Mathematik Sekundarstufe II Petra Konitzer-Haars


Inhalt:

A Zahlenfolgen, vollständige Induktion, Kombinatorik
B Grenzwerte von Zahlenfolgen und Funktionen
C Differentialrechnung
D Integralrechnung
abgeschlossenes Intervall
Arithmetische Folgen
Berechung DIN A Standard
Beweis Definition
Beweis eines Grenzwertsatzes für Zahlenfolgen
Beweis durch Vollständige Induktion
Beispiele 1    2    3    4    5    6    7    8    9    10    11    12    13    14    15    16    17    18   
Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion
Beispiele 1    2    3    4    5    6    7    8    9    10    11    12    13    14    15    16    17    18    19    20    21    22
Binom
Binomialkoeffizient
Binomialkoeffizient (a + b)n
Binomische Formel (a + b)³
Bogenmaß eines Winkels
Catalan-Zahl
Definitionsbereich einer Funktion
divergent         
echte Teilmenge
Epsilonumgebung einer Zahl 
explizite Zuordnungsvorschrift
Faktorisierung
Fakultät
Folge der Dreieckszahlen
Geometrische Folgen
Grenzwert berechnen
Grenzwert einer Folge
Grenzwert einer Folge Beispiel
Grenzwert einer Funktion an einer Stelle
Grenzwert einer Funktion an einer Stelle Beispiel
Grenzwerte von Funktionen
Grenzwertsätze für Funktionen
Grenzwertsätze für Funktionen Herleitung
Grenzwertsätze für Zahlenfolgen
halboffenes Intervall
Halbwertzeit berechnen
Induktion Vollständige Induktion einfache Erklärung
Intervalle
Koeffizient
Kombination
Kombination mit Wiederholung
Kombination ohne Wiederholung
konstante Folgen
konvergent
Konvergenz von Zahlenfolgen
konvexes ebenes Vieleck Definition
Kreditberechnung
Laufindizes δ
Limes
Limes einer konstanten Folge
Logarithmus
Logarithmengesetze
Maximum von f im Intervall I
Minimum von f im Intervall I
Monotonie von Folgen
Monotonie von Funktionen
Monotoniegesetz der Addition
Nullfolge
Nullfolge Beispiel
obere Grenze einer Zahlenfolge
offenes Intervall
Partialsummen
Partialsummenfolge
Permutationen
Potenzgesetz
Reihe
rekursive Zuordnungsvorschrift
Rentenrechnung nachschüssig
Rentenrechnung vorschüssig
Satz über die Annahme der Zwischenwerte
Satz und Definition Unterschied
Satz vom Maximum und Minimum
Satz von der oberen Grenze
Schranken von Zahlenfolgen
stetig
Stetigkeit Definition
Σ Summenzeichen Sigma
strenge Monotonie
Summenformel der Fünferpotenzen
Summenformel der Quadratzahlen
Summenformeln für arithmetische Folgen
Summenformeln für geometrische Folgen
Summenformel für geometrische Folge Beispiel
Taschenrechner Nullstellenberechnung
Teilmengen
Triangulierung
unechte Teilmenge
unstetig
untere Grenze einer Zahlenfolge
Unterhaltungsmathematik
Variation
Variation mit Wiederholung
Vorzeichenwechsel
Vorzugszahlenreihen R5 R10 R20 R40
Zahlenbereiche
Zahlenfolgen
Zeichen für entspricht
Zeichen für kleiner gleich und größer gleich in HTML
Zinseszinsrechnung

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Mathematik 11 EOS
DEG=Altgrad
RAD=Bogenmaß
GRA=Grad



A  Zahlenfolgen, vollständige Induktion, Kombinatorik



5 Zahlenbereiche:


N Menge der natürlichen Zahlen
enthält die positiven ganzen Zahlen N={1,2,3,...}
oder enthält die nichtnegativen ganzen Zahlen N={0,1,2,3,...}

Z Menge der ganzen Zahlen (Integer)
Z={...,-3,-2,-1,0,1,2,3,...}

Q+ Menge der gebrochenen Zahlen
Die positiven rationalen Zahlen heißen gebrochene Zahlen.

Q Menge der rationalen Zahlen
Eine rationale Zahl ist eine Zahl, die als Verhältnis zweier ganzer Zahlen dargestellt werden kann.

R Menge der reellen Zahlen
Die Menge der reellen Zahlen besteht aus der Menge der rationalen und irrationalen Zahlen.
Eine Zahl ist irrational wenn sie reell aber nicht rational ist. z.B. π  image002

Alle Primzahlen sind natürliche Zahlen. Es gibt also keine negativen Primzahlen.

Teilmengen

Unechte Teilmenge: alle Elemente einer Menge M1 sind auch Elemente einer Menge M2
(jede Menge ist auch Teilmenge von sich selbst)

Echte Teilmenge: M2 enthält außer den Elementen von M1 noch mindestens ein weiteres
Element, dann ist M1 echte Teilmenge von M2    M1⊆ M2

Die leere Menge ist Teilmenge jeder Menge; man kann nämlich jeder Menge kein Element
entnehmen.

Eine Menge geordneter Paare heißt Funktion, wenn sie keine zwei Paare enthält, die
an der ersten Stelle übereinstimmen, sich aber an der zweiten Stelle unterscheiden.
Jede Menge geordneter Paare [x;y], bei der zu jedem x genau ein y gehört, heißt
Funktion.

Beispiel:
f = {[x;y]; y = x² und x∈N}
Menge aller geordneten Paare [x;y] mit der Eigenschaft y = x² und x∈N


Übungsaufgaben

11e) Ermitteln Sie die Lösungsmengen der Gleichung (Grundbereich R)!


image002

Lösung:

image005

image007

image009

image011

image013

image015

x1= 2 keine Lösung

x2= -3


12c) Geben Sie jeweils die Lösungsmengen der beiden Ungleichungen an (Grundbereich R), und untersuchen Sie,
        ob eine Teilmengenbeziehung zwischen ihnen besteht! Beschreiben Sie ferner den Durchschnitt der beiden Lösungsmengen!

5x + 11 > 3x - 7

2x - 7 < 7x + 3


Lösung:

5x + 11 > 3x - 7

2x > -18 /:2

x > -9

M1 = {x; x > -9; x∈ R} Menge aller x mit der Eigenschaft x größer als -9 und x Element der Reellen Zahlen


2x -7 < 7x + 3

-5x < 10 /:-5

x > -2

M2= {x; x > -2; x∈ R} Menge aller x mit der Eigenschaft x größer als -2 und x Element der Reellen Zahlen

Durchschnittsmenge M1∩M2 ={d; d > -2; d∈ R}
 

12d) Geben Sie jeweils die Lösungsmengen der beiden Ungleichungen an (Grundbereich R), und untersuchen Sie,
        ob eine Teilmengenbeziehung zwischen ihnen besteht! Beschreiben Sie ferner den Durchschnitt der beiden Lösungsmengen!

5x + 7 < 2(x + 2)

x < -1 

M1 = {x; x < -1; x∈ R}


3(x +1) > 2(x-5)

x > -13  

M2= {x; x > -13; x∈ R}

M1∩M2 ={d; -1 > d > -13; d∈ R}


13c) Bei welchen der folgenden Mengen geordneter Paare handelt es sich um Funktionen?
        Bestimmen Sie deren Definitionsbereich und Wertebereich!

Menge aller [x; y] mit x ∈ R und  y ∈ Z und x-1 < y x

Funktion y = x     x∈z


Zahlenfolgen

Definition: Eine Zahlenfolge ist eine Funktion mit einer Menge natürlicher Zahlen als Definitionsbereich und einer
Menge reeller Zahlen als Wertebereich. Elemente des Wertebereiches heißen Glieder der Zahlenfolgen.
Entsprechend dem Definitionsbereich gibt es endliche und unendliche Zahlenfolgen.

Beispiel:

y = 0,5x - 1

für das 3. Glied der Folge gilt:

f(3) = a3 = 0,5 * 3 - 1 = 0,5

für das n-te Glied der Folge gilt:

f(an) = an = 0,5n -1

Die Gleichung f = (an) = (0,5n -1) bezeichnet die gesamte Folge.


5) Betrachtet werden die Folgen

ak = 3k-1

ak = 0,5k

ak = 3k - 4
            k

ak = k - k²

5a) Geben Sie jeweils a1, a2, a3, a4 und a5 an!
5b) Geben Sie jeweils a100 und a500 an!

ak = 3k-1

a1 = 2
a2 = 5
a3 = 8
a4 = 11
a5 = 14
a100 = 299
a500 = 3*500-1 = 1499

ak = 0,5k

a1 = 0,5
a2 = 1
a3 = 1,5
a4 = 2
a5 = 2,5
a100 = 50
a500 = 250


ak = 3k - 4
            k

a1 = -1
a2 = 1
a3 = 5
        3
a4 = 2
a5 = 11
         5
a100 = 296
            100
a500 = 1496
             500

ak = k - k²

a1 = 0
a2 = -2
a3 = -6
a4 = -10
a5 = -20
a100 = -9900
a500 = -249500

6) Geben Sie für die Folgen eine geeignete Zuordnungsvorschrift an! Berechnen Sie
    danach das jeweils 23. Glied!

-7; -3; 1; ...

2; 5; 10; 17; ...

√2; 2; 2√2; 4; ....

Lösung:

-7; -3; 1; ...

ak = 4k - 11

a23 = 81

2; 5; 10; 17; ...

ak = k²+ 1

a23 = 530

√2; 2; 2√2; 4; ....

ak =( √2)²

a23 = 2048√2


Zuordnungsvorschriften einer Folge

rekursive Zuordnungsvorschrift (recurrere lat. - zurücklaufen)
aus voranstehenden Gliedern gewonnen

Beispiel:

ak+1 = ak+5

a1 = 1

dann ist

a1+1 = a2 = a1 + 5

a1+1 = a2 = 1 + 5

a1 +1 = a2 = 6

a2 = 6

a2+1 = a3 = a2 + 5

a2 +1= a3 = 6 + 5

a3 = 11

explizite Zuordnungsvorschrift (explicare lat. - erklären)
Die Werte lassen sich unmittelbar, das heißt ohne Umformung der Funktion berechnen.

Beispiel:

ak = 5k - 4

a1 = 5 * 1 - 4

a1 = 1

a2 = 5 *  2 - 4

a2 = 6

a3 = 5 *  3 - 4

a3 = 11
 


7b) Seite 17
Nennen Sie a1 bis a5 für nachstehende Folgen!

a1 = 3;  ak+1 = ak + k

Lösung:

a1 + 1 = a2 = a1 + 1

a2 = 3 + 1

a2 = 4

a2 +1 = a3 = a2 + 2

a3 = 4 + 2

a3 = 6

a3+1 = a4 = a3 + 3

a4 = 9

a4+1 = a5 = a4 + 4

a5 = 13



a1 = -1 ;    a2 = -2;    ak+2 = ak * ak+1

Lösung:

ak+2 = a3 = a1 * a2

a3 = -1 * -2

a3 = 2

a2+2 = a4 = a2 * a3

a4 = -2 * 2

a4 = -4

a3+2 = a5 = a3 * a4

a5 = 2 * -4

a5 = -8


a1 = 1;
   ak+1 = 2ak - 5

Lösung:

a1+1 = a2 = 2a1 - 5

a2 = -3

a2+1 = a3 = 2a2 - 5

a3 = -11

a3+1 = a4 = 2a3 - 5

a4 = -27

a4+1 = a5 = 2a4 - 5

a5 = -59


7c) Geben Sie eine rekursive Zuordnungsvorschrift für
      (ak) = (1; 2; 4; 8; 16; ...) an!

a1 = 1;    ak+1 = 2ak

a1 + 1 = a2 = 2a1

a2 = 2

a2 + 1 = a3 = 2a2

a3 = 4


Seite 18
1) Geben Sie von den nachstehenden Folgen die ersten fünf Glieder an!
Wenn künftig von einer "Folge" ohne Angabe des Definitionsbereiches gesprochen wird, so soll
darunter stets eine Zahlenfolge verstanden werden, deren Definitionsbereich die Menge der natürlichen
Zahlen außer 0 ist.

a) (8k -7)

a1 = 1
a2 = 9
a3= 17
a4 = 25
a5 = 33

b) 5k
     2

a1 = 2,5
a2 = 5
a3 = 7,5
a4 = 10
a5 = 12,5

c) 1
    k

a1 = 1
a2 = 0,5
a3 = 1
        3
a4 = 1
        4
a5 = 0,2


d)  k²- k

a1 = 0
a2 = 2
a3 = 6
a4 = 12
a5 = 20


e)  (5 + k)
       -k

a1 = -6
          1
a2 = -7
          2
a3 = -8
          3
a4 = -9
          4
a5 = -10
          5


f) (-1)k   *  3-k
                  k

a1 = -2
a2 =  0,5
a3 = 0
a4 = -1
         4
a5 = 2
        5

2) Sind die Zahlen 1; 25; 0; -2; -30; 100 Glieder der nachstehenden Folgen?
Wenn künftig von einer "Folge" ohne Angabe des Definitionsbereiches gesprochen wird, so soll
darunter stets eine Zahlenfolge verstanden werden, deren Definitionsbereich die Menge der natürlichen
Zahlen außer 0 ist.

a) k
    3

1 ja
25 ja
0 nein
-2 nein
-30 nein
100 ja

b) 3k -5

1 ja
25 ja
0 nein
-2 ja
-30 nein
100 ja

c) 7k - k² =  k(7 - k)


1= 6
2= 10
3= 12
4= 12
5= 10
6= 6
7= 0
8= -8
9= -18
10= -30

1 nein
25 nein
0 ja
-2 nein
-30 ja
100 nein

3) Gegeben sind jeweils einige Glieder einer Zahlenfolge. Geben Sie eine Zuordnungsvorschrift
für diese Folgen an! Ergänzen Sie dann so, dass jeweils die Glieder a1 bis a8 vorliegen!

a) a1= -17;   a2= -23;    a3= -29

ak= -6k -11

a4= -35
a8= -59


b) a3=4;    a4= 7/2;    a8= 3/2

ak= (11-k) / 2

a1= 5
a2= 9/2 = 4,5
a8= 1,5


c) a1= 1;   a2= -1/2;   a3= 1/6;   a6= -1/720

ak=  (-1( k+1 ) )  /   k!

Hochzahl (Exponent) schreiben mit HTML

<SUP><SMALL> (k+1) </SMALL></SUP>

a1= (-1 2   ) / 1! = 1
a6= (-1 7   ) / 6!  = -1 / 1*2*3*4*5*6 = -1/720 = - 1
                                                                              720

a8=  -1 / 40320



4)
a)  a2= 4/3;   a3= 6/5;    a4= 8/7

ak= 2k / (2k - 1)

a1= 2/1
a8= 16/15


b)  a5= 5;   a6= 2,5;   a7= 1,25

ak= 160 /  2 k

a1= 80
a2= 40
a3= 20
a4= 10
a5= 5
a6 = 2,5
a7= 1,25
a8= 0,625


c) a3= -6/27;   a4= 8/81;   a7= -14/2178

ak= (-1) k   *  2k/3 k

a1= -2/3
a8= 16/6561


5) Ermitteln Sie für nachstehende Folgen die ersten fünf Glieder! Geben Sie möglichst
auch explizite Zuordnungsvorschriften an!

a) a1= 2;    ak+1= ak + 1/3

a2= 7/3
a3= 8/3
a4= 9/3
a5=10/3

ak= (5 + k) / 3


b) a1= 1;   ak+1= 2ak - 5

a2= -3
a3= -11
a4= -27
a5= -59

ak= 2(k-1) - 5(2(k-1) -1)


6)

a) a1= 3/2;    ak+1=  4/3ak

a2= 12/6
a3= 24/9
a4= 96/27
a5= 128/27

ak= 4/3(k-1)   * 3/2


b) a1= 0;    a2= -1/2;   ak+2= ak² * ak+1

a3= 0
a4= 0
a5= 0

ak= -1/2 * δk2

Erklärung δk2 (Delta k2) Laufindizes

wenn k= 2 dann ist δk2= 1
wenn k≠2 dann ist δk2= 0


Monotonie von Folgen

Folgen sind spezielle Funktionen.

Eine Zahlenfolge heißt monoton wachsend wenn für jedes k gilt:
ak ≤ ak+1   daraus folgt    ak+1 - ak  ≥ 0

Eine Zahlen folge heißt monoton fallend wenn für jedes k gilt:
ak  ≥ ak+1   daraus folgt   ak+1 - ak ≤ 0

strenge Monotonie: jedes Glied ist größer oder kleiner

Folgen deren Glieder gleich sind heißen konstante Folgen. Sie sind entsprechend
der Definition monoton wachsend als auch monoton fallend.



Man untersucht also, ob die Differenzen benachbarter Glieder stets nicht negativ oder
nicht positiv sind.

Beispiel 1   (5 - k/2)

ak+1 - ak =

5 - (k+1) - (5 -k ) =
         2            2

k/2 - (k+1)/2 =

k - k - 1 = -1/2
     2

Da die Differenz ak+1 - ak für alle k negativ ist, fällt die Folge monoton, und zwar
sogar streng monoton.


Beispiel 2

k-1
 1

k > 0

ak+1 - ak

k + 1 - 1  -  k - 1  =
  k + 1           k

   k       -    k - 1  =
k + 1           k

   k²      -    (k + 1) * (k - 1)  =
k²+ k                k²+ k


   k²  
   -    (k²-1)   =
k²+ k          k²+ k

k²- k²+ 1  =
  k²+ k

   1       >  0
k²+ k

Die Folge ist streng monoton wachsend.


Beispiel 3

k²- 8k

ak+1 - ak

(k+1)²- 8(k + 1) - (k²- 8k) =

2k + 1 - 8 =

2k - 7

Die Folge ist nicht monoton. Die Differenz ak+1 - ak ist für 0 < k  ≤ 3 negativ.
Die Differenz ak+1 - ak ist für k > 3 positiv.
Die Folge fällt bis k < 4 monoton und wächst monoton ab k - 4.


Beispiel 4

(-1)
k  *
            k

nicht monoton
für gerade k gilt ak= positiv
für ungerade k gilt ak= negativ


Arithmetische Folge

Eine Zahlenfolge ak heißt arithmetische Folge, wenn es eine konstante Zahl d gibt.

ak+1= ak + d

d= ak+1 - ak

Beispiel:

a1= 5;    d= 7

a1;                                              a1= 5;
a2= a1 + d;                                 a2= 5 + 7= 12;
a3= a2 + d; a1 + 2d                    a3= 12 + 7= 19;
a4= a3 + d; a1 + 3d                    a4= 19 + 7= 26;


ak= a1 + (k - 1) * d

Arithmetische Folgen treten überall dort auf, wo sich ein gewisser Anfangswert mehrmals
um einen festen Wert vermehrt oder auch vermindert.
Beispiele: täglich wird die gleiche Anzahl von Produkten hergestellt, monatlich wird ein fester
Betrag von einem Konto abgebucht

9a) Geben Sie für die Folge (ak)= (2k - 7) das Anfangsglied und die Differenz an!

a1= -5
a2= -3
a3= -1

d= 2

9b) Stellen Sie einen Zusammenhang her zwischen der Funktionsgleichung y = mx + n und
ak= a1 + (k-1) * d

ak= d * k +(a1-d)

y= d * x  + (a1 -d)


Geometrische Folge

Bei geometrischen Folgen erfolgt die Veränderung von Glied zu Glied dadurch, dass stets
mit der gleichen Zahl multipliziert wird.

ak+1= ak * q

q= ak+1 / ak


a1= 10

q= 5

a1;                                                   a1= 10;
a2= a1 * q                                       a2= 10 * 5= 50;
a3= a2 * q   =   a1 * q²;                  a3= 50 * 5  =  10 * 5²= 250;
a4= a3 * q   =   a1 * q³;                  a4= 250 * 5  =  10 * 5³= 1250;


ak= a1 * q k - 1

In der Praxis treten geometrische Folgen zum Beispiel beim Anwachsen eines Guthabens durch
jährliche Verzinsung auf, wenn die Zinsen nicht abgehoben werden, aber auch beim ungestörten Wachstum
einer Bakterienkultur oder beim radioaktiven Zerfall.


Aufgaben Seite 21

1) Untersuchen sie nachstehende Folgen auf Monotonie!

a) k / 5

ak= k /5

ak+1 - ak=

(k+1) /5 - k/5

k + 1 - k1
       5          5

Die Folge ist monoton wachsend.


b) 5 / k

ak+1 - ak=

5 / (k+1) - 5 / k =

   5k        -     5(k+1) =
(k²+ k)          (k²+ k)


5k - 5k - 5  =
  (k²+ k)


   -5      
(k²+ k)

Die Folge ist monoton fallend.

Probe:

ak= 5 / k

a1= 5
a2= 2,5
a3= 5/3
a4= 5/4
a5= 1


ak+1 - ak

a1+1 - a1=

a2 - a1 = -2,5

   -5      
(k²+ k)

   -5     = -2,5
  1 +1


c) 2k

ak+1 - ak

2k + 1  -  2k

Potenzgesetz

2k + 1   = 2k  *  21


2 k  *   21   -  2k  =

2  *  2k   =   2k  +  2k

2k  +  2k  -  2k = 2k

(a²)³ = a² * a²  * a² = a6

Die Folge ist monoton wachsend.

d) 3k + 3
      k + 1

d= 0

a1= 3
a2= 3
a3= 3

Es ist eine konstante Folge.


e) 1
    3k

ak+1 - ak

1         -    1  =
3k + 1         3k

1         -   3 * 1  =
3k + 1        3k + 1

1         -      3     =
3k + 1        3k + 1

 - 2      
 3k + 1
Die Folge ist monoton fallend.

Probe:

a1= 1/3
a2= 1/9
a3= 1/27

a2 - a1 = 1/9 - 1/3 = 1/9 - 3/9 = -2/9

  - 2       = -2/9
 31 + 1


f)   5 + k
       -k

ak+1 - ak

5 + (k + 1)    -    5 + k =
  -(k + 1)              -k

5 + (k + 1)    -    5 + k =
   -k - 1                 -k

-k (5 + k + 1)  -  (-k -1)  *   (5 + k) =
                 (-k -1) * -k

-k²-6k -(-5k -k²- 5 - k) =
              k²+ k

-k²-6k + 5k + k² + 5 + k =
              k²+ k

     5      
  k²+ k

Die Folge ist monoton wachsend.

2) Die Folgen ak sind monoton wachsend. Ermitteln Sie
für jede der Zahlen z = 10; 50; 500 ein k, für das gilt:

ak  <  z  ≤  ak+1

a) k/3

z = 10
k= 29

Probe:

a29= 29/3
a29+1= a30= 10

29/3 < 10  ≤  30/3

z = 50
k= 149

z = 500
k= 1499


b) 3k + 2

z = 10
k= 2

z = 50
k= 15

z = 500
k= 165


c) k² - k

z = 10
k= 3

z = 50
k= 7

z = 500
k= 22


d) a1= 1   ; ak+1= 5ak

Lösung:

ak= 5k - 1  

z = 10
k= 2

z = 50
k= 3

z = 500
k= 4


3) Die Folgen ak sind monoton fallend. Ermitteln Sie für die Zahlen z = -5
und z = -120 ein k mit:

ak  >  z    ak+1

a) -2k - 1

z = -5
k= 1

Probe:

a1= -3
a1+1= a2= -5

-3  > -5  ≥ -5

z = -120
k= 59


b) 3k - k²

z = -5
k= 4

z = -120
k= 12


c) a1= 0;   ak+1 = ak -10

Lösung:

ak= -10k + 10

a1= 0
a2= -10
a3= -20
a4= -30
a5= -40
a6= -50
a7= -60
a8= -70
a9= -80
a10= -90
a11= -100
a12= -110
a13= -120

z = -5
k= 1

z = -120
k= 12

4) Setzen Sie die Folgen um vier Glieder fort, so dass arithmetische Folgen entstehen!

a) 2; 3,8;

Lösung:

5,6; 7,4; 9,2; 11


b)15; 7,5;

Lösung:

0; -7,5; -15; -22,5; -30


c) -1; -3;

Lösung:

-5; -7; -9; -11


d) 0,7; 09;

Lösung:

1,1; 1,3; 1,5; 1,7


5) Berechnen Sie die ersten sechs Glieder der arithmetischen Folgen ak, von denen Sie
die folgenden Werte kennen! Bestimmen Sie jeweils auch a15 und a27!

a) a1= 8,5
    d= -1,5

Lösung:

ak= 10 - 1,5k

a2= 7
a3= 5,5
a4= 4
a5= 2,5
a6= 1
a15= -12,5
a27= -30,5


b) a3= 11;   a8= 31

Lösung:

ak= 4k - 1

a1= 3
a2= 7
a3= 11
a4= 15
a5= 19
a6= 23
a15= 59
a27= 107


c) a4= -23;  d= -12

Lösung:

ak= 25 -12k

a1= 13
a2= 1
a3= -11
a4= -23
a15= -155
a27= -299


d) a5= 25;   d= -0,01

Lösung:

ak= 25,05 - 0,01k

a1= 25,04
a2= 25,03
a3= 25,02
a4= 25,01
a5= 25,00
a15= 24,90
a27= 24,78


e) a13= -6;   a22= -9

Lösung:

22-13= 9
-9 - -6 = -3

Die Differenz d zwischen den Gliedern ist -1/3.

ak= -2 - (k-1) * 1/3


a1= -2
a2= -2 - 1/3
a3= -2 - 2/3
a4= -2 - 3/3
a5= -2 - 4/3
a6= -2 - 5/3
a7= -2 - 6/3
a8= -2 - 7/3
a9= -2 - 8/3
a10= -2 - 9/3
a11= -2 - 10/3
a12= -2 -11/3
a13= -2 - 12/3
a15= -2 - 14/3
a27= -2 - 26/3


6a) a7= 0;   d= 12

ak= -72 + 12(k - 1)


a1= -72
a2= -60
a3= -48
a4= -36
a5= -24
a6= -12
a15= 96
a27= 240


b) a3= 7,5;   d= 9

ak= -10,5 + (k-1) * 9

a1= -10,5
a2= -1,5
a3= 7,5
a4= 16,5
a5= 25,5
a6= 34,5
a15= 115,5
a27= 223,5


c) a6= 19;   a9= 14,5

19 - 14,5= 4,5
6 - 9= -3

d= 4,5/-3= -1,5

ak= 26,5 -1,5(k - 1)

a1= 26,5
a2= 25
a3= 23,5
a4= 22
a5= 20,5
a6= 19
a15= 5,5
a27= -12,5


d) a7= 6,8;   d= 8,6

ak= -44,8 + 8,6(k - 1)

a1= -44,8
a2= -36,2
a3= -27,6
a4= -19
a5= -10,4
a6= -1,8
a15= 75,6
a27= 178,8


e) a13= 5;   a19= 9

5 - 9= -4
13 - 19= -6

d= 4/6= 2/3

ak= -3 + 2/3(k - 1)

a1= -3
a2= -2,333...
a3= -1,666..
a4= -1
a5= -0,3333...
a6= 0,3333...
a15= 6,333..
a27= 14,333..


8) Setzen Sie die Folgen um vier Glieder fort, so dass geometrische Folgen entstehen!

a) 3; 6;

ak+1= ak * 2      rekursiv
ak= 3 * 2
k - 1      explizit

a3= 12
a4= 24
a5= 48
a6= 96


b) 36; 12

ak+1= ak * 1/3
ak= 36 * 1/3
k - 1

a3= 4
a4= 4/3
a5= 4/9
a6= 4/27


c) -4;  -√16

nicht genau bestimmt

√16 =  4

√16= -4


d) a1= 1/2;    a2= 3/4

ak+1= ak * 3/2

a3= 9/8
a4= 27/16
a5= 81/32
a6= 243/64


e) a1= 1;    a2= -2

ak+1= ak * -2

a3= 4
a4= -8
a5= 16
a6= -32


f) a1= -20;   a2= -5

ak+1= ak * 1/4

a3= -5/4
a4= -5/16
a5= -5/64
a6= -5/256


Berechnen Sie die ersten fünf Glieder der geometrischen Folge ak, von der
nachstehende Werte bekannt sind! Beschreiben Sie die Folgen hinsichtlich ihrer Monotonie!


9a) a1= 0,7;   q= 2

ak+1= ak * q

a2= 1,4
a3= 2,8
a4= 5,6
a5= 11,2

Die Folge ist monoton steigend. Es handelt sich um strenge Monotonie.


b) a1= 3;   q= 0,5

a2= 1,5
a3= 0,75
a4= 3/8
a5= 3/16

Die Folge ist monoton fallend. Es handelt sich um strenge Monotonie.


c) a3= -2;   q= -1

a1= -2
a2= 2
a3= -2
a4= 2
a5= -2

Diese Folge ist nicht monoton.


d) a3= -1;   a4= 0,25

Lösung:

ak+1= ak * 1/4

q= 1/4

a1= -16
a2= -4
a3= -1
a4= -1/4
a5= -1/16

Die Folge ist monoton steigend. Es handelt sich um strenge Monotonie.


10a) a2= 5;   a4= 45;   q < 0

ak+1= -(ak) * -3

q= -3

a1= 5/3
a2= 5
a3= 15
a4= 45
a5= 135

streng, monoton steigend


b) a5;    q= 3/2

a1= 112/81
a2= 56/27
a3= 28/9
a4= 14/3
a5= 7

streng, monoton steigend


c) a4= 64   q= 2/5

a1= 1000
a2= 400
a3= 160
a4= 64
a5= 128/5

streng, monoton fallend


d) a2= 9,1;   a3= 2,6;

Lösung:

q= 2/7

a1= 637/20
a2= 91/10
a3= 13/5
a4= 26/35
a5= 52/245

streng, monoton fallend



Partialsummen

Teilsummen

Monat   Leistung in Tausend Euro
1          | 9,4
2          | 9,2
3          | 11,1
4          | 10,7
5          | 10,5
6          | 9,7
7          | 7,9
8          | 7,6
9          | 9,9
10        | 10,8
11        | 11,3
12        | 9,5

Produktionsleistung bis einschließlich Monat

Monat   Leistung in Tausend Euro
1          | 9,4
2          | 9,4 + 9,2= 18,6
3          | 18,6 + 11,1= 29,7
4          | 40,4
5          | 50,9
6          | 60,6
7          | 68,5
8          | 76,1
9          | 86
10        | 96,8
11        | 108,1
12        | 117,6


anderes Beispiel, umgekehrte Vorgehensweise, hier liegen die Summen vor

Quartal   Leistung in Tausend Euro
1          | 28,2
2          | 54,8
3          | 82,8
4          | 110,4

einzelne Quartalsleistung ist zu ermitteln

Quartal   Leistung in Tausend Euro
1          | 28,2
2          | 26,6
3          | 28
4          | 27,6

ak= a1; a2; a3;...;an;...

s1= a1;
s2= a1 + a2;
s3= a1 + a2 + a3; = die dritte Partialsumme der Folge ak
sn=a1 + a2 + a3 + ...an = Partialsumme der Folge ak
Die n-te Partialsumme sn hat also n Summanden.


Die Teilsummenfolge sn wird als Reihe bezeichnet

sn= s1; s2; s3; ...; sn; ...

s1= a1

rekursive Beschreibung
sn+1= sn + an+1


13) Ermitteln Sie die ersten fünf Partialsummen der Folgen:

a)  3k + 5

a1= 8
a2= 11
a3= 14
a4= 17
a5= 20

s1= a1= 8
s2= 19
s3= 23
s4= 40
s5= 60


b)   k²

a1= 1
a2= 4
a3= 9
a4= 16
a5= 25

s1= a1= 1
s2= 5
s3= 14
s4= 30
s5= 55



c)        k  
         10
k  

a1= 1/10
a2= 1/100
a3= 1/1000
a4= 1/10000
a5= 1/100000


s1= 1/10
s2= 11/100
s3= 111/1000
s4= 1111/10000
s5= 11111/100000



14) Eine Folge ak habe die Partialsummenfolge sk= k³
 sk= 1; 8; 27; .... Geben Sie die ersten sechs Glieder der Folge ak an!

a1= 1            s1=1
a2= 7            s2= 8
a3= 19          s3= 27
a4= 37          s4= 64
a5= 61          s5= 125
a6= 91          s6= 216

sn+1= sn + an+1

sn + an+1= sn+1

an+1= sn+1 - sn

für a4 gilt

a3 +1= s3+1 - s3

a4= s4 - s3

a4= 37



Summenzeichen Sigma
Griechischer Großbuchstabe "sigma", entspricht dem S in lateinischer Schrift

  n
Σ ak
k= 1

Lies: Summe ak über alle k von 1 bis n

sn= a1 + a2 + a3 + a4 + ... + an-1 + an


  n
Σ 1  = n
k= 1

 
n
Σ 2  = 2n
k= 1

  5
Σ k  = 1 + 2 + 3 + 4 + 5 = 15 = (n² + n)
k= 1                                                                                     2



Auch für die erste Partialsumme s1, die ja eigentlich keine Summe ist,
kann das Summenzeichen benutzt werden.
      
            1
  s1 = Σ 2k - 1  =  1
           k= 1



Beispiele:


10a)    5
          Σ 2k - 1  =  1 + 3 + 5 + 7 + 9= 25
         k= 1


10b)    5
          Σ 2
k  =  1 + 2 + 4 + 8 + 16 + 32= 63
         k= 0



10c)    5
          Σ (-1)
k  * 3k   =  1 - 3 + 9 - 27 + 81 - 243= -182
         k= 0




15) Welche der vier Terme stellen die gleiche Summe dar?


           7
          Σ 2
k-1  = 127
         k= 1


           7
          Σ 2
n-1  = 127
         n= 1


           7
          Σ 2
k  = 255
         k= 0


           6
          Σ 2
k  = 127
         k= 0



Für die Folge der ungeraden natürlichen Zahlen ak= 2k - 1 ergeben sich
die Partialsummen:


                  1
    s1 =      Σ 2k - 1  =  1
                 k= 1


                 2
   s2 =      Σ 2k - 1  =  1 + 3  =  4
                k= 1


                 3
   s3 =      Σ 2k - 1  =  1 + 3 + 5  =  9
                k= 1


                4
  s4 =      Σ 2k - 1  =  1 + 3 + 5 + 7  =  16
                k= 1


                5
  s5 =      Σ 2k - 1  =  1 + 3 + 5 + 7 + 9  =  25
               k= 1


Vermutung:

               n
  sn =     Σ 2k - 1  =  n²
              k= 1


                100
  s100 =    Σ 2k - 1  =  1 + 3 + 5 + 7 + 9  + ... + 2n-3 + 2n-1 = 10000
                 k= 1



12) Es ist eine Vermutung über eine Summenformel für die Folge ak= 2
k   kN,
also für die Folge der Zweipotenzen, aufzustellen.


k        0        1        2        3        4        5

ak      1        2        4        8        16      32

sk      1        3         7      15       31      63


sk= 2ak - 1

sk=( ak+1 ) - 1

sk= 2
k+1  - 1


   n
  Σ 2
k  = 2n+1  - 1
 k= 0



13) Es ist eine Vermutung über eine Summenformel für die Folge ak= 3
k   kN,
also für die Folge der Dreierpotenzen, aufzustellen.


k        0        1        2        3        4        5

ak      1        3        9        27      81     243

sk      1        4       13       40     121    364


sk= (ak+1) -1
             2

sk= ak * 3 -1
             2

   n
  Σ 3
k  = (3n+1 - 1)  /  2
 k= 0          


Probe für s6

   6
  Σ 3
k  = (36+1 - 1)  /  2  = 1093
 k= 0          


inducere (lateinisch) hineinführen
Einzelergebnisse verallgemeinert = induktiv


1) Schreiben Sie folgende Summen ausführlich!


a)

  10
  Σ 5k + 3  =  3 + 8 + 13 + 18 + 23 + 28 + 33 + 38 + 43 + 48 + 53= 308
 k= 0          


b)

   5
  Σ (1/3)
k   =  1 + 1/3 + 1/9 + 1/27 + 1/81 + 1/243= 364/243
 k= 0          


c)

  6
  Σ 1/(k² + k)  =  1/2 + 1/6 + 1/12 + 1/20 + 1/30 + 1/42= 6/7
 k= 1          


d)

   9
  Σ (-1
)k  * 1/(k + 1)  =  1 - 1/2 + 1/3 - 1/4 + 1/5 - 1/6 + 1/7 - 1/8 + 1/9 - 1/10= 1627/2520
 k= 0          


Vorzeichenwechsel

an = (-1)
n

(-1)
0 =  1

(-1)
1 =  -1

(-1)
2 =  1

(-1)
3 =  -1


kein Vorzeichenwechsel

an = -1
n

-1
0 =  -1

-1
1 =  -1

-1
2 =  -1

-1
3 =  -1



2) Ordnen Sie die folgenden Terme so, dass Sie die Zeichen < und = in richtiger Weise
dazwischen setzen können!


a)

   8
  Σ k  =  1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8= 36
 k= 1      


   7
  Σ k+8  =  9 + 10 + 11 + 12 + 13 + 14 + 15= 84
 k= 1      


      8
1+ Σ k  =  1 +    2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8= 36         Achtung!
    k= 2      


   5             8
  Σ k   +   Σ k  =  1 + 2 + 3 + 4 +5 + 5 + 6 + 7 + 8= 41
 k= 1         k=5



b)

  10
  Σ 1/k  =  2,928968254
 k= 1      


  11
  Σ 1/k  =  2,019877345
 k= 2      


   9
  Σ 1/(k+1)  =  2,928968254
 k= 0      


  11
  Σ 1/(k-1)  =  2,928968254
 k= 2      



c)

   5
  Σ 2
k - 1  =  2 + 4 + 8 + 16= 30
 k= 2          


   4
  Σ 2
k  =  2 + 4 + 8 + 16= 30
 k= 1          


   3
  Σ 2
k  =  1 + 2 + 4 + 8= 15
 k= 0          


   3
  Σ 2
n  =  1 + 2 + 4 + 8= 15
 n= 0          

 

3) Schreiben Sie folgende Summen unter Verwendung des Summenzeichens!


a)   5 + 11 + 17 + 23 + 29 + 35 + 41 + 47 + 53 + 59 =

   9
  Σ 6k+5  =  320
 k= 0      


b)  1 + 1/2 + 1/4 + 1/8 + 1/16 + 1/32 + 1/64 =

   6
  Σ (1/2
)k   =  127/64
 k= 0      


c)   2 - 6 + 10 - 14 + 18 - 22 + 26 - 30 =

   8
  Σ (4k - 2) * (-1)
k + 1   =  2 - 6 + 10 - 14 + 18 - 22 + 26 - 30 = -16
 k= 1      


d)   2 + 6 + 12 + 20 + 30 + 42 + 56 + 72 + 90 =

   9
  Σ k
2 + k = 330
 k= 1          



4) Ermitteln Sie für die Folgen Summenformeln! Schreiben Sie die vermuteten
Summenformeln mit Hilfe des Summenzeichens!


a) ak= 2k
(ak)= (2k) eigentlich richtige Schreibweise einer Folge


k        0        1        2        3        4        5

ak      0        2        4        6        8        10

sk      0        2        6        12      20      30


sk= k²+  k


   n
  Σ 2k   =   n²+ n
 k= 0          


b) ak = 1/(k²+ k)       k≠0


k        1        2        3        4        5        6

ak      1/2     1/6     1/12   1/20   1/30   1/42

sk      1/2     2/3     3/4     4/5     5/6     6/7


sk= k/(k+1)

   n
  Σ 1/(k²+ k)   =   n/(n + 1)
 k= 1          



5) Vermuten Sie allgemeine Summenformeln!

a)

   n
  Σ 1/[ (3k - 2) * (3k + 1) ]
 k= 1          


k        1            2            3            4            5            6

ak      1/4         1/28       1/70       1/130     1/208     1/304

sk      1/4         2/7         3/10       4/13       5/16       6/19


   n
  Σ 1/[ (3k - 2) * (3k + 1) ]   =   n/(3n + 1)
 k= 1          


b)

   n
  Σ k * 2
k-1 
 k= 2          


k        2        3        4        5        6        7

ak      4        12      32      80      192    448

sk      4        16      48      128     320   768


   n
  Σ k * 2
k-1   =   (n - 1) * 2n
 k= 2          



Carl Friedrich Gauss (1777 bis 1855) soll als Neunjähriger die vom Lehrer verlangte Addition der natürlichen
Zahlen von 1 bis 100 über Erwarten schnell ausgeführt haben. Dazu fasste er zunächst die Zahlen zu den 50 Paaren

1 + 100;        101
2 + 99;          101
3 + 98;          101
4 + 97;
5 + 96;
6 + 95;
7 + 94;
8 + 93;
...

50 + 51;        101


zusammen und erhielt als Summe: 50 * 101 = 5050



6) Ermitteln Sie in gleicher Weise die Summe der ersten einhundert ungeraden Zahlen!

1 + 199;        200
3 + 197;        200
5 + 195;        200
7 + 193;        200
...

99 + 101;      200


200 * 50= 10000

Summenformel für die ersten einhundert ungeraden Zahlen



7) Das in Aufgabe 6 beschriebene Verfahren lässt sich abwandeln, wie nachstehendes
Beispiel für die 9. Partialsumme der Folge 3k + 2 k≥0 zeigt.

s9= 2 + 5 + 8 + 11 + 14 + 17 + 20 + 23 + 26

s9= 26 + 23 + 20 + 17 + 14 + 11 + 8 + 5 + 2

a1 + a9= 28
a2 + a8= 28
a3 + a7= 28

s9 + s9= 9 * 28
s9= 9 * 14
s9= 126

Ermitteln Sie ebenso die Summe der ersten fünfzig natürlichen Zahlen, die bei Teilung
durch 3 den Rest 1 lassen!

Lösung:

ak= 3k + 1    k>0


k        1        2        3        4        5        6

ak      4        7        10      13      16      19

sk      4        11       21      34      40      59


a1= 4
a50= 151

a1 + a50= 155
a2 + a49= 155
a3 + a48= 155

s50 + s50= 50 * 155

s50= 25 * 155

s50= 3875



8a) Vermuten Sie eine Summenformel für die Folge der Viererpotenzen!

ak= 4
k


k        0        1        2        3        4        5

ak      1        4        16      64      256    1024

sk      1        5        21      85      341    1365


   n
  Σ 4
k   =   (4n+1 - 1) / 3
 k= 0          


Probe:

s5= (4
5+1 - 1) / 3

s5= 1365



8b) Vermuten Sie eine Summenformel für die Folge der Fünferpotenzen!

ak= 5
k


k        0        1        2        3        4        5

ak      1        5        25      125    625    3125

sk      1        6        31      156    781    3906


   n
  Σ 5
k   =   (5n+1 - 1) / 4
 k= 0          


Probe:

s5= (5
5+1 - 1) / 4

s5= 3906




9) Vermuten Sie eine allgemeine Summenformel für die Folge ak= z
k  der Potenzen
einer beliebigen natürlichen Zahl z.  z > 0


   n
  Σ z
k   =   (zn+1 - 1) / (z-1)
 k= 0          



Der Grundgedanke des Beweisverfahrens durch vollständige Induktion


Formel für die Summe der ungeraden Zahlen


   n
  Σ 2k - 1  =  n²
 k= 1          


Fünferquadrat → Sechserquadrat

5²= 25
6²= 5²+ 2 * 5 + 1= 36
7²= 6²+ 2 * 6 + 1= 49

k²+ 2k +1


(ak) = (2k - 1)

sk+1= sk + ak+1

ak+1= 2(k+1) - 1

ak+1= 2k + 2 -1

ak+1= 2k + 1 

sk+1= k²+ 2k + 1

sk+1= (k + 1)²


Beweis durch Vollständige Induktion

   n
  Σ 2
k  = 2n+1  - 1
 k= 0


Anfang: Die Aussage gilt für eine bestimmte natürliche Zahl (meist 0 oder 1) als Anfangswert.

Vererbung: Aus der angenommenen Gültigkeit für eine natürliche Zahl k folgt stets die
                   Gültigkeit für deren Nachfolger k+1.


Anfang: Für n= 0 ist zu zeigen

2
0 = 21 - 1

1 = 1

Vererbung: Wir nehmen an, die Formel sei für eine beliebige, aber feste natürliche Zahl n = k gültig.

2
0 + 21 + 22 + ... + 2k-1 + 2k   =  2k+1 - 1

Bei Übertragung der Gültigkeit der Formel auf den Nachfolger k+1 müsste gelten

2
0 + 21 + 22 + ... + 2k-1 + 2k + 2k+1  =  2(k+1)+1 - 1

Veränderung der linken Seite

2
0 + 21 + 22 + ... + 2k-1 + 2k        +      2k+1         =          2(k+1)+1 - 1
                    |                                          |
               2
k+1 - 1                          +     2k+1            =          2(k+1)+1 - 1            
              
               2
k+1 - 1  + 2k+1

               2
1  * 2k+1 - 1

               2
k+2 - 1     Potenzgesetz                        =          2(k+1)+1 - 1


Die Summenformel gilt für n= 0 und n= 0 + 1 = 1 und n= 1 + 1 = 2 und n= 2 + 1 = 3 und ... Da man
durch fortgesetzte Nachfolgerbildung (Addition von 1) schließlich jede natürliche Zahl erreicht, gilt die Formel
für alle natürlichen Zahlen.



17a) Beweisen Sie die Summenformel für die Folge der Dreierpotenzen.


   n
  Σ 3
k  = (3n+1  - 1) / 2
 k= 0


Anfang: Für n= 0 ist zu zeigen

3
0 = (31 - 1) / 2

1 = 1

Vererbung: Wir nehmen an, die Formel sei für eine beliebige, aber feste natürliche Zahl n = k gültig.

3
0 + 31 + 32 + ... + 3k-1 + 3k   =  (3k+1 - 1) / 2

Bei Übertragung der Gültigkeit der Formel auf den Nachfolger k+1 müsste gelten

3
0 + 31 + 32 + ... + 3k-1 + 3k + 3k+1  =  (3(k+1)+1 - 1) / 2

Veränderung der linken Seite

3
0 + 31 + 32 + ... + 3k-1 + 3k      +      3k+1          =          (3(k+1)+1 - 1) / 2
                    |                                         |
      
    (3k+1 - 1) / 2                    +      3k+1             =          (3(k+1)+1 - 1) / 2     


           (3
k+1 - 1) / 2                    +  2 * 3k+1  / 2  =          (3(k+1)+1 - 1) / 2     

           (3
1  * 3k+1 - 1) / 2     Potenzgesetz           =          (3(k+1)+1 - 1) / 2   
 
           (3
(k+1)+1 - 1) / 2                                       =           (3(k+1)+1 - 1) / 2   



17b) Beweisen Sie ebenso die Summenformel

   n
  Σ 2k   =   n²+ n    !
 k= 1          


Anfang: Für n= 1 ist zu zeigen

2 * 1 = 1²+ 1

1 = 1

Vererbung: Wir nehmen an, die Formel sei für eine beliebige, aber feste natürliche Zahl n = k gültig.

2 * 1 + 2 * 2 + 2 * 3 + ... + 2 * (k - 1) + 2 * k   =   k²+ k

Bei Übertragung der Gültigkeit der Formel auf den Nachfolger k+1 müsste gelten

2 * 1 + 2 * 2 + 2 * 3 + ... + 2 * (k - 1) + 2 * k        +       2 * (k+1)   =  ( k + 1)²+ ( k + 1)

Veränderung der linken Seite

                                 k²+ k                                      +         2k + 2     =   k²+ 2k + 1 + k + 1
                 
                                                      k²+ 3k + 2                                   =   k²+ 3k + 2




H(n)   

Lies: H von n
symbolische Schreibweise
Aussage über natürliche Zahlen

n = jede natürliche Zahl
Jeder natürlichen Zahl n wird aus dem Definitionsbereich von H etwas zugeordnet.
Und zwar die Aussage "wahr" oder "falsch".


18a)  H(n) bedeute: "n²+ 3n + 7 ist durch 5 teilbar".
Bilden Sie H(0), H(2), H(3), H(4), H(8) und H(10)
Welche der so erhaltenen Aussagen sind wahr?

H(0) = 7 = falsch
H(2) = 17 = falsch
H(3) = 25 = richtig
H(4) = 45 = richtig
H(8) = 95 = richtig
H(10) = 137 = falsch

Bilden Sie auch H(k-1), H(k+1), H(n+2), H(2n)!

H(k-1) = k²+ k + 5

H(k+1) = k²+ 5k + 11

H(n+2) = n²+ 7n + 17

H(2n) = 4n²+ 6n + 7

                                  n       
18b) H(n) bedeute: "  Σ 2
k  = 2n+1  - 1 "
                                k= 0  

Bilden Sie H(3), H(5), H(n-1), H(n+1), H(2n+1)!

H(3) = 2
4 - 1 = 15
H(5) = 2
6 - 1 = 63
H(n-1) = 2
n-1+1  - 1 = 2n - 1
H(n+1) = 2
n+1+1  - 1 = 2n+2 - 1
H(2n+1) = 2
2n+1+1  - 1 = 22n+2 - 1

Die Aussage "Für alle natürlichen Zahlen n n0 gilt H(n)" ist wahr, wenn folgendes gilt:
1. H(n) ist richtig für n =  n0;
2. Aus der Gültigkeit von H(n) für n = k folgt für beliebiges k die Gültigkeit für n= k + 1.

Ist speziell n0 = 0, so gilt H(n) für alle natürlichen Zahlen. Folgt beispielsweise dann aus der Gültigkeit
von H(n) für n= k die für n= k + 2, so ist H(n) für alle geraden Zahlen wahr.


1) Folgende Aufgabe aus der "Unterhaltungsmathematik" ist schon sehr alt:
Ein Brett trägt die Stifte A, B und H, auf die man zylindrische, in der Mitte durchbohrte Scheiben
verschiedener Größe stecken kann. Zunächst sind die Scheiben der Größe nach auf dem Stift A angeordnet.
Sie sollen einzeln, jedoch mit möglichst wenigen Umsetzungen zum Stab B gebracht werden, um dort wieder
solch einen Turm zu bilden. Dabei darf der Hilfsstift H zum Ausweichen benutzt werden. Niemals darf jedoch
irgendwo eine größere über einer kleineren Scheibe liegen.

a) Versuchen Sie, die Aufgabe mit 6 Scheiben zu lösen, und zählen Sie, wie viele Umsetzungen Sie benötigen!

1 Scheibe      = 1 Umsetzung         = Summe 1
2 Scheiben    = 3 Umsetzungen      = Summe 4
3 Scheiben    = 7 Umsetzungen      = Summe 11
4 Scheiben    = 15 Umsetzungen    = Summe 26
5 Scheiben    = 31 Umsetzungen    = Summe 57
6 Scheiben    = 63 Umsetzungen    = Summe 120


rekursiv ak+1= 2ak + 1
explizit ak= 2
k  - 1
Summenformel sn= 2
n+1 -2 -n


b) Wie viele Umsetzungen sind für einen Turm aus 8, 10 und 12 Scheiben erforderlich?

ak= 2
k - 1

a8= 2
8 - 1 = 255
a10= 2
10 - 1 = 1023
a12= 2
12 - 1 = 4095



2a) Wie viele verschiedene "Wörter" kann man aus den vier Buchstaben B, E, I und L bilden, wenn kein Buchstabe
mehrfach vorkommen darf und jede beliebige Buchstabenzusammenstellung als "Wort" angesehen wird?


ak= k!      (k Fakultät)

a4= 4!
a4= 1 * 2 * 3 * 4 = 24


2b) Wie kann man auf Grund des Ergebnisses von 2a sofort ermitteln, wie viele "Wörter" sich aus
fünf verschiedenen Buchstaben bilden lassen?


a5= 5!
a5= 1 * 2 * 3 * 4 * 5= 120



3) Erläutern Sie, für welche Zahlen n eine bestimmte Aussage mit Sicherheit gilt,
wenn man folgendes weiß:

a) 1 Die Aussage ist gültig für n = 0
    2 Für beliebiges k gilt: Wenn die Aussage für n = k gültig ist, so gilt sie auch für
       n = k + 3

Gilt für alle natürlichen Zahlen die durch 3 teilbar sind.


b) 1 Die Aussage ist nicht gültig für n = 1.
    2 Für beliebiges n = k folgt aus der angenommenen Gültigkeit der Aussage für
       k ihre Gültigkeit für k + 1.
      
Gilt für alle natürlichen Zahlen die größer als 1 sind.


c) 1 Die Aussage ist wahr für 0 und 1.
    2 Für beliebiges k folgt aus der Wahrheit der Aussage für k die Wahrheit für k + 2.
      

bei n = 0 gilt für alle geraden natürlichen Zahlen
bei n = 1 gilt für alle ungeraden natürlichen Zahlen


d) 1 Die Aussage ist gültig für n = 1.
    2 Aus der Gültigkeit der Aussage für n = k folgt die Gültigkeit für n = 2k.
   

Die Aussage gilt für alle Zweierpotenzen.


e) 1 Die Aussage ist wahr für n = 100.
    2 Aus dem Zutreffen der Aussage für n = k folgt stets das Zutreffen für n = k - 1.
   
0 ≤ n ≤ 100   n
N


f) 1 Die Aussage trifft zu für n = 3.
    2 Aus der Gültigkeit der Aussage für n = k - 1 folgt ihre Gültigkeit für n = k.

n ≥ 3    n
N




Beweise für Summenformeln mittels vollständiger Induktion


H(n)

1. Induktionsanfang

H(n0)

2. Induktionsschritt

wenn H(k) so H(k + 1)


k        1        2        3        4        5        6

ak      1        2        3        4        5        6       

sk      1        3        6        10      15      21


ak= k


Summe der natürlichen Zahlen von 1 bis n beträgt n(n +1)
                                                                               2
Voraussetzung: n ist eine natürliche Zahl und n > 0

H(n): 1 + 2 + 3 + ... + n  =  n(n + 1)
                                                2
Beweis:

1. Induktionsanfang

H(1) besagt 1 = 1(1 + 1)
                               1
1 = 1

H(1) möglichst kleine natürliche Zahl


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

n = k

H(k): 1 + 2 + 3 + ... + k = k(k + 1)
                                              2

Induktionsbehauptung

H(k+1) wahr: 1 + 2 + 3 ... + k             +      (k + 1)  =  (k +1) * (k + 1 + 1)
                                                                                                  2

                                 k(k + 1)             +      (k + 1)  =  (k + 1) * (k + 2)
                                      2                                                        2



                                 k(k + 1)             +    2(k + 1)  =  (k + 1) * (k + 2)
                                      2                               2                      2

                                                   
                                                   (k + 1) * (k + 2)  =  (k + 1) * (k + 2)
                                                               2                            2


1. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

19a) Stellen Sie die Beweisführung mit Hilfe des Summenzeichens dar!


   n
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1             2        


1. Induktionsanfang

   1
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1             2     


1 = 1(1 + 1)
           2

1 = 1

2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

n = m

  m
  Σ k   =   m(m + 1)
 k= 1              2     


Induktionsbehauptung


 m+1
  Σ k   =   (m + 1) * (m + 2)
 k= 1                     2     


 m+1           m
  Σ k   =    Σ k  +  (m + 1)     =                                        
k= 1          k=1                                                              


rechte Seite

m(m + 1)  +  (m + 1)  =
       2


m²+ m + 2m + 2  =
           2


m²+ 3m + 2  =
         2

(m + 1) * (m + 2)
            2

Wenn H(n), so H(n+1)


19b) Vergleichen Sie die bewiesene Summenformel mit der für die geraden Zahlen!


   n
  Σ  =   n(n + 1)
 k= 1             2        


Summenformel für die geraden Zahlen:
  n                                               n
  Σ 2k   =   n² + n          =           Σ 2k   =  2n(n + 1)   
 k= 1                                           k=1               2


                             n
19c) Wie groß ist  Σ 3k ?
                            k=1


k        1        2        3        4        5        6

ak      3        6        9        12      15      18       

sk      3        9        18      30      45      63


   n                                                      
  Σ 3k   =   3n(n + 1)   
 k= 1                2


2. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

16) Gesucht ist eine Summenformel für die Folge (ak) mit  ak=        1      
                                                                                                 k(k + 1)

k > 0


k        1        2        3        4        5        6

ak      1/2     1/6     1/12   1/20  1/30    1/42       

sk      1/2     2/3     3/4     4/5    5/6      6/7


Vermutung: sn= n / (n + 1)

   n                                                      
  Σ         1          =       n    
 k= 1   k(k + 1)          n +1



Beweis:

Voraussetzung n ist eine natürliche Zahl, n > 0

1. Induktionsanfang


   1                                                      
  Σ        1          =       1/2
 k= 1   k(k + 1)         



2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

n = m

  m                                                      
  Σ        1          =         m       
k= 1   k(k + 1)           m + 1



Induktionsbehauptung


 m+1                                                     
  Σ        1          =      m + 1
k= 1   k(k + 1)            m + 2


 m+1                       m                        
  Σ       1          =   Σ            1            +               1                    =
k= 1   k(k + 1)       k= 1     k(k + 1)             (m + 1) * (m + 2)
                                                |                                |
                         Summe bis einschließlich m     das Glied m + 1

rechte Seite

       m               +                       1                  =
    m + 1                           (m + 1) * (m + 2)                
 
     m * (m + 2) + 1     =
    (m + 1) * (m+2)


       m²+ 2m + 1        =
    (m + 1) * (m + 2)


          (m + 1)²           =   
    (m + 1) * (m + 2)


     (m + 1) * (m + 1)    =
     (m + 1) * (m + 2)

        (m + 1)  
        (m + 2)

Wenn H(n), so H(n+1)

//Hefter


Summenfolge, Partialsummenfolge der Quadratzahlen

1² + 2² + 3² + ... + n²

sn = n * (n + 1) * (2n + 1)  
                      6

sn = ((n²  + n) * (2n + 1)) / 6

sn = (2n³ + n² + 2n² + n) / 6

sn = (2n³ + 3n² + n) / 6


k        1        2        3        4        5

ak      1        4        9        16      25

an      1        5       14       30      55


3. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

17) Es ist zu beweisen, dass die Folge (k²) der Quadratzahlen die Partialsummenfolge (sn) mit

sn = n * (n + 1) * (2n + 1)   hat.
                       6

Voraussetzung n ist eine natürliche Zahl, n > 0

Behauptung:

   n
  Σ k²   =   n(n + 1) * (2n + 1)
 k= 1                      6        


1. Induktionsanfang:

Für n = 1 gilt die Aussage 1²=  1 * 2 * 3
                                                      6

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

   n
  Σ k²   =   n(n + 1) * (2n + 1)
 k= 1                      6        


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
 Σ k²   =   (n + 1) * (n + 2) * (2n + 3)
k= 1                             6        


n+1             n
 Σ k²   =   Σ k² + (n + 1)² =   n(n + 1) * (2n + 1)  +  (n + 1)²
k= 1          k=1                                         6


n(n + 1) * (2n + 1)  +  6(n + 1)²       =     / (n + 1) ausklammern
                  
6

(n + 1) * [ n * (2n + 1) + 6(n + 1)]      =
                   
6

(n + 1) * (2n²+ 7n + 6)      =
           
  6

(n + 1) * (n + 2) * (2n + 3)
                 6


20a) Auch n = 0 hätte in den Gültigkeitsbereich der Summenformel von vornherein mit einbezogen können.


   n
  Σ k²   =   n(n + 1) * (2n + 1)
 k= 0                       6        

Wie hätte dann der Induktionsanfang  lauten müssen?


1. Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage 0²=  0 * 1 * 2 * (0 + 1)
                                                            6
                                        0 = 0


20b) Untersuchen Sie die Möglichkeit des Einbeziehens von n = 0 auch bei den Beispielen


   n
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1              2     


und


   n                                                      
  Σ         1          =       n    
 k= 1   k(k + 1)          n +1                !



1. Induktionsanfang


   n
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1             2     


   0
  Σ k   =   0(0 + 1)
 k= 0              2     


0 = 0(0 + 1)
           2

0 = 0


   n                                                      
  Σ         1          =       n    
 k= 1   k(k + 1)          n +1                !

k = 0 nicht möglich weil Division mit 0 nicht möglich

 

Summenformel für eine beliebige arithmetische Folge


Bei einer arithmetischen Folge (ak) mit dem Anfangsglied a1 = a und der Differenz d lautet das k-te Glied:

ak= a + (k - 1) * d


n-te Partialsumme:

          n
 sn= Σ a + (k - 1) * d
        k= 1                       

sn= a + (a + d) + (a + 2d) + ... + (a + (k - 1) * d

Beispiel:     d = 2;  a= 0;    6. Glied

a6= 0 + (6 - 1) * 2
a6= 10

sn= 0 + 2 + 4 + 6 + 8 + 10

sn= n * a + ( d + 2d + 3d + ... + (n - 1)d )

sn= n * a +d * (1 + 2 + 3 + ... + (n - 1)  )

                       n-1
sn= n * a + d * Σ k
                       k=1

unter Verwendung von:

   n
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1              2        


(n - 1) für n


  n-1
  Σ k   =  (n - 1) * (n -1 + 1)
 k= 1                   2        


  n-1
  Σ k   =   n * (n - 1)
 k= 1             2        


sn = n * a + d * (n - 1) * n
                              2

sn = 2na +  n * (n - 1) * d
                   2

sn = n * (2a + (n - 1) * d
                   2

sn = n * (a + (a + (n - 1) * d))
                   2

an= a + (n - 1) * d


sn = n(a + an)
             2


Summenformeln arithmetischer Folgen

        n
sn = Σ ak
      k=1


        n
sn = Σ (a + (k - 1) * d)
      k=1


sn = n(a + an)
             2


21) Wenden Sie diese Summenformeln  auf die Folgen der natürlichen, der geraden und der ungeraden Zahlen
 für n= 50 sowie für n= 100 an, vergleichen Sie mit den Ihnen bereits bekannten Ergebnissen!

für natürliche Zahlen

   n
  Σ k   =   n(n + 1)
 k= 1                 2        


  50
  Σ k   =   50(50 + 1)
 k= 1               2        


s50= 1275


sn = n(a + an)
             2

s50 = 50(1 + 50)
                2

s50= 1275



 100
  Σ k   =   100(100 + 1)
 k= 1                 2        


s100= 5050


sn = n(a + an)
             2

s100 = 100(1 + 100)
                    2

s100= 5050


für gerade natürliche Zahlen

   n                                              
  Σ 2k   =   n²+ n        
 k= 1                      


  50                                              
  Σ 2k   =   50²+ 50        
 k= 1                


s50= 2550

sn= n(a + an)
           2

s50= 50(2 + 100)
                2

s50= 2550


für ungerade natürliche Zahlen


   n
  Σ 2k - 1  =  n²
 k= 1          


 100
  Σ 2k - 1  =  100²
 k= 1          

s100= 10000


sn= n(a + an)
           2


s100= 100(1 + 199)
                   2


s100= 10000



Summenformel für eine beliebige geometrische Folge


Beispiele für Summenformeln geometrischer Folgen


  n
 Σ 2
k   =   2n+1  - 1
k= 0                            


  n
 Σ 3
k   =   (3n+1  - 1) / 2
k= 0                            


  n
 Σ 4
k   =   (4n+1  - 1) / 3
k= 0                            


  n
 Σ z
k   =   (zn+1  - 1) / (z -1)
k= 0                            

z ≠1

0
0 nicht definiert deshalb z ≠0

Die Vermutung wurde auf Grund nur weniger Werte für z, die durchweg natürliche Zahlen
sind, gewonnen. Deshalb wird man vor einer allgemeinen Beweisführung an Hand einfacher
Beispiele überlegen, ob auch andere Werte für z zu einem vernünftigen Ergebnis führen.


z= -2
n= 5

  n
 Σ z
k   =   (zn+1  - 1) / (z -1)
k= 0                            

  5
 Σ (-2)
k   =   ((-2)6  - 1) / -3
k= 0                            

= 64 -1
     -3

= -21


 5
 Σ (-2)
k   =   1 - 2 + 4 - 8 + 16 - 32 = -21
k= 0 



z= 1/2
n= 5

  n
 Σ z
k   =   (zn+1  - 1) / (z -1)
k= 0                            


  5
 Σ (1/2)
k   =   (0,56  - 1) / (0,5 -1) = 63/32
 k= 0                            

  5
 Σ (1/2)
k   =   1 + 1/2 + 1/4 + 1/8 + 1/16 + 1/32 = 63/32
 k= 0 


22) Beweisen Sie, dass für jede reelle Zahl z mit z ≠0 und z ≠1 und für jede
natürliche Zahl n gilt:

  n
 Σ z
k   =   (zn+1  - 1) / (z -1)            !
 k= 0                            


(z
n+1  - 1) / (z -1)      / * -1  Bruch erweitern mit -1

(1 - z
n+1 ) / (1 - z)            z ≠0 und z ≠1


geometrische Folge (ak); Anfangsglied a1 = a; Quotient q ≠0


ak= a * q
k - 1

n-te Partialsumme

           n
 sn = Σ a * q
k - 1
         k= 1 


          n-1
 sn = Σ a * q
k
         k= 0 


sn= a + aq + aq
2 + ... + aqn - 1

Beispiel s6

s6= aq
0 + aq1 + aq2 + aq3 + aq4 + aq5     // das letzte Glied aq5 = aqn - 1   

sn= a * (1 + q + q
2 + ... + qn - 1)

            n-1
sn= a * Σ q
k
           k=0


unter Verwendung von:

  n
 Σ z
k   =   (zn+1  - 1) / (z -1)          
 k= 0                     


sn= a * (q
n-1 +1  - 1) / (q - 1)


sn= a * (q
n  - 1) / (q -1)   =     // mit -1 erweitern


sn= a * (1 - q
n ) / (1 - q)


sn= a * (q
n  - 1) / (q -1)  =



an= a * q
n - 1

sn= (aq
n  - a) / (q -1)  =

sn= (aq
n-1 * q - a) / (q -1)  =                    // qn = qn-1  * q1

sn= (an * q - a) / (q - 1) =

sn= (a - an * q) / (1 - q)


Summenformeln für geometrische Folgen


          n
sn = Σ ak
        k= 1 

ak= a *  q
k - 1

          n
sn = Σ a * q
k - 1
        k= 1 


         n-1
sn = Σ a * q
k
        k= 0 


geometrische Folge

an = a1 * q
n-1

Summenformel

sn = a1 * (q
n - 1) / (q - 1)

geometrische Folge
an = a0 * q
n

Summenformel
sn = a0 * (q
n+1 - 1) / (q - 1)


Beispiel: an = 2
n

n        1        2        3        4        5       6

an      1        2        4        8       16      32

sn      1        3        7       15      31      63

an = a1 * q
n-1

an = 1 * 2
n-1

a4 = 1 * 2
3

a4 = 16


n        0        1        2        3        4        5

an      1        2        4        8       16      32

sn      1        3        7       15      31      63    

an = a0 * q
n

an = 1 * 2
n

a4 = 1 * 2
4

a4 = 16


Probe für (ak)= (4
k )

        6
s6 = Σ 4
k
       k= 1 


s6= 4 + 16 + 64 + 256 + 1024 + 4096 = 5460

sn= a * (1 - q
n ) / (1 - q)

s6= 4 * (1 - 4
6 ) / (1 - 4)

s6= (4 * -4095) / -3

s6= -16380 / -3

s6= 5460


Aufgaben

4. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

1) Beweisen Sie durch vollständige Induktion, dass für alle natürlichen Zahlen n gilt:


a) 4
0 + 41 + 42 + ... + 4n = (4n+1  - 1) / 3


Behauptung:

  n
 Σ 4
k   =   (4n+1  - 1) / 3    
 k= 0  


1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage 1 + 4 = (4
1+1  - 1) / 3  
                                            5   =   5


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

   n
  Σ 4
k   =   (4n+1  - 1) / 3    
 k= 0                           


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
 Σ  4
k   =   (4n+1+1  - 1) / 3    
k= 0                                


n+1             n
 Σ 4
k   =   Σ 4k +   4n + 1     =   ((4n+1  - 1) / 3)    +   4n + 1
k= 0          k=0                                     


rechte Seite

4
n+1  - 1  +   4n + 1   =
     3                1

4
n+1  - 1  +   3*  4n + 1   =
              3

(4
1 *  4n+1  -1)   / 3   =


(4
n+1+1  -1) / 3



5. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

b)  4 + 10 + 16 + ... + (6n + 4) = (n + 1) * (3n + 4)

  n
 Σ 6k + 4  =  (n + 1) * (3n + 4)
k=0


k        0        1        2        3        4        5

ak      4        10     16       22      28      34    

sk      4        14     30       52      80      114



1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  4 + 10 = 2 * 7
                                               14 = 14


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 6k + 4  =  (n + 1) * (3n + 4)
k=0


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ 6k + 4  =  (n + 2) * (3(n + 1) + 4)
k=0


n+1
 Σ 6k + 4  =  (n + 2) * (3n + 7)
k=0


n+1
 Σ 6k + 4  =  3n² + 7n + 6n + 14
k=0


n+1
 Σ 6k + 4  =  3n²+ 13n + 14
k=0



n+1                     n
 Σ 6k + 4    =    Σ 6k + 4   +   6(n + 1) + 4    =    (n + 1) * (3n + 4) + 6(n + 1) + 4                         
k=0                   k=0


rechte Seite

(n + 1) * (3n + 4) + 6(n + 1) + 4  = 

3n²+ 4n + 3n + 4 + 6n + 6 +4  =

3n²+ 13n + 14



Vollständige Induktion, einfache kurze Erklärung

1.Induktionsanfang für n = 1 Nachweis der Aussage für ein kleines n

siehe

  n
 Σ k(k + 1)  =  n(n + 1) * (n  + 2)
k=1                               3

Für n = 1 gilt die Aussage  1(1 + 1) = 1(1 + 1) * (1 + 2)
                                                                      3                                            

                                                  2  =  2


2. Induktionsschritt

2.1 Die Summenformel wird mit (n + 1) erweitert (für n wird n + 1 eingesetzt)

siehe

  n
 Σ k(k + 1)  =  n(n + 1) * (n  + 2)     einfache Summenformel ohne Erweiterung
k=1                               3


 n+1
 Σ k(k + 1)  = (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   Summenformel mit Erweiterung
k=1                                    3


2.2 Die einfache Summenformel wird mit dem Nachfolger des letzten Gliedes der Folge addiert.

siehe

  n
 Σ k(k + 1) 
k=1                           

erstes Glied der Folge   a1= 1(1+1)
letztes Glied der Folge   an= n(n + 1)
Nachfolger des letzten Gliedes der Folge   an+1= (n + 1) * (n + 2)


n(n + 1) * (n  + 2)                  +                     (n + 1) * (n + 2)
           3

einfache Summenformel                    Nachfolger des letzten Gliedes der Folge


3.3 Die einfache Summenformel addiert mit dem Nachfolger des letzten Gliedes der Folge muss gleich
sein mit der erweiterten Summenformel. Wenn dies der Fall ist, ist der Beweis erbracht.


n(n + 1) * (n  + 2)             +             (n + 1) * (n + 2)                                    =             (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)
           3                                                                                                                                           3   

einfache Summenformel               Nachfolger des letzten Gliedes der Folge                      erweiterte Summenformel



noch einfacher

k        1        2        3        4        5     |  
                                                        
ak      2        6        12      20      30      42

sk      2        8        20      40      70      112

letztes Glied der Folge (ak)= (k(k + 1))  n = 5 ; a5= 70
von 70 (einfache Summenformel)
über 42 (Nachfolger des letzten Gliedes der Folge)
nach 112 (erweiterte Summenformel)

70 + 42 = 112

Es folgt das Beispiel ausführlich.


6. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

2) Beweisen Sie durch vollständige Induktion, dass für alle natürlichen Zahlen n ≥ 1 folgendes gilt!

a) 1*2 + 2*3 + 3*4 + ... + n(n + 1) = n(n + 1) * (n  + 2)
                                                                     3
  n
 Σ k(k + 1)  =  n(n + 1) * (n  + 2)
k=1                              3



k        1        2        3        4        5        6

ak      2        6        12      20      30      42

sk      2        8        20      40      70      112



1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  1(1 + 1) = 1(1 + 1) * (1 + 2)
                                                                     3                                            

                                                  2  =  2
2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ k(k + 1)  =  n(n + 1) * (n  + 2)
k=1                              3


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
 Σ k(k + 1)  = (n + 1) (n + 1 + 1) * (n + 1  + 2)
k=1                                        3


 n+1
 Σ k(k + 1)  = (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)
k=1                                   3


 n+1                      n
 Σ k(k + 1)   =    Σ k(k + 1)  +  (n + 1) * (n + 2)  =   n(n + 1) * (n  + 2)  +  (n + 1) * (n + 2)                                                      
k=1                     k=1                                                               3



rechte Seite

 n(n + 1) * (n  + 2)  +  (n + 1) * (n + 2)  =
             3


n(n + 1) * (n + 2)    +   3(n + 1) * (n + 2)  =
                            3


(n + 3) * (n + 1) * (n + 2)   
                 3



7. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

2b)  1/10 + 1/40 + 1/88 + ... + 1/[(3n - 1) * (3n + 2)]            =          n / (6n + 4)


  n
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]  =   n / (6n + 4)
k=1


k        1                2                3    

ak      1/10           1/40           1/88     

sk      1/10           2/16           3/22


1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage 1/(2 * 5) = 1/10

                                              1/10 = 1/10



2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]  =   n / (6n + 4)
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]  =   (n + 1) / 6(n + 1) + 4
k=1

 n+1
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]  =   (n + 1) / (6n + 10)
k=1


 n+1                                          n
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]   =  Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]    +    1 / [ 3(n + 1) - 1 * 3(n + 1) + 2 ]   =   n / (6n + 4) + 1 /[ 3(n + 1) - 1 * 3(n + 1) + 2 ] 
k=1                                         k=1


 n+1                                         n
 Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]  =  Σ 1/[(3k - 1) * (3k + 2)]    +    1 / [ (3n +2) * (3n + 5) ]                =   n / (6n + 4)   +  1 / [ (3n +2) * (3n + 5) ]
k=1                                        k=1


rechte Seite


 n / (6n + 4)        +       1 / [ (3n +2) * (3n + 5) ]   =


n/ [2(3n + 2)]     +        1 / [ (3n +2) * (3n + 5) ]  =



     n * (3n +5) + 2            =
 2 * (3n + 2) * (3n + 5)



    3n²+ 5n +2                  =                     // Faktorisierung   3n²+ 5n + 2 = (n + 1) * (3n + 2)
2 * (3n + 2) * (3n + 5)


     (n + 1) * (3n + 2)       =
2 * (3n + 2) * (3n + 5)


       (n + 1)         =
   2 * (3n + 5)

 
(n + 1) / (6n + 10)



8. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

3) Ermitteln Sie jeweils eine Formel für die folgenden Summen sn, und beweisen Sie
deren Richtigkeit!

a) sn= 1/3 + 1/15 + ... + 1/ [(2n - 1) * (2n + 1)] = n / (2n + 1)


k        1                2                3              4    

ak      1/3             1/15           1/35         1/63

sn      1/3             2/5             3/7           4/9



  n
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]  =   n / (2n + 1)
k=1


1. Induktionsanfang  

Für n = 1 gilt die Aussage 1/ (1 * 3) = 1/ (2 * 1 + 1)

                                                 1/3 = 1/3




2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]  =   n / (2n + 1)
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]  =  (n + 1) / [2(n + 1) + 1]   =
k=1


n+1
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]  =  (n + 1) / (2n + 3)
k=1


 n+1                                          n
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]   =  Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]    +    1 / [ 2(n + 1) - 1 * 2(n + 1) + 1 ]   =   n / (2n + 1) +  1 / [ 2(n + 1) - 1 * 2(n + 1) + 1 ]
k=1                                         k=1


 n+1                                          n
 Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]   =  Σ 1/[(2k - 1) * (2k + 1)]    +    1 / [(2n + 1) * (2n + 3)]     =     n / (2n + 1)  +  1 / [(2n + 1) * (2n + 3)]
k=1                                         k=1


rechte Seite

n / (2n + 1)  +  1 / [(2n + 1) * (2n + 3)]


  n * (2n + 3) + 1        =
(2n + 1) * (2n + 3)


   2n² + 3n  + 1          =             // Faktorisierung  (2n² + 3n  + 1) = (n + 1) * (2n + 1)
(2n + 1) * (2n + 3)


 (n + 1) * (2n + 1)     =
(2n + 1) * (2n + 3)


(n + 1) / (2n + 3)



9. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

b) sn= 1 + 5 + 9 + ... + (4n - 3) =  n * (2n - 1)


k        1                2                3              4    

ak      1                5                9              13

sn      1                6               15             28


  n
 Σ (4k - 3) = n * (2n - 1)
k=1




1. Induktionsanfang  

Für n = 1 gilt die Aussage  4 * 1 -3 = 1 * (2 * 1 -1)
                                                   1 = 1


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ (4k - 3) = n * (2n - 1)
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ (4k - 3) = (n + 1) * 2(n + 1) - 1
k=1


n+1
 Σ (4k - 3)  =  (n + 1) * (2n + 1)
k=1


 n+1                   n
 Σ (4k - 3)   =  Σ (4k - 3)    +   4(n + 1) - 3  =   n * (2n - 1)  +  4(n + 1) - 3
k=1                  k=1

n+1                    n
 Σ (4k - 3)   =  Σ (4k - 3)    +   4(n + 1) - 3  =   n * (2n - 1)  +  4n + 1
k=1                  k=1


rechte Seite


n * (2n - 1)  +  4n + 1  =

2n² - n + 4n + 1  =

2n²+ 3n + 1  =      // schon wieder Faktorisierung  2n²+ 3n + 1 = (n + 1) * (2n + 1)

(n + 1) * (2n + 1)



10. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

c) Die Summe der ersten n natürlichen Zahlen, die bei der Teilung durch 9 den Rest 7 lassen:


(ak)= (9k + 7)

sn= 16 + 25 + 34 + ... + 9n + 7 = n * (9n + 7)  -  0,5n  * (9n - 9)

Folge der Dreieckszahlen: 1; 3; 6; 10; 15; 21; 28    ak = k(k+1) / 2

Probe:

s5= 5 * 52 - 0,5 * 5 * 36
s5= 260 - 90
s5= 170


k        1                2                3              4               5

ak      16              25              34            43             52

sn      16              41              75            118           170



  n
 Σ (9k + 7)  =  n * (9n + 7)  -  0,5n  * (9n - 9)
k=1



1. Induktionsanfang  

Für n = 1 gilt die Aussage  9 * 1 + 7 = 9 + 7 - 0,5 * 0
                                                   16 = 16

2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ (9k + 7)  =  n * (9n + 7)  -  0,5n  * (9n - 9)
k=1



Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ (9k + 7) = (n + 1) (9n +9 + 7) - 0,5(n + 1) * (9n + 9 -9) 
k=1


n+1
 Σ (9k + 7)  =  (n + 1) *  (9n + 16)   -   (9n) * (0,5n + 0,5)  
k=1

 n+1
 Σ (9k + 7)  = 9n²+ 16n  + 9n  + 16 - ( 4,5n²+ 4,5n) 
k=1

n+1
 Σ (9k + 7)  = 9n²+ 16n  + 9n  + 16  - 4,5n²- 4,5n  


n+1
 Σ (9k + 7)  = 4,5n²+ 20,5n + 16 
k=1


 n+1                    n
 Σ (9k + 7)   =  Σ (9k + 7)    +  9n + 16    =   n * (9n + 7)  -  0,5n  * (9n - 9)  +  9n + 16
k=1                  k=1


rechte Seite


n * (9n + 7)  -  [0,5n  * (9n - 9)]  +  9n + 16  =

9n² + 7n - (4,5n²- 4,5n ) + 9n + 16  =

9n² + 7n   - 4,5n² +  4,5n   + 9n   + 16  =

4,5n²+ 20,5n + 16




4) Schreiben Sie die folgenden Summen für n = 5 ausführlich, und weisen Sie die Gültigkeit
der angegebenen Formeln nach! Bei welchen Summen könnte die Summation schon bei 0 beginnen?


a) 11. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

  n
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =   n * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)
k=1                                                        4


  5
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =   5 * (5 + 1) * (5 + 2) * (5 + 3)
k=1                                                        4


  5
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =   5 * 6 * 7 * 8  =  420
k=1                                             4


k        0        1        2        3        4        5

ak      0        6        24      60      120    210

sk      0        6        30      90      210    420


  5
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =   5 * 6 * 7 * 8  =  420
k=0                                             4

Die Summation könnte auch schon bei 0 beginnen.


1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  1(1 + 1) * (1 + 2) = 1(1 + 1) * (1 + 2) * (1 + 3)
                                                                                           4                                            

                                                                 6  =  2 * 3 * 4
                                                                               4

                                                                 6 = 6


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:


Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =   n * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)
k=1                                                        4


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


n+1
 Σ k(k + 1) * (k + 2)  = (n + 1) * (n + 1 + 1) * (n + 1  + 2) * (n + 1 + 3)
k=1                                                                    4


n+1
 Σ k(k + 1) * (k + 2)  = (n + 1) * (n + 2) * (n + 3) * (n + 4)
k=1                                                           4


n+1                                      n
 Σ k(k + 1) * (k + 2)   =    Σ k(k + 1) * (k + 2)   +   (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)  =   n * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   +   (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)                                                     
k=1                                    k=1                                                                                                        4


rechte Seite


n * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   +   (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)    =
                    4


n * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   +  4 * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   =
                                               4

(n + 4) * (n + 1) * (n + 2) * (n + 3)   =
                      4

(n + 1) * (n + 2) * (n + 3) * (n + 4)
                      4


b) 12. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

  n
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]  =   n / (4n + 1)
k=1


  n
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)] 
k=0


k        0                1                2               3

ak     -1/3            1/5             1/45          1/117

sk     -1/3           -2/15          -1/9           -4/39


Für die vorgegebene Summenformel n / (4n + 1) könnte die Summation nicht schon bei 0 beginnen.



1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage 1/(1 * 5) = 1/5

                                                1/5 = 1/5


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]  =   n / (4n + 1)
k=1



Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


n+1
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]  =   (n + 1) / (4n + 5)
k=1


n+1                                          n
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]   =  Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]    +    1 / [ 4(n + 1) - 3 * 4(n + 1) + 1]   =   n / (4n + 1)   +    1 / [ 4(n + 1) - 3 * 4(n + 1) + 1 ]
k=1                                         k=1


n+1                                          n
 Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]   =  Σ 1/[(4k - 3) * (4k + 1)]    +    1 / [ 4(n + 1) - 3 * 4(n + 1) + 1]   =   n / (4n + 1)   +    1 / [ (4n + 1) * (4n + 5) ]
k=1                                         k=1



rechte Seite

n / (4n + 1)   +    1 / [ (4n + 1) * (4n + 5) ]   =


 n * (4n + 5)  +  1       =
(4n + 1) * (4n + 5)


    4n²+ 5n + 1            =        //Faktorisierung
(4n + 1) * (4n + 5)

 
 (n + 1) * (4n + 1)       =
(4n + 1) * (4n + 5)


(n + 1) / (4n + 5)




c) 13. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

  n
 Σ (1/2
)k    =  1 - (1/2n )
k=1


k        1                2                3               4

ak      1/2             1/4             1/8            1/16

sk      1/2              3/4            7/8            15/16



  n
 Σ (1/2)
k   
k=0



k        0                1                2               3

ak      1                1/2             1/4            1/8

sk      1                3/2             7/4            15/8


Für die vorgegebene Summenformel 1 - (1/2
n ) kann die Summation nicht schon bei 0 beginnen.


1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage (1/2)
1  = 1 - (1/2)1

                                             1/2 =  1/2    


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ (1/2
)k    =  1 - (1/2n )
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ (1/2
)k    =  1 - (1/2n+1 )
k=1


n+1                  n
 Σ (1/2
)k    =  Σ (1/2)k   +   (1/2)n+1     =     1 - (1/2n )  +  (1/2)n+1
k=1               k=1


rechte Seite
                                                                                                   
1 - (1/2)
n   +  (1/2n+1 )  =

1   - 1 *(1/2)
n  +   0,5 * (1/2n )      =

1 - 0,5 * (1/2
)=

1 - (1/2
n+1 )




d) 14. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

  n
 Σ k/2
k    =  2 - [ (n + 2) / 2n ]
k=1


  n
 Σ k/2
k    =  2 - [ (n + 2) / 2n ]
k=0



k        0                1                2               3

ak      0                1/2             2/4            3/8

sk      0                1/2             1               11/8


Die Summation könnte auch schon bei 0 beginnen, weil s0= 0.


1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  1/2
1  =  2 - [ (1 + 2) / 21 ]

                                           1/2 = 2 - 1,5

                                           1/2 = 1/2

2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ k/2
k    =  2 - [ (n + 2) / 2n ]
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


n+1
 Σ k/2
k    =  2 - [ (n + 3) / 2n+1 ]
k=1

n+1
 Σ k/2
k    =  2 * 2n * 2 - (n + 3)
k=1                       2
n * 2



n+1               n
 Σ k/2
k    =  Σ k/2k   +   (n + 1)/2n+1     =     2 - [ (n + 2) / 2n ]  +  (n + 1)/2n+1
k=1               k=1


rechte Seite
                                                                                                   
2 - [ (n + 2) / 2
n ]  +  (n + 1)/2n+1      =

2 * 2
n * 2 - (n + 2) * 2 + (n + 1)      =
                  2
n * 2    


2 * 2
n * 2 - 2n - 4 + n + 1
               2
n * 2    



15. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


5) Ermitteln Sie die Formeln für die folgenden Summen, und weisen Sie ihre Richtigkeit nach!


a)

  n
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)] 
k=1


k        1                2                3               4

ak      1/4             1/28           1/70          1/30

sk      1/4             2/7             3/10          4/13


  n
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]  =  n / (3n + 1)
k=1



1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage 1/(1 * 4) = 1/ (3 * 1 + 1)

                                                1/4 = 1/4


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]  =  n / (3n + 1)
k=1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


n+1
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]  =   (n + 1) / (3n + 4)
k=1


n+1                                          n
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]   =  Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]    +    1 / [ 3(n + 1) - 2 * 3(n + 1) + 1]   =   n / (3n + 1)   +    1 / [ 3(n + 1) - 2 * 3(n + 1) + 1 ]
k=1                                         k=1


n+1                                          n
 Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]   =  Σ 1/[(3k - 2) * (3k + 1)]    +    1 / [ 3(n + 1) - 2 * 3(n + 1) + 1]   =   n / (3n + 1)   +    1 / [ (3n + 1) * (3n + 4) ]
k=1                                         k=1



rechte Seite


 n / (3n + 1)   +    1 / [ (3n + 1) * (3n + 4) ]  =


 n * (3n + 4)  +  1       =
(3n + 1) * (3n + 4)


    3n²+ 4n + 1           =                    //Faktorisierung
(3n + 1) * (3n + 4)

 
 (n + 1) * (3n + 1)       =
(3n + 1) * (3n + 4)


(n + 1) / (3n + 4)



16. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion

b)

  n
  Σ k * 2
k-1 
k= 2          


k        2        3        4        5        6        7

ak      4        12      32      80      192    448

sk      4        16      48      128     320   768


   n
  Σ k * 2
k-1   =   (n - 1) * 2n
k= 2          


1.Induktionsanfang

Für n = 2 gilt die Aussage   2 * 2
2-1  =   (2 - 1) * 22

                                               2 * 2 = 1 * 4

                                                    4 = 4


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

   n
  Σ k * 2
k-1   =   (n - 1) * 2n
 k= 2            

Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

 n+1
  Σ k * 2
k-1   =   n * 2n+1
k= 2            


n+1                     n
 Σ  k * 2
k-1   =  Σ k * 2k-1    +    (n + 1)  *  2n     =    (n - 1) * 2n    +     (n + 1)  *  2n                            
k= 2                 k= 2


rechte Seite
                                                                                                   
(n - 1) * 2
n   +   (n + 1)  *  2n     =


n * 2
n   -   2n    +     n   *  2n    +    2n      =


n  *  2
n    +     n  *  2n     =


2
1  *  n  *  2n      =


n * 2
n+1




Weitere Beweise mittels vollständiger Induktion

Der Induktionsbeweis kann auch dadurch erbracht werden, dass die Induktionsvoraussetzung unter Benutzung
bekannter Gesetzmäßigkeiten so umgeformt wird, dass sich die Induktionsbehauptung ergibt.



1.Beweis durch Vollständige Induktion


18) Zu beweisen ist die Wahrheit der Aussage

Für alle natürlichen Zahlen n gilt 2
n  >  n
Voraussetzung: n ist eine beliebige natürliche Zahl


Behauptung:  2
n  >  n

Beweis:

1. Induktionsanfang

Für n = 0 gilt die Aussage  2
0 > 0

                                         1 > 0

2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

2
n  >  n


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


2
n+1  >  n + 1


Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung

2
n  >  n                       / *2

2 * 2
n  >  2 * n           / Umformung

2
n+1  >  n + n

2
n+1  >  n + 1             / n + n  ≥  n + 1  gilt aber nur für n > 0

Deshalb kann n = 0 nicht als Induktionsanfang genommen werden.

Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  2
1 > 1

                                          2 > 1

Erst damit  ist die behauptete Ungleichung für alle natürlichen n bewiesen.


Das nächste Beispiel soll deutlich machen, dass man den Induktionsschritt statt von
n auf n + 1 auch von n - 1 auf n ausführen kann. Auch dabei handelt es sich ja um den Schluss
von einer beliebigen, aber festen natürlichen Zahl auf deren Nachfolger. Manchmal ergeben sich auf
diese Weise etwas leichter zu bearbeitende Terme.



2. Beweis durch Vollständige Induktion

19) Zu beweisen ist der Satz

Die Summe der dritten Potenzen dreier aufeinander folgender natürlicher Zahlen ist stets durch 9 teilbar.

Behauptung:

n
3 + (n + 1)3 + (n + 2)3  =  eine natürliche Zahl
                9

Beweis:

1. Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage  0 + 1
3 + 23 = 9


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

Für n = k - 1 sei

(k - 1)³
+ k³ + (k + 1)³  =  eine natürliche Zahl
               9                                       

Induktionsbehauptung:

Dann ist auch für den Nachfolger von k-1 also k   k
3 + (k + 1)3 + (k + 2)³  =  eine natürliche Zahl
                                                                                          9    


Induktionsbeweis:
Die Terme in Induktionsvoraussetzung und Induktionsbehauptung stimmen nahezu überein, nur dass
an Stelle von (k - 1)3 bei dem einen in dem anderen (k + 2)3 im Zähler auftritt.


(k - 1)(k - 1) * (k - 1)2

(k - 1)(k - 1) * (k2 - 2k +1)

(k - 1)3  k3 - 3k2 + 3k - 1



(k + 2)(k + 2) * (k + 2)2

(k + 2)(k + 2) * (k2 + 4k + 4)

(k + 2)3  k3 + 6k2 + 12k + 8
        |
        |
(k + 2) k3 - 3k2 + 3k - 1      +      9k2 + 9k + 9
                             |                                       |
                        (k - 1)3                            Auffüllen                


(k + 2)=  (k - 1)3    +    9 * (k2 + 9 + 1)


Induktionsbehauptung:

k³ + (k + 1)³ + (k + 2)³      =       k³  +  (k + 1)³ +  (k - 1)³ +  9 * (k² + 9 + 1)
                 9                                                                   9


k³ + (k + 1)³ + (k + 2)³     =       k³  +  (k + 1)³  +  (k - 1)³      +      9 * (k² + 9 + 1)
                 9                                                    9                                           9


k³ + (k + 1)³ + (k + 2)³      =         +  (k + 1)³  +  (k - 1)³      +      (k² + 9 + 1)
                 9                                                    9                                    
                 |                                                     |                                          |
Induktionsbehauptung                    Induktionsvoraussetzung                2.Summand
                                                               1.Summand


Nach der Induktionsbehauptung ist der erste dieser beiden Summanden eine natürliche Zahl.
Da auch der zweite Summand natürlich ist, ist die Summe eine natürliche Zahl. Damit ist gezeigt,
dass aus der Gültigkeit der Aussage für ein beliebiges festes n = k - 1 die Gültigkeit für den
Nachfolger n + 1 = k folgt. Wegen des Induktionsanfangs gilt also die Aussage für alle natürlichen
Zahlen. Der Satz ist damit bewiesen.



3. Beweis durch Vollständige Induktion

20) Es ist eine Formel für die Summe sn der Innenwinkel in ebenen n-Ecken zu ermitteln.

Innenwinkelsumme Dreiecke n = 3 ; s3= 180

Wenn das n-Eck (n > 3) konvex ist, so kann man es von einem beliebigen Eckpunkt aus mittels (n - 3)
Diagonalen in (n - 2) Dreiecke zerlegen. Dabei werden auch die Innenwinkel des n-Ecks zerlegt.
sn= (n - 2) * 180 Grad

konvex: nach außen gewölbt, Linse

konkav: nach innen gewölbt

 beide Vielecke liegen in einer Ebene,
eines ist konvex und eines ist konkav

Beide Vielecke liegen in einer ebene.

Definition konvexes ebenes Vieleck:

Ein ebenes Vieleck heißt konvex, wenn in ihm für jede Seite s gilt: Das Vieleck liegt gänzlich in einer der
beiden Halbebenen, die durch die durch s verlaufende Gerade erzeugt werden. Eine Gerade zerlegt eine Ebene
immer in zwei Halbebenen.

Hat die kleine Romy Grumbach sex wird ihr Bauch konvex. Ist sie brav bleibt er konkav.

konvexes ebenes Vieleck
konvexes ebenes Fünf-Eck
mit (n - 3) 5 - 3 = 2 Diagonalen
mit (n - 2) 5 - 2 = 3 Dreiecken


Beweis

Vorraussetzung n ist eine beliebige natürliche Zahl, n  > 3
Behauptung: sn= (n - 2) * 180 Grad

1. Induktionsanfang:

Für n = 3 gilt die Aussage s3= 180 Grand (Innenwinkelsumme der Dreiecke)

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

sn= (n - 2) * 180 Grad

Induktionsbehauptung:

Dann gilt auch für n = n + 1

sn+1= ((n + 1) - 2) * 180 Grad
sn+1= (n - 1) * 180 Grad

Induktionsbeweis:

Das (k + 1) - Eck kann durch eine passend gewählte Diagonale in ein n-Eck und ein Dreieck zerlegt werden.
Die Innenwinkelsumme des (n + 1)-Ecks setzt sich demnach aus der Winkelsumme des n-Ecks und der des Dreiecks
zusammen.

(n - 2) * 180 Grad      +        180 Grad                    =               (n - 1) * 180 Grad
              |                                      |                                                         |
          n-Eck                            Dreieck                                            (n + 1)-Eck

n * 180 Grad - (2 * 180 Grad) + 180 Grad             =                 n * 180 Grad - 180 Grad

                                  n * 180 Grad - 180 Grad       =       n * 180 Grad - 180 Grad            




1. Ermitteln Sie, von welchem n ab die folgenden Ungleichungen gelten, und beweisen Sie die
Behauptungen durch vollständige Induktion!


4. Beweis durch vollständige Induktion

a)

2n > 2n

Voraussetzung: n ist eine beliebige natürliche Zahl n ≥ 0

Behauptung:  2
n  >  2n

Beweis:

1. Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage  2
0 > 2 * 0

                                         1 > 0

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

2
n  >  2n


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


2
n+1  >  2n + 2


Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung

2
n  >  2n                       / *2

2 * 2
n  >  4n                / Umformung

2
n+1  >  4n                                                                                                                                                                                                                                                                      

2
n+1  >  2n + 2             /Gilt wegen: 4n ≥ 2n + 2  gilt aber nur für n > 0
                                                          

Deshalb kann n = 0 nicht als Induktionsanfang genommen werden.

Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage nicht 2
1 = 2 * 1

                                                 2 = 2

Für n = 2 gilt die Aussage nicht 2
2 = 2 * 2

                                                 4 = 4

Für n = 3 gilt die Aussage     2
3  > 2 * 3

                                             8 > 6

Die Ungleichung ist bewiesen für folgende natürlichen n, n = 0 und n > 2



b)


5. Beweis durch vollständige Induktion

2n > 2n + 1


Voraussetzung: n ist eine natürliche Zahl, n > 2

Behauptung:  2
n  >  2n + 1

Beweis:

1. Induktionsanfang:

Für n = 3 gilt die Aussage  2
3 > 2 * 3 + 1

                                         8 > 7

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

für ein beliebiges n, n > 2 gelte

2
n  >  2n + 1


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


2
n+1  >  2n + 3


Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung

2
n  >  2n + 1                / *2

2 * 2
n  >  4n  + 2         / Umformung

2
n+1  >  4n + 2                                                                                                                                                                                                                                                                    

2
n+1  >  2n + 3             /Gilt wegen: 4n + 2 > 2n + 3 gilt für n > 2
                                                          


6. Beweis durch vollständige Induktion

c)

2
n  >  n2

Voraussetzung: n ist eine natürliche Zahl, n > 4

Behauptung:  2n  >  n2

Beweis:

1. Induktionsanfang:

Für n = 5 gilt die Aussage  2
5 > 52

                                       32 > 25

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

für ein beliebiges n, n > 4 gelte

2
n  >  n2


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch


2
n+1  >  (n + 1)2


Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung

2
n  >  n2              / *2

2 * 2
n  >  2 * n2   / Umformung

2
n+1  >     n2 +  n2                                                                                                                                                                                                                                                        

2
n+1  >     (n + 1)2        /Gilt wegen:  n2 +  n2   >   n2 + n + 1 gilt für n >1


7. Beweis durch vollständige Induktion

2) Beweisen Sie die Gültigkeit der folgenden Ungleichung für n > 1!

1/ (n + 1) + 1/(n + 2) + ... + 1/2n  >  13/24

    2n
   Σ 1/k > 13/24
k= n+1


Voraussetzung: n ist eine natürliche Zahl n >1

Behauptung:

    2n
   Σ 1/k > 13/24
k= n+1



Beweis:

1. Induktionsanfang:

Für n = 2 gilt die Aussage 

    2n
   Σ 1/k > 13/24
k= n+1


    4
  Σ 1/k  > 13/24 
  k=3



    4
  Σ 1/k  = 1/3 + 1/4 =  7/12            
  k=3


7/12 > 13/24


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung

für ein beliebiges n, n > 1 gelte



    2n
   Σ 1/k  > 13/24
k= n+1



Induktionsbehauptung:

dann gilt auch



2 *(n + 1)
    Σ 1/k       >    13/24
k= n + 1 + 1



  2n + 2
    Σ 1/k     >   13/24
k= n + 2



Induktionsbeweis

    2n
   Σ 1/k  > 13/24
k= n+1


 2n + 2              2n
   Σ 1/k     >    Σ 1/k
k= n + 2           k= n + 1



für n = 5

    12                 10
   Σ 1/k     >    Σ 1/k
   k= 7              k= 6



  2n + 2
    Σ 1/k     >   13/24
k= n + 2





3) Beweisen Sie durch vollständige Induktion!


7. Beweis durch vollständige Induktion

a)

92 - 1 = eine natürliche Zahl
   8

Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage (90 - 1) / 8 = 0


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:


(9n - 1) / 8 = eine natürliche Zahl


Induktionsbehauptung:

Dann gilt auch für den Nachfolger von n, n + 1


(9n+1 - 1) / 8 = eine natürliche Zahl


Induktionsbeweis:

(9n - 1) / 8 = eine natürliche Zahl      / Voraussetzung

(9n+1 - 1) / 8 = eine natürliche Zahl    /Behauptung


(9n+1 - 1) / 8  =  (9 * 9n - 1) / 8

72 * 9n   -   8    =     8 * 9n   -  8    +   64 * 9n
    8             8              8            8             8


72 * 9n   -   8                       =     8 * 9n   -  8                     +                   8 * 9n
    8             8                                 8            8           
             |                                                |                                                     |
Induktionsbehauptung              Induktionsvoraussetzung                         2.Summand
                                                      1.Summand


Nach der Induktionsbehauptung ist der erste dieser beiden Summanden eine natürliche Zahl.
Da auch der zweite Summand natürlich ist, ist die Summe eine natürliche Zahl. Damit ist gezeigt,
dass aus der Gültigkeit der Aussage für ein beliebiges festes n die Gültigkeit für den
Nachfolger n + 1 folgt. Wegen des Induktionsanfangs gilt also die Aussage für alle natürlichen
Zahlen. Der Satz ist damit bewiesen.


8. Beweis durch Vollständige Induktion

b)

11n+2 + 122n+1  =  eine natürliche Zahl
        133


Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage  112 + 121 = 133


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

11n+2 + 122n+1  = durch 133 teilbar

Induktionsbehauptung:

Dann gilt auch für den Nachfolger von n, n + 1


11n+3 + 122n+3  = durch 133 teilbar

Induktionsbeweis:


11 * 11n+2  +  122  * 122n+1     =                                         // Induktionsbehauptung umgeformt    

11  *  11n+2  +  144  *  122n+1                                             // Induktionsbehauptung umgeformt

es gilt 144 = 11 + 133

11  *  11n+2  +  11  *  122n+1    +   133  *   122n+1   =         // Anwendung von 144 = 11 + 133

11  *  (11n+2  +  122n+1 )                          +                        133  *  122n+1      
                        |                                                                              |
               1. Summand                                                            2. Summand
laut Induktionsvoraussetzung durch                                      wegen Faktor 133 ebenfalls durch
133 teilbar                                                                          133 teilbar




9. Beweis durch Vollständige Induktion


11n+1 + 122n-1  =  eine natürliche Zahl         n ≥ 1
        133


Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 1 gilt die Aussage  112 + 121 = 133


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

11n+1 + 122n-1  = durch 133 teilbar     

Induktionsbehauptung:

Dann gilt auch für den Nachfolger von n, n + 1


11n+2 + 122n+1  = durch 133 teilbar

Induktionsbeweis:


11 * 11n+1  +  122  * 122n-1     =                                          // Induktionsbehauptung umgeformt    

11  *  11n+1  +  144  *  122n-1                                             // Induktionsbehauptung umgeformt

es gilt 144 = 11 + 133

11  *  11n+1  +  11  *  122n-1    +   133  *   122n-1   =         // Anwendung von 144 = 11 + 133

11  *  (11n+1  +  122n-1 )                          +                        133  *  122n-1      
                        |                                                                              |
               1. Summand                                                            2. Summand
laut Induktionsvoraussetzung durch                                      wegen Faktor 133 ebenfalls durch
133 teilbar                                                                          133 teilbar




10.Beweis durch Vollständige Induktion



           3 n
c) *  2  +1 ist durch 3n+1   teilbar.           
         |
    2^3^n    


einfacher ausgedrückt

2^3^n = k * 3^(n+1)  - 1


Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 0 gilt die Aussage  2^3^0 = k * 3^(0+1)  - 1

                                            2^3 = k * 3 - 1

                                                8 = 4 * 2


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:


2^3^n = k * 3^(n+1) - 1


Induktionsbehauptung:


Dann gilt auch für den Nachfolger von n, n + 1

2^3^(n+1) = k *  3^(n+2)  - 1


Induktionsbeweis:


2^3^(n+1) = 2^[ (3^n) * (3^1) ] = (2^3^n)^3
                                                            |
                             linke Seite der Induktionsvoraussetzung


(2^3^n)^3  = (k * 3^(n+1) - 1)^3
                             |
 rechte Seite der Induktionsvoraussetzung


(k * 3^(n+1) - 1)^3 = [(k * 3^(n+1) - 1)^2] * (k * 3^(n+1) - 1)

nur die Rechte Seite:

[(k * 3^(n+1) -  1)^2]                                      *                           (k * 3^(n+1) - 1)  =

[k * 3^(2n+2) -  2 * k * 3^(n+1) +1]               *                           (k * 3^(n+1) - 1)  =

k * 3^(3n+3)  -  2 * k * 3^(2n+2)   +   k * 3^(n+1)   -    k * 3^(2n+2)   +    2 * k * 3^(n+1)   -   1    =                                                     

k * 3^(3n+3)  -  3 * k * 3^(2n+2)  +   3 * k * 3^(n+1)    -  1    =

k * 3^(3n+3)  -   k * 3^(2n+3)  +   k * 3^(n+2)    -  1    = 

2^3^(n+1)         =           [ k * 3^(2n+1)  -   k * 3^(n+1)  +   k  ]          *          3^(n+2)  - 1
                                                                     |                                                             |
                                      1. Faktor der Induktionsbehauptung             2. Faktor der Induktionsbehauptung




11. Beweis durch Vollständige Induktion

4) Ermitteln Sie die Anzahl der Diagonalen in einem ebenen n-Eck, und beweisen Sie die gefundene Formel sowohl
mittels vollständiger Induktion als auch ohne dieses Verfahren!

k(n) = (n * (n - 3) /2)                 n > 3



Anzahl der Ecken                        n           
|                                                  |
n        3        4        5        6        7        8

k(n)    0        2        5        9       14      20
 |                                                  |         |
Anzahl der Diagonalen              k(n)   k(n+1)


s(n)     0       2       7        16      30       50
|
Summe der Diagonalen  Summenformel: s(n) = [ n * (n+1) * (n-4) / 6] + 2


  n
  Σ
n * (n - 3) /2)   [ n * (n+1) * (n-4) / 6] + 2
k= 3            


rekursiv:

k(n+1) = k(n) +  n - 1



Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 4 gilt die Aussage  k(4) = (4 * (4-3) / 2)

                                             k =  2

                                               

2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:


k(n) = (n * (n - 3) /2)


Induktionsbehauptung:

Dann gilt auch für den Nachfolger von k(n),  k(n +1)

k(n+1) = [ (n+1) * (n - 2) /2)

k(n+1) = (n²- 2n + n - 2 ) / 2

k(n+1) = (n²- n - 2 ) / 2


Induktionsbeweis:

k(n+1) = k(n) + n - 1

k(n+1) = [n * (n - 3) /2] + n - 1

k(n+1) = [ (n²- 3n) /2 ] + n - 1

k(n+1) = [ (n²- 3n) /2 ] +  [ 2 * (n - 1) / 2]

k(n+1) = [ (n²- 3n) /2 ] +  [ (2n - 2) / 2]

k(n+1) = (n²- n - 2 ) / 2



Direkter Beweis

Anzahl aller Verbindungslinien im n-Eck sind

(n-1) + (n-2) + (n-3).... = n * (n-1)/2


Abzug der Außenlinien n weil keine Diagonalen


(n * (n-1) / 2) - n


(n * (n-1) / 2) -2n/2   =   n * (n - 3) / 2

 

12. Beweis durch Vollständige Induktion

Beweisen Sie durch Vollständige Induktion, dass 6n - 1, n∈N, ein Vielfaches von 5 ist!

6n - 1 = 5 * k


Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für n = 1 gilt die Aussage 61 - 1 = 5 * k

                                         6 - 1 = 5 * 1


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

6n - 1 = 5 * k


Induktionsbehauptung:


Dann gilt auch für den Nachfolger von n, n + 1

6n+1 - 1 = 5 * k


Induktionsbeweis:


61 * 6n - 1 = 5 * k //Induktionsbehauptung

6 * (6n - 1) + 6 - 1 = 5 * k
|
linke Seite der Induktionsvoraussetzung

6 * (6n - 1) + 5 = 6 * 5k + 5

6 * 5k + 5 lässt sich durch 5 teilen.




13. Beweis durch Vollständige Induktion

5) Beweisen Sie den folgenden  Satz durch vollständige Induktion!
Haben n verschiedene Geraden einer Ebene einen Punkt gemeinsam, so wird die
Ebene von den Geraden in 2 * n Teile zerlegt.


  n
 Σ 2 * k / k  = 2n                    k > 0
k=1


k        1        2        3        4        5

ak      2        2        2        2        2

sk      2        4        6        8        10


1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage  2 * 1/1 = 2 * 1


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ 2 * k / k  = 2n                    k > 0
k=1

Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ 2 * k / k  = 2 * (n + 1)                    k > 0
k=1


n+1
 Σ 2 * k / k  = 2n + 2            
k=1



n+1                     n
 Σ 2 * k / k  =   Σ 2 * k / k  +   2 * (n+1) / (n+1)    =   2n  +  2 * (n+1) / (n+1)
k=1                   k=1



rechte Seite:

2n  +  2 * (n+1) / (n+1) =

2n + 2




Anwendungen zu Folgen und ihren Partialsummen


21) 220 Meter Papier (Stärke 0,2mm) werden auf eine Rolle mit dem Radius 7,5 cm gewickelt.

a) Wie viele Lagen ergeben sich?
b) Wie lang ist der Durchmesser der Rolle zum Schluss?


220m = 220000mm Summe der Kreisumfänge

1. Umdrehung

uk= 2π * rk

2. Umdrehung

uk+1= 2π * ( rk + 0,2mm)

uk+1= 2πrk + 0,4π
uk+1= uk + 0,4π                             // um 0,4π vergrößert sich bei jeder Umdrehung der Umfang



  n
  Σ uk   =    n * u1   +    n * (n - 1)    *   0,4π
 k= 1                                     2        
                                              |
                                weil bei der ersten Umdrehung keine Vergrößerung um 0,4π ist



   n
  Σ k   =   n * (n + 1)
 k= 1              2        


 n-1
  Σ k   =   n * (n - 1)
 k= 1              2        




220000mm = n * 150π   +  (n²- n) * 0,4π
                                                    2

220000mm = n * 150π   +       n² * 0,2π    -    n * 0,2π
 
                0 = n² * 0,2π   +    n * 149,8π   -  220000 

                0 = n²π   +   749 nπ   -  1100000

                0 = n²   +   749 n   -  350140,87

P/ Q Formel

n1 =  -374,5  +  700,27

n1 = 325,77

n = 326


b)

rn= r1 + (n - 1) * 0,2mm

r326= 75mm +  325 * 0,2mm

r326= 140mm

Durchmesser= 280 mm



Logarithmus

Im Bereich der reellen Zahlen gilt der Satz:
Für jede Zahl a > 0 und jede Zahl b > 0 mit b≠1 gibt es genau eine Zahl x, die Lösung  der Gleichung
b
x = a  ist.

x = logb a


Beispiele:

log2 32 = 5;         denn 2
5 = 32

log2 0,25 = -2;     denn 2
-2  = = 1
                                             2
2    4

log9 3 = 0,5;        denn 9
0,5  = √9 = 3


Logarithmengesetze

logb (a * c) = logb a + logb c

log2 (4 * 16) = 2 + 4


logb (a / c) = logb a - logb c

log2 (64 / 16) = 6 - 4


logb a
c = c * logb a

log5 25
2 = 2 * log5 25 = 4


Meist rechnet man mit Logarithmen zur Basis 10, das heißt mit den dekadischen Logarithmen (Symbol lg).


22) Folgende Gleichungen sind zu lösen!  x
5 = 29  und  5x = 29


x
5 = 29

lg x
5 = lg 29

5 * lg x
= lg 29

5 * lg x = 1,462          //  /5

lg x = 0,292

x= 10
0,292

x= 1,96



5
x = 29

lg 5
x = lg 29

x * lg 5 = lg 29

x= lg 29 / lg 5

x= 1,462 / 0,699

x= 2,09



23) Zwischen den Längen 15mm und 210mm sind weitere vier Längen so einzuschalten,
dass eine geometrische Stufung erreicht wird.

(sn) = s1 + s2 + s3 + s4 + s5 + s6


s1= 15
s6= 210


(sn) = 15  +  15 * q   +   15 * q
2   +   15 * q3   +   15 * q4   +   15 * q5
           |                                                                                        |
         s1                                                                                     s6


15 * q
5 = 210

q
5 = 14

5 * lg q = lg 14

5 * lg q = 1,146   /   /5

lg q = 0,229

10
0,229  = 1,69

q = 1,69


Die gesuchte geometrische Stufung ist:
(sn) = 15mm + 25,35mm + 42,84mm + 72,40mm + 122,36mm + 210mm.


24) Jemand rechnet zur Ermittlung von q folgendermaßen:

5 * lg q = lg 14
lg q = lg 2,8    usw.
Analysieren Sie den Fehler!

(lg 14)  ≠  lg 14
    5                 5



24.1) Für welche natürliche Zahl n gilt in der monoton fallenden geometrischen Folge (an) mit

a0= 4

q= 19/20

erstmalig an < 1,5 ?

Hierbei ist an nicht das n-te Glied, sondern  das (n + 1)-te Glied.

explizite Zuordnungsvorschrift:

an= 4 * (19/20)n

n∈N

4 * (19/20)n  < 1,5   / /4

(19/20)n  < 0,375

n * lg (19/20) < lg 0,375

n * (-0,0223) < -0,426  /  / -0,0223

n  > 19,1

Lösung: Für n = 20 gilt an < 1,5.



24.2)

a) Überprüfen sie die im Beispiel 24.1 ausgesprochene Vermutung, korrigieren Sie gegebenenfalls, und beantworten
Sie die in diesem Beispiel gestellte Frage!


n    0        1        2        3                19            20

an  4        3.8     3,61   3,4295       1,509       1,433



b) Woraus erklärt sich beim Lösen der Ungleichung im Beispiel 24.1 der Wechsel vom Kleiner- zum Größerzeichen?

Division mit negativer Zahl = Vorzeichenwechsel



Aufgaben

1) Eine endliche arithmetische Folge  (ak) habe die Differenz -2 und als letztes Glied die Zahl 17.

a) Wie viele Glieder hat die Folge, wenn die Summe aller Glieder 897 beträgt?

b) Das wievielte Glied ist 43, wenn die Folge 50 Glieder hat?


a)
Hilfsmittel umgekehrte Folge
Folge ak = 17 + ( 2 * (n - 1))

k        1        2        3        4        5
 
ak      17      19      21      23      25

an      17      36      57      80      105


an = n² + 16n

897 = n² + 16n

n² + 16n - 897 = 0

p/q-Formel

n= 23

eigentliche Folge
ak= 61 - (2 * (n - 1))
 

b)
Hilfsmittel umgekehrte Folge
Folge ak = 17 + ( 2 * (n - 1))

a50= 17 + (2 * 49)

a50= 115

eigentliche Folge
ak= 115 - (2 * (n - 1))

43= 115 - (2 * (n - 1))

43= 115 - 2n + 2

2n= 74  / / 2

n= 37

a37= 43



2) Berechnen Sie a1, a2, und a15 einer arithmetischen Folge!


   9
  Σ ak  = 92,25
  k=1


q+1 + q+2 + q+3 + q+4 + q+5 + q+6 + q+7 + q+8 + q+9  =  9 * q + 45
   |         |
 a1      a2

  n
 Σ k  =  (n²+ n)
k=1             2



  9
 Σ k  = 45
k=1            



9 * q + 45 = 92,25  / -45

9 * q  =  47,25     /  / 9

q = 5,25


  9
 Σ 5,25 + k =  92,25
k=1            


a1= 6,25
a2= 7,25
a9= 14,25



  15
  Σ ak  = 210
  k=1



  n
 Σ k  =  (n²+ n)
k=1             2



 15
 Σ k  = 120
k=1            



15 * q + 120 = 210 / -120

15 * q  =  90     /  / 15

q = 6


 15
 Σ 6+ k =  210
k=1            


a1= 7
a2= 8
a15= 21


3) In einer geometrischen Folge (ak) sei 64/243 das 7. Glied und q= -2/3

a) Wie lautet das Anfangsglied?

k        1        2             3                                                             7

ak       x       x * q        x * q²                                                     64/243



x * q6 = 64/243

x * 64/729 = 64/243

x= 3

a1= 3


b) Berechnen Sie Partialsumme s6 und s7!


  6
 Σ 3 * (-2/3)
k-1
k=1            



s6= 133/81

s7= 463/243



c) Welches Glied ist erstmalig dem Betrag nach kleiner als 0,01.


3 * (-2/3)k-1 < 0,01

(-2/3)k-1 < 1/300

(k-1) * lg 2/3 < lg 1/300    / Betrag

(k-1) * -0,176 < -2,477

k * -0,176 + 0,176 < -2,477

k * -0,176 < -2,653            / / -0,176

k  > 15,07

k = 16



4) Eine geometrische Folge (ak) habe die Glieder a1= 7 und a6= 2,29.

a) Wie groß ist der Quotient dieser Folge?


a1        a2            a3               a4            a5            a6

a1        q * a1      q2 * a1       q3 * a1     q4 * a1    q5 * a1


q5 * a1 = 2,29

7 * q5  = 2,29

q5  = 0,327

5 * lg q = lg 0,327

lg q = - 0,097

q= 0,8

ak= 7 * 0,8k-1



b) Welches Glied ist erstmalig kleiner als 1?


7 * 0,8n-1 < 1

0,8n-1 < 1/7

(n - 1) lg 0,8 < lg 1/7

(n - 1) * -0,0969 < -0,8451

-n * 0,0969 + 0,0969 < -0,8451

-n * 0,0969 < -0,942  / / 0,0969

-n < -9,721  / * -1

n  >  9

Das 10. Glied ist erstmalig kleiner als 1.



c) Wie viele Glieder sind zu summieren, wenn die Summe 28,0 betragen soll?


k      1            2            3            4            5            6            7            8          

ak     7           5,6         4,48       3,584     2,862     2,29       1,83       1,46

an     7           12,6       17,08     20,66     23,53     25,82     27,64


  n
 Σ
7 * 0,8k-1
 k= 0

an= 7  *  q
n  - 1
                q - 1


28 = 7 * (0,8n -1) / -0,2                /*-0,2

-5,6 = 7 * 0,8n - 7                 / + 7

1,4 = 7 * 0,8n

0,2 = 0,8n

lg 02 = n * lg 0,8

-0,699 = n *- 0,096  / /0,096

n= 7,28



5) Messungen ergeben, dass die Temperatur zum Erdinnern hin um etwa 3°C je 100 Meter
Tiefe zunimmt, wobei in unseren Breiten eine Temperatur von 10°C in 25 Meter Tiefe zugrunde
zu legen ist.

a) Welche Temperatur herrscht in 2300 Meter Tiefe?

in 2325 Meter Tiefe

        23
10 + Σ 3  = 10 + 69 =  79
       k=1

 23
 Σ 3 = 3 * n

k=1
                                                       Zeichen für Entspricht

100 Meter ≙ 3°                              &#8793;          
25 Meter ≙ x

x= 0,75

In 2300 Meter Tiefe herrschen 78,25 °C.


Zeichen für kleiner gleich und größer gleich in HTML

kleiner gleich  ≤

größer gleich  ≥


b) In welcher Tiefe werden 100°C erreicht?

10 + 3 * n = 100

n= 30

30 * 100m = 3000m

3000m + 25m = 3025m

In 3025 Meter Tiefe herrschen 100°C.



c) Ein Thermalbad in Karlovy Vary wird von eine Quelle von 72°C gespeist. Aus welcher
Tiefe kommt sie?


10 + 3 * n = 72

n= 62/3


62/3 * 100m = 2066,66m

2066,66m + 25m = 2091,66m





6) Bei einer Drehmaschine ist die niedrigste Drehzahl  20 min-1 und die höchste 100 min-1.
Dazwischen liegen weitere vier Drehzahlen, die geometrisch abgestuft sind. Ermitteln Sie die
gesamte Folge der Drehzahlen!


(sn) = s1 + s2 + s3 + s4 + s5 + s6


s1= 20
s6= 100


(sn) = 20  +  20 * q   +   20 * q
2   +   20 * q3   +   20 * q4   +   20 * q5
           |                                                                                        |
         s1                                                                                     s6


20 * q5 = 100

q5 = 5

5 * lg q= lg 5

lg q= 0,1397940009

q= 1,379729661


Die gesuchte geometrische Stufung ist:
(sn) = 20min-1  +  27,59min-1  +  38,07min-1  +  52,53min-1  +  72,48min-1  +  100min-1  .



7) Die Vorzugszahlenreihen R5, R10, R20 und R40 sind geometrische Folgen mit a0 = 1 und

a5 = 10
a10 = 10
a20 = 10
a40 = 10 .


Vorzugszahlenreihe R5

a0            a1            a2            a3            a4            a5

1 * q0      1 * q1      1 * q2      1 * q3       1 * q4      1 * q5


a0 = 1
a5 = 10

   
1 * q5  = 10

5 * lg q = lg 10

lg q = 1/5

q= 1,584893192


Vorzugszahlenreihe R10

a0            a1            a2            a3            a4....                             a10

1 * q0      1 * q1      1 * q2      1 * q3       1 * q4 ....                      1 * q10


a0 = 1
a10 = 10

   
1 * q10  = 10

10 * lg q = lg 10

lg q = 1/10

q= 1,258925412


Vorzugszahlenreihe R20

a0            a1            a2            a3            a4....                             a20

1 * q0      1 * q1      1 * q2      1 * q3       1 * q4 ....                      1 * q20


a0 = 1
a20 = 10

   
1 * q20  = 10

20 * lg q = lg 10

lg q = 1/20

q= 1,122018454


Vorzugszahlenreihe R40

a0            a1            a2            a3            a4....                             a40

1 * q0      1 * q1      1 * q2      1 * q3       1 * q4 ....                      1 * q40


a0 = 1
a40 = 10

   
1 * q40  = 10

40 * lg q = lg 10

lg q = 1/40

q= 1,059253725



a) Ermitteln Sie die Quotienten und die Glieder für R5 und für R10 ( Runden auf drei gültige Ziffern)!

R5

q= 1,584893192

a0        a1        a2        a3        a4          a5

1         1,585   2,512   3,981   6,310    10



R10

q= 1,258925412

a0            a1            a2            a3            a4            a5            a6            a7            a8            a9            a10

1              1,259      1,585       1,995       2,512       3,162      3,981       5,012       6,310      7,943       10



b) Eine verbindliche Rundwertreihe für R10 lautet:

1; 1,2; 1,6; 2; 2,5; 3; 4; 5; 6; 8; 10.

Vergleichen Sie mit den genauen Werten! Ermitteln Sie dazu die maximale prozentuale Abweichung!


a0            a1            a2            a3            a4            a5            a6            a7            a8            a9            a10

1              1,259      1,585       1,995       2,512       3,162      3,981       5,012       6,310      7,943       10


1              1,2          1,6           2,0           2,5           3,0          4,0           5,0           6,0           8,0          10


0%           4,69%    0,95%      0,25%      0,48%      5,12%    0,48%      0,24%      4,91%      0,72%     0%



für a1:

1,259 ≙ 100

    1,2 ≙ x


x= 95,31

100 - 95,31 = 4,69


8) Ein Guthaben von 4000,00 Mark der DDR verbleibt 10 Jahre auf einem Sparkonto und wird mit 3,25% verzinst.
Wie groß ist der gesamte Zinsbetrag, wenn

a) die Zinsen jährlich abgehoben werden;


4000 Mark der DDR ≙ 100%
      x Mark der DDR ≙ 3,25%


x= 130 Mark der DDR

130 * 10 Jahre = 1300 Mark der DDR an Zinsen für 10 Jahre


b) die Zinsen jeweils nach Ablauf eines Jahres dem Guthaben zur weiteren Verzinsung zugeschlagen werden?

Zinseszinsrechnung:

Gn = G0 * qn

q = 1 + p/100

Gn = Endkapital
G0 = Anfangskapital
p = Zinssatz
q = Aufzinsfaktor
n = Anzahl der geltenden Zeiträume / Jahre


1.Jahr

4000 * 3,25 / 100 = 130

4000 * 0,0325 = 130

gesamt im 1. Jahr:

4000 * 1,0325 = 4130          / 0,0325 + 1

gesamt im 2. Jahr:

4000 * 1,03252 = 4264,225

gesamt im 3. Jahr:

4000 * 1,03253 = 4402,81

gesamt im 4. Jahr:

4000 * 1,03254 = 4545,90

gesamt im 5. Jahr:

4000 * 1,03255 = 4693,65

gesamt im 6. Jahr:

4000 * 1,03256 = 4846,19

gesamt im 7. Jahr:

4000 * 1,03257 = 5003,69

gesamt im 8. Jahr:

4000 * 1,03258 = 5166,31

gesamt im 9. Jahr:

4000 * 1,03259 = 5334,21

gesamt im 10. Jahr:

4000 * 1,032510 = 5507,58


5507,58 - 4000 = 1507,58 Mark der DDR an Zinsen für 10 Jahre


9) Ein Waldbestand wird auf 2 Millionen m³, sein jährlicher Zuwachs auf 4%  geschätzt.

a) Wie groß ist gemäß dieser Schätzung der Holzbestand nach 10 Jahren, wenn in der Zwischenzeit
kein Einschlag erfolgt?


Gn = G0 * qn

q = 1 + p/100

 2 Millionen m³ *  1,0410 = 2,96048 Millionen m³


b) Wie groß ist der Holzbestand nach 15 Jahren, wenn jährlich 30000 m³eingeschlagen werden?


Rentenrechnung nachschüssig


Gn = G0 * qn  +/-  r(qn - 1)
                                 q - 1

q = 1 + p/100

Gn = Endkapital
G0 = Anfangskapital
p = Zinssatz
q = Aufzinsfaktor
n = Anzahl der geltenden Zeiträume / Jahre
r = Rentenbetrag

Gn= 2 Millionen m³* 1,0415  -  30000  * (1,0415 - 1)
                                                                  1,04 - 1


Gn= 3601887,011 -  (30000  * 20,02358764)
                                                                    
Gn= 3601887,011 -  600707,6291

Gn= 3001179,382 m³
         3.001.179,38

Rentenrechnung vorschüssig

für r = r * q

Gn = G0 * qn  +/-  r * q (qn - 1)
                                    q - 1

q = 1 + p/100

Gn = Endkapital
G0 = Anfangskapital
p = Zinssatz
q = Aufzinsfaktor
n = Anzahl der geltenden Zeiträume / Jahre
r = Rentenbetrag

Gn= 2 Millionen m³* 1,0415  -  300000 *  1,04  * (1,0415 - 1)
                                                                                1,04 - 1


Gn= 3601887,011 -  (300000 * 1,04  * 20,02358764)
                                                                    
Gn= 3601887,011 -  624735,9343

Gn= 2977151,077 m³
        2.977.151,08


c) Wie viele Kubikmeter Holz könnten jährlich eingeschlagen werden, wenn damit der Wald nach 15 Jahren
völlig abgeholzt sein soll?


Gn= 3601887,011 -  (300000  * 20,02358764)

0= 3601887,011 -  (x  * 20,02358764)

x  * 20,02358764 = 3601887,011   /   /20,02358764

x= 179882,20 m³


Kontrolle der Zinsen- und Rentenberechnung


weitere Aufgaben:

1) Sind 1; 3; 1/2; 3/5; 7/4 und 7/5 Glieder der nachstehenden Folgen?

a) 2k - 1
       5


a1= 1/5
a2= 3/5
a3= 5/5
a4= 7/5
a5= 9/5
a6= 11/5
a7= 13/5
a8= 15/5


b) 7/k

a1= 7
a2= 7/2
a3= 7/3
a4= 7/4
a5= 7/5
a6= 7/6
a7= 7/7


c) 3k - 2
     k + 1

a1= 1/2
a2= 4/3
a3= 7/4
a4= 10/5
a5= 13/7
a6= 16/8
a7= 19/9
a8= 22/10
a9= 25/11
a10= 28/12
a11= 31/13
a12= 34/14



2) Ermitteln Sie die jeweils ersten fünf Glieder nachstehender Folgen!

a) 1 - 1/10k-1

a1= 1 - 1/101-1    =  0
a2= 1 - 1/102-1   =  9/10
a3= 1 - 1/103-1   =  99/100
a4= 1 - 1/104-1   =  999/1000
a5= 1 - 1/105-1   =  9999/10000


b) cos * k * π / 2       k ≥ 0

 4
 Σ
cos * k * π / 2
k=0


a0= cos * 0 * 90° =  1
a1= cos * 1 * 90° =  0
a2= cos * 2 * 90° =  -1
a3= cos * 3 * 90° =  0
a4= cos * 4 * 90° =  1



c) lg 10k     k ≥ 0

 4
 Σ
lg 10k
k=0

a0= 0 * lg 10  =  0
a1= 1 * lg 10  =  1
a2= 2 * lg 10  =  2
a3= 3 * lg 10  =  3
a4= 4 * lg 10  =  4



3)* Versuchen Sie, explizite und rekursive Zuordnungsvorschriften zu geben!
Aufgaben mit Stern bei der Nummer sind von erhöhtem Schwierigkeitsgrad.

a)  0; 4; 8/3; 12/5; ...


k          0            1            2                3                4             5            6

ak        0            4/1         8/3             12/5          16/7         20/9       24/11



ak= 4 * k
      2k - 1

ak+1= ak - 4/((2 * k)² - 1)

Probe:

24/11= 20/9  -  4/99



b) 1; 1; 3/4;  4/8; 5/16; ...


k          0            1            2                3                4             5            6

ak        1            1            3/4             4/8             5/16        6/32       7/64



ak= k + 1
         2k


ak+1= 1/2 * ak + 1  
                            2k



c) 2; 6; 12; 20; 30; ...


k          1            2             3             4             5            6

ak        2            6             12           20           30          42      


ak= (k + 1)² - (k + 1)

ak+1= ak + 2 * (k + 1)




d) 3/8; 8/15; 15/24; 24/35; ...


ak=   k  * (k + 2)       
       (k + 1) * (k + 3)




4) Setzen Sie um jeweils vier Glieder fort, so dass geometrische Folgen ak entstehen!

a) 2/3; 1; 3/2; ...

q= 3/2

9/4; 27/8; 81/16; 243/32



b) -1; 0,8; ...

q= -0,8

-0,64; 0,512; -0,4096; 0,32768


c) √3; 3;

q=  √3

3 * √3; 9; 9 * √3; 27


In welcher dieser Folgen wird 1000 überschritten, wenn man sie weit genug fortsetzt?
Geben Sie in diesem Falle k an!


a) ak= 2/3 * (3/2)
k-1

1000 = 2/3 * (3/2)
k-1        // erst 1000 / (2/3)

(3/2)
k-1 = 1500

(k - 1) * lg (3/2) = lg 1500

(k - 1) * 0,176 = 3,176

(k - 1) = 18,045

k= 19,045

Das heißt erst ab k= 19,045 ist ak größer als 1000. Bei k= 19 ist ak noch kleiner
als 1000.

Das Ergebnis ist also k= 20.



c) ak= (√3)
k

1000=  (√3)k

k * lg √3 = lg 1000

k * 0,23856 = 3

k= 12,58

k= 13


5) Wie viele Glieder haben die nachstehenden endlichen geometrischen Folgen?


a) 1; 5; 25; ...; 15625

ak= 5k-1

15625= 5k-1

(k - 1) * lg 5 = lg 15625

(k - 1) * 0,699 = 4,194

(k - 1) = 6

k= 7

Die Folge hat 7 Glieder.



b) 81; 54; 36; ...; 3 13
                              81

q= 2/3

ak= 81 * (2/3)k-1

256/81 = 81 * (2/3)k-1

(2/3)k-1  = (256/81) / 81

(2/3)k-1  = (256/6561)

(k - 1) * lg 2/3 = lg 256/6561

(k - 1) = 8

k= 9

Die Folge hat 9 Glieder.


c) 2; 6; 18; ...; 4374

ak= 2 * 3k-1

4374 = 2 * 3k-1

3k-1 = 2187

(k - 1) * lg 3 = lg 2187

k - 1 = 7

k= 8

Die Folge hat 8 Glieder.



6)* Für gewisse Folgen ak kann die Untersuchung auf Monotonie auch durch Betrachtung des Quotienten ak+1 / ak erfolgen.
Erläutern Sie das näher an Hand der Beispiele!

Nicht nur q ist entscheidend, sondern auch ob ak > 0 oder ak < 0 ist.


ak= (k + 1)  
       (2k - 1)


     (k + 2)  
    (2k + 1)     =
    (k + 1)  
    (2k - 1)


2k² + 3k - 2  
2k² + 3k + 1

monoton fallend weil:
q < 1
ak > 0 für alle k



ak= (1 - k)  
       (2k - 1)


        -k      
    (2k + 1)     =
    (1 - k)   
    (2k - 1)


2k² -  k       
2k² - k - 1


monoton fallen weil:
q > 1
ak < 0 für alle k > 1



7) Beweisen Sie, dass die Summe der Kuben der natürlichen Zahlen von 1 bis n gleich dem Quadrat
der Summe dieser natürlichen Zahlen ist!



 n                  n
 Σ k³ =   ( Σ k

k=1             k=1



 n
 Σ k³ = [(n² +  n) / 2]²

k=1


 n
 Σ k³ = (n
4 + 2n³ + n²) / 4
k=1


17. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


 n
 Σ k³ = (n
4 + 2n³ + n²) / 4
k=1


1.Induktionsanfang für n = 1

Für n = 1 gilt die Aussage

1³ = (1 + 2 + 1) / 4

1 = 1



2. Induktionsschritt


 n
 Σ k³  +  (n + 1)³   =    [(n+1)
4 + 2 * (n + 1)³ + (n + 1)²] / 4
k=1


(n
4 + 2n³ + n²) / 4   +  (n + 1)³ =  [(n+1)4 + 2 * (n + 1)³ + (n + 1)²] / 4


[n
4 + 2n³ + n²   +  4 * (n + 1)³] / 4 =  [(n+1)4 + 2 * (n + 1)³ + (n + 1)²] / 4


nur die linke Seite:

[n
4 + 2n³ + n²   +  4 * (n + 1)³] / 4

[n
4 + 2n³ + n²   +  4 * (n + 1)² * (n * 1)] / 4

[n
4 + 2n³ + n²   +  4 * (n² + 2n + 1) * (n + 1)] / 4

[n
4 + 2n³ + n²   +  4 * (n³ + n² + 2n²  + 2n +  n + 1) ] / 4

[n
4 + 2n³ + n²   +  4n³ + 4n² + 8n²  + 8n +  4n + 4 ] / 4

[n
4 + 6n³ +13n²  + 12n + 4 ] / 4


nur die rechte Seite

 [(n+1)
4 + 2 * (n + 1)³ + (n + 1)²] / 4

[(n + 1)² * (n + 1)² + 2 * ((n + 1)² * (n + 1))   +  (n + 1)²] / 4

[(n² + 2n + 1) * (n² + 2n + 1) + 2 * ((n² + 2n + 1) * (n + 1))   + n² + 2n + 1] / 4

[n
4 + 2n³  + n² + 2n³ + 4n² + 2n +  n² + 2n + 1 + 2 * (n³ + n² + 2n² + 2n +  n + 1) + n² + 2n + 1] / 4

[n
4 + 2n³  + n² + 2n³ + 4n² + 2n +  n² + 2n + 1 + 2n³ + 2n²  + 4n² + 4n + 2n + 2 + n² + 2n + 1] / 4

[n
4 + 6n³+ 13n²+ 12n + 4] / 4



8) Ermitteln Sie eine Summenformel für die Summe der Quadrate der ungeraden Zahlen,
und beweisen Sie diese Formel!


 n
 Σ (2k - 1)² =  4/3n³ - 1/3n

k=1



k        1        2        3        4        5        6        7

ak      1        9        25      49      81      121    169

an      1        10      35      84      165    286    455


18. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


 n
 Σ (2k - 1)² =  4/3n³ - 1/3n

k=1


1.Induktionsanfang für n = 1

Für n = 1 gilt die Aussage



(2 * 1 - 1)² = 4/3 * 1 - 1/3 * 1

                1 = 1

2. Induktionsschritt


4/3n³ - 1/3n + (2(n + 1) - 1)² =  4/3(n + 1)³ - 1/3(n + 1)

4/3n³ - 1/3n + (2n + 1)²  =  4/3  *  (n + 1)² * (n + 1) - 1/3(n + 1)

4/3n³ - 1/3n + 4n² + 4n + 1  =  4/3 *   (n²+ 2n + 1) * (n + 1) - 1/3(n + 1)

4/3n³ + 4n² + 11/3n  + 1  =  4/3 *  (n³ +  n² + 2n² + 2n + n + 1)  - 1/3(n + 1)

4/3n³ + 4n² + 11/3n  + 1  =  4/3 *  (n³ +  3n² + 3n  + 1)  - 1/3(n + 1)

4/3n³ + 4n² + 11/3n  + 1  =  4/3n³ +  4n² + 4n  +  4/3  - 1/3(n + 1)

4/3n³ + 4n² + 11/3n  + 1  =  4/3n³ +  4n² + 4n  +  4/3  - 1/3n - 1/3

4/3n³ + 4n² + 11/3n  + 1  =  4/3n³ +  4n² + 11/3n  +  1



19. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


9) Es ist zu beweisen, dass für alle natürlichen Zahlen n gilt:

sn= 1 - 4 + 9 - 16 + 25 + ... + (-1)n-1 * n²

 n
 Σ
(-1)k-1 * k² =  (-1)n-1 * n * (n + 1)
k=1                                              2



k        1        2        3        4        5        6        7

ak      1       -4        9     -16       25     -36      49

an      1       -3        6     -10       15     -21      28




1.Induktionsanfang für n = 1

Für n = 1 gilt die Aussage



(-1)1-1 * 1² =  (-1)1-1 * 1 * (1 + 1)
                                               2

(-1)0 * 1² =  (-1)0 * 1 * (1 + 1)
                                          2

              1 = 1


2. Induktionsschritt



 (-1)n-1 * n * (n + 1)  + (-1)n+1-1 * (n + 1)²   =   (-1)n+1-1 * (n + 1) * (n + 1 + 1)
                         2                                                                                       2

 (-1)n-1 * n * (n + 1)   +   (-1)n * (n + 1)²   =   (-1)n  * (n + 1) * (n + 2)
                         2                                                               2

-1 * (-1)n  * n² + n   +  2 *  (-1)n  *  n² + 2n + 1   =    (-1)n  * n² + 3n + 2
                                     2                                                            2

a =  (-1)n

-a * n² + n   +   2 * a  *  n² + 2n + 1   =    a * n² + 3n + 2
                           2                                              2


-an² -an   +  2an² + 4an + 2a   =    an² + 3an + 2a
                       2                                        2


an² + 3an + 2a   =    an² + 3an + 2a
          2                              2



20. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


10)* Zeigen Sie mittels vollständiger Induktion, dass die folgende Gleichung für alle natürlichen Zahlen
n  ≥ 1 gilt!


 n
 Σ (2k - 1) * (2k + 1)  =   4n
³ + 6n² - n
k=1                                             3       
 

k        1        2        3        4        5       

ak      3        15      35      63      99

an      3        18      53      116    215




1.Induktionsanfang für n = 1

Für n = 1 gilt die Aussage



(2k - 1) * (2k + 1)  =   4n³ + 6n² - n
                                              3

1 * 3 =  4 + 6 - 1
                   3

     3 = 3


2. Induktionsschritt


 4n³ + 6n² - n   + (2n + 2 - 1) * (2n + 2 + 1)  =  4 * (n + 1)³ + 6 * (n + 1)² -  (n + 1)
           3                                                                                        3


4n³ + 6n² - n   + (2n + 1) * (2n + 3)  =  4 * (n + 1)² * (n + 1) + 6 * (n + 1)² -  (n + 1)
          3                                                                                     3
  4n³ + 6n² - n   + 4n²  + 8n + 3  =  4 * (n² + 2n + 1) * (n + 1)  +  6 * (n² + 2n + 1)  -  (n + 1)
          3                                                                                  3


4n³ + 6n² - n   + 3 * (4n²  + 8n + 3)  =  4 * (n³ + n² + 2n² + 2n + n + 1)  +  6 * (n² + 2n + 1)  -  (n + 1)
                            3                                                                                 3


4n³ + 6n² - n   + 12n² + 24n + 9  =  4n³ + 4n² + 8n² + 8n + 4n + 4 + 6n² + 12n + 6 - n - 1
                          3                                                                   3


4n³ + 18n² + 23n  + 9  =  4n³ + 18n² + 23n + 9
               3                                      3



11) Welche Summe ergeben alle durch 11 teilbaren Zahlen x mit 0 < x < 1000?


 n
 Σ 11k = 11n² + 11n

k=1                  2                                 
 

11n < 1000

n= 90


90
 Σ 11k = 11 * 90² + 11 * 90

k=1                        2             


90
 Σ 11k = 45045

k=1                           


                            33
12) Berechnen Sie
Σak für die arithmetische Folge ak = -3,5; -2,8; ... !
                           k=17

 n
 Σ-4,2 + 0,7k
k=1


k            1            2            3            4            5

ak         -3,5       -2,8        -2,1       -1,4        -0,7

an          -3,5      -6,3        -8,4       -9,8       -10,5


an= k * (-35/10) + 7/10 * (k² - k)
                                             2


a33= (-1155/10) + (3696/10)

a33= 2541/10



a16= (-560/10) + (840/10)

a16= 280/10


a33 - a16 = 2261/10

 33
  Σ-4,2 + 0,7k = 2261/10
k=17



13) Eine geometrische Folge ak habe das Anfangsglied a1= 2 und Quotienten q = 1,25.

a) Berechnen Sie das 4. Glied und die Summe der ersten 4 Glieder!


   n
  Σ2 * 1,25k-1
k=1

a1= 2
a4= 125/32


k            1            2            3            4            5

ak          2            5/2        25/8       125/32    625/128    

an          2/1         9/2        61/8       369/32    2101/128


 4
 Σ2 * 1,25k-1 = 369/32 
k=1



b) Welchen Index hat das Glied, das erstmals größer als 20 ist?


2 * 1,25k-1 = 20

1,25k-1 = 10

(k - 1) lg 1,25 = lg 10

k - 1 = 10,31

k = 11,31

Das erste Glied, welches größer als 20 ist, hat den Index 12.



14)* Wenn die reellen Zahlen a, b, c eine dreigliedrige arithmetische Folge bilden, dann gilt


3 * (a² + b² + c²) = 6 * (a - b)² + (a + b + c)².

Beweisen Sie diesen Sachverhalt!


3 * (a² + b² + c²) = 6 * (a - b)² + (a + b + c)²

3a² + 3b² + 3c² = 6 * ( a² - 2ab + b²) + (a + b + c) * (a + b + c)

3a² + 3b² + 3c² = 6 * [( a² - 2ab + b²) + (a² + a b + ac + ab + b² + bc + ac + bc + c²)]

3a² + 3b² + 3c² = 6a² - 12ab + 6b² + a² + a b + ac + ab + b² + bc + ac + bc + c²

3a² + 3b² + 3c² = 7a² - 10ab + 7b²  + 2ac  + 2bc  + c²

a= a1
b= a1 + d
c= a1 + 2d

3a1² + 3 * (a1 + d)² + 3 * (a1 + 2d)² = 7 a1² - 10a1 * (a1 + d) + 7 * (a1 + d)² + 2a1 * (a1 + 2d) + 2 * (a1 + d) * (a1 + 2d) + (a1 + 2d)²

3a1² + 3 * (a1² + 2a1d + d²) + 3 * (a1² + 4a1d + 4d²) = 7a1² - 10a1² - 10a1d + 7a1² + 14a1d + 7d² + 2a1² + 4a1d + (2a1 + 2d) * (a1 + 2d) + (a1 + 2d)²

3a1² + 3a1² + 6a1d + 3d² + 3a1² + 12a1d + 12d² = 7a1² - 10a1² - 10a1d + 7a1² + 14a1d + 7d² + 2a1² + 4a1d + 2a1² + 4a1d + 2a1d + 4d² + a1² + 4a1d + 4d²

3a1² + 3a1² + 6a1d + 3d² + 3a1² + 12a1d + 12d² = 7a1² - 10a1² - 10a1d + 7a1² + 14a1d + 7d² + 2a1² + 4a1d + 2a1² + 4a1d + 2a1d + 4d² + a1² + 4a1d + 4d²

9a1² + 6a1d + 3d² + 12a1d + 12d² = 9a1² - 10a1d + 14a1d + 7d² + 4a1d + 4a1d + 2a1d + 4d² + 4a1d + 4d²

9a1² + 18a1d + 15d² = 9a1² + 18a1d + 15d²



15) Ein gestufter Regelwiderstand R= 1kΩ ist so beschaffen, dass in jeder seiner 8 kleineren Stufen der jeweils ausgeschaltete Widerstand
proportional dem vorher vorhandenen ist. Der Endwiderstand beträgt R0= 100Ω. Wie groß sind die Teilwiderstände R1 bis R8?


a0            a1            a2             a3            a4....                             a8

100 * q0  100 * q1  100 * q2   100 * q3   100 * q4 ....                  100 * q8


a0 = 100Ω
a8 = 1000Ω

   
100 * q8  = 1000

q8  = 10

8 lg q = lg10

lg q= 1/8

q= 1,333521432


R0                R1                R2                R3                R4                R5                R6                R7                R8

100              133,35          177,83         237,14          316,23         421,70          562,34         749,89          999,99



16) Je nach konkreter Situation werden bei einer Tablettenkur unterschiedliche Tagesdosen verordnet, zum Beispiel derart:

Am 1. Tag sind 3 Tabletten zu nehmen. Dann ist täglich um 2 Tabletten bis zur Maximaldosis von 11 Tabletten zu steigern.
Insgesamt soll die Kur 21 Tage dauern, wobei das Abklinken am Ende umgekehrt wie der Beginn erfolgt.
Wie viele Tage lang ist die Maximaldosis zu nehmen, und wie viele Tabletten werden insgesamt  für die Kur benötigt?


 n
 Σ3 + 2 * (k - 1)
k=1


k        1        2        3        4        5       

ak      3        5        7        9        11

an      3        8        15      24      35


11 Tage lang 11Tabletten = 121 Tabletten

insgesamt 191 Tabletten


Berechnung DIN A Standard

17) Nach TGL 0-476 genügen die Papierformate der A-Reihe den folgenden Bedingungen:
1) Das Format A0 ist ein Rechteck von 1 m²  Flächeninhalt, dessen Seitenlängen a0 und b0
sich wie 1 : √2 verhalten.
2) Alle Formate ak (k = 1; ...; 10) entstehen aus ak-1 durch halbieren der längeren Rechteckseite bk-1.
Untersuchen Sie die Zahlenfolgen ak und bk, k
≥ 1!


A0 = x * x * √2 = 1 m²
       ______
x= √(1/ √2)


A0 = ak * bk

A0= x * x√2

A1= x * x√2
                2

A2= x * x√2
        2      2


A3= x * x√2
        2      4


A4= x * x√2
        4      4


A5= x * x√2
        4      8

A6= x * x√2
        8      8


A7= x * x√2
        8     16

A8= x * x√2
       16    16


A9= x * x√2
       16    32


A10= x * x√2
         32    32


k        0            1            2            3            4

ak      x            x             x/2         x/2         x/4



k        0                1                 2                  3                  4

bk      x√2           (x√2)/2        (x√2)/2        (x√2)/4         (x√2)/4
                        



DIN A4 = 21,02241038cm * 29,73017788cm






Kombinatorik


Permutationen
permutare lat. vertauschen


26) Stellen Sie aus der Menge der vier Buchstaben a, b, e, r sämtliche verschiedenen geordneten Mengen her!
Schreiben Sie sie in der Reihenfolge nieder, in der sie auch in einem Wörterbuch stehen würden!

a b e r
a b r e
a e b r
a e r b
a r b e
a r e b

b a e r
b a r e
b e a r
b e r a
b r a e
b r e a

e a b r
e a r b
e b a r
e b r a
e r a b
e r b a

r a b e
r a e b
r b a e
r b e a
r e a b
r e b a

Ergebnis: 24 Permutationen

Jede Anordnung der n Elemente einer endlichen Menge nennt man eine Permutation dieser n Elemente.
Bezeichnung: Pn

Beispiel P3

a b c

a b c        a c b        b a c        b c a        c a b        c b a

Für die Besetzung der ersten Stelle gibt es drei Möglichkeiten.
Bei der Besetzung der zweiten Stelle bleiben dann noch zwei Möglichkeiten.
Die dritte Stelle ist automatisch festgelegt.


P3 = 3 * 2 * 1

Pn = n * Pn-1

P4 = 4 * 3 * 2 * 1

P5 = 5 * 4 * 3 * 2 * 1

P6 = 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1 = 720

Pn = n * (n - 1) * (n - 2) * ... * 3 * 2 * 1 = n!


n! = n-Fakultät

Beispiel:

5! = 5 * 4 * 3 * 2 * 1 = 120

es ist definiert:

0! = 1
1! = 1
(n - 1)! = (n - 1) * (n - 1 - 1)!
n! = n * (n - 1)!
(n + 1)! = (n + 1) * n!


Pn = n!          n
∈N, n > 0

14. Beweis durch Vollständige Induktion


1. Induktionsanfang

P1 = 1!

1 = 1
1 Element hat nur eine Permutation


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

Pk = k!

Induktionsbehauptung

Pk+1= (k + 1)!

Induktionsbeweis

Pk+1= Pk * (k + 1)

Pk+1= k! * (k + 1)

Pk+1= (k + 1)!



28) Wie viele Möglichkeiten der Verteilung gibt es, wenn 8 Personen auf den 8 Sitzen eines D-Zug-Abteils Platz nehmen?
Wie ändern sich Problem und Antwort, wenn weniger als 8 Personen im Abteil sind?


Anzahl der Sitzplätze            Anzahl der Personen                                    Möglichkeiten

            8                                            8                                   8! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1 = 40320
 
            8                                            7                                   8! / 1! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 = 40320

            8                                            6                                   8! / 2! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 = 20160

            8                                            5                                   8! / 3! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 = 6720

            8                                            4                                   8! / 4! = 8 * 7 * 6 * 5 = 1680

            8                                            3                                   8! / 5! = 8 * 7 * 6 = 336

            8                                            2                                   8! / 6! = 8 * 7 = 56

            8                                            1                                   8! / 7! = 8


Beispiel 8 Sitzplätze für 2 Personen ergibt 56 Möglichkeiten

12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 21, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 31, 32, 34,
35, 36, 37, 38, 41, 42, 43, 45, 46, 47, 48, 51, 52, 53, 54, 56, 57,
58, 61, 62, 63, 64, 65, 67, 68, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 78, 81, 82,
83, 84, 85, 86, 87



1) Wie groß ist die Summe aller dreistelligen Zahlen, die man als Permutationen der Grundziffern 2, 4, 6 schreiben kann?

246
264
426
462
624
642

Summe = 2664


2) Wie viele Permutationen lassen sich aus den Grundziffern 1, 2, 3, 4 bilden?

P4 = 4!

P4 = 24

Denken Sie sich diese Permutationen gemäß 1 < 2 < 3 < 4 lexikographisch geordnet!
Wie viele davon stehen dann
a) vor 2134                b) zwischen 2134 und 3214                c) nach 3214?



a = 1
b = 2
e = 3
r = 4

2 1 3 4 = b a e r
3 2 1 4 = e b a r

a b e r
a b r e
a e b r
a e r b
a r b e
a r e b

b a e r
b a r e
b e a r
b e r a
b r a e
b r e a

e a b r
e a r b
e b a r
e b r a
e r a b
e r b a

r a b e
r a e b
r b a e
r b e a
r e a b
r e b a


3) Wie viele Permutationen der Elemente u, v, w, x, y, z beginnen
a) mit w            b) mit x y            c) v z x u?


P6 = 6!

P6 = 720

a) 720 / 6 = 120


b) 120 beginnen mit x
 120 / 5 = 24 beginnen mit x y


c) 24 / 4 = 6
6 / 3 = 2 beginnen mit v z x u


4) Errechnen Sie die folgenden Terme für n = 4 auf möglichst bequeme Weise!

a) 2n!

2 * 4!

2 * 24 = 48


b) (2n)!

8! = 40320


c) n * n!

4 * 24 = 96


d) n! / n

4! / 4 = 3! = 6


e) n! / (n + 1)!

n! / n! * (n + 1) = 1/5


f) n! / (n! + 1) = 24/25


5) Formen Sie die folgenden Terme um, indem Sie Brüche beseitigen!

a) (n + 1)! / n!

n! * (n + 1) / n! = n + 1


b) (n + 1)! / (n + 1)

n! * (n + 1) / (n + 1) = n!


c) (n - 3)! / (n - 2)!

(n - 3) * (n - 4)! / (n - 2) * (n - 3)! =

(n - 3) * (n - 4)! / (n - 2) * (n - 3) * (n - 4)! =

1 / (n - 2)


d) (n + 1)! / (n - 1)!

n! * (n + 1) / (n - 1)! =                  / n! = n * (n - 1)!

n * (n - 1)! * (n + 1) / (n - 1)! =

n * (n + 1)


e) n! / (n - 1)

n * (n -1)! / (n - 1) =

n * (n - 1) * (n - 2)! / (n - 1)=

n * (n - 2)!



6) Lösen Sie die folgenden Gleichungen!

a) x! = 7(x - 1)!

x * (x - 1)! = 7 * (x - 1)!

x= 7


b) x! - 120 = 0

x! = 120

x= 5


c) x(x - 1)! = x!

x! = x!

Die Gleichung ist erfüllt für jedes natürliche x.


d) x! = 3x!

keine Lösung wegen 0! = 1



7) 7 Personen wollen von Tag zu Tag ihre Sitzordnung auf 7 Stühlen ändern, beginnend mit dem 01.01.1980.
An welchem Tage muss sich spätestens eine bereits vorher dagewesene Sitzordnung wiederholen?
Dabei sollen zwei Sitzordnungen A und B als verschieden gelten, wenn bei A mindestens eine Person auf einem
anderen Platz sitzt als bei B.


P7 = 7!
P7 = 5040

Nach 5040 Tagen, also am 19.10.1993 wiederholt sich die Sitzordnung.




Variationen und Kombinationen


a b c und a c b sind Teilmengen von a b c d e f

Jede geordnete Teilmenge ist eine Variation.             a b c und a c b sind zwei Variationen von a b c d e f
Jede Teilmenge ist eine Kombination.                       a b c und a c b sind eine Kombination von a b c d e f

n Elemente zur k-ten Klasse

                 
Variation:

    
 k
 V
n = n! / (n - k)!
                 
k= verschiedene Elemente
n= Gesamtzahl der Elemente

vorheriges Beispiel:

Anzahl der Sitzplätze            Anzahl der Personen                                    Möglichkeiten
                                                                                                                                                                    
8
            8                                            8                                   8! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1 = 40320  V
8 = 8! / (8 - 8)!
                                                                                                                                                                  
   7
            8                                            7                                   8! / 1! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 = 40320  V
8 = 8! / (8 - 7)!
                                                                                                                                                              
6
            8                                            6                                   8! / 2! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 = 20160  V
8 = 8! / (8 - 6)!

            8                                            5                                   8! / 3! = 8 * 7 * 6 * 5 * 4 = 6720

            8                                            4                                   8! / 4! = 8 * 7 * 6 * 5 = 1680

            8                                            3                                   8! / 5! = 8 * 7 * 6 = 336

            8                                            2                                   8! / 6! = 8 * 7 = 56
                                                                                                                  
1
            8                                            1                                   8! / 7! = 8  V
8 = 8! / (8 - 1)!


29) Wie viele verschiedene Möglichkeiten der Vergabe von Gold-, Silber- und Bronzemedaille gibt es bei der Teilnahme von 6 Läuferinnen?

  
3
V
6 = 6! / (6 - 3)! = 120

123, 124, 125, 126, 132, 134, 135, 136, 142, 143, 145, 146, 152, 153, 154, 156, 162, 163, 164, 165, 213, 214,
215, 216, 231, 234, 235, 236, 241, 243, 245, 246, 251, 253, 254, 256, 261, 263, 264, 265, 312, 314, 315, 316,
321, 324, 325, 326, 341, 342, 345, 346, 351, 352, 354, 356, 361, 362, 364, 365, 412, 413, 415, 416, 421, 423,
425, 426, 431, 432, 435, 436, 451, 452, 453, 456, 461, 462, 463, 465, 512, 513, 514, 516, 521, 523, 524, 526,
531, 532, 534, 536, 541, 542, 543, 546, 561, 562, 563, 564, 612, 613, 614, 615, 621, 623, 624, 625, 631, 632,
634, 635, 641, 642, 643, 645, 651, 652, 653, 654


Ermitteln Sie auch

  
2
V
26 = 26 * 25 = 650

15. Beweis durch Vollständige Induktion

Beweis

    
  k
 V
n = n! / (n - k)!

n wird bei diesem Beweis als fest angenommen.


1.Induktionsanfang:

    
  1
 V
n = n! / (n - 1)! = n * (n - 1)! / (n - 1)! = n


2. Induktionsschritt:


Induktionsvorrausetzung:


 
    k-1
 V
n = n! / (n - k)! = n! / (n - (k - 1)!)

     k-1
 V
n = n! / (n - k + 1)!



Induktionsbehauptung:


    
  k
 V
n = n! / (n - k)!



Induktionsbeweis:

    
  k         k-1
 V
n = V *  (n - k + 1)                 

    
  k        
 V
n = (n - k + 1) * n! / (n - k + 1)!

    
  k        
 V
n = (n - k + 1) * n! / [(n - k + 1) * (n - k)!]

    
  k
 V
n = n! / (n - k)!


30) Wie viele Wörter aus 3, 4 und 5 Buchstaben des Wortes Salbe kann man bilden?
Dabei soll sich in keinem Wort ein Buchstabe wiederholen.


  
    3
 V
5 = 5! / (5 - 3)! = 60


  
    4
 V
5 = 5! / (5 - 4)! = 120


  
    5
 V
5 = 5! / (5 - 5)! = 120



Kombination:

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

   
3                 3
C6  <  V6


k= 3 verschiedene Elemente
n= 6 Gesamtzahl der Elemente


  
3
C
6 = 6! / [(6 - 3)! * 3!] = 20

123, 124, 125, 126, 134, 135, 136, 145, 146, 156, 234, 235, 236, 245, 246, 256, 345, 346, 356, 456


31) Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, in der Figur
: : : vier Punkte anzukreuzen?
Überprüfen Sie die errechnete Anzahl durch Aufzeichnen aller Möglichkeiten!


  
4
C
6 = 6! / [(6 - 4)! * 4!] = 15

1234, 1235, 1236, 1245, 1246, 1256, 1345, 1346, 1356, 1456, 2345, 2346, 2356, 2456, 3456,


  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]    =    n * (n - 1) * (n - 2) * ... * (n - (k - 1)) * (n - k)!
                                                                       
(n - k)! * k!


  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]    =    n * (n - 1) * (n - 2) * ... * (n - (k - 1))
                                                                          k!

Beispiele:

  
4
C
9 = 9 * 8 * 7 * 6
                 4!

 
4
C
9 = 126


Lotterie 6 aus 49 ist eine Kombination


  
6
C
49 = 49! / [(49 - 6)! * 6!]


  
6
C
49 = 13983816


                       
k
Ermitteln Sie
Cn    für n = 1; 2; 3; 4; 5  und 1 ≤ k ≤ n!

 
  
1
C
1 = 1



  
1
C
2 = 2

  
2
C
2 = 1



  
1
C
3 = 3

  
2
C
3 = 3

  
3
C
3 = 1



  
1
C
4 = 4

  
2
C
4 = 6

  
3
C
4 = 4

  
4
C
4 = 1



  
1
C
5 = 5

  
2
C
5 = 10

  
3
C
5 = 10

  
4
C
5 = 5

  
5
C
5 = 1


Binomialkoeffizient

(a + b)5 = 1a5 + 5a
4b + 10a3b2 + 10a2b3 + 5ab4 + 1b5

Koeffizient = Faktor vor einem Term

  
 k
C
ist der Koeffizient des (k + 1)-ten Summanden in der Summe von (a + b)n.



33) Bestätigen Sie diese Aussage, indem Sie

  
 3
C
5

und

  
 4
C
5

nach der Formel

  
 k
C
n =   n * (n - 1) * (n - 2) * ... * (n - (k - 1))
                                 k!

  
4
C
9 = 9 * 8 * 7 * 6
                 4!


errechnen!


  
3
C
5 = 5 * 4 * 3
              3!

  
3
C
5 = 10


  
4
C
5 = 5 * 4
           4!

  
4
C
5 = 5


Für die Binomialkoeffizienten wird auch noch die Symbolik

  n
( k ) verwendet (lies: n über k).


  
k       n-k
C
n = Cn


  
k       n+k          k+1
C
n + Cn   Cn+1


Beweis

Behauptung:

  
k       n+k          k+1
C
n + Cn   Cn+1

n! / [(n - k)! * k!]   +   n! / [(n - (k + 1))! * (k + 1)!]   =  (n + 1)! / [(n + 1 - (k + 1))! * (k + 1)!]

Beweis:

n! / [(n - k)! * k!]   +   n! / [(n - (k + 1))! * (k + 1)!]  

n! / [(n - k) * (n - k - 1)! * k!]   +   n! / [(n - k -1))! * (k + 1) * k!]     //Umformung entsprechend (n + 1)! =  (n + 1) * n!     n! = n * (n - 1)!   (n - 1)! = (n - 1) * (n - 1 - 1)!

    n! * (k + 1)  +  n! * (n - k)            //Hauptnenner
(n - k) * (n - k - 1)! * k! * (k + 1)

n! * (k + 1 - k + n)
(n - k)! * (k + 1)!

    n! * (n + 1)      
(n - k)! * (k + 1)!

           n! * (n + 1)          
(n - k + 1 - 1)! * (k + 1)!

             (n + 1)!                 
(n + 1 - (k + 1))! * (k + 1)!



34) Zeigen Sie, dass die Gültigkeit  von

  
k       n-k
C
n = Cn

unmittelbar aus

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!] folgt!


n! / [(n - k)! * k!] = n! / [(n - (n - k))! * (n - k)!]        //für k = (n - k)

n! / [(n - k)! * k!] = n! / [(n - n + k))! * (n - k)!]

n! / [(n - k)! * k!] = n! / [ k! * (n - k)!]



27) Betrachtet werden die Kombinationen der 8 Elemente a, b, c, e, f, g, i, k zur 3. Klasse.
Zu berechnen ist

a) die Anzahl aller dieser Kombinationen;

 
   3
C
8 = 56

b) die Anzahl derjenigen unter diesen Kombinationen, die keinen Vokal enthalten;
Vokal = a, e, i, o, u ergibt b, c, f, g, k


 
   3
C
5 = 10


c) die Anzahl derjenigen unter diesen Kombinationen, die den Buchstaben e enthalten.

zunächst wie bei b) diejenigen welche e nicht enthalten

 
   3
C
7 = 35


danach


 
   3           3
C
8  - C7 = 56 - 35 = 21


1) Welche der Variationen zur 3. Klasse aus den Buchstaben d, e, i, n ergeben ein in unserer Umgangssprache
vorhandenes Wort?

    
  k
 V
n = n! / (n - k)!

    
  3
 V
4 = 4! / (4 - 3)!

   
   3
 V
4 = 24


123, 124, 132, 134, 142, 143, 213, 214, 231, 234, 241, 243, 312, 314, 321, 324, 341, 342, 412, 413, 421, 423, 431, 432

d e i
d e n
d i e
d i n
d n e
d n i
e d i
e d n
e i d
e i n
e n d
e n i
i d e
i d n
i e d
i e n
i n d
i n e
n d e
n d i
n e d
n e i
n i d
n i e



2) Berechnen Sie

a)

   
   4
 V
7 = 840

b)

   
    3
 V
10 = 10! / (10 - 3)! = 720


c)

   
   4
 V
9 = 9! / (9 - 4)! = 3024


d)

   
    2
 V
12 = 12! / (12 - 2)! = 132



3) Schreiben Sie als möglichst einfache Terme:

a)

   
   2
 V
n = n! / (n - 2)!


n! / (n - 2)! = n * (n - 1)! / (n -2)! = n * (n - 1) * (n - 2)! / (n - 2)! = n * (n - 1)


b)

  
   n-1
 V
n = n! / (n - (n - 1))! =  n! / 1! =  n!


Probe:

  
     5
 V
6 = 6! / 1! = 6!


c)

  
   n-2
 V
n = n! / (n - (n - 2))! =  n! / 2! = n! / 2


d)

  
      n
 V
n+1 = (n + 1)! / ((n + 1) - n)! =  (n + 1)! / 1! =  (n + 1)!



4) Berechnen Sie die Anzahl der Kombinationen

a) von 9 Elementen zur 3. Klasse

  
3
C
9 = 9! / [(9 - 3)! * 3!] = 9 * 8 * 7 / 6 = 84

123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 134, 135, 136, 137, 138, 139, 145, 146, 147, 148, 149, 156, 157, 158,
159, 167, 168, 169, 178, 179, 189, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 245, 246, 247, 248, 249, 256, 257, 258,
259, 267, 268, 269, 278, 279, 289, 345, 346, 347, 348, 349, 356, 357, 358, 359, 367, 368, 369, 378, 379,
389, 456, 457, 458, 459, 467, 468, 469, 478, 479, 489, 567, 568, 569, 578, 579, 589, 678, 679, 689, 789


b) von 7 Elementen zur 4. Klasse

   4
C
7 = 7! / [(7 - 4)! * 4!] = 7 * 6 * 5 * 4 / 24 = 35

1234, 1235, 1236, 1237, 1245, 1246, 1247, 1256, 1257, 1267, 1345, 1346, 1347, 1356, 1357, 1367, 1456,
1457, 1467, 1567, 2345, 2346, 2347, 2356, 2357, 2367, 2456, 2457, 2467, 2567, 3456, 3457, 3467, 3567,
4567


c) von 12 Elementen zur 8. Klasse

  
8
C
12 = 12! / [(12 - 8)! * 8!] = 12 * 11 * 10 * 9 * 8 * 7 * 6 * 5 / (8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1) =

  
8
C
12 = 12! / [(12 - 8)! * 8!] = 11 * 10 * 9 / (2 * 1) = 495



5) Wie viele Kombinationen der Elemente a, b, c, d, e, f, g zur 5. Klasse gibt es? Welche
Kombination steht bei lexikographischer Anordnung an 5., 10., 15., und 20. Stelle?

  
5
C
7 = 7! / [(7 - 5)! * 5!] = 7 * 6 * 5 * 4 * 3 / (5 * 4 * 3 * 2 * 1) = 21

12345, 12346, 12347, 12356, 12357,
12367, 12456, 12457, 12467, 12567,
13456, 13457, 13467, 13567, 14567,
23456, 23457, 23467, 23567, 24567,
34567


5. Stelle a b c e g
10. Stelle a b e f g
15. Stelle a d e f g
20. Stelle b d e f g



6) Berechnen Sie folgende Binomialkoeffizienten!

a)

7
2

  
2
C
7 = 7 * 6 / 2 = 21



b)

10
3

  
  3
C
10 = 10 * 9 * 8 / 3! = 120



c)

30
1

  
  1
C
30 = 30 / 1! = 30



d)

8
8

  
8
C
8 = 8! / 8! = 1



e)

12
10

  
10
C
12 = 12 * 11 * 10 * 9 * 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 / (10 * 9 * 8 * 7 * 6 * 5 * 4 * 3 * 2 * 1) =

  
10
C
12 = 12 * 11  / (2 * 1) = 66



f)

13
0

  
0
C
13 = 13! / [(13 - 0)! * 0!] =

  
0
C
13 = 13! / [(13 - 0)! * 1] = 1



7) Berechnen Sie möglichst vorteilhaft die folgenden Summen und Differenzen von Binomialkoeffizienten!

a)

  
3
C
9

+

  
4
C
9

= (9 * 8 * 7 / 3!)   +  (9 * 8 * 7 * 6 / 4!)

= (9 * 8 * 7 / 3!)   +  (9 * 8 * 7 * 6 / 4 * 3!)

= (9 * 8 * 7 / 6)   +  (9 * 2 * 7 * 6 / 6)

= (3 * 4 * 7)   +  (9 * 2 * 7) = 84 + 126 = 210


b)

  
14
C
16

+

  
13
C
16


  
14
C
16 = n! / [(n - k)! * k!]

  
14
C
16 = 16! / [(16 - 14)! * 14!] =

  
14
C
16 = 16! / [2 * 14!] =


  
13
C
16 = n! / [(n - k)! * k!]

  
13
C
16 = 16! / [(16 - 13)! * 13!] =

  
14
C
16 = 16! / [3! * 13!] =


16! / [2 * 14!]  +  16! / [6 * 13!] =

16! / [2 * 14 *  13!]  +  16! / [6 * 13!] =

6 * 16! /
[2 * 6 * 14 *  13!]  +  2 * 14 * 16! / [2 * 6 * 14 * 13!] =

6 * 16! + 28 * 16!  / (2 * 6 * 14 * 13!) =

34 * 16! / (2 * 6 * 14 * 13!) =

17 * 16! / (6 * 14 * 13!) =

17! / (6 * 14!) =

17 * 16 * 15 * 14! / (6 * 14!) =

17 * 16 * 15 / 6 =

17 * 8 * 15 / 3 =

17 * 8 * 5 = 680



c)

  
12
C
15

+

  
12
C
14


  
12
C
15 = n! / [(n - k)! * k!]

  
12
C
15 = 15! / [(15 - 12)! * 12!]

  
12
C
14 = 14! / [(14 - 12)! * 12!]


15! / [3! * 12!]  +  14! / [2! * 12!] =

15! / [6 * 12!]  +  14! / [2 * 12!] =

15! / [6 * 12!]  + 3 * 14! / [6 * 12!] =

15 * 14! / [6 * 12!]  + 3 * 14! / [6 * 12!] =

18 * 14! / [6 * 12!] =

18 * 14 * 13 * 12! /
[6 * 12!] =

3 * 14 * 13 = 546



d)

  
8
C
12

-

  
8
C
11

  
8
C
12 = 12! / [(12 - 8)! * 8!]

  
8
C
11 = 11! / [(11 - 8)! * 8!]

12! / [(12 - 8)! * 8!]  -  11! / [(11 - 8)! * 8!] =

12! / [24 * 8!]  -  11! / [6 * 8!] =

12! / [24 * 8!]  -  4 * 11! / [24 * 8!] =

12 * 11! / [24 * 8!]  -  4 * 11! / [24 * 8!] =

8 * 11! /
[24 * 8!] =

11! / [3 * 8!] =

11 * 10 * 9 * 8! / [3 * 8!] =

11 * 10 * 9 / 3 =

11 * 10 * 3 = 330



8a) Wie viele Würfe, bei denen die einzelnen Würfel unterschiedliche Augenzahlen zeigen, sind bei zwei Würfeln möglich?

Kombination ohne Wiederholung

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
2
C
6 = 6 * 5 / 2 = 15

12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26, 34, 35, 36, 45, 46, 56



b) Wie viele Würfe sind überhaupt beim Werfen mit zwei Würfeln möglich?

Kombination mit Wiederholung

  
 k
C
n =  (n + k - 1)! / [(n - 1)! * k!]

  
2
C
6 = (6 + 2 - 1)! / [(6 - 1)! * 2!]

  
2
C
6 = (7)! / [(5)! * 2!]

  
2
C
6 = 5040 / 240 = 21


11, 12, 13, 14, 15, 16, 22, 23, 24, 25, 26, 33, 34, 35, 36, 44, 45, 46, 55, 56, 66




9) Beim "Tele-Lotto 5 aus 35" sind 5 Zahlen von insgesamt 35 auszuwählen. Ermitteln Sie,
wie viele verschiedene Tipps jeweils abgegeben werden müssen, um mit Sicherheit im ersten
Rang, im zweiten Rang oder im dritten Rang zu gewinnen!

erster Rang = 5 richtige Zahlen

  
5
C
35 = 35! / [(35 - 5)! * 5!]

35! / [(35 - 5)! * 5!]  =  35! / [30! * 5!] = 324632


zweiter Rang = 4 richtige Zahlen

  
4
C
35 = 35! / [(35 - 4)! * 4!]

35! / [(35 - 4)! * 4!]  =  35! / [31! * 4!] = 52360


dritter Rang = 3 richtige Zahlen

  
3
C
35 = 35! / [(35 - 3)! * 3!]

35! / [(35 - 3)! * 3!]  =  35! / [32! * 3!] = 6545



Einfache Anwendungen zur Kombinatorik


28) Am Stundenplanbrett einer Schule mit insgesamt 32 Lehrkräften soll jede Lehrkraft durch ein Plättchen
gekennzeichnet werden, das entweder einfarbig oder zweigeteilt und zweifarbig oder dreigeteilt und dreifarbig ist.
Kommt man mit fünf verschiedenen Farben aus?


a1 + a2 + a3
≥ 32

einfarbig + zweifarbig + dreifarbig
≥ 32


einfarbige Plättchen

bei 5 Farben gibt es 5 einfarbige Plättchen

a1= 5


zweifarbige Plättchen

entweder z.B. rot-blau = blau-rot

    k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

    2
C
5 =  5! / [(5 - 2)! * 2!]

    2
C
5 =  5! / [3! * 2!]

a2 = 10

12, 13, 14, 15, 23, 24, 25, 34, 35, 45


oder z.B. rot-blau ≠ blau-rot


      k
 V
n = n! / (n - k)!

    
  2
 V
5 = 5! / (5 - 2)!

    
  2
 V
5 = 5! / 3! = 20

12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 25, 31, 32, 34, 35, 41, 42, 43, 45, 51, 52, 53, 54


dreifarbige Plättchen

entweder z.B. rot-blau-gelb = blau-rot-gelb

    k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

    3
C
5 =  5! / [(5 - 3)! * 3!]

    3
C
5 =  5! / [2! * 3!]

a3 = 10

123, 124, 125, 134, 135, 145, 234, 235, 245, 345


oder z.B. rot-blau-gelb ≠ blau-rot-gelb

      k
 V
n = n! / (n - k)!

    
  3
 V
5 = 5! / (5 - 3)!

    
  3
 V
5 = 5! / 2! = 60

123, 124, 125, 132, 134, 135, 142, 143, 145, 152, 153, 154, 213, 214, 215, 231, 234, 235, 241, 243, 245, 251,
253, 254, 312, 314, 315, 321, 324, 325, 341, 342, 345, 351, 352, 354, 412, 413, 415, 421, 423, 425, 431, 432,
435, 451, 452, 453, 512, 513, 514, 521, 523, 524, 531, 532, 534, 541, 542, 543


Ohne Benutzung der Reihenfolge reichen 5 verschiedene Farben nicht aus.


35a) Begründen Sie , dass man in Aufgabe 28 mit 6 verschiedenen Farben (unter sonst gleichen Bedingungen) auskommt,
ohne die Reihenfolge zu berücksichtigen!


einfarbige Plättchen

bei 6 Farben gibt es 6 einfarbige Plättchen

a1= 6


zweifarbige Plättchen

z.B. rot-blau = blau-rot

    k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

    2
C
6 =  6! / [(6 - 2)! * 2!]

    2
C
6 =  6! / [4! * 2!]

a2 = 720 / 48

a2 = 15


dreifarbige Plättchen

z.B. rot-blau-gelb = blau-rot-gelb

    k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

    3
C
6 =  6! / [(6 - 3)! * 3!]

    3
C
6 =  6! / [3! * 3!]

a3 = 20



b)  Reichen 5 Farben auch, falls man zwar die Reihenfolge nicht berücksichtigt, jedoch auch dreigeteilte Plättchen mit lediglich
zwei Farben zulässt, also etwa mit "blau-rot-blau" gewisse Wiederholungen von Farben gestattet?

dreifarbige Plättchen

entweder z.B. rot-blau-gelb = blau-rot-gelb

    k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

    3
C
5 =  5! / [(5 - 3)! * 3!]

    3
C
5 =  5! / [2! * 3!]

a3 = 10

123, 124, 125, 134, 135, 145, 234, 235, 245, 345

zusätzlich:

121, 131, 141, 151,
212, 232, 242, 252,
313, 323, 343, 353,
414, 424, 434, 454,
515, 525, 535, 545


29) Es sind 9 Punkte einer Ebene gegeben, von denen niemals 3 auf ein und derselben Geraden
liegen. Wie viele Geraden gibt es, die 2 der 9 Punkte enthalten?


  
 2
C
9 =  9! / [(9 - 2)! * 2!]

  
 2
C
9 =  9! / [7! * 2!] = 36


36) Überlegen Sie, wie sich die in Aufgabe 29 ermittelte Anzahl reduziert, wenn von den 9 Punkten
genau 3 Punkte auf ein und derselben Geraden liegen!

ABC auf einer Geraden

AB, AC, BC

3 Geraden weniger


30) Im Zugmeldeverkehr der Deutschen Reichsbahn, im Schiffs- und Amateurfunk erfolgt die Nachrichtenübermittlung
mit Hilfe Morsezeichen. Die von Morse benutzten Zeichen setzen sich aus Punkten und Strichen zusammen, die kurzen
beziehungsweise langen Stromimpulsen entsprechen. Wie viele verschiedene Buchstaben lassen sich als Folgen von jeweils
höchstens vier Impulsen darstellen?


Variation mit Wiederholung

   
   k
 V
n = nk


ages = a1 + a2 + a3 + a4


   
   1
 V
2 = 21 = 2

1, 2


   
   2
 V
2 = 22 = 4

11, 12, 21, 22


   
   3
 V
2 = 23 = 8

111, 112, 121, 122, 211, 212, 221, 222


   
   4
 V
2 = 24 = 16

1111, 1112, 1121, 1122, 1211, 1212, 1221, 1222, 2111, 2112, 2121, 2122, 2211, 2212, 2221, 2222


ages = 30


30 verschiedene Buchstaben (also mehr, als das Alphabet enthält) lassen sich als Folgen von jeweils höchstens
4 Impulsen darstellen.


1) Aus einer Produktionsserie wird bei der Qualitätskontrolle eine bestimmte Anzahl von Erzeugnissen ausgewählt
und untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung dieser einzelnen Stücke gibt Aufschluss über die Qualität der gesamten
Serie. Wie viele verschiedene Stichprobenmöglichkeiten gibt es bei einer Produktionsserie von 100 Stück, wenn bei
der Stichprobe 5 Einzelstücke untersucht werden sollen?


  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
   5
C
100 =  100! / [(100 - 5)! * 5!]

  
   5
C
100 =  100! / [95! * 5!]

  
   5
C
100 =  100 * 99 * 98 * 97 * 96 * 95! / [95! * 120]

  
   5
C
100 =  100 * 99 * 98 * 97 * 96 / 120

  
   5
C
100 =  10 * 99 * 98 * 97 * 8 = 75287520



2) Bei der Blindenschrift nach Braille besteht die Grundform aus sechs zu einem Rechteck angeordneten
Punkten. Jeder Buchstabe wird durch 1 bis 6 Punkte gebildet, von denen jeder an eine Stelle diese Schemas
gesetzt wird (eingedrückt oder erhaben hervorstehend).
Wie viele verschiedene Zeichen lassen sich auf diese Weise bilden?


  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]


  
 1
C
6 =  6! / [(6 - 1)! * 1!] = 6

  
 2
C
6 =  6! / [(6 - 2)! * 2!] = 15

  
 3
C
6 =20

  
 4
C
6 = 15

  
 5
C
6 = 6

12345, 12346, 12356, 12456, 13456, 23456

  
 6
C
6 = 1


Es lassen sich 63 verschiedene Zeichen auf diese Weise bilden.


3) Auf wie viele verschiedene Arten kann man ein ebenes konvexes Sechseck durch Diagonalen,
die einander nicht schneiden, in Dreiecke zerlegen?


Definition der Catalan-Zahl

Die n-te Catalan-Zahl Cn ist z.B. die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten, ein konvexes (n+2)-Eck
durch Diagonalen in Dreiecke zu zerteilen (Triangulation). Die ersten Catalan-Zahlen sind 1, 2, 5, 14, 42, 132, 429, 1430, 4862

                                     n
Cn = 1 / (n + 1)   *  
C2n

C4= 1 / 5   *  
n! / [(n - k)! * k!]

C4= 1 / 5   *   8
! / [4! * 4!]

C4 = 14

Es gibt 14 Möglichkeiten ein konvexes 6-Eck in Diagonalen zu zerteilen.


C5= 1 / 6   *  
n! / [(n - k)! * k!]

C5= 1 / 6   *   10
! / [5! * 5!]

C5 =42

Es gibt 42 Möglichkeiten ein konvexes 7-Eck in Diagonalen zu zerteilen.



4) In wie vielen Punkten höchstens können 5, 8, n Geraden einander schneiden?

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
 2
C
n =  n! / [(n - 2)! * 2!]


2 Geraden

  
 2
C
2 =  2! / [(2 - 2)! * 2!]

  
 2
C
2 = 1


4 Geraden

  
 2
C
4 = 6


5 Geraden

  
 2
C
5 = 10

12, 13, 14, 15, 23, 24, 25, 34, 35, 45



5a) Wie viele Anschlüsse sind in einem Fernsprechnetz mit fünfstelligen Rufnummern möglich, wenn man die
mit 0 und 1 beginnenden Rufnummern für Sonderanschlüsse reserviert und hier nicht berücksichtigt?


Variation mit Wiederholung

  
  k
V
n = nk

  
    5
V
10 = 105

      5
V
10 = 100000

0 am Anfang = 10000
1 am Anfang = 10000
2 am Anfang = 10000
3 am Anfang = 10000
4 am Anfang = 10000
5 am Anfang = 10000
6 am Anfang = 10000
7 am Anfang = 10000
8 am Anfang = 10000
9 am Anfang = 10000

100000 - 20000 = 80000



5b) Wie viele Verbindungen lassen sich dann in diesem Netz herstellen (ohne Berücksichtigung der Sonderanschlüsse)?

Kombination ohne Wiederholung

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]


  
 2
C
80000 =  80000! / [79998! * 2!]

  
 2
C
80000 =  80000 * 79999 * 79998! / [79998! * 2!]

  
 2
C
80000 =  80000 * 79999 * 79998! / [79998! * 2!]

  
 2
C
80000 =  80000 * 79999 / 2 = 3.199.960.000



6) Die polizeilichen Kennzeichen für Kraftfahrzeuge enthalten in jedem Bezirk der DDR außer einem diesem Bezirk
zugewiesenen Kennbuchstaben entweder einen weiteren Buchstaben und eine Vierergruppe der Ziffern 0 bis 9 oder
zwei weitere Buchstaben und eine Dreiergruppe solcher Ziffern.
Wie viele verschiedene Kennzeichen können in jedem dieser Fälle zu einem einzigen Kennbuchstaben vergeben werden?


weiter Buchstabe + Vierergruppe der Ziffern

Variation mit Wiederholung

  
  k
V
n = nk

  
   4
V
10 = 104

  
   4
V
10 = 10000

26 * 10000 = 260.000


zwei weitere Buchstaben + Dreiergruppe der Ziffern

Variation mit Wiederholung

  
  k
V
n = nk

  
   3
V
10 = 103

  
   3
V
10 = 1000

Variation mit Wiederholung

  
   2
V
26 = 262

  
   2
V
26 = 676

676 * 1000 = 676.000



7) Beim "Sportfest-Toto 6 aus 49" sind von 49 Zahlen (Sportarten) 6 beliebige Zahlen anzukreuzen.
a) Auf wie viele verschiedene Weisen kann man einen solchen Tippzettel ausfüllen, das heißt, wie viele
Tipps muss man abgeben, um mit Sicherheit einen "Sechser" darunter zu haben?

Kombination ohne Wiederholung

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
6
C
49 = 49! / [(49 - 6)! * 6!]

  
6
C
49 = 13.983.816


b)* Wie viele Tipps genügen, um mit Sicherheit einen "Fünfer mit Zusatzzahl" zu haben?

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
6
C
48 = 48! / [(48 - 6)! * 6!]

  
6
C
48 = 12.271.512


3) Gegeben sei die Folge ak mit ak = 1 / [(n + 2) * (n + 3)] mit n größer oder gleich 1.
Diese Folge und ihre Partialsummenfolge an sind auf Monotonie zu untersuchen. Außerdem
ist eine explizite Zuordnungsvorschrift für die Folge an gesucht.


k      1            2            3            4            5            6            7            8          

ak    1/12       1/20       1/30       1/42       1/56       1/72       1/90       1/110

an    1/12       2/15       1/6         4/21       5/24       2/9         7/30       8/33


Die Folge ak fällt streng monoton.
Die Folge an wächst streng monoton, weil alle Glieder von ak positiv sind.


ak = 1 / [(k + 2) * (k + 3)]

an = n / (3n + 9)



21. Beweis einer Summenformel durch Vollständige Induktion


  n
 Σ
1 / [(k + 2) * (k + 3)] = n / (3n + 9)
k=1


1.Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage
1 / [(1 + 2) * (1 + 3)] = 1 / (3 * 1 + 9)

                                                                 1/12  =  1/12




2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung:

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

  n
 Σ
1 / [(k + 2) * (k + 3)] = n / (3n + 9)
k=1 


Induktionsbehauptung:

dann gilt auch

n+1
 Σ
1 / [(k + 2) * (k + 3)] = (n + 1) / (3n + 12)
k=1 


  n
 Σ
1 / [(k + 2) * (k + 3)] + 1 / [(n + 1 + 2) * (n + 1 + 3)] = n / (3n + 9) + 1 / [(n + 1 + 2) * (n + 1 + 3)]
k=1 


  n
 Σ
1 / [(k + 2) * (k + 3)] + 1 / [(n + 3) * (n + 4)] = n / (3n + 9) + 1 / [(n + 3) * (n + 4)]
k=1 


rechte Seite

 n / (3n + 9)  +  1 / [(n + 3) * (n + 4)]

 n / 3(n + 3)  +  1 / [(n + 3) * (n + 4)]

n * (n + 4) / 3(n + 3) * (n + 4)  + 1 * 3 / 3(n + 3) * (n + 4)

n² + 4n + 3 / 3(n + 3) * (n + 4)                //Faktorisierung

(n + 1) * (n + 3) / 3(n + 3) * (n + 4)

(n + 1) / [3 * (n + 4)]



32) Das Bild A20 zeigt eine Rotationskapselpumpe im Schnitt. An den Saugstutzen S wird der Rezipient mit einem
Volumen von 3000 cm³ angeschlossen. Durch den exzentrischen Vollzylinder Z können je Drehung 200cm ³ Luft
zum Druckstutzen D befördert werden.
Rezipient = Glasglocke mit Ansatzrohr für eine Vakuumpumpe zum Herstellen eines luftleeren Raumes (Physik)
a) Wie groß ist der Druck im Rezipienten nach 5 und nach 10 Umdrehungen, wenn der ursprüngliche Druck 1000 mbar
beträgt?

Nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte ist das Produkt von Druck p und zugehörigem Volumen V konstant.

p1 * 3200 = p0 * 3000

p1 = p0 * 3000/3200

Das Verhältnis aus V1 = 3000 und V2 = 3200 gilt für jede Umdrehung!

pk+1= pk * 15/16

pn = 1000 * (15/16)n

p5 = 1000 * (15/16)5

p5 = 724 mbar

p10 = 1000 * (15/16)10

p10 = 525 mbar


b) Wie viel Minuten muss die Pumpe bei 50 Umdrehungen je Minute laufen, um einen Druck von 10-6 mbar
zu erreichen?


pn = 1000 * (15/16)n

10-6 = 1000 * (15/16)n

n * lg(15/16) = lg(10-6  / 1000)

n = -9/-0,0280287

n = 321,10

321,10 Umdrehungen geteilt durch 50 Umdrehungen = 6,42 Minuten



33) Für die Fertigung eines Werkstücks sind unter anderen folgende Arbeitsgänge auszuführen:

1 Bohren, Durchmesser 6 mm
2 Senken
3 Bohren, Durchmesser 2,4 mm
4 Gewindeschneiden, M3
5 Fräsen.

Wie viele verschiedene Reihenfolgen dieser Arbeitsgänge sind bei der Entwicklung der Technologie in
Betracht zu ziehen, wenn als Einschränkung nur zu beachten ist, dass 2 erst nach 1 und 4 erst nach 3
erfolgen kann?


Senken
Um senkrecht zur Drehachse liegende Profil- oder Kegelflächen herzustellen, wird das Senken angewendet.
Der Senker (ein mehrschneidiges Werkzeug) erzeugt dabei besonders geformte Teilflächen. Im Unterschied
zum Bohren wird aber nicht ins Volle gearbeitet, sondern in bereits vorhandene Löcher.

ohne Beschränkung
P5 = 5! = 120

1 vor 2

12345, 12354, 12435, 12453, 12534, 12543, 13245, 13254, 13425, 13452, 13524, 13542, 14235, 14253, 14325, 14352,
14523, 14532, 15234, 15243, 15324, 15342, 15423, 15432, 31245, 31254, 31425, 31452, 31524, 31542, 34125, 34152,
34512, 35124, 35142, 35412, 41235, 41253, 41325, 41352, 41523, 41532, 43125, 43152, 43512, 45123, 45132, 45312,
51234, 51243, 51324, 51342, 51423, 51432, 53124, 53142, 53412, 54123, 54132, 54312

2 vor 1

21345, 21354, 21435, 21453, 21534, 21543, 23145, 23154, 23415, 23451, 23514, 23541, 24135, 24153, 24315, 24351,
24513, 24531, 25134, 25143, 25314, 25341, 25413, 25431, 32145, 32154, 32415, 32451, 32514, 32541, 34215, 34251,
34521, 35214, 35241, 35421, 42135, 42153, 42315, 42351, 42513, 42531, 43215, 43251, 43521, 45213, 45231, 45321,
52134, 52143, 52314, 52341, 52413, 52431, 53214, 53241, 53421, 54213, 54231, 54321

Da die Arbeitsgänge 1 und 2 als Elemente der Permutationen gleichberechtigt sind, gibt es unter den 120 Permutationen ebenso
viele, bei denen 1 vor 2 steht, wie solche, bei denen 2 vor 1 steht. So bleiben bei Berücksichtigung der ersten Einschränkung nur
60 Permutationen übrig. Unter diesen gibt es wieder ebenso viele, bei denen 3 vor 4 steht, wie solche, bei denen 4 vor 3 steht.
Es gibt also nur 30 Permutationen, die beiden einschränkenden Bedingungen genügen.


1) Betrachtet werden die Flogen

ak= k² /  k!

ak= 2k / k!

ak= 4k / k!.

a) Berechnen Sie die ersten sechs Glieder dieser Folgen!

ak= k² /  k!

k      1            2            3            4            5                6          

ak    1            2            9/6        16/24      25/120       36/720


ak= 2k / k!

k      1            2            3            4            5                6          

ak    2            2            8/6        16/24      32/120       64/720


ak= 4k / k!.

k      1            2            3            4            5                6          

ak    4            8            32/3       32/3       1024/120   4096/720 



b) Machen Sie Aussagen über die Monotonie dieser Folgen, und beweisen Sie diese Aussagen!


ak= k² /  k!

ak+1 - ak

wenn die Differenz  positiv - dann monoton steigend
wenn die Differenz negativ - dann monoton fallend


(k + 1)² / (k + 1)!  -  k² / k! =

(k + 1)² / [(k + 1) * k!]    -    k² * (k + 1) / [(k + 1) * k!] =

(k + 1)² -  k² * (k + 1) / [(k + 1) * k!] =

k² + 2k + 1 - (k³ +  k²) / [(k + 1) * k!] =

k² + 2k + 1 - k³ -  k² / [(k + 1) * k!] =

- k³ +  2k + 1  / [(k + 1) * k!]

a2 - a1 = positiv
a3 - a2 = negativ

Die Folge ist nicht monoton. Die Folge wächst bis k=2 und fällt ab k > 2.


 ak= 2k /  k!

ak+1 - ak

wenn die Differenz  positiv - dann monoton steigend
wenn die Differenz negativ - dann monoton fallend

2k+1 /  (k + 1)! - 2k /  k! =

2k+1  - 2k * (k + 1) /  [(k + 1) * k!]

Für alle natürlichen k gilt:

2k+1  - 2k * (k + 1) ≥ 0. Deshalb ist die Folge monoton wachsend.


ak= 4k / k!.

ak+1 - ak

wenn die Differenz  positiv - dann monoton steigend
wenn die Differenz negativ - dann monoton fallend

4k+1 /  (k + 1)! - 4k /  k! =

4k+1  - 4k * (k + 1) /  [(k + 1) * k!]

Für alle natürlichen k gilt:

nur der Zähler
für k = 1

16 - 4 * 2 = 8

für k = 2

64 - 16 * 3 = 16

für k = 3

256 - 64 * 4 = 0

für k = 4

1024 - 256 * 5 = -256

für k = 5

4096 - 1024 * 6 = -2048


Die Folge ist nicht monoton. Die Folge wächst bis k= 4 und fällt ab k > 4.


Wie steht es mit der Monotonie der Folge 10k / k! und 100k / k! ?

10k / k!


k      1            2            3            4            5                6          

ak    10          50         500/3     1250/3    2500/3       12500/9


ak+1 - ak = 0

10k+1 / (k + 1)! - 10k / k! = 0

10k+1 / (k + 1) * k! - 10k * (k + 1) / [(k + 1) * k!] = 0

10k+1 - 10k * (k + 1)/ [k + 1) * k!] = 0  / Nenner wird vernachlässigt

10k+1 - 10k * (k + 1) = 0

10k+1  = 10k * (k + 1) / 10k

10 = k + 1

k = 9

a10 - a9 = 0


a8 = 2480,15
a9 =  2755,73
a10 = 2755,73
a11 = 2505,21

Die Folge ist nicht monoton. Sie wächst bis k = 10 und fällt ab k > 10.


100k / k!


k      1            2            3           

ak    100       5000       50000/3


ak+1 - ak = 0

100k+1 / (k + 1)! - 100k / k! = 0

100k+1 / (k + 1) * k! - 100k * (k + 1) / [(k + 1) * k!] = 0

100k+1 - 100k * (k + 1)/ [k + 1) * k!] = 0  / Nenner wird vernachlässigt

100k+1 - 100k * (k + 1) = 0

100k+1  = 100k * (k + 1) / 100k

100 = k + 1

k = 99

a100 - a99 = 0


a99 =  1071510288125470000000000000000000000000000,00
a100 = 1071510288125470000000000000000000000000000,00
a101 = 1060901275371750000000000000000000000000000,00


Die Folge ist nicht monoton. Sie wächst bis k = 100 und fällt ab k > 100.


Betrachten Sie auch kk / k! !

ak+1 - ak

 (k + 1)k+1 / (k + 1)! -  kk / k!

(k + 1)k+1  - kk * (k + 1)  / [(k + 1) * k!]

(k + 1)k+1  - kk * (k + 1)

(k + 1)k+1  -  kk+1 -  kk

Die Folge ist streng monoton wachsend.


2) Untersuchen Sie, für welche natürlichen n die folgenden Ungleichungen gelten,
und beweisen Sie Ihre Aussagen!

  
 n
C
2n   ≥  2n

 (2n)! / [(2n - n)! * n!]  ≥  2n

 (2n)! / (n! * n!)  ≥  2n


Behauptung:
Für alle natürlichen Zahlen n gilt:

(2n)! / (n! * n!)  ≥  2n.

Beweis:

1. Induktionsanfang

Für n = 1 gilt die Aussage

2/1 ≥ 2


2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

Für ein beliebiges, aber festes n gelte

(2n)! / (n! * n!)  ≥  2n

dann gilt auch

(2n + 2)! / [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥  2n+1

Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung


(2n)! / (n! * n!)  ≥  2n  /  * 2

2 *
(2n)! / (n! * n!)  ≥  2n+1

2 * (n + 1) * (n + 1) / [2 * (n + 1) * (n + 1)] *  2 *
(2n)! / (n! * n!)  ≥  2n+1

2 * (n + 1) * (n + 1) / [2 * (n + 1) * (n + 1)] = 1

(n + 1) * (n + 1) * 2 (2n)! /
 [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥  2n+1

(2n + 2) * (n + 1) * (2n)! /
 [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥  2n+1

(2n + 2) * (2n + 1) * (2n)! /
 [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥ (2n + 2) * (n + 1) * (2n)! /  [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥  2n+1

rot ist größer als gelb, gelb ist größer als grün (entsprechend Induktionsvoraussetzung), damit ist rot größer als grün

(2n + 2)! / [(n + 1)! * (n + 1)!]  ≥  2n+1


16. Beweis durch Vollständige Induktion

n! < [(n + 1) / 2]n

Behauptung:
Für alle natürlichen Zahlen n > 1 gilt:

n! < [(n + 1) / 2]n


Beweis:

1. Induktionsanfang

Für n = 2 gilt die Aussage

2 < 1,5²

2 < 2,25

2. Induktionsschritt

Induktionsvoraussetzung

Für ein beliebiges, aber festes n > 1 gelte

n! < [(n + 1) / 2]n


dann gilt auch

(n + 1)! <
[(n + 2) / 2]n+1

Induktionsbeweis - von der Induktionsvoraussetzung hin zur Induktionsbehauptung

n! < [(n + 1) / 2]n      / * (n + 1)

n! * (n + 1) < [(n + 1) / 2]n  *  (n + 1)

(n + 1)! < [(n + 1) / 2]n  *  (n + 1)

(n + 1)! < [(n + 1) / 2]n  * 2 * [(n + 1) / 2]1

(n + 1)! < 2 * [(n + 1) / 2]n+1  <
 [(n + 2) / 2]n+1

es ist zu zeigen:

2 * [(n + 1) / 2]n+1   <
 [(n + 2) / 2]n+1

2 * (n + 1)n+1   <
 (n + 2)n+1

(n + 1)n+1   +  (n + 1)n+1  <
 (n + 2)n+1

(n + 1)n+1   +  (n + 1)n+1  <
 ((n +1) + 1)n+1


Binomialkoeffizient (a + b)n

= an + n * an-1 * b + ... + bn

((n +1) + 1)n+1 = (n + 1)n+1 + (n + 1) * (n + 1) + ... + 1

((n +1) + 1)n+1 = (n + 1)n+1 + (n + 1)n+1   + ... + 1

(n + 1)n+1   +  (n + 1)n+1  < (n + 1)n+1 + (n + 1)n+1   + ... + 1

q.e.d.  quod erat demonstrandum


3) In einer Ebene mögen k Geraden so verlaufen, dass keine Gerade zu einer anderen parallel ist
und es keinen Punkt der Ebene gibt, durch den mehr als zwei der Geraden gehen. Es ist zu untersuchen,
in wie viele Teile die Ebene durch diese Geraden zerlegt wird.

a) Veranschaulichen Sie sich den Fall k = 3 durch eine Skizze!

b) Nehmen Sie eine vierte Gerade hinzu, und erläutern Sie, warum die Hinzunahme einer (k + 1)-ten Geraden
zu k bereits vorhandenen die Anzahl der Ebenenteile um k + 1 erhöht.


rekursiv

ak+1= ak + (k + 1)

k           1        2        3        4        5

ak         2        4        7        11      16       


Die (k + 1)-te Gerade schneidet k Geraden. Immer wenn die neue Gerade eine vorhandene Gerade schneidet,
dann tritt sie in ein neues Gebiet der Ebene ein. Die Anzahl der Gebiete, die von der neuen Geraden geteilt werden
ist k + 1, denn das erste Gebiet wird ja schon geteilt, bevor die neue Gerade die erste vorhandene Gerade schneidet.

c) Ermitteln Sie eine Formel für die Anzahl der Ebenenteile bei k Geraden, und beweisen Sie diese durch Vollständige Induktion!

explizit

ak= (k² + k + 2) / 2


17. Beweis durch Vollständige Induktion

ak= (k² + k + 2) / 2

Beweis:

1 Induktionsanfang:

Für k = 1 gilt die Aussage (1 + 1 + 2) / 2 = 2

Eine Gerade teilt eine Ebene in 2 Gebiete.


2. Induktionsschritt:

Induktionsvoraussetzung:

ak= (k² + k + 2) / 2


Induktionsbehauptung:

Dann gilt für den Nachfolger von k, k + 1


ak+1= [(k² + k + 2) / 2] + (k + 1)


[(k + 1)² + (k + 1) + 2] / 2 = [(k² + k + 2) / 2] + (k + 1)

(k² + 2k + 1 + k + 1 + 2)  / 2 = [(k² + k + 2) / 2] + 2 * (k + 1)

(k² + 3k + 4)  / 2 = [k² + k + 2 + 2 * (k + 1)] / 2

(k² + 3k + 4)  / 2 = (k² + k + 2 + 2k + 2) / 2

(k² + 3k + 4)  / 2 = (k² + 3k + 4) / 2


4) Ein Walmdach (zwei Teilflächen sind gleichschenklige Dreiecke, zwei Teilflächen sind gleichschenklige Trapeze) soll
mit Ziegeln gedeckt werden. Die unterste (längste) Schicht enthält an der kürzeren Hausseite 35 Ziegel, an der längeren
65 Ziegel. Auf jeder Teilfläche werden es von Schicht zu Schicht zwei Ziegel weniger.
Wie viele Ziegel werden für das Dachdecken mindestens benötigt, wenn mit 8 % Abfall zu rechnen ist?

2 Dreiecke

ak= 35 - 2k

1= 35 - 2k

-34= - 2k

k= 17

17
 Σ
35 - 2k  = 324
k=0

für 2 Dreiecke = 324 + 324


2 Trapeze

ak= 65 - 2k

17
 Σ
65 - 2k  = 864
k=0

für 2 Trapeze = 864 + 864


gesamt = 2376 Ziegel

2376
92 %
    x  
100%


x= 2583 Ziegel


5) Rohre, Rundstähle und dergleichen werden häufig so verladen bzw. gestapelt, dass in jeder
höheren Schicht die Rohre in den Lücken der darunterliegenden Schicht liegen.

a) Geben Sie an, wie viele Rohre ein Stapel höchstens haben kann, wenn in der untersten Schicht
6 Rohre liegen!

     -
    - -
   - - -
  - - - -
 - - - - -
- - - - - -


21 Rohre kann ein Stapel höchstens haben, wenn in der untersten Schicht 6 Rohre liegen.


b) Mit wie vielen Schichten muss man beim Stapeln von 50 Rohren mindestens rechnen, wenn
in der untersten Schicht nicht mehr als 10 Rohre liegen können? Wie hoch ist der Stapel in diesem Fall?


ak= 10-k

1= 10 - k

-9 = - k

k = 9

 9
 Σ 10 - k = 55

k=0

zwei Stapel weniger

 7
 Σ 10 - k = 52

k=0


Mit 8 Schichten muss man rechnen.

-
-
-
-
-
-
-
-
------------------------------------

Im Schnitt der Rohre entstehen zwischen den Mittelpunkten gleichseitige Dreiecke.

tan60°= x / d/2

x =  √3 * d/2

zwischen den Rohren insgesamt = 7 * √3 * d/2
1. Schicht = d/2
8. Schicht = d/2

insgesamt =
7 * √3 * d/2 + 2 * d/2


c) Wie viele Rohre von 0,6 m Durchmesser und 5 m Länge können in dieser Weise höchstens gestapelt werden,
wenn für die unterste Schicht eine rechteckige Fläche von 10 m Länge und 6 m Breite zu Verfügung steht?


2 Stapel mit jeweils 10 Rohren in der untersten Schicht

 9
 Σ 10 - k = 55

k=0

+

 9
 Σ 10 - k = 55

k=0


gesamt = 110 Rohre


6) Bei der Lagerhaltung werden häufig Materialien unterschiedlicher Rohstoffzusammensetzungen und
Abmessungen durch Farbmarkierungen gekennzeichnet. Bei Rohren soll jede Sorte mit drei verschiedenfarbigen
Ringen am Rohrende markiert sein. Wie viele verschiedene Sorten kann man so mit Hilfe von fünf Farben kennzeichnen?


ohne Berücksichtigung der Reihenfolge

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
 3
C
5 =  5! / [(5 - 3)! * 3!]

  
 3
C
5 = 10

123, 124, 125, 134, 135, 145, 234, 235, 245, 345


mit Berücksichtigung der Reihenfolge

    
 k
 V
n = n! / (n - k)!
                 
    
 3
 V
5 = 5! / (5 -3)!
                 
    
 3
 V
5 = 5! / (5 -3)!

    
 3
 V
5 = 60

123, 124, 125, 132, 134, 135, 142, 143, 145, 152, 153, 154, 213, 214, 215, 231, 234, 235, 241, 243, 245,
251, 253, 254, 312, 314, 315, 321, 324, 325, 341, 342, 345, 351, 352, 354, 412, 413, 415, 421, 423, 425,
431, 432, 435, 451, 452, 453, 512, 513, 514, 521, 523, 524, 531, 532, 534, 541, 542, 543


7) Wie viele Möglichkeiten gibt es, mit drei unterscheidbaren Würfeln insgesamt
a) 6 Augen
b) 14 Augen zu werfen?
Für welche Augenzahl gibt es die größte Anzahl von Möglichkeiten?

insgesamt Variation mit Wiederholung

   
   k
 V
n = nk

   
   3
 V
6 = 63

   
   3
 V
6 = 216

Binomialkoeffizient

(x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x^1)
3  =

(x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x^1)
* (x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x^1) * (x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x^1) =

x^12 + x^11 + x^10 + x^9 + x^8 + x^7 +
            x^11 + x^10 + x^9 + x^8 + x^7 + x^6 +
                        x^10 + x^9 + x^8 + x^7 + x^6 + x^5 +
                                    x^9 + x^8 + x^7 + x^6 + x^5 + x^4 +
                                              x^8 + x^7 + x^6 + x^5 + x^4 + x^3 +
                                                        x^7 + x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 =


(x^12 + 2x^11 + 3x^10 + 4x^9 + 5x^8 + 6x^7 + 5x^6 + 4x^5 + 3x^4 + 2x^3 + 1x^2) * (x^6 + x^5 + x^4 + x^3 + x^2 + x^1) =

x^18 + x^17 +   x^16 +   x^15 +   x^14 +   x^13 +
          2x^17 + 2x^16 + 2x^15 + 2x^14 + 2x^13 + 2x^12
                        3x^16 + 3x^15 + 3x^14 + 3x^13 + 3x^12 + 3x^11
                                      4x^15 + 4x^14 + 4x^13 + 4x^12 + 4x^11 + 4x^10
                                                    5x^14 + 5x^13 + 5x^12 + 5x^11 + 5x^10 + 5x^9
                                                                  6x^13 + 6x^12 + 6x^11 + 6x^10 + 6x^9 + 6x^8
                                                                                5x^12 + 5x^11 + 5x^10 + 5x^9 + 5x^8 + 5x^7
                                                                                              4x^11 + 4x^10 + 4x^9 + 4x^8 + 4x^7 + 4x^6
                                                                                                            3x^10 + 3x^9 + 3x^8 + 3x^7 + 3x^6 + 3x^5
                                                                                                                          2x^9 + 2x^8 + 2x^7 + 2x^6 + 2x^5 + 2x^4
                                                                                                                                        x^8 +   x^7 +   x^6 +   x^5 +   x^4 + x^3


1x^18 + 3x^17 +  6x^16 +  10x^15 + 15x^14 + 21x^13 + 25x^12 + 27x^11 + 27x^10 + 25x^9 + 21x^8 + 15x^7 + 10x^6 + 6x^5 + 3x^4 + 1x^3


Augenzahl 18 = 1 Möglichkeit
Augenzahl 17 = 3 Möglichkeiten
Augenzahl 16 = 6 Möglichkeiten
Augenzahl 15 = 10 Möglichkeiten
Augenzahl 14 = 15 Möglichkeiten
Augenzahl 13 = 21 Möglichkeiten
Augenzahl 12 = 25 Möglichkeiten
Augenzahl 11 = 27 Möglichkeiten
Augenzahl 10 = 27 Möglichkeiten
Augenzahl 9 = 25 Möglichkeiten
Augenzahl 8 = 21 Möglichkeiten
Augenzahl 7 = 15 Möglichkeiten
Augenzahl 6 = 10 Möglichkeiten
Augenzahl 5 = 6 Möglichkeiten
Augenzahl 4 = 3 Möglichkeiten
Augenzahl 3 = 1 Möglichkeit



8) Zu einem Eishockeyturnier werden 20 Spieler eines Verbandes gemeldet.
a) Wie viele Möglichkeiten, die Rückennummern 1 bis 20 zu verteilen, gibt es, wenn ein bestimmter Spieler
auf jeden Fall die Nummer 11 erhält und ein zweiter keinesfalls die Nummer 9 tragen soll?



4 Spieler, 4 Rückennummern ohne Beschränkung

    
 k
 V
n = n! / (n - k)!
                 
    
 4
 V
4 = 4! / (4 - 4)!
                 
    
 4
 V
4 = 24

1234, 1243, 1324, 1342, 1423, 1432, 2134, 2143, 2314, 2341, 2413, 2431,
3124, 3142, 3214, 3241, 3412, 3421, 4123, 4132, 4213, 4231, 4312, 4321


Ein Spieler erhält eine bestimmte Rückennummer.

    
3
 V
3 = 6

123, 132, 213, 231, 312, 321

erster Spieler soll nicht die Eins bekommen

6 / 3 =  2
6 - 2 = 4

4 Möglichkeiten gibt, es die Rückennummer bei 4 Spielern mit 4 Rückennummern zu verteilen.

20 Spieler, 20 Rückennummern ohne Beschränkung

    
 k
 V
n = n! / (n - k)!
                 
    
 20
 V
20 = 20! / (20 - 20)!
                 
    
 20
 V
20 = 2,432902008 * 1018


Ein Spieler erhält eine bestimmte Rückennummer.

    
19
V
19 = 1,21 * 1017


ein Spieler soll nicht die Neun bekommen

1,21 * 10
17   / 19   = 6,402373706 * 1015


1,21 * 1017  -  6,402373706 * 1015  = 1,152427267 * 1017



b) Wie viele Möglichkeiten gibt es, wenn außerdem ein dritter Spieler entweder 3 oder 7
bekommen soll?

Ein Spieler erhält eine bestimmte Rückennummer.
Ein zweiter Spieler erhält eine bestimmte Rückennummer (3 oder 7).

    
18
V
18 = 6,40237373706 * 1015


ein Spieler soll nicht die Neun bekommen

6,40237373706 * 10
15   / 18   = 3,556874281 * 1014


6,40237373706 * 10
15  -  3,556874281 * 1014   = 6,046686278 * 1015

6,046686278 * 10
15  * 2 = 1,209337256 * 1016



9) Bei einem Schulsportfest haben sich vier Schüler (A,B,C,D = 1,2,3,4) für den Endlauf über 100 m
qualifiziert. Nach den Vorlaufzeiten war für den Einlauf ins Ziel die Reihenfolge (C,B,D,A = 3,2,4,1) zu
vermuten. Der tatsächliche Einlauf ergab aber sowohl einen anderen Platz für jeden einzelnen Läufer als
auch sämtlich andere (geordnete) Paare direkt aufeinander folgender Läufer. Der Sportlehrer hatte die
Reihenfolge (A,D,B,C = 1,4,2,3) vorausgesagt, doch stimmten auch hier nur zwei Plätze mit dem
tatsächlichen Ergebnis überein. In welcher Reihenfolge kamen die Läufer ins Ziel?


    
4
V
4 = 24

1234, 1243, 1324, 1342, 1423, 1432, 2134, 2143,
2314, 2341, 2413, 2431, 3124, 3142, 3214, 3241,
3412, 3421, 4123, 4132, 4213, 4231, 4312, 4321

1324, 1423, 1432, 2134, 2143,
2314, 2413, 4123, 4132, 4312,

sämtlich andere geordnete Paare direkt aufeinander folgender Läufer

32, 24, 41

2134, 2143,
2314, 4312,

keine Lösung



10) Neun Touristen übernachten in einer Berghütte. Wie viele Möglichkeiten der Verteilung der Plätze
gibt es in folgenden Fällen?
Bei b) bis d)* sollen Fälle nicht unterschieden werden, in denen gleiche Personengruppen beieinander bleiben,
jedoch unterschiedliche Zimmer belegen.

a) Es stehen ein Raum mit vier und ein Raum mit fünf Betten zur Verfügung.

5 werden ausgewählt, 4 ergänzen sich

z.B.
45789       2316

  
 k
C
n =  n! / [(n - k)! * k!]

  
 5
C
9 =  9! / [(9 - 5)! * 5!]

  
 5
C
9 = 126


b) Es können zwei Räume mit je sechs Betten bezogen werden.

entweder 6 und 3 oder 5 und 4

  
 6
C
9 = 84

  
 5
C
9 = 126

126 + 84 = 210

Es gibt 210 Möglichkeiten bei zwei Räumen mit je sechs Betten.


c) Es können drei Räume mit je drei Betten genutzt werden.

3 von 9 und 3 von den noch übrigen 6

  
 3
C
9 = 84

  
 3
C
6 = 20

84 * 20 = 1680

Es gibt 1680 Möglichkeiten bei drei Räumen mit je drei Betten.


d)* Es stehen drei Räume mit je vier Betten zur Verfügung.
Aufgaben mit Stern bei der Nummer sind von erhöhtem Schwierigkeitsgrad.


4 Betten        4Betten        4Betten

3                   3                  3

4                   4                  1

4                   3                  2


  
 3
C
9 = 84 

*
  
 3
C
6 = 20

= 1680


  
 4
C
9 = 126

*
  
 4
C
5 = 5

= 630


  
 4
C
9 = 126

*
  
 3
C
5 = 10

= 1260


1680 + 630 + 1260 = 3570 Möglichkeiten


11) In der näheren Umgebung eines Erholungsortes gibt es 7 oder 13 oder 22 verschiedene Wanderrouten.
Wie viele Farben benötigt man zur unterschiedlichen Kennzeichnung dieser Routen unter folgenden Bedingungen?

a) Die Kennzeichnung kann durch einen waagerechten Strich, ein Kreuz, einen Kreis oder ein Dreieck erfolgen.

7 Wanderrouten = 4 Zeichen * 1 Farbe = 8 Möglichkeiten
13 Wanderrouten = 4 Zeichen * 3 Farben = 16 Möglichkeiten
22 Wanderrouten = 4 Zeichen * 5 Farben = 24 Möglichkeiten


b) Die Kennzeichnung erfolgt durch zwei parallele Striche in verschiedenen Farben, deren Reihenfolge nicht
berücksichtigt wird.


Kombination ohne Wiederholung

  
 2
C
5 = 10      5 Farben für 7 Wanderrouten

    2
C
6 = 15     6 Farben für 13 Wanderrouten

    2
C
8 = 28     8 Farben für 22 Wanderrouten


c) Die Kennzeichnung erfolgt durch zwei parallele Striche. Dabei dürfen beide Striche auch die gleiche Farbe
haben, und die Reihenfolge der Farben wird nicht berücksichtigt.


Kombination mit Wiederholung

  
 2
C
4 = 10      4 Farben für 7 Wanderrouten

    2
C
5 = 15     5 Farben für 13 Wanderrouten

    2
C
7 = 28     7 Farben für 22 Wanderrouten


d) Die Kennzeichnung erfolgt durch zwei parallele Striche in verschiedenen Farben, bei denen aber
die Reihenfolge beachtet wird.


Variation ohne Wiederholung

      2
 V
4 = 12      4 Farben für 7 Wanderrouten    

      2
 V
5 = 20      5 Farben für 13 Wanderrouten    

      2
 V
6 = 30     6 Farben für 22 Wanderrouten    



12) Die Entwertung von Fahrscheinen für Nahverkehrsmittel erfolgt vielfach durch das Einstanzen von 1 bis 6
Löchern an verschiedenen Stellen eines 2-mal-3-Schemas wie bei der Grundform der Blindenschrift.
a) Wie viele verschiedene Kennzeichnungen sind auf diese Weise möglich?

1    2

3    4

5    6
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