. Bezeichnen
wie die Maßzahl der Seitenlänge  mit x und die Maßzahl des dazugehörigen Volumens mit V(x), so ist

V(x) = (60 - 2x) (60 - 2x) * x

V(x) = 4x³ - 240x² + 3600x

V(x) = x³ - 60x² + 900x

V(x) = x(x² - 60x + 900)

0 = x² - 60x + 900

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 30 +- 900 - 900

x1 = 30

V(0) = 0

V(30) = 0

0 ≤ x ≤ 30    // wegen Seitenlänge 60 cm

Vmax im Intervall [0; 30]

Lösung


lokales Maximum

Definition:
f sei eine Funktion,
x0 sei eine reelle Zahl,
f sei in einer Umgebung der Stelle x0 definiert,
f hat an der Stelle x0 ein lokales Maximum wenn:

Es gibt ein ε > 0 derart, dass für jedes x mit x0 - ε < x < x0 + ε und x ≠ x0 gilt f(x) < f(x0).


lokales Minimum

Definition:
f sei eine Funktion,
x0 sei eine reelle Zahl,
f sei in einer Umgebung der Stelle x0 definiert,
f hat an der Stelle x0 ein lokales Minimum wenn:

Es gibt ein ε > 0 derart, dass für jedes x mit x0 - ε < x < x0 + ε und x ≠ x0 gilt f(x) > f(x0).

Beispiel

x0 = lokale Extremstelle
lokale Maximumstelle, lokale Minimumstelle

f(x0) = lokaler Extremwert
lokales Maximum, lokales Minimum

P0[x0; f(x0)] = lokaler Extrempunkt
lokaler Maximumpunkt, lokaler Minimumpunkt

Unterschied:
im Intervall [a; b] globales Maximum, globales Minimum


Aufgaben:

1) f sei die im Bild C 46 dargestellte Funktion.
Ermitteln Sie die in der folgenden Tabelle fehlenden Werte!

Intervall        Globales Maximum von f        Lokale Maxima von f        Globales Minimum von f        Lokale Minima von f
                                                            an den Stellen:

[a; 0]            x1                                          x1                                     a; 0   an zwei Stellen              -

[0; b]           b                                            x3; x5                               x4                                         x2; x4; x6

[x1; x3]        x1                                          -                                       x2                                         x2

[x1; x4]        x1                                          x3                                    x4                                          x2


Geben Sie von folgenden Funktionen lokale und globale Extrema - soweit vorhanden - im jeweils vorgegebenen Intervall an!

2a) f(x) = 2x + 1;    [1; 3]

Globales Maximum: f(3)
Globales Minimum: f(1)
Lokale Maxima: -
Lokale Minima: -


b) f(x) = 2x² + 4x - 2    [-3; 4]

x        -3        -2        -1        0        1        2        3        4       

f(x)      4        -2        -4       -2        4       14      28      46          

Globales Maximum: f(4)
Globales Minimum: f(-1)
Lokale Maxima: -
Lokale Minima: f(-1)


3a) f(x) = |x|;    [-1; 1]

Globales Maximum: f(1); f(-1)
Globales Minimum: f(0)
Lokale Maxima: -
Lokale Minima: f(0)


b) f(x) = -3x² + x - 6;    [-6; +4]

x        -6        -5        -4        -3        -2        -1        0        1        2        3        4

f(x)    -120    -86      -58      -36      -20      -10     -6       -8      -16    -30     -50

Globales Maximum: f(0)
Globales Minimum: f(-6)
Lokale Maxima: f(0)
Lokale Minima: -



Eine notwendige Bedingung für lokale Extrema

34) Bestimmen Sie die 1. Ableitung der Funktion f(x) = -x² + 50x an der Stelle x = 25!

f ' (x) = -2x + 50

f ' (25) = 0

Definition

f sei eine an der Stelle x0 differenzierbare Funktion. Wenn f in x0 ein lokales Extremum hat, so gilt
f ' (x0) = 0.

Beweis:

Vorraussetzung:

1. f hat in x0 ein lokales Maximum
2. f ist in x0 differenzierbar

Behauptung:

f ' (x0) = 0

entsprechend der Voraussetzung:

lokales Maximum
ε-Umgebung von x0
x0 - ε < x < x0 + ε
x ≠ x0
f(x) < f(x0)


Grenzwert existiert
lim (f(x0+h) - f(x0)) / h 
h→0

Es muss gezeigt werden das der Grenzwert gleich Null ist.

hn = 1/n
Nullfolge hn von rechts gegen 0
hn ≠ 0
x0 + hn in der ε-Umgebung von x0

lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn
n→∞

Zähler negativ
Nenner positiv

lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn    =    f ' (x0) ≤ 0
n→∞


hn = -1/n
Nullfolge hn von links gegen 0
hn ≠ 0
x0 + hn in der ε-Umgebung von x0

lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn
n→∞

Zähler negativ
Nenner negativ

lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn    =    f ' (x0) ≥ 0
n→∞


lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn    =    f ' (x0) ≤ 0
n→∞

lim (f(x0+hn) - f(x0)) / hn    =    f ' (x0) ≥ 0
n→∞

aus beiden folgt:

f ' (x0) = 0


Die Bedingung f ' (x0) = 0 ist notwendig für das Vorhandensein eines lokalen Extremwertes von f an der Stelle x0.

Nur die Nullstellen der ersten Ableitung von f können Stellen lokaler Extremwerte sein.

Ob jedoch an den Nullstellen der ersten Ableitung von f tatsächlich lokale Extremwerte vorliegen, kann erst durch weitere
Untersuchungen entschieden werden.


f(x) = 4x³ - 240x² + 3600x

0 ≤ x ≤ 30    // wegen Seitenlänge 60 cm

Vmax im Intervall [0; 30]

Da diese Funktion differenzierbar ist, kann ein lokales Maximum nur dort vorhanden sein, wo die erste Ableitung eine Nullstelle hat.

f ' (x) = 12x² - 480x + 3600

f ' (x) = x² - 40x + 300

0 = x² - 40x + 300

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 20 +- 100

x1 = 30

x2 = 10

Die Stelle x1 = 30 ist kein lokales Maximum, weil sie genau am Ende des Intervalls  [0; 30] liegt.

Die Bedingung f ' (x0) = 0 ist nicht hinreichend für das Vorhandensein eines lokalen Extremums an der Stelle x0.

Der größte Funktionswert von f im Intervall [0; 30] ist f(10).

f(10) = 4 * 1000 - 240 * 100 + 3600 * 10

f(10) = 4000 - 24000 + 36000

f(10) = 16000



57) Hat die Funktion f(x) = |x| lokale Extrema?

x0 = 0    // lokales Minimum

f(x0) = |0| = 0

für alle x > x0

f(x) > 0

f(x) > f(x0)


für alle x < x0

f(x) > 0

f(x) > f(x0)

An der Stelle x0 existiert ein lokales Minimum.

f(x) = |x| ist nicht differenzierbar.
Deshalb gilt folgende Definition hier nicht:

Die Bedingung f ' (x0) = 0 ist notwendig für das Vorhandensein eines lokalen Extremwertes von f an der Stelle x0.

Nur die Nullstellen der ersten Ableitung von f können Stellen lokaler Extremwerte sein.


13.09.2009

Aufgaben:

Welche Stellen kommen nach der Definition als lokale Extremstellen der folgenden Funktionen in Frage?

1a) f(x) = x² + 4x + 2

f ' (x) = 2x + 4

0 = 2x + 4

x = -2

Die Stelle x = -2 kommt als lokale Extremstelle von f in Frage.


b) f(x) = x³ + 2x² - 3x - 2

f ' (x) = 3x² + 4x - 3

f ' (x) = x² + 4/3x - 1

0 = x² + 4/3x - 1

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -2/3 +- 4/9 + 1

x1/2 = -2/3 +- 13 / 3

x1 = (-2 +13 ) / 3

x2 = (-2 -13 ) / 3


2a) f(x) = -x² + 3x + 4

f ' (x) = -2x + 3

0 = -2x + 3

x = 1,5

Die Stelle x = 1,5 kommt als lokale Extremstelle von f in Frage.


b) f(x) = x³ - 3x² + 6x - 3

f ' (x) = 3x² - 6x + 6

0 =
3x² - 6x + 6

0 =
x² - 2x + 2

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q


x1/2 = 1 +- √1-2

keine Nullstelle


c) f(x) = x
4 + 4x³ + 6x²

f ' (x) = 4x³ + 12x² + 12x

0 = 4x³ + 12x² + 12x

0 = x³ + 3x² + 3x

0 = x² + 3x + 3

x1 = 0

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = -1,5 +- √(9/4)-3

keine weitere Nullstelle


Welche der folgenden Funktionen hat im Intervall [0; 2] kein lokales Extremum?

3a) f(x) = x³ + 3x² + 3x - 5

f ' (x) = 3x² + 6x + 3

0 = 3x² + 6x + 3

0 = x² + 2x + 1

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1 +- √1-1

x1 = -1

f hat im Intervall [0; 2] kein lokales Extremum.


b) f(x) = 2x³ + 18x - 40

f ' (x) = 6x² + 18

0 = x² + 3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 0 +- √-3

kein lokales Extremum


4a) f(x) = 2x³ + 9x² - 24x + 12

f ' (x) = 6x² + 18x - 24

0 = x² + 3x - 4

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -3/2 +- √(9/4)+4

x1/2 = -1,5 +- 2,5

x1 = 1

x2 = -4

f hat im Intervalle [0; 2] ein lokales Extremum.


b) f(x) = x
5 + x + 12

f ' (x) = 5x
4 + 1

0 = 5x
4 + 1

0 = x
4 + 1/5

kein lokales Extremum


Warum kann die Funktion f keinen lokalen Extremwert haben?

5) f(x) = (x - 1) / (x + 1);    x ≠ - 1

f ' (x) = 2 / (x + 1)²

f ' (x) ≠ 0 für alle x


6) f(x) = 1 / √x+1;    x > -1

u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = √x+1

v ' (x) = 0,5(x + 1)
-0,5
----------------------------------------------------
u(z) = z
0,5

z = v(x) = x + 1

v ' (x) = 1

u ' (z) = 0,5z
-0,5

u ' (v(x)) = 0,5(x + 1)
-0,5

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 0,5(x + 1)
-0,5 * 1
------------------------------------------------------

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) =   0,5(x + 1)
-0,5 / (x + 1)

f ' (x) = 1 / (2√x + 1 * (x + 1))

f ' (x) ≠ 0 für alle x


7) Jede quadratische Funktion hat genau ein lokales Extremum. Die Stelle, an der dieses Extremum angenommen wird, fällt mit der
Abszisse des Scheitelpunktes zusammen. Bestimmen Sie mit Hilfe von Satz C 6 die Koordinaten des Scheitelpunktes des Graphen
der Funktion f(x) = x² + px + q!

Satz C 6
f sei eine an der Stelle x0 differenzierbare Funktion. Wenn f in x0 ein lokales Extremum hat, so gilt
f ' (x0) = 0.

f(x) = x² + px + q

f ' (x) = 2x + p

0 = 2x + p

2x = -p

x = -p/2

f (-p/2) = p²/4 - p²/2 + q

f(-p/2) = p²/4 - 2p²/4 + q

f(-p/2) = -p²/4 + q

s = [-p/2; -p²/4 + q)


Geben Sie eine Funktion an, die genau eine Extremstelle x0 hat!

9a) x0 = 2

f ' (x) = 2x - 4

f ' (x0) = 2 * 2 - 4

f ' (x0) = 0

f(x) = x² - 4x


b) x0 = -3

f ' (x) = 2x + 6

f ' (x0) = 2 * -3 + 6

f ' (x0) = 0

f(x) = x² + 6x



Satz von Vieta


0 = x² + px + q

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q



Der Satz von Rolle und der Mittelwertsatz der Differentialrechnung


Ob an einer Nullstelle der 1. Ableitung überhaupt ein Extremum vorliegt und ob dies ein lokales Maximum bzw. Minimum ist,
kann mit den bisherigen Mitteln im allgemeinen nicht entschieden werden.

Funktion f
f im Intervall [a; b] stetig
f im Intervall [a; b] differenzierbar
f(a) = 0
f(b) = 0
Wenn f in einem Teilintervall von [a; b] konstant ist, dann ist in diesem Teilintervall f  ' (x) = 0
Wenn f in keinem Teilintervall von [a; b] konstant ist, dann hat f im Intervall [a; b] an wenigstens einer Stelle ein lokales Maximum oder Minimum.


Satz von Rolle
Wenn f eine im Intervall [a; b] stetige Funktion ist, die in (a; b) sogar differenzierbar ist und für die f(a) = f(b) = 0 gilt,
so gibt es wenigstens eine Stelle im Intervall (a; b), an der die Ableitung von f gleich Null ist.


(a; b) offenes Intervall - a und b nicht enthalten


Mittelwertsatz der Differentialrechnung
Wenn eine Funktion f in einem Intervall [a; b] stetig und in (a; b) differenzierbar ist,
so gibt es eine Zahl ξ (Xi) mit a < ξ < b und (f(b) - f(a)) / (b - a) = f ' (ξ) = tan
α.


Aufgaben:

1) Gegeben ist eine im Intervall [0; 5] differenzierbare Funktion f, deren Graph durch die Punkte P1 (1; 2) und P2 (5; 9) geht.
Welche Zahl kommt dann bestimmt im Wertebereich von f ' vor?

wenn differenzierbar dann auch stetig
Wertebereich = y-Werte

f ' (ξ) = (f(b) - f(a)) / (b - a)

f ' (ξ) = (9 - 2) / (5 - 1)

f ' (ξ) = 7/4


2) Es sei f(x) = x².
Bestimmen Sie eine Zahl
ξ derart, dass die Tangente an die Parabel im Punkt P (ξ; ξ²) parallel zur Sekante durch die Punkte P1 (0; 0) und P2 (4; 16) ist!

f ' (ξ) = (f(b) - f(a)) / (b - a)

f ' (ξ) = (16 - 0) / (4 - 0)

f ' (ξ) = 4

f(x) = x²

f ' (x) = 2x

ξ = 2


3) Zeigen Sie, dass folgende Aussagen wahr sind!
a) Bei der Funktion f(x) = x² gibt es in jedem Intervall [a; b] genau ein
ξ, welches den Bedingungen des Mittelwertsatzes der Differentialrechnung genügt.

1. f ist in keinem Teilintervall konstant.
2. f ist an jeder Stelle differenzierbar


b) Dieses
ξ liegt genau in der Mitte des Intervalls [a; b].

f ' (ξ) = (f(b) - f(a)) / (b - a)

f ' (ξ) = (b² - a²) / (b - a)

f ' (ξ) = ((b - a) * (b + a)) / (b - a)

f ' (ξ) = b + a

f ' (x) = 2x

f ' (ξ) = 2ξ

2ξ = b + a

ξ = (a + b) / 2



Eine hinreichende Bedingung für die Monotonie

37) Zerlegen Sie die folgenden Terme in Linearfaktoren!

a) x² - 2x - 3

ax² + px + q

a * (x - x1) * (x - x2)

0 = x² - 2x - 3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +- √4

x1 = -1

x2 = 3

1 * (x + 1) * (x - 3)

1 * (x² - 3x + x - 3) = x² - 2x - 3


b) x² - 4x + 4

0 = x² - 4x + 4

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 2 +- √4-4

x1 = 2

x2 = 2

(x - 2) * (x - 2) = x² - 2x - 2x + 4 = x² - 4x + 4


Satz
f sei eine in einem Intervall differenzierbare Funktion.
a) Wenn für alle x aus diesem Intervall f ' (x) ≥ 0 ist, dann ist f in dem Intervall monoton wachsend.
b) Wenn für alle x aus diesem Intervall f ' (x) ≤ 0 ist, dann ist f in dem  Intervall monoton fallend.


Beweis:

Voraussetzung: f sei eine in einem Intervall I differenzierbare Funktion mit f ' (x) ≥ 0 für alle x aus dem Intervall.

Behauptung: f ist in dem Intervall I monoton wachsend.

x1 und x2 ∈ I

x1 < x2

f(x1) ≤ f(x2)

Beweisführung: f erfüllt die Voraussetzungen des Mittelwertsatzes.

x1 <
ξ < x2

f ' (ξ) = (f(x2) - f(x1)) / (x2 - x1)

f ' (ξ) * (x2 - x1) = f(x2) - f(x1)

x 1 < x2

x2 - x1 > 0

nach Voraussetzung f ' (x) ≥ 0

Somit muss f(x2) - f(x1) ≥ 0 sein.

damit ist bewiesen f(x1) ≤  f(x2)


39) Beweisen Sie die Behauptung b)!
b) Wenn für alle x aus diesem Intervall f ' (x) ≤ 0 ist, dann ist f in dem  Intervall monoton fallend.

Voraussetzung: f sei eine in einem Intervall I differenzierbare Funktion mit f ' (x) ≤ 0 für alle x aus dem Intervall.

Behauptung: f ist in dem Intervall I monoton fallend.

x1 und x2 ∈ I

x1 < x2

f(x1) ≥ f(x2)

Beweisführung: f erfüllt die Voraussetzungen des Mittelwertsatzes.

x1 <
ξ < x2

f ' (ξ) = (f(x2) - f(x1)) / (x2 - x1)

f ' (ξ) * (x2 - x1) = f(x2) - f(x1)

x 1 < x2

x2 - x1 > 0

nach Voraussetzung f ' (x) ≤ 0

Somit muss f(x2) - f(x1) ≤ 0 sein.

damit ist bewiesen f(x1) ≥  f(x2)


für strenge Monotonie

Satz
f sei eine in einem Intervall differenzierbare Funktion.
a) Wenn für alle x aus diesem Intervall f ' (x) > 0 ist, dann ist f in dem Intervall streng monoton wachsend.
b) Wenn für alle x aus diesem Intervall f ' (x) < 0 ist, dann ist f in dem  Intervall streng monoton fallend.


58) Wir untersuchen den Verlauf der Funktion f(x) = 1/3x³ - x² - 3x + 2.

18.09.2009 01:00 Uhr

Welche Stellen kommen als Extremstellen in Frage?

Satz C 6
f sei eine an der Stelle x0 differenzierbare Funktion. Wenn f in x0 ein lokales Extremum hat, so gilt
f ' (x0) = 0.


f ' (x) = x² - 2x - 3

0 = x² - 2x - 3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +- √4

x1 = -1

x2 = 3

Ob an diesen Stellen tatsächlich lokale Extrema vorliegen, kann jetzt noch nicht entschieden werden.

Monotonieverhalten von f

für alle x, mit f ' (x) > 0

x² - 2x - 3 > 0

Zerlegung in Linearfaktoren

(x + 1) * (x - 3) > 0

Das Produkt ist positiv, wenn beide Faktoren positiv oder beide Faktoren negativ sind.

1. Fall x + 1 > 0 und x - 3 > 0    x muss > 3 sein

2. Fall x + 1 < 0 und x - 3 < 0    x muss < -1 sein

Damit ist f für alle x < -1 und alle x > 3 streng monoton wachsend.


für alle x, mit f ' (x) < 0

x² - 2x - 3 < 0

(x + 1) * (x - 3) < 0

Das Produkt ist negativ, wenn ein Faktor positiv und der andere Faktor negativ ist.

1. Fall x + 1 > 0 und x - 3 < 0    -1 < x < 3

2. Fall x + 1 < 0 und x - 3 > 0    -1 > x > 3    //Dieser Fall funktioniert nicht. x kann nicht gleichzeitig kleiner als - 1 und größer als 3 sein.

f fällt im offenen Intervall (-1; 3) streng monoton (-1 und 3 nicht enthalten).

Aus dem Monotonieverhalten von f können wir schließen, dass f an der Stelle x1 = -1 ein lokales Maximum und
an der Stelle x2 = 3 ein lokales Minimum hat.


59) Es ist das Monotonieverhalten der gebrochen rationalen Funktion f(x) = (x² + 1) / (x² - 1) zu untersuchen.

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = x² + 1

u ' (x) = 2x

v(x) = x² - 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = [2x * (x² - 1) - (x² + 1) * 2x] / (x² - 1)²

f ' (x) = (2x³ - 2x - 2x³ - 2x) / (x² - 1)²

f ' (x) = -4x / (x² - 1)²

x ≠ 1 und x ≠ -1

(x² - 1)² wird stets positiv

Das Vorzeichen von f ' (x) wird durch den Zähler -4x bestimmt.

Für alle negativen x ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.

Für alle positiven x ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.


Aufgaben:

Untersuchen Sie das Monotonieverhalten der folgenden Funktionen mit Hilfe der 1. Ableitung!
Geben Sie die lokalen Extrempunkte an! Skizzieren Sie die Graphen der Funktionen!

1a) f(x) = x² - 4x + 2

f ' (x) = 2x - 4

lokale Extrempunkte:

0 = 2x - 4

x = 2

Für alle x > 2 ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.
Für alle x < 2 ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

An der Stelle x = 2 befindet sich ein lokales Minimum.

lokaler Extrempunkt: P(2; f(2))


b) f(x) = 1/3x³ + x² - 2x

f ' (x) = x² + 2x - 2

0 = x² + 2x - 2

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = -1 +- √3

x1 = √3 - 1

x2 = -√3 - 1

Monotonieverhalten von f

für alle x, mit f ' (x) > 0

x² + 2x - 2 > 0

Zerlegung in Linearfaktoren

(x - (√3 - 1)) * (x - (-√3 - 1)) > 0

Das Produkt ist positiv, wenn beide Faktoren positiv oder beide Faktoren negativ sind.

1. Fall x - (√3 - 1) > 0 und x - (-√3 - 1) > 0    x muss > √3 - 1 sein

2. Fall x - (√3 - 1) < 0 und x - (-√3 - 1) < 0    x muss < -√3 - 1 sein

einfacher

3 - 1 ~ 0,73

-√3 - 1 ~ -2,73

1. Fall x - 0,73 > 0 und x + 2,73 > 0    x muss > 0,73 sein

2. Fall x - 0,73 < 0 und x + 2,73 < 0    x muss < -2,73 sein

Die Funktion f ist für alle x > 0,73 und x < -2,73 streng monoton wachsend.

für alle x, mit f ' (x) < 0

x² + 2x - 2 < 0

(x - (√3 - 1)) * (x - (-√3 - 1)) < 0

Das Produkt ist negativ, wenn ein Faktor positiv und der andere Faktor negativ ist.

1. Fall x - 0,73 > 0 und x + 2,73 < 0

2. Fall x - 0,73 < 0 und x + 2,73 > 0    -2,73 < x < 0,73

f fällt im offenen Intervall (-2,73; 0,73) streng monoton.

Aus dem Monotonieverhalten von f können wir schließen, dass f an der Stelle x1 = √3 - 1 ein lokales Minimum und
an der Stelle x2 = -√3 - 1 ein lokales Maximum hat.

lokale Extrempunkte: P1(√3 - 1; f(√3 - 1))
                                 P2(-√3 - 1; f(-√3 - 1))


c) f(x) = x
4 + 2x³

f ' (x) = 4x³ + 6x²

0 = 4x³ + 6x²

0 = x³ + 1,5x²

0 = x(x² + 1,5x)

x1 = 0

0 = x² + 1,5x

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = -0,75 +- 0,75

x2 = -1,5

f ' (x) = 4x³ + 6x²

Monotonieverhalten von f

für alle x, mit f ' (x) > 0

4x³ + 6x² > 0

Für alle x > -1,5 ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.

Für alle x < -1,5 ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

f hat an der Stelle x2 = -1,5 ein lokales Minimum.

lokaler Extrempunkt: P(-1,5; f(-1,5))


d) f(x) = √x - x

f ' (x) = (1/(2√x)) - 1

0 = (1/(2√x)) - 1

x = 0,25

x ≥ 0

Für alle x mit 0 < x < 0,25 ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.
Für alle x mit x > 0,25 ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

An der Stelle x = 0,25 hat die Funktion f ein lokales Maximum.

lokaler Extrempunkt: P(0,25; f(0,25))


2a) f(x) = -x² + 3x - 8

f ' (x) = -2x + 3

0 = -2x + 3

x = 1,5

Für alle x mit x < 1,5 ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.
Für alle x mit x > 1,5 ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

An der Stelle x = 1,5 hat die Funktion f ein lokales Maximum.

lokaler Extrempunkt: P(1,5; f(1,5))


b) f(x) = x³ - 3x² - 9x + 10

f ' (x) = 2x² - 6x - 9

0 = 2x² - 6x - 9

0 = x² - 3x - 4,5

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1,5 +- √2,25 + 4,5

x1/2 = 1,5 +- (3√3)/2

(3√3)/2 ~ 2,6

x1 = 4,1

x2 = -1,1

f ' (x) = 2x² - 6x - 9

Zerlegung in Linearfaktoren

2 * (x - 4,1) * (x + 1,1)

2 * (x - 4,1) * (x + 1,1) > 0

Das Produkt ist positiv, wenn beide Faktoren positiv oder beide Faktoren negativ sind.

1. Fall (x - 4,1) > 0 und (x + 1,1) > 0    x muss > 4,1 sein
2. Fall (x - 4,1) < 0 und (x + 1,1) < 0    x muss < -1,1 sein

Damit ist f für alle x < -1,1 und alle x > 4,1 streng monoton wachsend.

2 * (x - 4,1) * (x + 1,1) < 0

Das Produkt ist negativ, wenn ein Faktor positiv und der andere Faktor negativ ist.

1. Fall (x - 4,1) < 0 und (x + 1,1) > 0    -1,1 < x < 4,1

f fällt im offenen Intervall (-1,1; 4,1) streng monoton.

Aus dem Monotonieverhalten von f können wir schließen, dass f an der Stelle x1 = 1,5 + (3√3)/2 ein lokales Minimum und
an der Stelle x2 = 1,5 - (3√3)/2 ein lokales Maximum hat.

lokale Extrempunkte P1(1,5 + (3√3)/2; f(1,5 + (3√3)/2))
                                P2(1,5 - (3√3)/2; f(1,5 - (3√3)/2))


c) f(x) = x + 1/x

f ' (x) = 1 - 1/x²

x ≠ 0

0 = 1 - 1/x²

x1 = 1

x2 = -1

Für alle x mit -1 < x < 1 ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.
Für alle x mit |x| > 1 ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.

Die Funktion f hat an der Stelle x = -1 ein lokales Maximum und an der Stelle x = 1 ein lokales Minimum.

lokale Extrempunkte: P1(-1; f(-1))
                                 P2(1; f(1))


d) f(x) = -√x - x

f ' (x) = (-1/(2√x)) - 1

x ≥ 0

0 = (-1/(2√x)) - 1

keine Nullstelle von f ' (x)

Die Funktion f ist streng monoton fallend und hat keine lokalen Extremstellen.



Ein hinreichendes Kriterium für lokale Extrema

19.09.2009

Gibt es ein rationales Verfahren, um festzustellen, ob eine Funktion f an einer Stelle x0 ein lokales
Maximum bzw. Minimum hat?

Satz C 10
f sei eine an der Stelle x0 zweimal differenzierbare Funktion, und f '' sei an der Stelle x0 stetig.
Dann gilt:
a) Wenn f ' (x0) = 0 und f '' (x0) < 0 so hat f an der Stelle x0 ein lokales Maximum.
b) Wenn f ' (x0) = 0 und f '' (x0) > 0 so hat f an der Stelle x0 ein lokales Minimum.


Die im Satz formulierte Bedingung ist eine hinreichende Bedingung für die Existenz lokaler Extrema.

hinreichend = ausreichend

Beweis

Voraussetzung:
f sei eine an der Stelle x0 zweimal differenzierbare Funktion, und f '' sei an der Stelle x0 stetig.
f ' (x0) = 0 und f '' (x0) < 0

Behauptung: f hat an der Stelle x0 ein lokales Maximum.

Beweisführung:
Umgebung U von x0 in der f '' (x) nur negative Werte annimmt
Die Funktion f ' (x) fällt in dieser Umgebung U entsprechend streng monoton.
zusätzlich f ' (x0) = 0
wenn x < x0 dann f ' (x0) > 0 und f streng monoton wachsend
wenn x > x0 dann f ' (x0) < 0 und f streng monoton fallend
Folglich gilt für alle x ≠ x0 dieser Umgebung, dass f(x) < f(x0) ist, dass heißt f hat an dieser Stelle
ein lokales Maximum.


40) Führen Sie den Beweis für die Aussage b) in Satz C 10!

b) Wenn f ' (x) = 0 und f '' (x0) > 0 so hat f an der Stelle x0 ein lokales Minimum.

Beweis

Voraussetzung:
f sei eine an der Stelle x0 zweimal differenzierbare Funktion, und f '' sei an der Stelle x0 stetig.
f ' (x0) = 0 und f '' (x0) > 0

Behauptung: f hat an der Stelle x0 ein lokales Minimum.
Beweisführung:
Umgebung U von x0 in der f '' (x) nur positive Werte annimmt
Die Funktion f ' (x) wächst in dieser Umgebung U entsprechend streng monoton.
zusätzlich f ' (x0) = 0
wenn x < x0 dann f ' (x0) < 0 und f streng monoton fallend
wenn x > x0 dann f ' (x0) > 0 und f streng monoton wachsend
Folglich gilt für alle x ≠ x0 dieser Umgebung, dass f(x) > f(x0) ist, dass heißt f hat an dieser Stelle
ein lokales Minimum.


41) Zeigen Sie am Beispiel der Funktion f(x) = x
4, dass die im Satz C 10 formulierte Bedingung nicht notwendig
für das Vorliegen eines lokalen Extremwertes ist!

f(x) = x
4

f ' (x) = 4x³

f ' (x0) = 0

0 = 4x³

x0 = 0

f '' (x) = 12x²

f '' (x0) = 0    //trotzdem lokales Minimum an der Stelle x0


Wenn also für eine zweimal differenzierbare Funktion f gilt; dass f ' (x0) und f '' (x0) = 0, so kann mit Hilfe
von Satz C 10 keine Entscheidung über das Vorliegen eines lokalen Extremwertes getroffen werden. In solchen Fällen
kann jedoch das Monotonieverhalten der Funktion zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.


Aufgaben:

Bestimmen Sie die lokalen Extrempunkte folgender Funktionen!

1a) f(x) = x³ - x - 2

f ' (x) = 3x² - 1

0 = 3x² - 1

0 = x² - 1/3

x1 = √3 / 3

x2 = -√3 / 3

f '' (x) = 6x

f '' (√3 / 3) > 0    f hat an der Stelle x1 ein lokales Minimum.    P(√3 / 3;  (-18 - 2√3) / 9)

f '' (-√3 / 3) < 0    f hat an der Stelle x2 ein lokales Maximum.    P(-√3 / 3;  (-18 + 2√3) / 9)


b) f(x) = 4x² + 3x - 1

f ' (x) = 8x + 3

0 = 8x + 3

x = -3/8

f '' (x) = 8

f '' (-3/8) = 8

f '' (-3/8) > 0    f hat an der Stelle x ein lokales Minimum.    P(-3/8; - 25/16)

x            -1            -0,5            -3/8            0            0,5            1

f(x)          0            -1,5            -1,5625     -1            1,5            6


c) f(x) = 4x
5

f ' (x) = 20x
4

0 = 20x
4

x = 0

f '' (x) = 80x³

f '' (0) = 0

Die Funktion f ist in einer Umgebung von x = 0 streng monoton steigend und hat damit an der Stelle kein lokales Extremum.


d) f(x) = -x³ + 9x² - 24x + 30

f ' (x) = -3x² + 18x -24

0 = -3x² + 18x - 24

0 = x² - 6x + 8

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 3 +- √9 - 8

x1/2 = 3 +- 1

x1 = 4

x2 = 2

f '' (x) = -6x + 18

f '' (x1) < 0    Die Funktion f hat an der Stelle x1 ein lokales Maximum.    P(4; 14)

f '' (x2) > 0    Die Funktion f hat an der Stelle x2 ein lokales Minimum.    P(2; 10)

x            -2            -1            0            1            2            3            4            5            6            7           

f(x)       122           64           30          14          10          12          14          10         -6          -40


e) f(x) = (x² - 1) / (x² + 1)

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = x² - 1

u ' (x) = 2x

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = [2x * (x² + 1) - (x² - 1) * 2x] / (x² + 1)²

f ' (x) = (2x³ + 2x - 2x³ + 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = 4x / (x² + 1)²

0 = 4x / (x² + 1)²

x = 0

(x² + 1)² wird stets positiv

Das Vorzeichen von f ' (x) wird durch den Zähler 4x bestimmt.

Für alle negativen x ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

Für alle positiven x ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.

Damit hat f an der Stelle x = 0 ein lokales Minimum.    P(0; -1)

x        -3            -2            -1            0            1            2            3

f(x)    0,8           0,6            0           -1           0           0,6          0,8


f) f(x) = √x - x

f ' (x) = (1/(2√x)) - 1

0 = (1/(2√x)) - 1

x = 0,25

f '' (x) = -1 / 4√

f '' (0,25) < 0

Damit hat f an der Stelle x = 0,25 ein lokales Maximum.    P(0,25; 0,25)

x        0        0,1        0,2        0,25        0,3        0,5        1

f(x)     0       0,21       0,24      0,25       0,24      0,20


2a) f(x) = x³ - 13x + 27

f ' (x) = 3x² - 13

0 = 3x² - 13

0 = x² - 13/3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 0 +- √13/3

x1 = √13/3

x2 = -√13/3

f '' (x) = 6x

f '' (x1) > 0    f hat an der Stelle x1 ein lokales Minimum.    P(√13/3; (243 - 26√ 39) / 9))

f '' (x2) < 0    f hat an der Stelle x2 ein lokales Maximum.    P(√13/3; (243 + 26√ 39) / 9))


b) f(x) = -(2x - 5)²

f(x) = -(4x² - 20x + 25)

f(x) = -4x² + 20x - 25

f ' (x) = -8x + 20

0 = -8x + 20

x = 20/8

f '' (x) = -8

f '' (20/8) = -8

f '' (20/8) < 0

Die Funktion f hat an der Stelle x = 20/8 ein lokales Maximum.    P(20/8; 0)


c) f(x) = 2x
4 - 32x² - 10

f ' (x) = 8x³ - 64x

0 = 8x³ - 64x

0 = x³ - 8x

0 = x(x² - 8)

x1 = 0

0 = x² - 8

x2 = 2√2

x3 = -2√2

f '' (x) = 24x² - 64

f '' (x1) < 0

Die Funktion f hat an der Stelle x1 = 0 ein lokales Maximum.    P1(0; -10)

f '' (x2) > 0

f '' (x3) > 0

Die Funktion f hat an den Stellen x2 und x3 lokale Minima.
P2(2√2; -138)
P3(-2√2; -138)


d) f(x) = -6x
7 + 32

f ' (x) = -42x
6

0 = -42x
6

x = 0

f '' (x) = -252x
5

f '' (0) = 0

x            -0,5            -0,25            0            0,25

f(x)         32,04         32,0036       32           31,999

Die Funktion f hat keine lokalen Extrempunkte.


e) f(x) = 2x / (x² + 1)

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = 2x

u ' (x) = 2

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = [2(x² + 1) - 2x * 2x] / (x² + 1)²

f ' (x) = (2x² + 2 - 4x²) / (x² + 1)²

f ' (x) = (-2x² + 2) / (x² + 1)²

0 = (-2x² + 2) / (x² + 1)²

x1 = 1

x2 = -1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = -2x² + 2

u ' (x) = -4x

v(x) = x
4 + 2x² + 1

v ' (x) = 4x³ + 4x

f '' (x) = [-4x * (x
4 + 2x² + 1) - (-2x² + 2) * (4x³ + 4x)] / (x² + 1)4

f '' (x) = [-4x
5 - 8x³ - 4x - (-8x5 - 8x³ + 8x³ + 8x)] / (x² + 1)4

f '' (x) = [-4x
5 - 8x³ - 4x + 8x5 + 8x³ - 8x³ - 8x] / (x² + 1)4

f '' (x) = (4x
5 - 8x³ -12x) / (x² + 1)4

f '' (1) < 0    lokales Maximum von f    P1(1; 1)

f '' (-1) > 0    lokales Minimum von f    P2(-1; -1)


f) f(x) = √x² + 1

f ' (x) = 2x / 2√x² + 1

0 = 2x / 2√x² + 1

x = 0

x            -1            -0,5            0            0,5            1

f(x)        √2          √1,25           1           √1,25        √2


f hat an der Stelle x = 0 ein lokales Minimum.    P(0; 1)


Für welche Zahlen a hat f  an der Stelle x0 ein lokales Maximum bzw. Minimum?

3) f(x) = (ax - 1) / (x² + 1);    x0 = 3

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = ax - 1

u ' (x) = a

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

f ' (x) = [a(x² + 1) - (ax - 1)2x] / (x² + 1)²

f ' (x) = (ax² + a - 2ax² + 2x) / (x² + 1)²

f ' (x) = (-ax² + a + 2x) / (x² + 1)²

f ' (3) = 0

0 = (-9a + a + 6) / (9 + 1)²

0 = (-8a + 6) / 100

100 * 0 = -8a + 6

8a = 6

a = 6/8

a = 3/4

Probe:

f(x) = (0,75x - 1) / (x² + 1)

f ' (x) = [0,75(x² + 1) - (0,75x - 1)2x] / (x² + 1)²

f ' (x) = (0,75x² + 0,75 - 1,5x² + 2x)

f ' (x) = -0,75x² + 2x + 0,75

0 = -0,75x² + 2x + 0,75

0 = x² - 8/3x - 1

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 4/3 +- 5/3

x1 = 3

f(x) = (0,75x - 1) / (x² + 1)

x        1            2           2,99                     3           3,001                 4            5            6

f(x)    -0,125   0,1         0,124998742      0,125     0,124999988    0,1176   0,1057   0,094


4) f(x) = √ax² + x;    x0 = 1

f(x) = (ax² + x)
1/2

z = v(x) = ax² + x

u(z) = z
1/2

v ' (x) = 2ax + 1

u ' (z) = 1/2 * z
-1/2

u ' (v(x)) = 1/2 * (ax² + x)
-1/2

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) = 1/2 * (ax² + x)
-1/2 * 2ax + 1

f ' (1) = 1/2 * (a + 1)
-1/2 * 2a + 1

f ' (1) = (2a + 1) / 2√a + 1

0 = (2a + 1) / 2√a + 1

a = -0,5

Probe:

f(x) = √-0,5x² + x

0 ≤ x ≤ 2

x            0,8                0,9                0,999                1                         1,0001                     1,1            1,2

f(x)        0,6928          0,7035          0,707106428    0,707106781       0,707106778           0,7035      0,6928



Kurvendiskussionen


Nullstellen
Extremstellen
Polstellen

Eigenschaften:
Monotonie
Verhalten der Funktion im Unendlichen
Beschränktheit des Wertebereiches
Symmetrieeigenschaften des Graphen
Schnittpunkt des Graphen mit der y-Achse


61) Wir untersuchen das Verhalten der ganzen rationalen Funktion 1/6(3x
4 + 4x³ - 12x²).

1. Nullstellen

x²(3x² + 4x - 12) = 0

x1 = 0

3x² + 4x - 12 = 0

x² + 4/3x - 4 = 0

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2 ~ 1,44

x3  ~ -2,77


2. Lokale Extrempunkte

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

f ' (x) = 1/6 * (12x³ + 12x² - 24x)

f ' (x) = 2x³ + 2x² - 4x

f '' (x) = 6x² + 4x - 4

Nullstellen von f ' (x)

0 = 2x³ + 2x² - 4x

0 = x³ + x² - 2x

0 = x(x² + x - 2)

x1 = 0

0 = x² + x - 2

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = -0,5 +- √2,25

x2/3 = -0,5 +- 1,5

x2 = 1

x3 = -2

f '' (x) = 6x² + 4x - 4

f '' (0) = -4

-4 < 0    lokales Maximum an der Stelle x = 0

f '' (1) = 6

6 > 0    lokales Minimum an der Stelle x = 1

f '' (-2) = 12

12 > 0    lokales Minimum an der Stelle x = -2


3. Verhalten im Unendlichen

f(x) = 1/6(3x
4 + 4x³ - 12x²)

f(x) = 1/2x
4 + 2/3x³ - 2x²    //höchste Potenz von x ausklammern

f(x) = x
4(1/2 + 2/(3x) - 2/x²)

für x wird xn eingesetzt

Es sei (xn) eine beliebige unbeschränkt wachsende Folge reeller Zahlen. Dann wächst auch die Folge (xn
4) unbeschränkt.

lim 1/2 + 2/(3xn) - 2/xn²    = 1/2
n→∞

lim f(x) = +∞
x→∞

lim f(x) = +∞
x→-∞

Die Ergebnisse von 1. bis 3. gestatten es, den Graph der Funktion f mit seinen wesentlichen Merkmalen zu skizzieren.


62) Wir untersuchen das Verhalten der gebrochen rationalen Funktion f(x) = x / (x² + 1).

1. Nullstellen

x / (x² + 1) = 0

x = 0


2. Polstellen

f hat keine Polstellen.


3. Lokale Extrempunkte

f(x) = x / (x² + 1)

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = x² + 1

v ' (x) = 2x

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (x² + 1 - (x * 2x)) / (x² + 1)²

f ' (x) = (x² + 1 - 2x²) / (x² + 1)²

f ' (x) = (-x² + 1) / (x² + 1)²

f '' (x) =

u(x) = -x² + 1

u ' (x) = -2x

v(x) = (x² + 1)²

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

v ' (x) = 2(x² + 1) * 2x

v ' (x) = 4x³ + 4x

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = (-2x * (x² + 1)² - (-x² + 1 * (4x³ + 4x ))) / (x² + 1)
4

f '' (x) = (-2x
5 - 4x³ - 2x - (-4x5 - 4x³ + 4x³ + 4x)) / (x² + 1)4               

f '' (x) = (-2x
5 - 4x³ - 2x  + 4x5 - 4x) / (x² + 1)4               

f '' (x) = (2x
5 - 4x³ - 6x ) / (x² + 1)4               

f '' (x) = [(x² + 1) * (2x³ - 6x)] / (x² + 1)
4      

f '' (x) = (2x³ - 6x) / (x² + 1)³


f ' (x) = (-x² + 1) / (x² + 1)²

0 = (-x² + 1) / (x² + 1)²

0 = -x² + 1

x1 = 1

x2 = -1

f '' (1) = -4 / 8 < 0    lokales Maximum an der Stelle x = 1

f '' (-1) = 4 / 8 > 0    lokales Minimum an der Stelle x = -1


4. Verhalten im Unendlichen

f(x) = x / (x² + 1).

f(x) = x/x * 1/(x + 1/x)

x ≠ 0

1/x entspricht einer Nullfolge

lim 1 * 1/(x + 0) = 1/x = 0
x→∞

lim f(x) = 0
x→+∞

lim f(x) = 0
x→-∞

Die x-Achse ist Asymptote der Kurve.
Die lokalen Extremwerte sind zugleich auch die globalen Extremwerte der Funktion f.
Der Wertebereich der Funktion f ist beschränkt. Man sagt auch kurz: f ist beschränkt.
f(x) = x / (x² + 1)
f(1) = 1/2
f(-1) = -1/2

-1/2 ≤ f(x) ≤ 1/2


globale Extremwerte
auf den gesamten Definitionsbereich bezogen
auch als absolutes Maximum / Minimum bezeichnet


63) Wir untersuchen die gebrochen rationale Funktion f(x) = (x² + 1) / (x² - 1).

1. Nullstellen

keine Nullstellen von f


2. Polstellen

Die Nullstellen von v(x) = x² - 1 sind die Polstellen von f.

x1 = 1

x2 = -1


3. Lokale Extremwerte

f ' (x) = -4x / (x² - 1)²

x ≠ 1 und x ≠ -1

0 = -4x / (x² - 1)²

x = 0

(x² - 1)² wird stets positiv

Das Vorzeichen von f ' (x) wird durch den Zähler -4x bestimmt.

Für alle negativen x ist f ' (x) positiv und damit ist f(x) streng monoton wachsend.

Für alle positiven x ist f ' (x) negativ und damit ist f(x) streng monoton fallend.

Aus dem Monotonieverhalten von f wird deutlich, dass an der Stelle x = 0 ein lokales Maximum von f besteht.


4. Verhalten im Unendlichen

lim (x² + 1) / (x² - 1) = 1
x→+∞

lim (x² + 1) / (x² - 1) = 1
x→-∞

Die Gerade y = 1 ist eine Asymptote der Kurve.


Graph der Funktion f(x) = (x² + 1) / (x² - 1)

Graph der Funktion f(x) = (x² + 1) / (x² - 1)


64) Wir untersuchen das Verhalten der Funktion f(x) = x√8 - x².

Definitionsbereich

8 - x² ≥ 0

- x² ≥ -8

x ≥ +- √8

-√8 ≤ x ≤ √8

1. Nullstellen

x1 = 0

x2 = √8

x3 = -√8


2. Lokale Extremwerte

f(x) = x * √8 - x²

f ' (x) =

u(z) = z
1/2

z = v(x) = 8 - x²

v ' (x) = -2x

u ' (z) = 0,5z
-1/2

u ' (z) = u ' (v(x))

u ' (z) = 0,5(8 - x²)
-1/2

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

f ' (x) =   0,5(8 - x²)
-1/2 * -2x

f ' (x) = -2x / 2√8 - x²

(u * v) ' = u ' * v    +    u * v '

u(x) = x

u ' (x) = 1

v(x) = √8 - x²

v ' (x) = -2x / 2√8 - x²

f ' (x) = √8 - x²  + x * -2x / 2√8 - x² 

f ' (x) = √8 - x²    -    x² / √8 - x² 

f ' (x) = 8 - x² * √8 - x² - x²
                    √8 - x² 

f ' (x) = (8 - 2x²) / √8 - x² 

0 = (8 - 2x²) / √8 - x² 

x1 = 2

x2 = -2


f '' (x) =

u(x) = 8 - 2x²

u ' (x) = -4x

v(x) = √8 - x² 

v ' (x) = -2x / 2√8 - x²

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = -4x * √8 - x² - (8 - 2x²) * -2x / 2√8 - x²
                                      8 - x²

f ''(2) < 0    lokales Maximum an der Stelle x = 2

f '' (-2) > 0    lokales Minimum an der Stelle x = -2


Graph der Funktion f(x) = x√8 - x²

Graph der Funktion f(x) = x * (8 - x²)^1/2


Aufgaben:

Untersuchen Sie das Verhalten folgender Funktionen, und skizzieren Sie deren Graphen!

1a) f(x) = x³ - 3x² - 9x

1. Nullstellen

f(x) = x(x² - 3x - 9)

0 = x(x² - 3x - 9)

x1 = 0

0 = x² - 3x - 9

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 1,5 +- √11,25

x2 = 3 + 3√5
            2

x2 ~ 4,8541

x3 = 3 - 3√5
            2

x3 ~ -1,8541


2. Lokale Extremwerte

f ' (x) = 3x² - 6x - 9

0 = 3x² - 6x - 9

0 = x² - 2x - 3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1 +- √4

x1 = 3

x2 = -1

f '' (x) = 6x - 6

f '' (3) = 18 - 6 > 0    lokales Minimum an der Stelle x = 3

f '' (-1) = -12 < 0    lokales Maximum an der Stelle x = -1


3. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = +∞
x→+∞

lim f(x) = -∞
x→-∞


Graph der Funktion f(x) = x³ - 3x² - 9x

Graph der Funktion f(x) = x³ - 3x² - 9x


b) f(x) = (x² + 5x + 22) / (x - 2)

1. Nullstellen

0 = x² + 5x + 22

keine Nullstellen


2. Polstelle

x = 2


3. Lokale Extremwerte

f ' (x) =

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = x² + 5x + 22

u ' (x) = 2x + 5

v(x) = x - 2

v ' (x) = 1

f ' (x) = ((2x + 5) * (x - 2) - (x² + 5x + 22) * 1) / (x - 2)²

f ' (x) = (2x² - 4x + 5x - 10 - x² - 5x - 22) / (x - 2)²

f ' (x) = (x² - 4x - 32) / (x - 2)²

0 = x² - 4x - 32

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 2 +- √36

x1 = 8

x2 = -4

f '' (x) =

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = x² -4x - 32

u ' (x) = 2x - 4

v(x) = (x - 2)²

v ' (x) = 2x - 4

f '' (x) = ((2x - 4) * (x - 2)² - (x² -4x - 32) * (2x - 4)) / (x - 2)
4

f '' (x) = (2x³ - 8x² + 8x - 4x² + 16x - 16 - (2x³ - 4x² - 8x² + 16x - 64x + 128)) / (x - 2)
4

f '' (x) = (2x³ - 8x² + 8x - 4x² + 16x - 16 - 2x³ + 4x² + 8x² - 16x + 64x - 128)) / (x - 2)
4

f '' (x) = (72x - 144) / (x - 2)
4

f '' (8) > 0    lokales Minimum an der Stelle x = 8

f '' (-4) < 0    lokales Maximum an der Stelle x = -4


4. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = +∞
x→+∞

lim f(x) = -∞
x→-∞


Graph der Funktion f(x) = (x² + 5x + 22) / (x - 2)

Graph der Funktion f(x) = (x² + 5x + 22) / (x - 2)


01.10.2009

c) f(x) = 1/5 * (x
5 - 19/3 * x³ - 4x)

1. Nullstellen

0 = 1/5x(x^4 - 19/3 * x² - 4)

x1 = 0

0 = x
4 - 19/3 * x² - 4

z = x²

0 = z² - 19/3 * z - 4

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 19/6 +- √361/36 + 4

z1/2 = 19/6 +- √505 / 6

z1 = (19 + √505) / 6

z1 ~ 6,9120

z2 = (19 - √505) / 6

x2 = 2,62

x3 = -2,62


2. Lokale Extremwerte

f ' (x) = 1/5 * (5x
4 - 19/3 * 3x² - 4)

f ' (x) = x
4 - (19/5)x² - 4/5

0 = x
4 - (19/5) x² - 4/5

z = x²

0 = z² - (19/5)z - 4/5

z1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

z1/2 = 19/10 +- √361/100 + 4/5

z1/2 = 19/10 +- 21/10

z1 = 40/10

z1 = 4

z2 = -0,2    //fällt weg - kein negativer Wurzelinhalt

x1 = 2

x2 = -2

f '' (x) = 4x³ - 38/5 * x

f '' (2) = 32 - 15,2 > 0    lokales Minimum an der Stelle x = 2

f '' (-2) = -32 + 15,2 < 0    lokales Maximum an der Stelle x = -2


3. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = +∞
x→+∞

lim f(x) = -∞
x→-∞


Graph der Funktion f(x) = 1/5 * (x
5 - 19/3 * x³ - 4x)

Graph der Funktion f(x) = 1/5 * (x^5 - 19/3 * x³ - 4x)


d) f(x) = 1/4 * (x² - 4) * √5 - x

f(x) = (1/4x² - 1) * √5 - x

1.Definitionsbereich von f

x ≤ 5


2. Nullstellen


x1 = 5

0 = 1/4x² - 1

0 = x² - 4

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 0 +- √4

x2 = 2

x3 = -2


3. Lokale Extremstellen

f(x) = (1/4x² - 1) * √5 - x

(u * v) ' = u ' * v + u * v '

u(x) = 1/4x² - 1

u ' (x) = 1/2 * x

v(x) = √5 - x

v(x) = (-x + 5)
1/2

v ' (x) =

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

v ' (x) = 1/2 * (-x + 5)
-1/2 * -1

v ' (x) = -1 / 2√-x + 5

f ' (x) = 0,5x * (-x + 5)
1/2 + (1/4x² - 1) * -1 / 2√-x + 5

f ' (x) = 0,5x * (-x + 5)
1/2 - (1/4x² - 1) / 2√-x + 5

f ' (x) = (0,5x * 2(-x + 5) - 1/4x² + 1) / 2√-x + 5

f ' (x) = (0,5x * (-2x + 10) - 1/4x² + 1) / 2√-x + 5

f ' (x) = (-x² + 5x - 1/4x² + 1) / 2√-x + 5

f ' (x) = (-5/4 * x² + 5x + 1) / 2√-x + 5

0 = -5/4 * x² + 5x + 1

0 = x² - 4x - 0,8

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 2 +- √4+0,8

x1/2 = 2 +- (2√30) / 5

x1 ~ 4,1908

x2 ~ -0,1908

f ' (x) = (-5/4 * x² + 5x + 1) / 2√-x + 5

u(x) = -5/4 * x² + 5x + 1

u ' (x) = -5/2 * x + 5

v(x)  = 2√-x + 5

v ' (x) = -2 / 2√-x + 5

v ' (x) = -1 / √-x + 5

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f '' (x) = [-5/2 * x + 5 * 2√-x + 5 - (-5/4 * x² + 5x + 1) * -1 / √-x + 5] / 4(-x + 5)

f '' (x) = [(-5/2x + 5) * 2√-x + 5 - (-5/4 * x² + 5x + 1) * -1 / √-x + 5] / 4(-x + 5)

f '' (x1) < 0    lokales Maximum an der Stelle x1

f '' (x2) > 0    lokales Minimum an der Stelle x2


4. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = +∞
x→-∞


Graphen der Funktionen:
f(x) = 1/4 * (x² - 4) * √5 - x
f ' (x) = (-5/4 * x² + 5x + 1) / 2√-x + 5
f '' (x) = [(-5/2x + 5) * 2√-x + 5 - (-5/4 * x² + 5x + 1) * -1 / √-x + 5] / 4(-x + 5)

Graphen der Funktionen
f(x) = 1/4 * (x^2 - 4) * root(5 - x,2);
f ' (x) = (-5/4 * x^2 + 5 * x + 1) /(2 * root(-x + 5,2));
f '' (x) = ((-2.5 * x + 5) * 2 * root((-x + 5),2) - (-1.25 * x^2 + 5 * x + 1) * -1 /
root((-x + 5),2)) / (-4 * x + 20)


2a) f(x) = x³ - x² - 11x

1. Nullstellen

x1 = 0

0 = x(x² - x - 11)

0 = x² - x - 11

x2/3 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x2/3 = 0,5 +- √11,25

x2/3 = 0,5 +- 3√5 / 2

x2 ~ 3,8541

x3 ~ -2,8541


2. Lokale Extremstellen

f ' (x) = 3x² - 2x - 11

0 = 3x² - 2x - 11

0 = x² - 2/3x - 11/3

x1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

x1/2 = 1/3 +- √1/9 + 11/3

x1/2 = 1/3 +- √34 / 3

x1 = 2,2769

x2 = -1,6103

f '' (x) = 6x - 2

f '' (x1) > 0    lokales Minimum an der Stelle x1

f '' (x2) < 0    lokales Maximum an der Stelle x2


3. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = +∞
x→+∞

lim f(x) = -∞
x→-∞


Graphen der Funktionen:
f(x) = x³ - x² - 11x
f ' (x) = 3x² - 2x - 11
f '' (x) = 6x - 2

Graphen der Funktionen:
f(x) = x³ - x² - 11x
f ' (x) = 3x² - 2x - 11
f '' (x) = 6x - 2


b) f(x) = (x² - 2) / (3 - x²)

1. Nullstellen

x1 = √2

x2 = -√2


2. Polstellen

x1 = √3

x2 = -√3


3. Lokale Extremstellen

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = x² - 2

u ' (x) = 2x

v(x) = 3 - x²

v ' (x) = -2x

f ' (x) = (2x(3 - x²) - ((x² - 2) * -2x)) / (3 - x²)²

f ' (x) = (6x - 2x³ - (-2x³ + 4x)) / (3 - x²)²

f ' (x) = (6x - 2x³ + 2x³ -4x) / (3 - x²)²

f ' (x) = 2x / (3 - x²)²

0 = 2x / (3 - x²)²

x1 = 0

f '' (x) =

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

u(x) = 2x

u ' (x) = 2

v(x) = (3 - x²)²

f ' (x) = u ' (v(x)) * v ' (x)

v ' (x) = 2(3 - x²) * -2x

v ' (x) = -12x + 4x³

f '' (x) = (2 * (3 - x²)² - 2x(-12x + 4x³)) / (3 - x²)
4

f '' (x) = (18 - 12x² + 2x
4 + 24x² - 8x4) / (3 - x²)4

f '' (x) = (-6x
4 + 12x² + 18) / (3 - x²)4

f '' (0) > 0    lokales Minimum an der Stelle x = 0


4. Verhalten im Unendlichen

lim f(x) = -1
x→+∞

lim f(x) = -1
x→-∞

Graph der Funktion f(x) = (x² - 2) / (3 - x²)

Graph der Funktion f(x) = (x² - 2) / (3 - x²)



27 Extremwertaufgaben


42) Gegeben sei ein rechtwinkliges Dreieck.

a) Berechnen Sie a aus b und c!

c² = a² + b²

a² = c² - b²

a = √c² - b²


b) Berechnen Sie q aus b und c!

h² = b² - q²

h² = a² - (c - q)²

b² - q² = a² - (c - q)²

b² - q² = c² - b² - (c - q)²

b² - q² = c² - b² - c² + 2cq - q²

b² = - b² + 2cq

2b² = 2cq

q = b² / c


c) Berechnen Sie h aus q und q!

h² = a² - p²

h² = b² - q²


h² = c² - b² - p²

h² = b² - q²


b² = c² - p² - h²

-b² = -q² - h²


b² = c² - p² - h²

b² = q² + h²


c² - p² - h² = q² + h²

-2h² = q² + p² - c²

-2h² = q² + p² - (p + q)²

-2h² = q² + p² - p² -2pq - q²

h = √pq


d) Berechnen Sie den Flächeninhalt des Dreiecks aus a und b!

A = ab / 2


43) Gegeben sei eine Figur, in der die Geraden g1 und g2 parallel zueinander sind.

Strahlensätze

a) Berechnen Sie b aus a, c und d!

c/d = a/b

b = ad / c


b) Berechnen Sie b aus e, f und a!

f/e = (a + b) / a

a + b = af / e

b = (a f / e) - a


65) Ein Geschoss werde mit der Anfangsgeschwindigkeit V0 = 400 m/s aus einem Gewehr senkrecht nach oben geschossen.
Welche maximale Höhe erreicht es, wenn man den Luftwiderstand unberücksichtigt lässt?

Weg-Zeit-Gesetz für den senkrechten Wurf nach oben

s(t) = V0 * t - g/2 * t²    t ≥ 0

Untersuchung der Funktion auf das Vorhandensein lokaler Extremwerte

s ' (t) = V0 - gt

andere Schreibweise

ds/dt = V0 - gt    //ds nach dt an der Stelle t0

0 = V0 - gt 

t = V0 / g    //Nullstelle der ersten Ableitung

s '' (t) = -g

andere Schreibweise

d²s/dt² = -g

s '' (V0/g) = -g

s '' (V0/g) < 0    lokales Maximum an der Stellen t = V0 / g


s(t) = V0 * t - g/2 * t²    t ≥ 0

s Maximum = s(V0/g) = V0 * V0/g - g/2 * (V0/g)²

s Maximum = V0²/g - V0²g / 2g²

s Maximum = (V0² * 2g - V0²g) / 2g²

s Maximum = (V0² * g) / 2g²

s Maximum = V0² / 2g

s Maximum = 400² / 20

s Maximum = 8000

Bei der gegebenen Anfangsgeschwindigkeit V0 = 400 m/s beträgt die maximale Höhe, die das Geschoss erreicht, etwa 8000 m,
wenn man g = 10 m/s².

lokales Maximum / globales Maximum

Da das Problem durch eine quadratische Funktion beschrieben wird, folgt unmittelbar, dass das errechnete lokale Maximum
zugleich das globale Maximum von s sein muss.


66) Ein Betrieb soll bei möglichst sparsamen Materialverbrauch allseitig geschlossene quaderförmige Container herstellen,
die ein vorgegebenes Volumen haben und deren Breite halb so groß wie ihre Länge ist.

Formel Oberflächeninhalt

A = 2(ab + bc + ac)

Reduzierung auf eine Variable

b = a/2    //Breite halb so groß wie ihre Länge

Formel Volumen

V = a * b * c

c = V / (a * b)

A = 2[(a * a/2) + (a/2 * 2V/(a * a) + (a * 2V/(a * a))]

A = 2(a² / 2 + V / a + 2V / a)

A = 2(a² / 2 + 3V / a)

A = a² + 6V / a

A(a) = a² + 6V / a    a > 0

lokale Extremwerte der Funktion A

A ' (a) = 2a -

u(x) = 6V

u ' (x) = 0

v(x) = a

v ' (x) = 1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = -6V / a²

A ' (a) = 2a - 6V / a²    //erste Ableitung

0 = 2a - (6V / a²)

0 = (2a³ - 6V) / a²

0 = 2a³ - 6V

6V = 2a³

a³ = 3V

a = (3V)
1/3    //Nullstelle der ersten Ableitung

A ' (a) = 2a - 6V / a² 

A '' (a) = 2 -

u(x) = 6V

u ' (x) = 0

v(x) = a²

v ' (x) = 2a

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = -6V * 2a / a^4

f ' (x) = -12Va / a^4

A '' (a) = 2 - -12Va / a^4

A '' (a) = 2 + 12V / a³    //zweite Ableitung

A '' ((3V)
1/3) > 0    lokales Minimum an der Stelle (3V)1/3 

Seitenlängen:

a = (3V)
1/3

b = a/2 = 0,5(3V)
1/3

c = V / (a * b) = 2V / ((9V²)
1/3) = 2 * (V³)1/3 / ((9V²)1/3) = 2 * (V/9)1/3

V = (V³)
1/3


67) Gesucht ist ein Rechteck mit folgenden Bedingungen:
a) Der Flächeninhalt A soll 1 m² betragen;
b) Keine Seite des Rechtecks soll länger als 2 m sein.
Gibt es unter den Rechtecken, die die Bedingungen a) und b) erfüllen, ein Rechteck mit größtem Umfang?

Formel Umfang

U = 2a + 2b

laut Bedingung

A = a * b = 1

b = 1/a

1/2 ≤ a ≤ 2    //wäre a < 1/2 so würde b länger als 2 m werden

U(a) = 2a + 2/a

U(a) = 2(a + 1/a)

U ' (a) = 2 - 2/a²

0 = 2 - 2/a²

a1 = 1

U '' (a) =

u(x) = -2

u ' (x) = 0

v(x) = a²

v ' (x) = 2a

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = (- -2 * 2a) / a^4

f ' (x) = 4a / a^4

f ' (x) = 4 / a³

U '' (a) = 4 / a³

U '' (a) > 1    lokales Minimum an der Stelle a = 1

Die Funktion U hat kein lokales Maximum.   

globales Maximum
Der größte Funktionswert kann nur an einem der Intervallenden angenommen werden.
1/2 ≤ a ≤ 2

U(a) = 2a + 2/a

U(2) = 4 + 1

U(2) = 5

Unter den gegebenen Bedingungen hat dasjenige Rechteck den größten Umfang, dessen Seitenlängen 2 m und 0,5 m betragen.


44) Der Dachboden eines Einfamilienhauses soll ausgebaut werden. Sein Querschnitt ist ein gleichschenkliges Dreieck.
Wie müssten die Länge b und die Höhe h des Zimmers gewählt werden, wenn der vorhandene Raum bei rechteckigem
Zimmerquerschnitt maximal ausgenutzt werden soll?

Lösungshinweis:
Geben Sie den Flächeninhalt A des Zimmerquerschnitts als Funktion von h an!
Verwenden Sie dabei den Strahlensatz!

gegeben:
q = 6,4 m
h1 = 5,5 m

A = b * h

Lösung: halbes Dreieck betrachten

(b/2) / 3,2 = (5,5 - h) / 5,5

b = 6,4 * (5,5 - h) / 5,5

b = -(64/55)h + 6,4

A = (-(64/55)h + 6,4) * h

A(h) = -64/55h² + 6,4h

A ' (h) = -(128/55)h + 6,4    //erste Ableitung

0 = -(128/55)h + 6,4

(128/55)h = 6,4

h = 2,75    //Nullstelle der ersten Ableitung

A '' (h) = -128/55    //zweite Ableitung

A '' (2,75) < 0    lokales Maximum an der Stelle h = 2,75

b = -(64/55)h + 6,4

b = 3,2

Mit der Länge b = 3,2 m und der Höhe 2,75 m wird der vorhandene Raum maximal ausgenutzt.

Noch ein Tipp zur Lösung: Die Breite des Zimmers steht im gleichen Verhältnis zur Breite des Dachstuhles wie Zimmerhöhe zur Dachstuhlhöhe.

3,2 m / 6,4 m = 2,75 m / 5,5 m


68) Zwei Punkte A und B einer geradlinig verlaufenden Straße seien a = 650 m voneinander entfernt. Ein Ortsteil C habe
den Abstand BC = b = 180 m von der Straße. Der Ortsteil soll Gasanschluss bekommen, beginnend im Punkt A.
Die Baukosten mögen längs der Straße k1 = 72 Mark je Meter, im Gelände jedoch k2 = 85 Mark je Meter betragen.
An welcher Stelle muss beim Bau von der Straße geradlinig abgezweigt werden, damit die Baukosten gering bleiben?

BC steht senkrecht auf AB

Lösung:

D ist der Punkt auf AB an dem die Gasleitung nach C abzweigt.

DB = x

AD = a - x

y = DC

k = (a - x)k1 + yk2

k = (a - x)k1 + √x² + b * k2

k(x) = (a - x)k1 + √x² + b² * k2

0 ≤ x ≤ a

Suche nach einem lokalen Minima von k

k ' (x) = -k1 + 2x / (2√x² + b²) * k2

k ' (x) = -k1 + xk2 / √x² + b²    //erste Ableitung

0 = -k1 + xk2 / √x² + b²

k ' (x) ist = 0 wenn:

k1 = xk2 / √x² + b²

12.10. 2009
Seite 211

k1 = xk2 / √x² + b²

k1 * √x² + b² = xk2

k1² * (x² + b²) = x² * k2²

k1²x² + k1²b² = x²k2²

x²k2² - k1²x² = k1²b²

x²(k2² - k1²) = k1²b²

x² = k1²b² / (k2² - k1²)

x = k1b / √k2² - k1²    //Nullstelle der ersten Ableitung

k ' (x) = -k1 + xk2 / √x² + b²

u(x) = xk2

u ' (x) = k2

v(x) = √x² + b²

v ' (x) = x / √x² + b²

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

k '' (x) = k2 * √x² + b² - (xk2) * x / √x² + b²
                                   x² + b²

k '' (x) = k2 * √x² + b² * √x² + b² - (xk2) * x
                           (x² + b²)√x² + b²

k '' (x) = k2 * (x² + b²) - x²k2
                (x² + b²)√x² + b²

k '' (x) =            k2b²               > 0 für jedes x, lokales Minimum an der Stelle x = k1b / √k2² - k1²
                (x² + b²)√x² + b²

x = k1b / √k2² - k1²

x = 72 * 180 / √85² - 72²  

x = 12960 / √2041

x = 286,87 m

k(x) = (a - x)k1 + √x² + b² * k2

k(286,87) = 363,13 * 72 + 28786,58

k(286,87) = 54931,94 Mark

k(0) ~ 62100 Mark

k(a) ~ 57300 Mark


Um die Kosten für den geforderten Gasanschluss möglichst gering zu halten, muss die Gasleitung etwa 287 m von B
(B weil x = DB) entfernt von der Straße abgezweigt werden.


Aufgaben:

1) Aus einem 4,80 m langen Stück Winkeleisen soll das Kantengerüst für ein Aquarium hergestellt werden.
Die Kantenlängen der Bodenfläche sollen im Verhältnis 2:3 stehen. Welche Abmessungen muss das Aquarium haben,
damit sein Volumen möglichst groß wird?

V = a * b * c

Nebenbedingungen:

b/a = 2/3

b = 2a/3

L = 4a + 4b + 4c

4,80 m = 4a + 4b + 4c

4c = 4,80 - 4a - 4b

c = 1,2 - a - b

V = a * 2a/3 * (1,2 - a - b)

V = a * 2a/3 * (1,2 - a - 2a/3)

V = 2/3a² * (1,2 - a - 2/3a)

V = 4/5a² - 2/3a³ - 4/9a³

V = -10/9a³ + 4/5a²

V(a) = -10/9a³ + 4/5a²

V ' (a) = -30/9a² + 8/5a

0 = -30/9a² + 8/5a

0 = a² - 0,48a

a1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

a1/2 = 0,24 +- 0,24

a1 = 0,48 m

a2 = 0

V '' (a) = -60/9a + 8/5

V '' (a1) = -3,2 + 1,6 < 0    lokales Maximum an der Stelle a1 = 0,48 m

a = 0,48 m

b = 0,32 m

c = 0,4 m


2) Das Kantengerüst eines quaderförmigen Transportkäfigs soll aus 36 m Winkeleisen hergestellt werden.
Bei welchen Abmessungen für Länge, Breite und Höhe erhält man das größte Volumen des Käfigs, wenn dessen
Höhe halb so groß wie die Länge sein soll.

V = a * b * c

c = a/2

36 = 4a + 4b + 4c

b = 9 - a - c

V = a * (9 - a - c) * a/2

V = (9a - a² - ac) * a/2

V = (9a - a² - a²/2) * a/2

V = 4,5a² - a³/2 - a³/4

V = -3/4a³ + 4,5a²

V(a) = -3/4a³ + 4,5a²

V ' (a) = -(9/4)a² + 9a

0 = -9/4a² + 9a

0 = a² - 4a

a1/2 = -p/2 +- √(p/2)² - q

a1/2 = 2 +- 2

a1 = 4

a2 = 0

V '' (a) = -(18/4)a + 9

V '' (4) < 0    lokales Maximum an der Stelle a = 4

Länge 4 m

Breite 3 m

Höhe 2 m


3) Von allen geraden Kreiskegeln, deren Mantellinien s= 12 cm lang sind, wird derjenige mit dem größten Volumen gesucht.
Berechnen Sie für diesen Kegel Höhe und Grundkreisradius!

V = 1/3 * r² * Pi * h

s² = r² + h²

r² = s² - h²

r² = 144 - h²

V = 1/3 * (144 - h²) * Pi * h

V = (48 - 1/3h²) * Pih

V = 48Pih - 1/3Pih³

V = -(1/3)Pih³ + 48Pih

V(h) = -(1/3)Pih³ + 48Pih

V ' (h) = -Pih² + 48Pi

0 = -Pih² + 48Pi

0 = h² - 48

h1 = 4√3

V '' (h) = -Pi2h < 0    lokales Maximum an der Stelle h = 4√3

Höhe 4√3 cm ~ 6,92820 cm

Radius 4√6 cm ~ 9,7979 cm

r² = s² - h²

r² = 144 - 48

r² = 96

r = 4√6

Lösung mit Skizze im Internet


4) Welcher Kreiszylinder hat bei gegebenem Oberflächeninhalt A das größte Volumen?
Bestimmen Sie das Verhältnis der Längen von Grundkreisradius und Höhe!

Volumen Kreiszylinder

V = Pi * r² * h

Oberflächeninhalt Kreiszylinder

A = 2 * Pi * r * (h + r)

A / 2Pir = h + r

(A/2Pir) - r/1 = h

h = (A/2Pir) - r

V = Pi * r² * ((A/2Pir) - r)

V = Pi * r² * ((A/2Pir) - r)

V = Pir²A/2Pir - Pir³

V = 1/2Ar - Pir³

V = - Pir³ + 1/2Ar

V(r) = - Pir³ + 1/2Ar

V ' (r) = -3Pir² + (1/2)A

0 = -3Pir² + 1/2A

0 = r² - A/6Pi

r = √A/6Pi

V '' (r) = -6Pir < 0    lokales Maximum an der Stelle r = √A/6Pi

gegeben:

A = 6Pi

r = 1

gesucht:

h

h = (A/2Pir) - r

h = (6Pi/2Pi) - 1

h = 3 - 1

h = 2

r/h = 1/2



Stammfunktion


28 Umkehrung der Differentiation


f(x) = x²

Stammfunktion F(x) = 1/3x³


f(x) = 1

Stammfunktion F(x) = x + 7


f(x) = x^-2

Stammfunktion F(x) = -x^-1


f(x) = 1/(2√x)

Stammfunktion F(x) = √x


Definition
Es seien f und F in einem Intervall I definierte Funktionen, F sei in I differenzierbar.
Ist F ' (x) = f(x) für jedes x Element I, so heißt F eine Stammfunktion von f im Intervall I.


46) Ermitteln Sie - falls möglich - für folgende Funktionen je eine Stammfunktion!

a) f(x) = 4x

Stammfunktion F(x) = 2x²


b) f(x) = x² - 3x + 4

Stammfunktion F(x) = 1/3x³ - 3/2x² + 4x


c) f(x) = 1/x    (x > 0)

Stammfunktion F(x) = ln x


Eulersche Konstante

ln ist der natürliche Logarithmus.
Die Basis ist die Eulersche Konstante e.
e ~ 2,718281828

y = f(x) = ln x

Beispiel: x = 5

f(5) = ln 5

f(5) ~ 1,609

e^y = x

e^1,609 = 5

lim (1 + 1/n)^n = e
n→∞


Kann es zu einer Funktion mehrere Stammfunktionen geben?

47a) Zeigen Sie, dass die Funktionen

F1(x) = x² - 2x - 2
F2(x) = x² - 2x + 0,5
F3(x) = x² - 2x + √3

Stammfunktionen der Funktion f(x) = 2x - 2 sind!

b) Skizzieren und vergleichen Sie die Graphen der Funktionen F1, F2 und F3!

c) Wodurch unterscheiden sich die angegebenen Stammfunktionen voneinander?

d) Es sei F eine Stammfunktion von f im Intervall I. Zeigen Sie: Für jede reelle Zahl c ist
die Funktion F + c ebenfalls eine Stammfunktion von f!

F ' (x) = f(x)

F ' (x) + c' = f(x)

c' = 0


Existiert zu einer gegebenen Funktion f in einem Intervall I eine Stammfunktion F,
so gibt es unendlich viele solche Stammfunktionen.


f ist eine konstante Funktion genau dann, wenn für jedes x gilt f ' (x) = 0.

zwei Teilaussagen:

1. Wenn f eine konstante Funktion ist, so gilt f ' (x) = 0 für jedes x.
2. Wenn f ' (x) = 0 für jedes x gilt, so ist f eine konstante Funktion.

Beweis Aussage 2

Voraussetzung: f ' (x) = 0

Behauptung: f ist eine konstante Funktion

f(a) = f(b)

a < b

Mittelwertsatz der Differentialrechnung

a < ξ < b

(f(b) - f(a)) / (b - a) = f ' (ξ)

f(b) - f(a) = f ' (ξ) * (b - a)

f ' (x) = 0    //nach Voraussetzung an jeder Stelle x

f ' (ξ) = 0

f(b) - f(a) = 0

f(b) = f(a)


f und g seien differenzierbare Funktionen.
Wenn f ' = g ', so unterscheiden sich f und g nur um eine Konstante.

Beweis:

Voraussetzung: f ' = g '

Behauptung: Es gibt eine Konstante c mit f(x) = g(x) + c für alle x.

h ' (x) = f ' (x)  - g ' (x) = 0

h ' (x) = 0

h(x) = c

h(x) = f(x) - g(x)

c = f(x) - g(x)

f(x) = g(x) + c


Satz
Kennt man wenigstens eine Stammfunktion F einer gegebenen Funktion f, so kennt man bereits die Menge aller Stammfunktionen von f.
Diese Menge enthält genau diejenigen Funktionen, die man aus der Funktion F durch Addition beliebiger Konstanten c erhält.


70) Gibt es eine Stammfunktion der Funktion f(x) = 2x, die an der Stelle 1 den Funktionswert -3 hat?

f(x) = 2x

F(x) = x²

1 + c = -3

c = -4

F(x) = x² - 4


Aufgaben:

Geben Sie jeweils drei verschiedene Stammfunktionen zu den folgenden Funktionen an!

1a) f(x) = x²

F(x) = 1/3x³

F(x) = 1/3x³ + 5

F(x) = 1/3x³ - 5


1b) f(t) = 1/t² + 6

f(t) = t^-2 + 6

F(t) = -t^-1 + 6t

F(t) = -1/t + 6t

F(t) = -1/t + 6t + 3

F(t) = -1/t + 6t - 3

Probe:

u(t) = - 1

u ' (t) = 0

v(t) = t

v ' (t) = 1

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (t) = -(-1 * 1) / t²

f ' (t) = 1/t²


2a) f(x) = 3x²

F(x) = x³

F(x) = x³ - 1

F(x) = x³ - 1000


b) g(z) = z² - 1/z²

G(z) = 1/3z³ + 1/z

G(z) = 1/3z³ + 1/z - 1

G(z) = 1/3z³ + 1/z - 2


3) Geben Sie drei verschiedene Funktionen f mit der Ableitung f ' (x) = 2x - 2 an, und stellen Sie diese graphisch in ein
und demselben Koordinatensystem dar!

f(x) = x² - 2x + 10

f(x) = x² - 2x

f(x) = x² - 2x - 9

Graphen Aufgabe 3


4) Bestimmen Sie je eine Funktion f, die den angegebenen Bedingungen genügt!

f ' (x) = x/2 + 6;    f(1) = 4

f(x) = 1/4 * x² + 6x

1/4 + 6 + z = 4

6,25 + z = 4

z = - 2,25

z = -9/4

Lösung:

f(x) = x²/4 + 6x - 2,25


b) f '' (x) = 4;    f(0) = 2, f(1) = 0

f ' (x) = 4x - 4

f(x) = 2x² - 4x + 2


04.11.2009

c) f ' (x) = 1;    f(1) = 1

f(x) = x


d) f ' (x) = 1 / (2√x);    f(1) = 1

f(x) = √x


Regeln für das Aufsuchen von Stammfunktionen

a) Ist F eine Stammfunktion von f und G eine Stammfunktion von g, so ist F + G eine Stammfunktion von f + g.

b) Ist F eine Stammfunktion von f und c eine beliebige reelle Zahl, so ist c * F eine Stammfunktion von c * f.

Beispiel:

F(x) = x

f(x) = 1

c = 5

c * F = 5x    //ist Stammfunktion von

c * f = 5

c) Für jede rationale Zahl r mit r ≠ -1 ist die Funktion

F(x) = (1 / (r + 1)) * x^r+1 eine Stammfunktion der Funktion f(x) = x^r.

Beispiele:

f(x) = x

F(x) = (1 / (1 + 1)) * x²

F(x) = 1/2 * x²


f(x) = x³

F(x) = 1/4 * x^4


f(x) = 5/2 * x³

F(x) = 5/8 * x^4


f(x) = x^2/3

F(x) = 3/5 * x^5/3


Übungen und Anwendungen

7) Gegeben sei die Funktion f mit f(x) = x³.
a) Welchen Anstieg hat der Graph von f an der Stelle 0?

f ' (x) = 3x²

f ' (0) = 0

b) Zeichnen Sie den Graph der Funktion f und die Tangente an diesen Graph im Punkt P(0; 0)!
Beschreiben Sie den Verlauf des Graphen von f bezüglich der Tangente in einer Umgebung von 0!

Graphen Aufgabe 7b

c) Geben Sie eine Gleichung der Tangente an den Graph von f im Punkt mit der Abszisse x = 2 an!

f ' (x) = 3x²

f ' (2) = 3 * 4

f ' (2) = 12

Die Steigung der Tangente an der Stelle x = 2 beträgt 12.

f(x) = x³

f(2) = 8

x = 2

y = 8

y = mx + n

8 = 12 * 2 + n

8 = 24 + n

n = -16

y = 12x - 16

Die Gleichung der Tangente lautet y = 12x - 16.

Graphen Aufgabe 7c

39) Für welche positive Zahl x ist die Summe x + 1/x am kleinsten?

f(x) = x + 1/x

f ' (x) = 1 - 1/x²

0 = 1 - 1/x²

1/x² = 1

x = 1

f ''(x) = 0 -

---------------------------------------------

Ableitung von 1/x²

u(x) = 1

u ' (x) = 0

v(x) = x²

v ' (x) = 2x

(u / v)' = (u'v - uv') / v²

f ' (x) = - 2x / x^4

f ' (x) = - 2/ x^3

-----------------------------------------------

f '' (x) = 2/x^3

f '' (1) > 0 lokales Minimum an der Stelle x = 1


Für die positive Zahl 1 ist die Summe x + 1/x am kleinsten.


Probe:

f(0,9) = 0,9 + 10/9

f(0,9) = 2,0111


f(1) = 1 + 1

f(1) = 2


f(1,1) = 1,1 + 10/11

f(1,1) = 2,009





 

ξ / Xi    ε    α    Δ    ²    ³    ≠    √    ∈    D(f) = R \ {0}    n→∞    Σ    n    ≥    f    ≤    ~